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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 814
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Und ein drittes mal huhu Herr Doktor Metzger, In 2 wochen

Diese Antwort wurde bewertet:

Und ein drittes mal huhu Herr Doktor Metzger,In 2 wochen werde ich mit Biontech geimpft, vielleicht Konnnr sie mir die Angst nehmen und wieder mit wahrscheinlichkeiten um sich werfen.
körperlich hab ich eine chronische Gastritis, schlimme Verspannungen, has, bws inkl. Atemnot oft, lws inkl kribbeln im Bein,belastungsasthma, keine Kondition, ferretin und d3 bei jeweils 9:(und eine ruhende vaskulitis, seit 2 Jahren Blut aber wohl unauffällig ausser an a bei 1:640 meine ich.Psychisch :keimphobie, generalisierte Angststörung etc.
Ich habe unfassbare Angst vor dieser impung glaube aber das an dem Spruch viel. Wahres ist, daß wir wohl oder übel uns alle infizieren, entweder mit dem Virus und unvorhersehbarem Verlaif oder "künstlich" durch die imldung mit Recht absehbaren Folgen.Wurden sie aufgrund der körperlichen und psychischen Faktoren zur Impfung raten oder spricht was dagegen?Kann das sein dass die Pandemie eh bald vorbei ist und dann brauch man es nicht mehr?Welche Nebenwirkungen sind wahrscheinlich?Meine große Angst ist eine sinusvenenthrombise, guilien Barre Syndrom und die herzmuskelentzundungen.
erstes kommt doch ca bis 21 Tage nach der ersten Impfung und die herzmuskelentzudnung bis zu 2 Wochen nach der 2 richtug?
Sollte man sich als Angst mensch dann Blut abnehmen lassen um beruhigt zu sein?ADE betrifft diese Impfung nicht oder?Merkt man schlimme Nebenwirkungen schnell und kann man die behandeln?Herzliche Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,
gerne helfe ich Ihnen mit diese Frage. Ich schreibe Ihnen gleich etwas dazu.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,
zuallererst meinen Glückwunsch zum Impftermin! Es freut mich, dass Sie bald mit Ihrer Impfung dran sind. Ich kann aber auch sehr gut nachvollziehen, dass Sie etwas Angst vor der Impfung haben. Aus der Beschreibung Ihrer gesundheitlichen Probleme sehe ich aber keine Kontraindikation zu einer Impfung. Die Pandemie wird zwar in der nächsten Zeit abklingen, SARS-CoV2 und COVID-19 wird es aber weiter geben. Es ist tatsächlich so: irgendwann sind wir alle immun. Entweder weil wir die Infektion durchgemacht haben oder weil wir uns impfen haben lassen. Erst dadurch kommt die Pandemie langsam zum Ende. Das Virus kann sich aber weiter in nicht immunisierten Personen (z.B. Kindern) vermehren und von dort zu neuen Ausbrüchen führen.
Bei Ihnen ist eine Impfung mit dem Impfstoff von Biontech geplant. Dieser Impfstoff wurde bereits millionenfach verimpft und hat eine nachgewiesene sehr hohe Schutzwirkung gegen eine Corona-Infektion. Der Impfstoff funktioniert nach einem neuartigen Prinzip: dem Körper wird ein Bauplan für ein Virusprotein gegeben. Nach der Impfung wird aus diesen Bauplänen ein Protein des Virus im Körper hergestellt und vom Immunsystem als "fremd" erkannt. Das leitet die Immunreaktion ein und führt zu einer sehr wirkungsvollen Immunität. Zu keiner Zeit befindet sich bei dieser Impfung ein reproduktionsfähiges Virus im Körper. Es handelt sich im wesentlichen um einen "Totimpfstoff". Die "Baupläne" können vom Körper auch nicht vervielfältigt werden. Sobald sie abgebaut sind, wird kein Virusprotein mehr hergestellt. Insgesamt also ein technisch sehr raffiniertes und hochwirkungsvolles Prinzip.
Die Nebenwirkungen bewegen sich im für Impfstoffe üblichen Rahmen:

  • Allergische Reaktionen auf Impfstoffbestandteile (sehr selten, meist bei Personen, die ohnehin schon Allergien haben)
  • Rötung und Schwellung der Impfstelle
  • Allgemeinsymptome wie Fieber oder Abgeschlagenheit als Zeichen der Immunreaktion

Es gibt auch einige Ereignisse, wo noch nicht ganz klar ist, ob es sich um zufällige Ereignisse handelt oder ob tatsächlich ein Zusammenhang zur Impfung bestand:

  • vorübergehende Gesichtslähmung (Facialisparese): diese Erkrankung trat bei 4/30.000 Patienten während der Studie zu Biotech auf. Da ca. 40 Fälle pro 100.000 Einwohner pro Jahr auch ohne Impfung auftreten, könnte es sich einfach um einen unglücklichen Zufall gehandelt haben.
  • Ähnlich sieht es mit den Fällen von Herzmuskelentzündung aus, die bei einigen wenigen jungen Männern beobachtet wurden. Hier handelt es sich um extrem seltene Einzelfälle, mit milden Verläufen, die in der Regel gut auf eine Therapie angesprochen haben.
  • Ein Zusammenhang zu einer Sinusvenenthrombose konnte bei diesem Impfstoff nicht gesehen werden.

