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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 21429
Erfahrung:  Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Hallo, ich bin Erzieherin in einer Offenen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung (Alters

Beantwortete Frage:

Hallo,
ich bin Erzieherin in einer Offenen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung
(Altersmischung 6-14 Jahre). Täglich besuchen uns zwischen 30 und 50
Kinder und mein Kollege und ich sind mit ihnen alleine. Viele dieser
Kinder kommen aus zerrütteten Familien, sind aggressiv und häufig gibt es
Schlägerein und Rangelein (auch mit Jugendlichen aus dem benachbarten
Jugendklub). Einmal in der Woche gehen wir in eine Turnhalle und die
Kinder können sich frei entfalten, auch dort geht es meist sehr ruppig und
ungezügelt zu. Seit kurzem haben wir auch zwei leicht körperlich und
geistig behinderte Kinder die uns regelmäßig besuchen kommen.

Ich habe einen ausreichenden Impfschutz und laut Aussagen Bekannter besteht für mich anscheinend kein Risiko weil 6- 14 jährige anscheinend keine Gefährdung für Schwangere darstellen.
Ich jedoch habe zunehmend mehr Angst zur Arbeit zu gehen, ich habe Angst
mich schlichtend in Schlägerein einzumischen, ich habe Angst davor beim
Sport Bälle, Tritte, Schläge abzubekommen, ich fühle mich mit 30- 50
Kindern wirklich üvberfordert. Hinzu muss ich gelegentlich am Wochenende arbeiten (und da
mein Kollege einen kleinen Sohn hat muss tatsächlich ich das machen weil
er bei seinem Kind sein will), da wir so ein kleines Team sind habe ich
aber auch Angst, dass die Einrichtung in meiner Abwesenheit schließen muss
(wir sind eben nur zu zweit!).
Zusätzlich habe ich jetzt von einer befreundeten Erzieherin in einer
Integrationskita gehört, dass sie ein Berufsverbot bekommen hat, weil
Integrationskinder scheinbar unberechenbar sind. Die beiden, die nun seit
kurzem zu uns kommen, kann ich aufgrund der Kürze der Zeit überhaupt nicht
einschätzen.
Der Träger der Einrichtung hat keinen Betriebsarzt und meine Frauenärztin
weiß laut ihrer Aussage nicht genug. Einer der Hauptamtlichen in unserem
Verwaltungsbüro sagte jedoch, mir stehe nur ein Mutterschutz ab 6 Wochen
vor errechnetem Geburtstermin zu.

Daher ergeben sich meine Fragen:
1. Ist es überhaupt ein Risiko für mich unter genannten Umständen zu
arbeiten (manches ist ja eher spekulativ, wie die möglichen
Eifersuchtsreaktionen einzelner)
2. welcher Arzt kann mich umfangreich aufklären oder könnt vielleicht ihr
das, da es sich ja weniger um medizinische Fragen handelt?
3. Ab wann kann ich tatsächlich aus dem Betrieb genommen werden, wirklich
erst 6 Wochen vor Gebrutstermin?

Im Prinzip möchte ich schon gerne weiter arbeiten, auch weil mein
Pflichtgefühl den Kindern gegenüber es mir diktiert. Aber auf der anderen
Seite ist es mir wichtiger mein eigenes Kind und auch meine Gesundheit zu
schützen.
Ich hoffe ihr könnt mir da weiter helfen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

grundsätzlich besteht nach den Mutterschaftsrichtlinien zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft die Möglichkeit, ein individuelles Beschäftigungsverbot auszusprechen, damit soll gewährleistet werden, dass eine werdende Mutter sofort aufhört zu arbeiten, wenn auch nur das kleinste Risiko für sie oder das Kind auftritt. Dazu kann jeder niedergelassene Frauenarzt ein entsprechendes Attest ausstellen, das vom Arbeitgeber anerkannt werden muss. Sie sollten mit Ihrer Frauenärztin genau abwägen, ob ein solches Verbot in Ihrem Fall sinnvoll ist, da Sie schreiben, dass Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz im Hinblick auf die Schwangerschaft überfordert fühlen, gehe ich durchaus davon aus. Sollten Sie dabei zu keiner Übereinstimmung kommen, scheuen Sie sich bitte nicht, dazu auch eine zweite Meinung einzuholen.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Dr.Scheufele und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.