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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Mit dem Bemerken von wie sich nach entsprechenden Untersuchungen

Beantwortete Frage:

Mit dem Bemerken von wie sich nach entsprechenden Untersuchungen herausstellte harmlosen Extrasystolen habe ich augenblicklich mit dem Kiffen aufgehört(ca. 1 Jahr mit kurzen Unterbrechungen 2-3 Joints Marihuna abends als Einschlafhilfe), in der Annahme, dass es einen Zusammenhang geben könnte. Das war am 20.01. 5 Tage später (Cannabis hat ja eine zeitlich ähnlichen methabolen Abbau) begann eine ungewöhnliche Schlafstörung: Im Moment des Einnickens verhindern teils minimale Muskelzuckungen das Einschlafen. Das hört auch nicht irgendwann auf. Es ist also weder Tags noch nachts möglich auch nur für eine Minute auf natürliche Weise Einzuschlafen. Vom Arzt verschriebene Benzoide verhindern zwar das Zucken, bringen aber nur verkürztes unruhiges Schlafverhalten zustande. Gleichzeitig erhöhte sich damals mein Puls und mein Blutdruck. ich bin eigentlich sehr sportlich, momentan aber hab ich beim Gehen einen Puls über 100. Aus ärztlicher Sicht seien es psychosomatische Symptome, die sie aber nicht in engerem Zusammenhang mit dem Cannabismissbrauch sehen. Aber-und das ist meine Frage- ist es Möglich, da Cannabinol auf gewisse Rezeptoren (CP1, CP2...) wirken und weiters Ca+ Kanäle hemmen, sowie K+ Kanäle aktivieren, nach dem Absetzen eine arterielle Dystonie und eine mit Zuckungen der Muskulatur einhergehende Schlafproblematik ausgelöst haben könnte. Quasi durch ein Durcheinander bzw. Fehlen gewisser Neurotransmitter und/oder entsprechender Synapsen im Zentralen Nervensystem? Oder eine beginnende neurologische Erkrankung verschleiert hat. welche könnten das sein und welche Untersuchungen wären nötig (niedergespanntes EEG war "in den Grenzen der Norm, mit phasenreduzierter Vigilanz (Schlafphase1),laut Langzeit EKG "durchwegs normofrequenter Sinusrhythmus mit erhaltener circadiner Periodik,arterielle Hypertonie1,(LZ RR) inappropriate Sinustachikardie,nachts schlfend niedrige HF min ca 40) Ich möchte nämlich eine eventuell unnötige und mit unangenehmen Nebenwirkungen verbundene Behandlung mit ggf. unpassenden Neuroleptikern vermeiden.
Gepostet: vor 10 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 10 Jahren.
Guten Tag !

Ehrlich gesagt : Ihre physiologischen Überlegungen zur Wirkung von Cannabis sind interessant, aber für mich "zu hoch" bzw. nicht nachvollziehbar (was ist eine "arterielle Dystonie ?)

Sie haben eine sehr "bunte Mischung" von Medikamenten bzw. Substanzen, die einen (negativen) Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus haben. Temesta in der Dosis und die Neuroleptika ergeben einen Mix, der einen normalen Schlaf im Sinne REM-Schlaf (Traumschlaf-Verarbeitung) kaum möglich machen.

Ich versuche das mal mit einem Bild zu beschreiben : Stellen sie sich ein Schwimmbecken vor. Über den Tag bzw. das Leben sammeln sich da wie Schwebeteilchen emotionale Erlebnisse bzw. Belastungen und sacken zu Boden. In der Nacht muss da nun eigentlich eine Art Putzroboter ausreichend tief und lange in die Bewusstlosigkeit des Schlafes abtauchen und sauber machen.
Hier kann es jede Menge Störungen geben. Cannabis zerstört da definitv den Schlaf, aber auch die Medikamente klingen nun ganz und gar nicht gut. Zudem sammelt sich da jede Menge "Müll" an, so dass der Schlafroboter auch keinen "Bock mehr hat", da abzutauchen. Einige Balastteilchen sind Sondermüll , die so nicht zu verarbeiten sind. Da wird ein Notauftauchen notwendig.

Nun haben sie einen Cocktail von Medikamenten, der irgendwie den Schlafroboter quasi mutwillig unter die Wasseroberfläche drückt. Er zuckt noch, weil er sich weigert. Das sind dann die Muskelzuckungen. Vermutlich weil da die Synchronisation von Vorgängen, die eigentlich in das Tagesbewusstsein gehören und quasi medikamentös ausgelöster "Bewusstlosigkeit" nicht mehr stimmen.

Aus meiner Sicht müsste man die Medikation mal grundlegend hinterfragen. Allein vom Lesen bekomme ich ja Bauchschmerzen.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Jahren.
Dr. Hyppokrates,erstmal "Hallo", wir hatten zu meiner Schlafproblemtik schon mal miteinander konferiert. Ich hab zwar durchaus einiges probiert, auch cicadin (erfolglos), auch um Nebenwirkungen zu reduzieren. Die Medikation Truxal blos 1x, die Kombi Seroqel,Buronil,Trittico gar nicht. Tatsache bleibt, dass die etwa einmonatige Verabreichung von Temesta max. 5 Stunden Schlaf ergab, mitlerweile kaum mehr wirkt, die Zuckungen wie beschrieben noch vorhanden sind, mich ernsthaft quälen und auch unter tags keinen noch so kurzen Schlaf finden lassen. Nachdem dieses Problem schon so lange anhält, frage ich nach möglichen neurologischen Ursachen, da ich ohne Schlaf, bzw durch den mitlerweile enormen Schlafmangel auch körperlich schon ziemlich betroffen bin.Mögliche psychische Ursachen als Hintergrund sind mir bewußt, bin auch in psychoanalytischer Behandlung. Hat mir den Schlaf aber auch nicht wieder gebracht, geschweigeden das Zucken beseitigt. Also könnten diese unwillkührlichen Zuckungen auch Symtome neurologischer Erkrankungen sein, wenn ja welche und welche Untersuchungen müssten ggf. erledigt werden? Möchte eben nicht einen Giftcocktail nach dem anderen schlucken, ohne dass Aussicht auf Normalisierung des Schlfes und damit auch der körperl. Auswirkungen!
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 10 Jahren.
Nee, eine "neurologische" Störung, die sich nun so zeigt ? Glaube ich nicht, bzw. gibt es so nicht. Myoklonien = Muskelzuckungen im Zusammenhang mit dem Schlaf sind bekannt. Aber es ist keine eigenständige Erkrankung.

Natürlich könnte man sicherheitshalber ein EMG machen, um etwaige Muskelerkrankungen auszuschliessen, vielleicht auch einmal Visuell evozierte Potentiale als Untersuchung auf etwaige Nervenerkrankungen wie MS (was ich aber quasi 180 prozentig ausschliesse).
Ich "glaube" einfach nicht, dass man ihr Schlafproblem medikamentös behandeln sollte oder kann. Es ist doch nur eine grausige Verschlimmbesserung !
Kunde: hat geantwortet vor 10 Jahren.
Das mit der Verschlimmbesserung ist wahr! Aber der nicht eintretende Schlaf erschöpft meinen Körper und ich hab das Gefühl, das meine Persönlichkeit langsam zerfällt, es zehrt mich richtig aus. Ich weiß, dass Medikamente das auch anrichten, bin auch sehr verzweifelt! Hätte eine Bestimmung diverser relevanter Hormonspiegel einen Sinn für eine mögliche Therapie? (Das TSH basal scheint ja mit 0.56 (0,3-3,0) mU/l in Ordnung zu sein)
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 10 Jahren.
Ich persönlich würde eher dazu raten unter ärztlicher Kontrolle möglichst ein Auslassen ALLER Schlafmittel oder Psychopharmaka zu überlegen (wenn dies nicht aus anderen Gründen nicht möglich ist). Dann über Schlafhygiene bzw. Schlafentzug über 1 oder 2 Tage den sog. Schlafdruck (= Müdigkeit) wieder herstellen.

Dann nur solange Schlafen bzw. im Bett bleiben, wie sie Schlaf haben. Wenn dies nur ein oder 2 h sind, ist es halt so. Schrittweise dann die Schlafzeit um 15 bis 30 Min erhöhen.

Es ist nicht so schlimm, nicht Schlafen zu können. Es ist aber schlimm, dauerhaft nicht erholsamen Schlaf zu haben.
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.