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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 914
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Hallo. Meine Tochter. 14 Monate alt hat seit gestern

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo. Meine Tochter. 14 Monate alt hat seit gestern bellenden Husten und Fieber momentan 38,6 an der Schläfe gemessen sie atmet schwer und gibt keuchende Geräusche von sich. IHeute Nacht hat sie sich übergeben nach Gabe von Ibuflamsaft, danach Parazetamolsaft ebenfalls erbrochen. 250 Parazetamolzäpfchen gegeben, Fieber runter gegangen und jetzt ist das Fieber wieder da. Sie wird noch gestillt. Gestern auch etwas flüssigen Stuhlgang gehabt. Heute schon etwas breiigeres. Wir tun die ganze Zeit Kochsalzlösung i halbieren. Sollen wir mit ihr ins Krankenhaus oder bis Montag abwarten und dann zum Hausarzt? Oder wie gehen wir da am besten vor? Vielen Dank.
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 1 Jahr. Weiblich, Ibuflamsaft, Paracetamolsaft, Paracetamolzäpfchen, da die Säfte erbrochene werden. Kochsalzlösung zum inhalieren, Otriven Nasentropfen.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Kinderarzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Es wurde bei uns im Wasser vor paar Wochen eine keimbelastung im Trinkwasser entdeckt. Enterrokokken. Wir wurden aber gewarnt und haben das Wasser nicht konsumiert seitdem wir Bescheid wussten.

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits mehr als 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Sehr geehrte Fragesteller,
es tut mir sehr leid, dass Ihre Tochter gerade so krank ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie als Eltern etwas unsicher sind, wie Sie am besten vorgehen sollen. Jetzt habe ich einige Fragen an Sie, damit ich die Situation besser einschätzen kann:

  • wie groß und schwer ist Ihre Tochter aktuell? Wann wurde sie geboren (Monat/Jahr)?
  • wann waren Sie zuletzt beim Kinderarzt?
  • wie geht es ihr aktuell? Bestehen weiter Atemprobleme?
  • wie klappt es mit dem Trinken? Was trinkt sie gut?
  • hat sie weiter Fieber?

Ihre Angaben helfen mir, Sie besser zu beraten. Eine Frage kann ich schon mal aufklären: da Sie in den letzten Wochen kein Leitungswasser getrunken hat, sehe ich keinen Zusammenhang der Beschwerden zur Keimbelastung im Trinkwasser. Wenn der Durchfall damit zu tun hätte, wäre er schon deutlich früher aufgetreten.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Sie ist ca 11 kg schwer. Und ist am 0507.2020 geboren. Letzte Untersuchung beim Kinderart war ungefähr im im Juli 2020. Im Moment schläft sie, weil ich ihr ein Paracetamolzäpfchen verabreicht habe um 13:10 Uhr. Fieber ist auf 37,6 gesunken. Gebrochen hat sie seit dem Fiebersaft nicht mehr. Ich vermute dass sie aufgrund des Schleimabgangs gebrochen hat. Oder Aber sie möchte kaum essen. Trinken tut sie nicht viel aber sie nimmt die Brust zum einschlafen und saugt auch im Schlaf noch daran. Etwas Wasser und etwas Fencheltee mit viel Überzeugungskraft hat sie vorhin getrunken.ich versuche ihr weiterhin öfters das trinken anzubieten. Atmen tut sie ruhiger als heute Nacht. Sie scheint mir Schmerzen beim Abhusten zu haben. Kann es eine Lungenentzündung sein? Oder ist es eine Bronchitis? Wie unterscheide ich das? Vielen Dank für ihre Antwort.
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Ich muss mich korrigieren. Letzte Untersuchung war um Juli 2021

Sehr geehrte Fragesteller,
vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Es freut mich zu hören, dass es Ihrer Tochter schon etwas besser geht als heute Nacht. Natürlich kann ich in der Online-Beratung ohne Untersuchung keine Diagnose stellen. Die Beschwerden klingen aber sehr verdächtig nach einem sogenannten Pseudokrupp-Anfall. Typische Beschwerden dabei sind:

  • bellender Husten
  • keuchende Atemgeräusche, besonders bei der Einatmung
  • Fieber
  • manchmal kann auch leichter Durchfall auftreten

Auslöser für diese Beschwerden sind Virus-Infekte der oberen Luftwege ("Erkältungsviren"), die auch zu einer Entzündung im Kehlkopfbereich führen können. Erwachsene wären dann einfach etwas heiser, da bei Kindern aber alles etwas kleiner ist, kann eine Schwellung in diesem Bereich zu Atemproblemen führen. Abhilfe schaffen abschwellende Medikamente, die entweder inhaliert oder als Zäpfchen gegeben werden können.

