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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 865
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Huhu Herr Doktor, 2 fragen heute: Meine 3 jährige Tochter

Diese Antwort wurde bewertet:

Huhu Herr Doktor,2 fragen heute :Meine 3 jährige Tochter hat bis jetzt nur die meningokokken c impfung, ich habe gelesen dass b viel häufiger ist und schlimmere verlaufe hat, kann man das jederzeit nachholen, oder ist das jetzt doof?Das nervige corona Thema, theoretisch kann sie ab August in den Kindergarten, doch nun ist ja die delta Variante auf dem Vormarsch.
Ich hab auch so angst und bin so skeptisch, theoretisch sagt man ja zum größten Teil verläuft covid bei Kindern harmlos aber in Isreal, wo quasi alle Erwachsenen durchgeimpft sind, seucht delta ja gerade die Kids durch, auch da relativ milde Verläufe, aber es wird dort long covid beobachtet.Also muss ich mich hin entscheiden, ob ich mein Kind impfen lasse, wenn der Impfstoff irgendwann für kleine Kinder zugelassen ist, was die stiko nicht mal. Empfiehlt? mögliche Nebenwirkungen in Kauf nehme, die je jünger, umso schlimmer, zudem wie merke ich bei einem kleinkind eine Herzmuskelentzundung, ist doch bei Erwachsenen schon schwer, oder Gefahr laufe, dass sie bei Infektionen zu denen gehört, die eben nicht einen milden Verlauf haben oder vielleicht von long covid betroffen ist? Das macht es so schwer.
Ich möchte ja auch nicht, daß mein Kind auf Lebzeiten an luftnot leidet wegen longcovid zum Beispiel, ist bei den Kids nicht die Impfung nicht eher notwendig um Herdenimmunitat herzustellen, die es ohne diese Altersgruppe nicht gevne würde? Würden sie es empfehlen sie in die Kita zu stecken? Auch im anbetracht dessen dass sie dann wahrscheinlich nach der Eingewöhnung eh wieder raus müsste wegen notbetreuung, weil dann die herbstwelle kommt? Wir haben hier oben dne Kreis mkt den höchsten Zahlen.Sie war bis jetzt noch nie krank, das immunsystem konnte auch aufgrund von fehlender Kontakte aufgrund von corona nicht viel üben.Herzliche Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihr Vertrauen, ich melde mich bis morgen früh mit einer ausführlicheren Antwort zu diesen Fragen.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Alles gut das hat alles Zeit.Herzliche Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihre Geduld. Ich kann verstehen, dass Sie sich Gedanken um diese Fragen machen. Ich habe einige Informationen rausgesucht, die Ihnen hoffentlich etwas weiterhelfen:

1. Wie sieht es mit der Meningokokken B Impfung aus?
Aktuell wird diese Impfung in Deutschland nur Kinder aus Risikogruppen empfohlen (also z.B. Kindern, die keine Milz haben oder Kinder, die auf eine längere Reise in ein Risikogebiet gehen). Schwere Infektionen mit Meningokokken der Gruppe B sind sehr selten, im Durchschnitt treten 3 Erkrankungen pro 1 Million Einwohner pro Jahr auf (Daten von 2013 - 2016). Die Ständige Impfkommission (StiKo) beobachtet die Datenlage und überlegt, ob eine generelle Impfempfehlung gegen Meningokokken B in Zukunft sinnvoll sein könnte. Zur Zeit ist das aber noch nicht der Fall. Die Impfstoffe gegen Meningokokken B sind unkomplizierte Totimpfstoffe. Eine Impfung könnte -- falls gewünscht und notwendig -- zu einem beliebigen Zeitpunkt vorgenommen werden.

2. Das Corona-Thema

Es ist wirklich keine leichte Situation für Eltern im Moment und ich kann Ihre Sorgen hier gut nachvollziehen. Das Thema Long-COVID oder Post-COVID-Syndrom ist zur Zeit Gegenstand der Forschung, viel ist noch unbekannt und nicht genau verstanden. Bisher bekannt ist allerdings schon, dass SARS-CoV2 bei Kindern im Alter Ihrer Tochter in der Regel ganz unkompliziert verläuft. Komplikationen sind die absolute Ausnahme. Falls Komplikationen auftreten (wie z.B. PIMS oder länger andauernde Beschwerden im Sinne eines Post-COVID-Syndroms), so ist die Prognose bei guter Behandlung trotzdem gut, die Kinder erholen sich mit der Zeit auch von solchen Beschwerden. Zu Bedenken ist ja auch, dass SARS-CoV2 nicht die einzige virale Erkrankung ist, der Kinder ausgesetzt sind. Eine Infektion mit Epstein-Barr-Viren machen z.B. auch nahezu alle Kinder durch. Auch hier gibt es seltene mögliche Komplikationen im Sinne eines postviralen Erschöpfungssyndroms -- trotzdem würde niemand sein Kind deswegen isolieren.
Eine andere Tatsache, die es zu berücksichtigen gilt: für Kinder im Alter Ihrer Tochter gibt es bisher gar keinen Impfstoff. Falls die vorhandenen Impfstoffe irgendwann mal für jüngere Kinder zugelassen werden, wird die Ständige Impfkommission (StiKo) hier eine sachliche Risiko-Nutzen-Bewertung vornehmen. Das heißt, es wird ganz nüchtern überlegt, ob für die Kinder eine Infektion oder eine Impfung größere Risiken bringt. Für Jugendliche wurde diese Bewertung bereits vorgenommen, da es hier ja schon zugelassene Impfstoffe gibt. Im Moment rät die StiKo aus sehr guten und nachvollziehbaren Gründen von einer generellen Impfung von Jugendlichen ab und empfiehlt die Impfung nur für Kinder mit Risikofaktoren (also z.B. einer schweren Grunderkrankung).

Falls Sie die Möglichkeit haben, Ihrer Tochter wieder den Umgang mit anderen Kindern in der Kita zu ermöglichen, sollten Sie diese wahrnehmen. Aus meiner Sicht überwiegen hier ganz klar die Vorteile für Ihre Tochter, die Sozialkontakte mit anderen Kindern sind sehr wichtig für die Entwicklung. Die Risiken durch SARS-CoV2 für Ihre Tochter sind minimal und sehr wahrscheinlich sogar geringer als durch andere häufige Virus-Erkrankungen, denen Kinder schon seit Menschengedenken ausgesetzt sind.
Ich hoffe, diese Informationen und Empfehlungen sind für Sie hilfreich. Falls Sie noch Fragen zum Thema haben, können Sie mir natürlich gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Herzlichen Dank

Vielen Dank für die gute Bewertung, es freut mich, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte!