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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 12634
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag, mein Schwiegervater ist seit Juni diesen jahres

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
mein Schwiegervater ist seit Juni diesen jahres an der dialyse. Seit ca. 3 Wochen geht es ihm gesundheitlich sehr schlecht. Er liegt seit einer Woche im Krankenhaus. Er hatte in den letzten 4 Jahren 3 Herzinfarkte, wie gesagt, seit Juni Dialysepatient, die Leber ist total vernarbt und er hat Diabetis. Zur Dialyse muss er normalerweise 3x pro Woche, jedoch wurde die letzte abgebrochen, weil sein Kreislauf versagte. Die Nacht von Freitag auf Samstag wurde uns gesagt, dass er diese wahrscheinlich nicht überlebt. Seit 2 Tagen geht es ihm jedoch körperlich wieder besser. Er isst zwar wenig, aber immerhin. Auch trinken geht wieder ganz gut. Er bekommt Morphium gegen Schmerzen. Geistig ist er leider nicht mehr voll da, er redet wirre Sachen. Nun meine Frage: Die Dialyse wurde vollkommen abgebrochen, weil er das körperlich nicht mehr schaffen würde. Aber wie lange wird er ohne Dialyse noch leben??? Tage, Wochen, Monate??? Leider gibt man uns im Krankenhaus keine richtige Auskunft.
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 8 Jahren.
Liebe(r) Frau / Herr Köhler,

Die Frage nach der "Überlebenszeit" ist eine der schwierigsten die Patienten und deren angehörige Stellen können und auf die man in den seltensten Fällen einen klare Antwort geben kann.
Es ist in der Tat so, dass eine Dialyse das Herz und den Kreislauf belastet. Da ihr Schwiegervater schon 3 Herzinfarkte hatte, muss man bei der Dialyse besonders vorsichtig sein. Deshalb kann es durchaus vertretbar sein die Dialyse abzustellen.
Wie gut und wie lange er ohne Dialyse auskommt hängt von der restlichen Nierenfunktion ab und davon wieviel Eigenharn er noch produzieren kann.
Die Verwirrtheit kann daher rühren dass Stoffe die sonst von der Niere entsorgt werden nun im Blut verbleiben und zum Gehirn gelangen.
Vermutlich wurde von den Ärzten in der Klinik abgewogen ob das Risiko der Dialyse deren Nutzen übersteigt.

Ich würde Ihnen empfehlen die behandelnden Ärzte um ein Gespräch zu bitten, damit meine ich keines bei der Visite oder auf dem Flur, sondern ein auführlicheres in dem ihnen dann genauer geschildert werden kann, wie es um Ihren Schwiegervater steht. Dazu dürften die Ärzte auch bereit sein.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung,
mit besten Grüßen

C. Gani