Ich rate Ihnen, sich heute mit Ihrer Tochter ärztlich vorzustellen, damit sie untersucht und eine entsprechende Diagnose gestellt werden kann. Nach der Diagnose können ihr auch die entsprechenden Medikamente verschrieben werden, damit sie ausgerüstet sind, falls nochmal solche Atemprobleme auftreten. Bei Pseudokrupp treten die Anfälle vor allem nachts auf.

Hier nochmal eine kurze Übersicht, bei welchen Beschwerden in jedem Fall eine dringliche ärztliche Vorstellung nötig ist:

  • Atemprobleme, ungewöhnliche Atemgeräusche (z.B. Pfeifen, Rasseln oder Brummen) oder sehr schnelle und angestrengte Atmung
  • Verschlechterung des Allgemeinzustands, wenn also Kinder sehr krank wirken
  • Probleme mit dem Trinken, z.B. bei anhaltendem Erbrechen oder weil die Kinder Atemprobleme haben

Bei solchen Beschwerden sollten Sie nicht zögern, sich über eine Notfallambulanz sofortige ärztliche Hilfe zu suchen.
Ich hoffe diese Tipps und Erklärungen helfen Ihnen etwas weiter. Natürlich hoffe ich auch, dass mit den Medikamenten, die Ihnen heute vom Arzt verschrieben werden, eine solche Situation nicht mehr auftritt. Falls noch Fragen zum Thema offen geblieben sind können Sie mir selbstverständlich gerne weiter hier schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragesteller,
jetzt wollte ich mich nochmal nach Ihrer Tochter erkundigen. Wie geht es ihr? Sind nochmal Probleme aufgetreten? Ich freue mich sehr über eine kurze Nachricht!
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.

Hallo Herr Dr. Metzger, vielen Dank, ***** ***** sich nochmal erkundigen. Wir waren gestern noch sicherheitshalber in der Notfallambulanz. Und sie hat eine Entzündung am Kehlkopf und einen Magen-Darm-Infekt diagnostiziert bekommen. Sie hat heute ein kleines bisschen gegessen auch wenn es sehr wenig war und getrunken. Abends ist es leider mit dem Husten wieder schlechter geworden. Beim Husten fängt sie an zu weinen Ich habe ihr gestern und heute Abens/Nachts ein Cortisonzäpfchen verabreicht. Jetzt schläft sie aber wacht immer wieder auf und weint. Ich habe das Gefühl, dass es ihr weh tut wenn sie an der Brust saugt. Sie hat sich seit heute vormittag nicht mehr übergeben. Ist es normal, dass bei Pseudokrupp ein produktiver Husten besteht. Ich dachte eher, dass es ein trockener bellender Husten sein sollte. Und bei ihr ist es tagsüber eher produktiv und gegen Abend ist es eher trocken. Wie lange kann man die Cortisonzäpfchen geben? Mit freundlichen Grüßen *****

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Es tut mir leid, dass es Ihrer Kleinen immer noch nicht so gut geht. Bei einer Kehlkopfentzündung wie sie bei Pseudokrupp auftritt haben die Kinder auch oft Halsschmerzen und Schluckprobleme, was zu Ihrer Beobachtung passt, dass sie beim Stillen Schmerzen hat. Es ist ein gutes Zeichen, dass kein Erbrechen mehr aufgetreten ist. Der Husten bei einem Pseudokrupp-Anfall ist typischerweise trocken und bellend. Da eine solche Kehlkopfentzündung durch ganz normale Erkältungsviren ausgelöst wird, ändert sich auch der Husten im Lauf der Erkrankung und kann (wenn die Kehlkopfentzündung z.B. tagsüber abklingt) auch produktiv werden. Die Kortisonzäpfchen können ohne Probleme über 2-3 Tage gegeben werden. Wenn die Probleme aber länger bestehen, sollten Sie nochmal zur Kontrolle zum Kinderarzt.
Ich hoffe, Ihrer Kleinen geht es bald wieder besser! Wenn Sie noch Fragen zum Thema haben, können Sie mir weiter gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.