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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Guten Tag, bei mir w. 46 e wurde vor ca. 12 Jahren ein AVBlock

Beantwortete Frage:

Guten Tag, bei mir w. 46 e
wurde vor ca. 12 Jahren ein AVBlock Mobitz 2 diagn. Tritt wohl aber nicht immer auf. Jetzt nach so vielen Jahren, dachte ich, der wäre verschwunden,und war sehr schockiert, als er neulich nachts einmalig im LZEKG wieder erschien. Habe nun große Angst da ss ich umkippe oder sterbe!!
Ist das eine eigenständige Blockform, oder die Fortsetzung von Wenckebach, bzw. der Vorläufer von AV III??
Kann man mit sowas leben? Kann das wieder weggehen?
Was kann ich tun, damit es weggeht?
Bin sehr ängstlich.
VIelen Dank XXXXX XXXXX Grüße,
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrteCustomer!

 

Ein AV-Block 2 Typ Mobitz ist solange ungefährlich, wie er keine Bescherden macht. Wenn es sich bei Ihnen in den 12 Jahren nicht mit Beschwerden wie Kreislaufbeschwerden, niedriger Puls und Schwäche bzw. irregulären Herzschlägen zeigte, wird man vermutlich keine weiteren Konsequenzen befürchten müssen.

Richtig ist aber auch, dass ein AV-Block Typ Mobitz etwas gefährlicher ist als der ähnliche Typ Wenckebach und durchaus ein gewisses Risiko für einen totalen AV-Block besteht.

 

Nun ist es so, dass die Ursachen eines AV-Block meist in einem Herzinfarkt, seltener in Medikamenten bzw. anlagebedingte Störungen liegt. Bei einer akuten Ursache bzw. Veränderung ist die Gefahr weit grösser als bei ihrem Verlauf über viele Jahre. Eine sponte Heilung oder Besserung ist wohl nicht zu erwarten, letztlich aber auch nicht zwangsläufig eine Verschlechterung. Vielmehr würde man anraten, bestimmten Medikamente eher zu meiden, die die Herzerregung beeinflussen können. Vermutlich würde ein Kardiologe regelmässige Kontrolluntersuchungen empfehlen. Im Einzelfall kann dies dann auch die Indikation für einen Herzschrittmacher einbeziehen, derzeit besteht dafür vermutlich aber kein Grund.

 

Stärker als die medizinische Komplikation ist daher eher ihre Unsicherheit und Angst. Die Befürchtung nun daran akut umkippen zu müssen oder zu sterben ist eher sehr irrational (aber man kann natürlich dies nie ganz ausschliessen). Sie können das Risiko durch regelmässige Arztkontrollen reduzieren. Darüber hinaus wäre ggf. das Erlernen einer Entspannungsmethode und eine kurzzeitige Psychotherapie gegen die Angst zu überlegen. Je weniger Stressbelastungen bzw. Angst sie haben, desto besser ist es letztlich auch für das Herz.

drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.