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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 825
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Kindermedizin hier ein
Manuel Metzger ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Fachassistent(in): Bitte

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): Meine Tochter ist 8 Jahre jung. Sie hat eine beträchtliche Pollenallergie, welche von Frühjahr bis einschl. Herbst begleitet. Sie ist dadurch natürlich in der Atmung eingeschränkt. Weiterhin hat sie ein PFO klein sowie ein Ductus arteriosus klein = keine hämodyn. Wirkung - keine Medikamente. Ab September beginnt im Sportunterricht zusätzlich Schwimmunterricht. Nun wird seitens der Schule angefragt, ob das Kind voll daran teilnehmen kann. Ich habe da meine Bedenken, da sie zur Zyanose neigt und die Ausdauer mglw. nicht mitbringt. Weiterhin ist mir aufgefallen, dass die anderen Kinder sportlicher sind. Sie ist schlank und normal entwickelt. Zusätzlich kann sie während der Pollenmonate kaum durch die Nase atmen und entwickelt bei stärkerer Belastung Hustenreiz. Es macht dann auch keinen Unterschied, ob sie sich in einem geschlossenen Raum oder an der Frischluft bewegt. (Zumal der Weg von der Schule zur Sporthalle 20 Min. entfernt liegt.) Meine Fragen diesbezüglich. sind: Ist eine Sportbefreiung zum Schwimmen aufgrund ihrer angeb. Herzfehler sinnvoll? Bzw. ist eine generelle Sportbekleidung aufgrund beider Symptomatiken in Erwägung zu ziehen?
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Wir werden natürlich nochmals vor Ort befindliche Ärzte zu Rate ziehen und danken für Ihre Einschätzung. MFG
Gepostet: vor 15 Tagen.
Kategorie: Kindermedizin
Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrte Fragesteller,
ich kann gut verstehen, dass Sie sich Gedanken um Ihre Tochter machen. Natürlich möchten Sie das Beste für Ihre Kleine und wollen Sie vor einer Überbelastung schützen. Wie Sie richtig sagen, sollte die letzte Entscheidung über eine mögliche Sportbefreiung bei den behandelnden Ärzten liegen. Ich helfe Ihnen aber gerne mit einigen Gedanken zum Thema. Jetzt habe ich einige Fragen an Sie, damit ich die Situation besser einschätzen kann:

  • wie groß und schwer ist Ihre Tochter aktuell? Wann wurde sie geboren (Monat/Jahr)?
  • in welchen Situationen haben Sie eine Zyanose bemerkt?
  • hat Sie bisher am Schulsport teilgenommen? Wie ging es ihr damit?
  • wie belastbar ist Ihre Tochter? Ist sie schnell aus der Puste?
  • Wie sieht es z.B. beim Treppensteigen aus oder beim Spielen auf dem Spielplatz?
  • Welche Behandlung erhält sie wegen der Allergien? Hat sie Medikamente, die sie gegen die akuten Beschwerden einnehmen kann?

Ihre Angaben helfen mir, Sie besser zu beraten.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Hallo Herr Dr. Metzger,
meine Tochter ist am 08.05.2014 geboren. Sie wiegt bei einer Größe von 132 cm 26 kg. Zyanotische Zustände sind mir vor allem beim Fangenspielen aufgefallen. Hustenattacken mehr in den Sommermonaten beim Rennen. Sie besucht die 1. Klasse und hatte im letzten Jahr, bis auf 2 oder 3 mal keinen Schulsport, da aufgrund der Covid 19-Pandemie kein Schulsport unterrichtet werden durfte. Treppensteigen ist m. E. in Ordnung. Beim Toben mit ihren Freundinnen ist sie immer schneller aus der Puste, als die anderen. Wanderungen und um die Wette laufen sind nicht ihre Welt. (Wir als Eltern waren im Kindes- und Jugendalter sehr sportlich.) Trotzdem tobt sie gern und ist mobil. Aufgrund der Allergie bekommt sie morgens und abends 5ml Cetirizin (welches aus meiner Sicht nicht besonders hilfreich ist).Sie bekommt manchmal regelrechte Allergieschübe, wo sie 30x niest und das Schnupfensekret unendlich scheint. Ebenso tränen ihre Augen stark. Zur Familienanamnese möchte ich Ihnen mitteilen, dass ihr Vater unter einer Hausstauballergie leidet, worauf unser Kind noch nicht getestet wurde. Ich leide seit 15 Jahren an Herzrhytmusstörungen (Tachykardien, Exttrasystolie) sowie erhöhtem Blutdruck (medikamentös mit Bisoprolol behandelt). Ich verlor einen Bruder an einem schweren Herzinfarkt, als er 44 Jahre alt war. Ein weiterer Bruder erlitt einen schweren Herzinfarkt im Alter von 51.
Marissa kam durch einen Notkaiserschnitt aufgrund Bradykardie zur Welt. Anschließend begleitete sie eine schwere Hypoglykämie, die sich nach der Neugeborenenphase normalisierte.
Ich danke ***** ***** Voraus zur Beantwortung meiner Fragen bzgl. Schulsport und Schwimmen.
MFG
Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 14 Tagen.

Sehr geehrte Fragesteller,
vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Ihre Tochter hat ein gutes Gewicht und eine gute Größe für ihr Alter.

Grundsätzlich dürfen nach der Meinung von Experten Kinder mit angeborenen Herzfehlern (wie z.B. einem offenen Ductus arteriosus oder einem PFO) unter folgenden Bedingungen voll am Sport teilnehmen:

  • Keine Anzeichen für eine Herzvergrößerung
  • Normaler Blutdruck

Sofern Ihre Tochter hier keine Auffälligkeiten zeigt, wäre eine volle Teilnahme am Sportunterricht zu überlegen. Vorteile für Ihre Tochter wären:

  • Training der Ausdauer
  • Zunahme der körperlichen Gesamtfitness
  • Wichtige Gemeinschaft mit Klassenkameraden
  • Erlernen wichtiger Fähigkeiten (z.B. Schwimmen)

Bei der Entscheidung mit berücksichtigt werden sollten aber auch Faktoren wie z.B.:

  • das Risiko für Herzrhythmusstörungen
  • die Möglichkeit, dass sich die körperliche Belastung negativ auf die Druckverhältnisse im Herzen auswirkt
  • Die Auswirkungen ihrer Allergie auf ihre körperliche Leistungsfähigkeit

falls Ihr Kinderkardiologe die Teilnahme am Sportunterricht empfiehlt, sollte mit dem Lehrpersonal die besondere Situation Ihrer Tochter besprochen werden, damit Verständnis gezeigt werden kann, wenn sie nicht ganz so leistungsfähig wie andere Kinder ist. Möglicherweise sollten auch bei der Benotung andere Maßstäbe angelegt werden.
Eine Allergie ist grundsätzlich kein Grund für eine Sportbefreiung. Falls sie zu Hustenanfällen bei Belastung neigt kann auch hier das Gespräch mit den Lehrern dazu beitragen, dass sie in einer solchen Situation mehr Verständnis für Ihre Tochter haben und ihr die Ruhezeit geben, die sie dann benötigt. Es sollte auch überprüft werden, ob eine Verengung der Bronchien hier eine Rolle spielen könnte und ob vielleicht eine Behandlung mit einem Bronchodilatator (wie z.B. Salbutamol als Spray) vor dem Sportunterricht solchen Hustenanfällen vorbeugen könnte und die allgemeine Belastbarkeit erhöht.
Insgesamt neige ich also eher dazu keine Sportbefreiung anzustreben, da für Ihre Kleine sehr wahrscheinlich die Vorteile bei einer Teilnahme am Schulsport überwiegen. Die Entscheidung sollte aber wie schon besprochen letztendlich in enger Absprache mit dem behandelnden Kinderkardiologen erfolgen.
Ich hoffe, diese Informationen helfen Ihnen etwas weiter. Wenn noch etwas unklar geblieben ist, können Sie mir gerne weiter schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 11 Tagen.

Sehr geehrte Fragesteller,
jetzt habe ich gar nichts mehr von Ihnen gehört. Hat Ihnen meine Antwort etwas weiterhelfen können? War alles gut verständlich? Ich freue mich über eine kurze Nachricht!
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger