So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Manuel Metzger.
Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 910
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
105603447
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Kindermedizin hier ein
Manuel Metzger ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Dr. Metzger, Ich möchte wieder einmal

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Dr. Metzger,Ich möchte wieder einmal Ihren Rat einholen bezüglich der Darmproblematik bei meiner bald 9 Monaten alten Tochter. Wie schon oft geschrieben hat sie seit Geburt festen Stuhl. Jetzt in der Beikostanfangszeit ist mir aufgefallen dass sie eine Reaktion auf Fisch und Getreide hat. Wenn sie diese Lebensmittel bekommt hat sie leichter Stuhlgang und seit kurzem reagiert auch die Haut mit roten Pünktchen auf Bauch und Rücken. Im Internet las ich, dass bei einer Lebensmittelunverträglichkeit im Babyalter ein Enzym fehlt oder der Transportmechanismus im Darm nicht in Ordnung ist. Das Zweitere würde in unserem Fall ja zutreffen. Der Transportmechanismus im Darm ist nicht in Ordnung. Raten Sie uns dennoch zur Abklärung in der Klinik? Spricht das für einen Morbus Hirschsprung oder kann auch was anderes „Schuld“ an der Problematik sein? Soll ich Fisch und Getreide vorerst aus der Beikost streichen oder doch hin und wieder dem Baby füttern? SG Melanie

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihr Vertrauen, ich schreibe Ihnen gleich etwas zu dieser Frage.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,
ich kann verstehen, dass Sie sich immer noch Gedanken machen, ob die Sache wirklich in der Klinik abgeklärt werden sollte. Ich kann Ihnen ganz klar sagen, dass ich Ihnen auf jeden Fall weiter dazu rate. Warum empfehle ich Ihnen die Untersuchung?

  • Ihre Tochter hat bereits seit Geburt Probleme mit dem Stuhlgang -- eine Lebensmittelunverträglichkeit kommt also als Auslöser nicht wirklich in Frage, da Sie damals noch gar keinen Kontakt zu Fisch oder Getreideprodukten hatte.
  • die Beschwerden haben sich trotz aller Maßnahmen bisher sehr hartnäckig gehalten, ein weiterer Grund, warum unbedingt M. Hirschsprung als Ursache ausgeschlossen werden sollte
  • erst wenn M. Hirschsprung als Ursache definitiv ausgeschlossen ist, kann man sinnvoll nach anderen Ursachen forschen. Falls der Verdacht bestätigt würde, wären weitere Untersuchungen dagegen hinfällig.

Zur Frage, ob Sie weiter Fisch und Getreideprodukte anbieten sollten, bräuchte ich noch einige Informationen:

  • wie sehen die roten Pünktchen aus, die Ihnen bei Ihrer Tochter aufgefallen sind?
  • in welchem zeitlichen Zusammenhang stehen die Hautprobleme mit Getreide- und Fischprodukten?
  • ist Juckreiz aufgetreten?
  • wie lange bleibt der Hautausschlag bestehen?
  • ist blutiger oder sehr schleimiger Stuhlgang aufgetreten?
  • hat Ihre Tochter noch andere Beschwerden durch diese Lebensmittel, z.B. Bauchschmerzen oder Blähungen?

Diese Angaben helfen mir, Sie besser zu beraten.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Die roten Pünktchen fallen mir in etwa 10 Stunden nach dem Konsum auf. Sie hat keinen Juckreiz. Die Punkte erheben sich nicht von der Haut, ich würde sagen ein Ausschlag. Nach 24 Stunden sind sie deutlich weniger und nach 2 Tagen komplett weg. Schleimigen Stuhl hat sie gelegentlich, aber das hatte sie bereits schon vor Beikoststart. Sonst keine Beschwerden, keine Blähungen.
Im Gesicht hat sie seit Monaten zwei hartnäckige „Pickel“.Darf ich Sie kurz noch was anderes Fragen. Was halten Sie persönlich von der Corona Impfung bei Stillenden? Ich habe mich bis heute noch nicht Impfen lassen, bin aber etwas in Sorge wegen des kommenden Winters, ob eine Impfung ev. doch sinnvoll wäre. Mit 4 kleinen Kindern möchte/muss man fit bleiben. Jedoch habe ich auch Angst vor etwaigen Nebenwirkungen.SG Melanie

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Angaben. Zu Ihrer Frage bezüglich der Corona-Impfung in der Stillzeit kann ich Ihnen eine klare Empfehlung für die Impfung aussprechen. Es gibt ein aktuelles Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, das nach genauer Untersuchung der aktuellen Datenlage eindeutig eine Impfung mit mRNA-Impfstoffen empfiehlt. Die Vorteile sind:

