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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 12426
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten morgen, ich bin gestern aus dem krankenhaus entlassen

Beantwortete Frage:

Guten morgen, ich bin gestern aus dem krankenhaus entlassen worden, diagnose bluthochdruck.
Habe aber ständig einen leichten stechenden schmerz in linken brustraum und im linken oberbauch und fühle mich nach jeder belastung schlapp und müde.
Bin seit 14 tagen auf das medikament bisoprolol eingestellt zuerst 3,75mg und seit einer woche 5mg , da ich fast täglich anfälle mit hochdruck und körperzittern habe. Im krankenhaus wurden ekg lahgzeit kurzzeit und belastungs ekg gemacht, beim dem ich aber schon nach 75 watt aufhören musste. Leider wurde keine kathederuntersuchung durchgeführt, da der arzt meinte es gibt keine anzeichen für einen verschluss einer aterie und die Untersuchung zu risikoreich sei. Was soll nun geschehen , den ich muß ab montag wieder arbeiten.ich fühle mich aber dazu noch nicht in der lage. welcher arzt kann helfen? köcher
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 8 Jahren.
Hallo Uuwe 55,

es ist in der Tat so, dass eine Herzkatheteruntersuchung am Besten zur Beurteilung der Herzkranzgefäße geeignet ist. Jedoch ist diese Untersuchung in der Tat mit Risiken verbunden: Gefäßverletzung am Herzen und auch in der Leiste, die durchaus dramatisch sein können. Deshalb muss die Indikation klar sein.
Auch das EKG und Langzeit EKG kann schon anzeigen ob eine Minderblutung des Herzmuskels vorliegt und somit eine Beeinträchtigung der Herzkranzgefäße.
Wäre im Langeit EKG und im Belastungs EKG etwas aufgefallen, hätte die Klinik sicherlich einen Katheteruntersuchung nahegelegt. Die entscheidende Frage ist jedoch, ob Sie aufgehört haben, weil der Arzt etwas im EKG gesehen hat, oder weil Ihnen die Puste ausgegangen ist? Wenn im EKG etwas war, dann wäre eine Katheteruntersuchung sicherlich empfehlenswert gewesen.
Weiterhin ist das Risiko für eine Herzkranzgefäßerkrankung erhöht, wenn Sie...
... Diabetiker sind,
... Rauchen,
... Übergewichtig sind
... in der Familie Herzinfarkte waren
... etc
Wenn von diesen nicht allzu viel auf Sie zutrifft ist es ebenfalls vertretbar keine Katheteruntersuchung zu machen.

Sicherlich wäre es sinnvoll einen sogenannte "Herzecho" Untersuchung zu machen - also einen Herzultraschall. Dabei kann man erkennen ob z.B. eine Vergrößerung des Herzens vorliegt.

Nicht alle Herzerkrankungen die Schmerzen verursachen können, müssen von den Herzkranzgefäßen ausgehen.
Auch können z.B. Entzündungen des Herzmuskels vorliegen. Dies würde sich z.B. durch Fieber und erhöhte Entzündungswerte deutlich machen.

Was können Sie nun tun?
Zunächst einmal: Ist der Hochdruck nun zufriedenstellend eingestellt? Wenn nein sollte man noch eine 2. Tablette hinzuziehen, z.B. "Ramipril" oder ein Diuretikum (harntreibendes Mittel).

Ansonsten empfehle ich Ihnen:

- Ein Herzecho machen lassen, wenn noch nicht geschehen.
- Eine 2. Arztmeinung einzuholen. Ein niedergelassener Kardiologe wäre da sicher die richtige Anlaufstation. (Auch für das Echo)


Wenn Sie Sich nicht in der Lage sehen zu arbeiten, sollten Sie sich krankschreiben lassen. Die Abklärung ihres gegenwärtigen Zustandes steht an erster Stelle.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Dr. C. Gani