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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 852
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
105603447
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Lieber Herr Dr. Metzger, danke für Ihre letzte Antwort. Ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Lieber Herr Dr. Metzger,danke für Ihre letzte Antwort. Ich melde mich aus aktuellem Anlass jetzt doch noch mal zu dem Thema Covid-Impfung und Schmerzmittel.Da ich gerade ein akute und heftige Migränephase habe, bin ich leider wieder auf Triptane und Metamizol/Naproxen angewiesen - ich nehme so wenig wie möglich, da der Impftermin bereits am Dienstag ist.Um nicht jedes Mal wieder nachhaken zu müssen, wollte ich Sie mal fragen, ob folgende Informationen, korrekt sind, so dass ich einfach selber rechnen kann:1.)
Gibt es eine Faustregel, mit der man berechnen kann, ab wann ein Medikament soweit im Körper/Blut abgebaut ist, dass es keine Wechselwirkungen mehr erzeugen kann? Z.B., HWZ in Stunden mal Faktor X = Vollständig abgebaut?2.)
Was ist der Unterschied zwischen Plasma-HWZ und Eliminations-HWZ? Und welche wird z.B. bei DAZ.online angegeben?3.)
Taugen diese beiden Rechner was hinsichtlich dieser Thematik oder sind die eher für andere Stoffe gedacht?
https://rechneronline.de/chemie-rechner/halbwertszeit.php
https://www.cactus2000.de/de/unit/masshwz.shtmlDanke ***** ***** Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihr Vertrauen. Ich sehe mir das mal an und schreibe Ihnen gleich etwas zu dieser Frage.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihre Geduld. Es tut mir leid, dass Sie gerade wieder mit Ihrer Migräne zu kämpfen haben. Das Thema Halbwertszeit und Medikamentenelimination aus dem Körper ist recht komplex, ich kann Ihnen aber einige Faustregeln an die Hand geben.
1.) Wann ist ein Medikament so weit abgebaut, dass es keine Wechselwirkungen mehr erzeugen kann?
Als Faustregel würde ich hier darauf schauen, wie häufig ein Medikament im Verlauf eines Tages eingenommen werden kann. Das wäre bei Naproxen z.B. alle 12 Stunden, bei Metamizol 6-8 Stunden. Sie können davon ausgehen, dass im Rahmen dieses Zeitraums ein Großteil des Medikaments bereits wieder abgebaut wurde (sonst würde ja nicht die nächste Einnahme möglich sein). Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, dass die Restkonzentration der Medikamente im Körper vor der Impfung minimal ist, können Sie auch die Halbwertszeit x 5 nehmen. Dann ist rein rechnerisch die Konzentration auf maximal 3% des Ausgangswertes gesunken. Das wäre also bei Metamizol 20 Stunden, bei Naproxen 3 Tage. Hier möchte ich anmerken, dass Metamizol zwar ein gutes Schmerzmittel ist, aber auch mit seltenen schweren Nebenwirkungen in Verbindung gebracht wird (Stichwort: Agranulozytose). Ich gehe davon aus, dass Sie das Medikament nur in enger Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt verwenden.

2.) Der Begriff Elimination-Halbwertszeit ist gleichzusetzen mit der Plasma-Halbwertszeit. Hier ein ganz guter Übersichtsartikel zu dieser Thematik: https://www.unimedizin-mainz.de/fileadmin/kliniken/ps/Dokumente/Klinische_Pharmazie/HWZ.pdf

In medizinischen Nachschlagewerken wird in der Regel die maximale Halbwertszeit angegeben. In vielen Fällen kann die individuelle Halbwertszeit also deutlich kürzer als angegeben sein.

3. Die beiden Rechner geben einen Zerfall-/Abbauprozess erster Ordnung wider. Sie sind zwar grundsätzlich eher für radioaktiven Zerfall gedacht, könnten aber für diese Thematik zweckentfremdet werden.
Ich hoffe, diese Informationen helfen Ihnen etwas weiter. Falls Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, können Sie mir natürlich gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Danke!
Und 3% würden auf gar keinen Fall irgendwie die Impfung beeinträchtigen, oder?Und dieses HWZ x 5 bezieht sich dann auf die Plasma-Halbwertszeit, die ja meistens bei Medikamenten in den Nachschlagewerken angegeben ist. Können Sie da online eines empfehlen, das auf jeden Fall zuverlässig/redaktionell betreut ist?Die Nebenwirkungen v. Metamizol sind mir bewusst, und natürlich gehe ich verantwortungsbewusst damit um, auch wenn das hier vielleicht nicht immer so rüberkommt :-)Herzliche Grüße!
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Ach ja: Und das "HZW x 5" bezieht sich immer auf den Zeitpunkt der letzten Einnahme (egal wie viele Tage vorher schon was genommen wurde), korrekt?
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Ich frage das wegen des Stichworts "Steady State" - also sind auch aufgebaute Spiegel nach dem Zeitraum HWZ x 5 wieder abgebaut?

Sehr geehrte Fragestellerin,
es ist gut zu hören, dass Sie das Metamizol verantwortungsbewusst einsetzen. Das Thema der Ausscheidung und des Abbaus von Medikamenten ist wie schon erwähnt komplex und sie haben einige interessante Sonderfälle angesprochen. Die Angaben z.B. 5 x Halbwertszeit sind als grobe Richtwerte zu verstehen, mit denen wir Mediziner im klinischen Alltag gut zurecht kommen. Da die in Nachschlagewerken angegebene Halbwertszeiten sich auf maximalwerte beziehen, ist man damit in der Regel auf der sicheren Seite. Eventuell aufgebaute Spiegel durch eine regelmäßige Einnahme würden in diesem Fall die Abbauzeit nur unwesentlich verlängern -- es kommt ja nichts mehr nach und der Spiegel ist in der Regel nur 10-40% der Einnahmedosis.
Bei solchen speziellen Informationen sind die Daten im Internet in der Regel korrekt. Im Zweifel vergleiche ich die Einträge in mehreren Datenbanken, bei Übereinstimmung wäre das eine zusätzliche Bestätigung der Korrektheit der Angaben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Danke!
Danke!
Und die von Ihnen erwähnten maximal 3%, die übrig bleiben, würden auf gar keinen Fall irgendwie die Impfung beeinträchtigen?

Sehr geehrte Fragestellerin,
bei so geringen Restkonzentrationen ist von einer Beeinträchtigung des Immunsystems und damit der Impfung definitiv nicht mehr auszugehen. Alles Gute für die Impfung!
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Okay, jetzt kann ich das gut selbst einschätzen und überlegen, ob und wann ich was einnehme, falls die Migräne wiederkehrt. Danke! Und sollte ich bei der ersten Dosis diese ausreichenden Abstände nicht eingehalten haben (das weiß ich nämlich nicht mehr genau), würden dadurch eventuelle Abschwächungen der Impfwirkung durch die zweite Dosis abgefangen, korrekt? Ich glaube, das hatten wir schon, ich würde es nur noch mal gern bestätigt haben. Danke :)

Ja, genau, Sie dürfen davon ausgehen, dass die zweite Impfung eine eventuell schwächere erste Impfung "auffängt". Ich wünsche in jedem Fall viel Erfolg mit der zweiten Impfung und bin sicher, dass Sie eine gute Impfwirksamkeit in Ihrem Fall erreichen werden.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Danke!
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Und eine letzte Frage noch: Kann das Immunsystem generell durch den erhöhten Konsum der o.g. Schmerzmittel weniger funktionstüchtig sein und auf Impfungen schlechter ansprechen?
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Also wenn der Konsum schon jahrelang auf diesem Level ist.

Sehr geehrte Fragestellerin,
Schmerzmittel wie Paracetamol, Naproxen oder Metamizol sind zwar entzündungshemmend aber haben keine immunschwächende Wirkung. Bei den Impfungen gab es Untersuchungen, dass eine präventive Paracetamol-Gabe eventuell die Antikörper-Antwort leicht abschwächen kann (allerdings auch bei weitem nicht komplett unterdrückt). Sie müssen also nicht befürchten, dass es eine dramatisch negative Wirkung auf die Impfantwort durch die Einnahme dieser Medikamente gibt. Über die Detailoptimierung haben wir ja schon oben gesprochen.
Vielen Dank ***** ***** Fall für die gute Bewertung!

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Lieber Herr Dr. Metzger,ich habe nun die zweite Impfung erhalten und vorher lt. Eigenberechnung keine relevanten Medikamente mehr „im Körper“ gehabt.
Ich habe dann sehr heftig auf die Impfung reagiert und mir ging es zwei Tage lang richtig schlecht + ein heftiger Migräneanfall kam noch on top.Da ich trotzdem funktionieren musste, habe ich Folgendes genommen und wollte mich nur noch mal kurz absichern (gegen einen Bonus), da wir das ja bisher nur hypothetisch behandelt hatten.In der Praxis sah es dann so aus:Ab etwa 12 Stunden nach der Impfung ca. alle 6 Stunden 1 x Paracetamol 500 (3 insgesamt).1 x Novaminsulfon 500 ca. 8 Std. nach der letzten Paracetamol1 x Naratriptan (2,5 mg) ca. 7 Std. nach o.g. NovaminsulfonDann nach weiteren 12 Stunden (also nach dem Naratriptan) noch eine Paracetamol 500 zur NachtJetzt geht es mir wieder super.Da das alles 12 Stunden nach der Impfung „konsumiert wurde“, kann ich die volle Schutzwirkung erwarten, richtig?Danke ***** ***** Grüße!

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihr Vertrauen, ich helfe Ihnen gerne mit dieser Frage. Die heftige Reaktion auf die zweite Impfung lässt auf ein gutes Ansprechen des Immunsystems schließen. Nach allem, was man bisher zur Wirkung von Schmerzmedikamenten weiß, dürfte die Einnahme der Medikamente diese gute Immunreaktion nicht mehr abbremsen. Sie dürfen also die volle Schutzwirkung der Impfung erwarten. Beachten Sie, dass auch ein voller Impfschutz nicht 100% entspricht -- also eher so um die 90 - 95 % Schutz gegen eine schwere Erkrankung bietet. Es ist also durchaus sinnvoll, weiter im Alltag auch andere Schutzmaßnahmen einzusetzen (z.B. Maske etc.). Das ist auch wichtig, um noch Umgeimpfte zu schützen. Die volle Wirkung der zweiten Impfung durch die Ausreifung der Immunreaktion ist ca. 14 Tage nach der letzten Impfung zu erwarten. Es freut mich, dass es Ihnen jetzt wieder gut geht!
Ich wünsche Ihnen weiter alles Gute und sende herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Okay, danke! Und auch die Menge der Medikamente spielt dann keine Rolle mehr, oder?Mein Partner hat sich gerade gefragt, ob eine so heftige Impfreaktion einen Rückschluss darauf zulässt, dass bei diesen Leuten dann eine Covid-Infektion auch ziemlich heftig verlaufen wäre? Besteht da ein Zusammenhang oder ist das Quatsch?

Sehr geehrte Fragestellerin,
ja, auch bei der genannten Menge an Medikamenten dürfen Sie von einer robusten Immunantwort ausgehen.
Zwischen der Heftigkeit der Impfreaktion und der Reaktion auf die Erkrankung besteht kein bekannter Zusammenhang. Eine heftige Immunreaktion auf die Impfung würde aber dafür sprechen, dass Ihr Immunsystem schon für SARS-CoV2 durch die erste Impfung sensibilisiert war, spricht also insgesamt für eine gute Schutzwirkung durch die Impfung.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Danke!

Sehr gern geschehen!

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Ich kann hier neuerdings leider nachträglich keinen Bonus mehr hinzufügen (den Sie ja mehr als verdient hätten). Tut mir leid, ich werde dann bei der nächsten Frage daran denken. Beste Grüße

Kein Problem, ich freue mich in jedem Fall, dass ich Ihnen etwas weiterhelfen konnte! Vielen Dank für den Bonus, auch wenn Sie ihn diesmal nicht hinzufügen konnten.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger