So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Gehring.
Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 19802
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Morgen, leider habe ich nach einer Einnahme von Tetrazepam

Beantwortete Frage:

Guten Morgen,
leider habe ich nach einer Einnahme von Tetrazepam über einen 4 Wochen Zeitraum, eine Abhängigkeit entwickelt.Bei den Versuchen der Reduzierung der Dosis ensteht eine Hypotonie, mit Tiefstwerten von 89/62.Aus Angst vor einer Hypotonischen Krise habe ich dann wieder Tetra genommen.Ich denke das eine schnelle Entwöhnung in dieser Frühphase das beste ist.Wie soll ich einen Entzug angehen.Gibt es eine Möglichkeit zur Selbsreduzierung, oder nur stationär.Ist ambulant die bessere Wahl. Wie lange dauert dies.Habe vorher noch keine Berührungspunkte mit Benzos oder Drogen gehabt.Bin auf Grunde von Unwissenheit in diese Situation geraten(Beipackzettel lesen schadet nicht,hinterher ist man immer schlauer).Der Bedarf liegt bei 150 mg pro Tag.

MfG
Timo Schröder
Gepostet: vor 11 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 11 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schröder,
dazu hätte ich ein paar Verständnisfragen: 1)warum nehmen Sie das Tetrazepam ein? Wie war Ihr Blutdruck vor der Tetrazepameinnahme? 3) Wie messen Sie Ihren Blutdruck? Wie äußert sich Ihre Abhängigkeit noch außer in der Hypotonie? Welche Medikamente nehmen Sie sonst noch ein?
Danke, XXXXX XXXXX Antwort erfolgt in Kürze.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Jahren.
Guten Tag Herr Dr. Leinung,
das Tetrazepam habe ich wegen Schmerzen in der LWS bekommen,
Hat auch gut gewirkt.Nur bin ich nach 10 Tagen Anwendung nicht mehr von den Tabletten losgekommen.(Entzugssyndrome siehe unten)So das ich die Angelegenheit auf die lange Bank schob,ich könnte die Tabletten ja mit der nächsten Packung ausschleichen.Mein Allgemeinmediziner schrieb mir dann gleich eine N3 auf.
Ich habe eine Arterielle Hypertonie die mit Ramipril 5mg morgens behandelt wird.
Habe ich wegen der Hypotonischen Werte jetzt weggelasen.ich habe auch keine Hypertonischen Werte mehr.Beim ersten Versuch der Reduzierung der Menge habe ich in 25 mg Schritten runterdosiert.Entzugserscheinungen waren Unruhe und leichte Angstgefühle,auch eine leichter Tremor der Hand war zu erkennen,dies war mit Ablenkungsaktivität eigentlich zu ertragen.
Ich war schon einen Tag ohne Tetrazepam, als ich am abend eine Messung durchführte, war der erwähnte Wert von 89/62 zu erkennen, was mich in Aufregung versetzte.Ich konnte diese Nacht nicht schlafen.Der Blutdruck korrigierte sich durch die Aufregung aber wieder auf Norm Werte von sportlichen 120/80.Ich messe meinen Blutdruck mit einem Handgelenk Gerät.Dieses habe ich bei meinem ehemaligen Hausarzt( er hat letztes Quartal die Arbeit eingestellt) abgestimmt.Abweichungen waren hier zu seiner Analogen Messung kaum vorhanden.
MfG
Timo Schröder
Kunde: hat geantwortet vor 11 Jahren.
Hallo,(Zusatz)

nach der sersten Einnahme von Tetrazepam am Tage,steigt der Blutdruck wieder auf meine "Normalwerte"(Hypertonische 145/95,deswegen Ramipril 5mg).Wenn diese dann zu hoch werden nehme ich eine halbe Ramipril.
Ist aber nicht jeden Tag der Fall.Habe das Ramipril zum Bedarfsmedikament gemacht, wofür es ja eigentlich nicht bestimmt ist.

MfG
TS
Experte:  Guests hat geantwortet vor 11 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schröder,
vielen Dank XXXXX XXXXX fundierten und ausführlichen Informationen!
Zunächst zu Ihrem Blutdruckmeßgerät: auch wenn Sie mit einem analogen nachgemessen haben, sind diese Handgelenksgeräte sehr ungenau! Ein Oberarmmanschettengerät ist weitaus zuverlässiger.
Bzgl. der Dosisreduktion des Tetrazepam haben Sie es genau richtig gemacht. 25 mg Schritte sollte Ihr Körper tolerieren. Nur in Kombination mit dem Ramipril kann es trotzdem zu Problemen kommen. Das Tetrazepam hat eine recht lange Halbwertszeit von bis zu 20 Stunden. Das Ramipril hat eine Wirkdauer von sogar bis zu 48 Stunden. Damit haben Sie gleich zwei sehr langwirkende Medikamente, die auch bei Dosisreduktion stark miteinander interagieren (es liegt in der Tat eine additiv blutdrucksenkende Wirkung bei der Kombination von Benzos plus Blutdrucksenkern vor).
Mein Vorschlag wäre folgender: Lassen Sie das Ramipril komplett weg (Sie haben vollkommen Recht, es ist KEIN Bedarfsmedikament). Reduzieren Sie die Dosis des Tetrazepam wie geplant um 25 mg. Ein Blutdruck bis 160 bzw. 170 mmHg systolisch wäre tolerabel (bitte mit Manschettengerät messen). Wenn Sie sich unwohl bei dem Gedanken fühlen, dem Blutdruck quasi freien Lauf zu lassen, würde ich Ihnen empfehlen, auf ein Präparat mit kürzerer Halbwertszeit aus einer anderen Stoffklasse umzusteigen (z.B. Losartan), dieses aber bitte konsequent zu nehmen (am Anfang vielleicht am besten abends).
Und noch ein Hinweis zu Ihrem niedrigen Blutdruck: So lange Sie keine vegetativen Symptome bekommen (Schwindel, Kaltschweiß, Schwächegefühl, Schwarzwerden vor den Augen etc.), ist dieser Druckwert nicht als bedenklich einzustufen (also möglicherweise tatsächlich der vermutete Meßfehler).
Ich hoffe, diese Hinweise bringen den erhofften Erfolg!
Gute Besserung! Und für Rückfragen können Sie mich gerne kontaktieren.