  • die Impfung weist eine gleichwertige Antikörperbildung und ein ähnlich geringes Nebenwirkungsprofil wie in der Schwangerschaft und bei nicht-schwangeren Frauen auf

  • die Impfung kann eine Nestimmunität hervorrufen, da impfinduzierte Antikörper in der Muttermilch nachgewiesen werden können

  • eine Stillpause ist nicht nötig, da die mRNA des Impfstoffes nicht in der Muttermilch nachgewiesen werden konnte

Hier noch der Link zum Positionspapier mit mehr Details und auch noch weiterführenden Quellen: https://www.dggg.de/fileadmin/data/Stellungnahmen/DGGG/2021/COVID-19_Impfung_bei_schwangeren_und_stillenden_Frauen.pdf

Zur Frage wegen der Nahrungsmittel und dem möglichen Zusammenhang zum beobachteten Hautausschlag: Hier würde ich Ihnen empfehlen, die Situation weiter zu beobachten. Es lohnt sich, über einige Wochen Aufzeichnungen zu führen, damit man einen eventuellen Zusammenhang besser nachvollziehen kann. Nahrungsmittel weglassen sollten Sie bei folgenden Beobachtungen:

  • Auftreten von juckendem Hautausschlag
  • Auftreten von Schwellungen in Verbindung mit dem Hautausschlag (auch wenn die Schwellungen an anderen Stellen auftreten, z.B. im Gesicht)
  • Auftreten von blutigen oder sehr schleimigen Stühlen in Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsmitteln
  • Auftreten von Bauchschmerzen/Blähungen in Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsmitteln

Ich hoffe, diese Überlegungen helfen Ihnen etwas weiter. Wie sieht es mit dem Termin zur Untersuchung in der Klinik aus?
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Vielen Dank! Am 9.9. haben wir das Röntgen in der Klinik, nicht mehr lange hin. SG Melanie

Das klingt super! Ich freue mich sehr über eine kurze Nachricht zu den Ergebnissen. Ich wünsche Ihnen alles Gute für den Termin am Donnerstag!

Sehr geehrte Melanie,
jetzt wollte ich nochmal wegen Ihrem Untersuchungstermin heute in der Klinik nachfragen. Hat alles geklappt?
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Danke, ***** *****öntgen wurde gemacht, es wurde nichts auffälliges entdeckt, aber da die Kleine Probleme hatte das Kontrastmittel wieder auszuscheiden (die Ausscheidung erfolgte unter hohen Druck - das Kontrastmittel Spritze 3 Meter alles voll ) und es dauerte 12 Stunden bis dann der Darm mit dem Kontrastmittel entleert war. Darum raten die Ärzte doch noch zu einer Biopsie weil ein Ultrakurzer Morbus Hirschsprung nach wie vor möglich sein könnte. Übernächste Woche haben wir den Termin für die Biopsie. LG Melanie

Sehr geehrte Melanie,
das klingt sehr vernünftig. Ich hoffe es klappt alles und freue mich über Nachrichten zum weiteren Verlauf. In der Zwischenzeit wünsche ich Ihnen alles Gute für Sie und Ihre Tochter. Vielen Dank ***** *****ür die gute Bewertung!
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Metzger,vielen Dank ***** ***** Sie gerne auf dem Laufenden. Heute hatte die Kleine 3x normalen Stuhlgang, das war noch nie. Vielleicht durch den Einlauf dass es jetzt so gut funktioniert. Bin gespannt wie lange das jetzt anhaltet, sonst stellt sich die Frage ob die Biopsie schon sein muss. Und sich das Problem sich eventuell doch mit der Zeit von alleine bessert. SG Melanie

Sehr geehrte Melanie,

das freut mich sehr zu hören! Ich rate allerdings weiter zu einer Untersuchung, da die Probleme schon so lange bestehen. Die aktuelle Verbesserung ist zwar positiv, aber ich fürchte, dass die Probleme auch in den nächsten Wochen nicht völlig verschwinden werden. Die Untersuchung ist eine unkomplizierte Sache, die von den Kindern in aller Regel sehr gut vertragen wird. In jedem Fall hat man danach mehr Klarheit über mögliche Ursachen und kann bessere Behandlungsstrategien entwickeln -- auch für den Fall, dass ein M. Hirschsprung dann ausgeschlossen werden könnte.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Vielen Dank! SG Melanie

Sehr gern geschehen und alles Gute für Sie!