Da Herzmuskelentzündungen, Sinusvenenthrombosen und auch ein Guillain-Barré-Syndrom alles mögliche Komplikationen einer Coronavirus-Infektion sind, sehe ich hier die Impfung mit einem deutlich niedrigerem Gesamtrisiko. Ich kann Ihnen also nur empfehlen, den Schritt zu wagen und Ihren Impftermin wahrzunehmen.
Nebenwirkungen wie oben beschrieben werden schnell bemerkt und man kann eine entsprechende Behandlung einleiten. Eine routinemäßige Blutentnahme bei Patienten ohne Beschwerden macht keinen Sinn und ist nicht zu empfehlen.
Ein Antibody dependent enhancement mit schwereren Krankheitsverläufen ist bei dieser Impfung nicht beobachtet worden.
Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen soweit beantworten und Ihre Sorgen damit auch etwas beruhigen. Wenn Ihnen in den nächsten Tagen noch etwas im Kopf herumgeht, können Sie mir gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Perfekt, hherzlichen dank. Können sie mir noch sagen wie viele Leute mit einem starken allergischen Schock auf die impfung reagiert haben? Und bei mir impft eine helferin beim Orthopäden, ist es egal wer die Impfung macht? Bin ich da genauso sicher wie beim impfstrassen Arzt im impfzentrum?
Reicht es danach eine halbe Stunde da zu sitzen?

Vielen Dank für die gute Bewertung! Zu einer Anaphylaxie (allergischer Schock) kam es in den Untersuchungen bei 0,1 - 2 Personen je 10.000 Teilnehmern (unterschiedliche Untersuchungen hatten unterschiedliche Häufigkeiten, daher die Spannbreite der Ergebnisse). Eine solche schwere Reaktion trat im Mittel 17 Minuten nach der Impfung auf. Eine Überwachung von 30 min. nach der Impfung dürfte daher völlig ausreichend sein. Die Durchführung der Impfung kann von geschultem Personal wie z.B. einer Arzthelferin gut erledigt werden. Die Sicherheit hängt davon ab, ob ein Arzt in der Nähe ist, der eine beginnende allergische Reaktion oder einen allergischen Schock erkennen und behandeln könnte. Das dürfte auch in dieser Situation gut gegeben sein. Ich bin mir aber sicher, dass die Impfung bei Ihnen ganz ohne Komplikationen ablaufen wird und wünsche Ihnen alles Gute dafür!
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Woran würde man denn merken, dass sowas losgeht?Ich wünsche mir das auch, denke aber dass ich mich sehr sicher an dem tag nochmal bei ihnen melden werde, zumindest um mich beruhigen zu lassen.Herzlichen Dank schonmal
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Achso und eine Frage fällt mir noch ein, aktuell hab ich eine Röschen flechte, die gerade am abklingen ist, hatte sowas noch nie, sollte ich noch warten bis die weg ist?Neigen eher Menschen mit vielen allgien dazu oder kann es jeden treffen?2 von 10.000 find ich um Gegensatzzu 0,1 von 10.000 eine Hausnummer.

Vielen Dank für die gute Bewertung! Ich melde mich nochmal gegen Abend mit Antworten auf die noch offenen Fragen.
Liebe Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihre Geduld. Die Röschenflechte wäre kein Grund die Impfung zu verschieben. Ich gehe aber auch davon aus, dass dieser Hautausschlag in den nächsten zwei Wochen abheilen wird. Das Risiko für eine allergische Reaktion besteht natürlich besonders bei Menschen, die bereits eine Allergie haben. Grundsätzlich können allergische Reaktionen aber auch bei Personen auftreten, die vorher noch keine bekannten Allergien hatten. Eine allergische Reaktion macht sich vor allem durch Unwohlsein, generalisierten Juckreiz, Hautrötung und Schwellungen bemerkbar. Das ärztliche Personal ist geschult, um solche Symptome frühzeitig zu erkennen und eine entsprechende antiallergische Behandlung einzuleiten. Damit lassen sich die Beschwerden gut beherrschen und eine schwere allergische Reaktion kann abgebremst werden, bevor sie gefährlich werden kann.
Ich hoffe, das kann die Beschwerden erst einmal beruhigen. Sie können sich aber natürlich sehr gerne wegen dieser Frage in den nächsten Wochen nochmal bei mir melden!
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger