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J.Steingrube
J.Steingrube, Ärztin
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 1261
Erfahrung:  Jessica Kilonzo ist Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin sowie freie Autorin mit dem Schwerpunkt medizinische Texte.
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J.Steingrube ist jetzt online.

Guten Tag, mein Sohn ist bald 8 Jahre alt und leidet seit

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, mein Sohn ist bald 8 Jahre alt und leidet seit dem 2. Lebensjahr unter chronischem Durchfall bzw. Fettstuhl, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen ohne Befund. Ich habe Angst bzw. das Gefühl, dass er gastroenterologisch nicht ausreichend untersucht wurde und würde Ihnen gerne darstellen, was bereits gemacht wurde, um dann ihre Meinung zu hören, welche Untersuchung ggf. ausgelassen wurde. Tausend Dank!
Fachassistent(in): Wie lange leiden Sie schon daran? Gibt es etwas, das die Symptome zu verbessern oder zu verschlechtern scheint?
Fragesteller(in): 1. Frage ist oben beantwortet. Zweite Frage: Die Dinge, die mein Sohn essen mag, kann man fast an einer Hand abzählen, daher kann man mit ihm kein 100%-iges Ausschlussprinzip für mehrere Wochen machen (z.B. null Fruktose, null Gluten etc.). Daher können wir schwer untersuchen, welche Nahrungsmittel die Beschwerden verursachen.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Arzt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Ja: Gastroenterologisch wurde Stuhl untersucht, lediglich auf Bauchspeicheldrüsen-Probleme (ohne Befund) und Infektion (ohne Befund). Desweiteren wurde das Blut auf Zöliakie untersucht, aber – wenn ich das richtig sehe – nur ein IgA-Test durchgeführt. Ein möglicher Antikörper-Mangel wurde nicht berücksichtigt, der doch laut meiner Recherchen in bis zu 10 % der Fälle vorhanden sein kann? Es wurden keine weiteren Tests (auf Laktose- / Fructoseintolleranz, auch keine Allergietests) oder Untersuchungen durchgeführt.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Nachtrag: es wurde ärztlich noch Verstopfung ausgeschlossen. Außerdem wurde mal eine Zeit lang ein Probiotikum gegeben, das leider nur zu noch mehr übelriechenden Blähungen führte. Zum Stuhl: es gab noch nie „richtigen“ Stuhl im Leben meines Kindes. Es kommt nur heller, sehr übel riechender Brei heraus (käsig, hefig riechend). Er isst nicht sehr ausgewogen, wenn Gemüse und Obst, dann immer die 3 selben Sorten (Apfel, Gurke, Möhre), sonst viel Brot mit schnittkäse. Trinkt kaum Milch und hält sich sehr stark zurück mit süßen Speisen.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitag von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
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in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Liebe Patienten und Eltern,

mein Name ist Steingrube, ich bin Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und beantworte gerne Ihre Fragen.

Ich bin Ihrer Meinung, dass die Situation so nicht in Ordnung und nicht ausreichend abgeklärt ist.

Zunächst habe ich noch ein paar Fragen an Sie.

Liegt eine Gedeihstörung oder Wachstumsretardierung vor?

Waren Sie beim Kindergastroenterologen oder beim Hauskinderarzt?

Hatte Ihr Sohn schon öfter eine Lungenentzündung?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Hallo Frau Steingrube,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Mein Sohn hatte noch keine Lungenentzündung. Er gedeiht im Normbereich und das ist sowohl für die Kinderärztin als auch für den Kindergastroenterologen, den wir wegen der Beschwerden hinzugezogen hatten, der ausschlaggebende Punkt, nicht weiter zu untersuchen.Ich selbst habe beobachtet, dass mein Kind bis zum vierten Lebensjahr sehr feist war und ein regelrechter Vielfraß - scheinbar ohne Sättigungsgrenze. Aber zu dem Zeitpunkt, als regelmäßige Übelkeit, üble Blähungen und Kopfschmerzen zu dem immer schon seltsamen Stuhl hinzukamen, dwurde er plötzlich win wenig-Esser und (normal) dünn.

Ich verstehe.

Ja, das ist schwierig, wenn der Spezialist keinen Grund für weitere Untersuchungen sieht. Hier sehen Sie, was die offiziellen Empfehlungen zur Diagnostik von Zöliakie sind. https://static1.squarespace.com/static/60f445cd3249d1067b8b2183/t/6*****************192e65/1627151550985/2005_New%2BGuidelines%2Bfor%2Bthe%2BDiagnosis%2Bof%2BPaediatric%2BCoeliac%2BDisease.%2BESPGHAN%2BAdvice%2BGuide.%2B2020.%2BVer1_German.pdf

Das ist ja schon komplexer. Das Gesamt-IgA ist wichtig und das TGA-IgA. Woher kommt denn der auffällige Stuhl der Meinung des Gastroenterologen nach?

Wurde Ihr Sohn schon bei Geburt auf Zystische Fibrose/Mukoviszidose untersucht?

Je nach Bundesland gab es da schon den Test beim Neugeborenenscreening. Jetzt könnte man einen Schweißtest machen, um auch in diese Richtung weiterzuschauen.

Ist er jetzt stark aus den Perzentilen herausgefallen oder mittlerweile auf altersgerechten Werten?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Vielen Dank! Zu den Fragen:Zu Zöliakie: Die Kinderärztin hatte einen Bluttest gemacht, zum der Gastroenterologe in meiner Erinnerung angemerkt hatte, das ein Wert fehle. Da das Kind aber ein gesundes Wachstum aufwies hat er keinen erneuten Bluttest gemacht und Zöliakie ausgeschlossen. Da ich die Blutwerte nicht interpretieren kann, hänge ich das Dokument mal hier an (siehe jpg-Datei). Ich lese nur IGA und nirgends TGA. Fehlt ein Wert und sollte man noch mal einen Test machen?Der Gastroenterologe hatte keine Erklärung für den Stuhlgang oder die Blähungen.Mein Sohn ist nicht aus den Perzentilen herausgefallen. Er war nur dick und würde schank, als die Symptome wiederkehrende Übelkeit und Kopfschmerzen begannen.Ich kann mich nur an eine Mukoviszidose-Test bei unserem anderen 2018-geborenen Kind erinnern, nicht bei meinem 2014 geborenen Sohn. Vielleicht war das noch nicht Standard. Bundesland ist Berlin.Er schwitzt immer schon ungewöhnlich stark, ist das erwähnenswert?Bei seinem Vater wurde mal exokrine Pankreasinsuffizienz festgestellt. Das hatte ich auch gegenüber der K-Ärztin erwähnt, aber das habe sie bei meinem Sohn mit der Stuhlprobe ausgeschlossen (siehe ebenfalls jpg-Datei).Mir geistern über die Jahre noch verschiedene Dinge im Kopf herum, obwohl ich keine Ahnung habe, die ich hier mal aufliste:
- Könnte/Sollte man noch andere Blutwerte untersuchen (Schilddrüse...?)?
- Könnte man nicht auch mal Nahrungsmittelunverträglichkeiten testen?
- Eine Apothekerin riet mir zu einem Test auf Pilze.
- Meine Mutter erzählte, dass meine Schwester im Kindesalter genau dieselben Symptome gehabt habe und bei ihr über einen einfachen Test ohne Magenspiegelung Helicobacter Plyori festgestellt wurde. Nach der Therapie wären Übelkeit, Blähungen und Durchfall verschwunden gewesen.

Vielen Dank für die Informationen.

Der Stuhlbefund und die Symptome sind so unspezifisch, dass verschiedene Krankheitsbilder dafür verantwortlich sein können. Das ist wohl das Problem bei der Abklärung.

Um eine Zöliakie auszuschließen, braucht man eigentlich schon auch die TGA-IgA. Oder eine Darmbiopsie. Die macht man bei einem sonst gesunden Kind aber nur ungerne.

Kinder mit Mukoviszidose schwitzen vermehrt und haben einen erhöhten Salzgehalt im Schweiß. Eigentlich erwartet man auch eine Gedeihstörung und eine anfällige Lunge, das muss aber nicht immer der Fall sein. Ein Schweißtest wäre ein einfaches Mittel, um die Diagnose zu stellen oder auszuschließen.

Die Schilddrüse kann man testen, aber dass dann keine weiteren Symptome auftreten, wäre ungewöhnlich.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten würden wieder in die Gastroenterologie gehören und in Richtung Weizen, sprich Zöliakie gehen. Das wäre auch eine weitere Abklärung wert, wenn in der Vergangenheit allergische Symptome, Nesselsucht, MIlchschorf aufgetreten sind.

Für einen Test auf Pilze können Sie einfach Stuhlgang in einem Labor abgeben, wenn der Kinderarzt das nicht mit seinem Budget vereinbaren kann.

Helicobacter pylori kann man auch im Stuhl feststellen oder mit einem Atemtest.

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J.Steingrube, Ärztin
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 1261
Erfahrung: Jessica Kilonzo ist Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin sowie freie Autorin mit dem Schwerpunkt medizinische Texte.
J.Steingrube und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

Herzlichen Dank und alles Gute!