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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 825
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Wo kann ich mit meiner 5 jährigen Tochter hin um Krebs

Diese Antwort wurde bewertet:

Wo kann ich mit meiner 5 jährigen Tochter hin um Krebs auszuschließen? Ohne davor 100x zum Kinderarzt zu müssen?
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 5 Jahre, Mädchen, keine Medikamente
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Seit Wochen Bauchschmerzen, Beine schmerzen auch seit Wochen, immer wieder Durchfall, weniger Kraft und Energie, fühlt sich seit Wochen nicht gut, öfters trockenen Hals, diese Woche hatte sie über 40 C Fieber und es ging ihr nicht gut im Krankenhaus konnte man einen Infekt sehen aber sie wissen nicht was

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Sehr geehrte Fragesteller,
vielen Dank für Ihre Geduld. Es tut mir sehr leid, dass es Ihrer Tochter gerade nicht gut geht. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie als Eltern sehr um sie besorgt sind. Wenn Sie bereits im Krankenhaus waren, besteht eine gute Möglichkeit, dass bereits einige gefährlichere Diagnosen (z.B. Leukämie) hinreichend ausgeschlossen wurden. Dazu einige Fragen, die mir helfen, die Situation besser einzuordnen:

  • wie groß und schwer ist Ihre Tochter aktuell? Wann wurde sie geboren (Monat/Jahr)?
  • Wann haben die Beschwerden genau angefangen? Wie ging es los und wie haben sich die Beschwerden genau entwickelt?
  • Gab es zwischendrin Phasen, wo es Ihrer Tochter relativ gut ging oder sie ganz gesund war?
  • Wann genau hatte sie Fieber? Wie lange hielt das Fieber an?
  • Hat sie aktuell noch Fieber?
  • Wann genau haben Sie sich im Krankenhaus vorgestellt?
  • Waren Sie auch schon bei Ihrem Kinderarzt?
  • Welche Untersuchungen wurden bisher vom Krankenhaus oder dem Kinderarzt gemacht? Haben Sie vielleicht einen Arzt- oder Laborbericht, den Sie mir zukommen lassen können? Bitte beachten Sie, dass JustAnswer ein öffentliches Forum ist. Auf den Unterlagen sollten deshalb keine persönlichen Angaben wie Namen oder Adressen zu erkennen sein.

Ihre Angaben zu diesen Fragen helfen mir, Sie besser zu beraten.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Dr. Metzger,vielen Dank für Ihre Antwort und Ihr Mitgefühl..) Sie ist 1,14 Meter groß und hat 19kg..) Sie wurde im Dezember 2015 geboren..) Die Beschwerden haben ca. vor 1 1/2 Monaten begonnen (genaueres weiter unten).) ich könnte jetzt nicht sagen, dass es seitdem einen Tag gab wo es ihr so gut ging wie früher..) Freitag Nacht bekam sie 40,6 Fieber und hatte dies auch den ganzen Samstag trotz Fiebersaft stieg es immer wieder so hoch an. Sie war schlapp und müde. Sie hatte bis Dienstag Fieber. Samstag hatte sie Punkte auf der Brust (waren harmlos laut Krankenhaus) diese haben sich dann Dienstag auf den ganzen Oberkörper ausgebreitet (nicht gejuckt) wurden am Dienstag vom KA kontrolliert dürften vom Infekt sein..) aktuell kein Fieber.) Samstag Abend waren wir im Krankenhaus.) Wenn wir beim Kinderarzt waren wurde es immer wieder mal angesprochen, dass es ihr generell nicht so gut geht aber nicht genauer darauf eingegangen. Immer wieder mal Urin kontrolliert, Hals,....)Im Krankenhaus: Urin, Blut vom Finger kontrolliert, Hals, Ohren (im Ohr wurde ein Loch im Trommelfell? festgestellt welches aber schon von einer früheren Infektion sein könnte - morgen sind wir deswegen beim HNO.Beschwerden:.) sagt mir seit Wochen, dass es ihr nicht gut geht (sie weiß nicht immer ob sie Schmerzen hat oder einfach traurig ist).) sie hat fast täglich Bauchschmerzen.) immer wieder Durchfall in den letzten Wochen.) Beine tun ihr schon seit Wochen weh (erstmal dachte ich sie wächst aber jetzt ist es schon lange).) fühlt sich oft müde und schwach.) hat noch Lust auf spielen aber es wird weniger als sonst.) hat auch Probleme beim Treppen steigen (Beine).) Ich denke ihr Hals ist oft trocken (räuspert sich oft).) öfters Kopfschmerzen.) manchmal tun ihre Finger weh.) isst schlechter aber trinkt noch ok bis gut.) beim laufen kommt sie schneller außer Atem als früher (sie muss öfters eine Pause machen und stützt sich mit ihren Händen auf den Beinen ab um zu verschnaufen - das war früher nicht so sie konnte „stundenlang“ laufen).) jetzt eben das hohe Fieber wo man nicht sagen kann welchen Infekt sie hatte.) Die letzten Tage ist sie auch fast nur noch schlecht gelaunt und flippt des öfteren aus (kann natürlich auch nur eine Phase sein) und danach entschuldigt sie sich unter Tränen und sagt sie weiß nicht was mit ihr los ist....) Seit ca. 2-3 Wochen hat sie extreme Angst vor Spinnen und allem was fliegt (auch Obstmücken).... aber wirklich extrem, sodass ich mit ihr nicht mehr das Haus verlassen kann. Und wenn wir draußen sind bekommt sie richtige Panik, schreit, weint, zittert und kann nicht mehr weiter gehen (ich trage sie dann) aber auch nicht immer manchmal können wir auch normal rausgehen und es eskaliert erst wenn sie zb im Auto eine Spinne sieht.Erstmal dachte ich, dass es eventuell wegen den Baby ist (außer das Fieber) aber jetzt mache ich mir schon wirklich Sorgen und weiß nicht mehr weiter. Ich versuche ihr mit viel Verständnis entgegen zu kommen, ihr die Angst zu nehmen
(mit Erklärungen über den Nutzen der verschiedenen Tiere und dass die uns gar nichts tun), versuche ihr zu helfen und einfach für sie da zu sein. Ich versuche auch alles und gebe mein bestes, dass keine Eifersucht aufkommt (seit der Geburt ihrer Schwester vor 4 Monaten nicht erst jetzt). Aber wie gesagt ich mache mir jetzt schon richtig große Sorgen ob sie gesund ist da sie immer ein fröhliches und fittes kleines Mädchen war....Ich versuche den Arztbrief von Samstag hochzuladen.LG
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
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Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Ich sehe mir alles genau durch und melde mich im Laufe des Abends mit einer ersten Einschätzung.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihre Geduld. Ich kann gut nachvollziehen, dass Ihnen all diese Beschwerden große Gedanken machen. Aber der Reihe nach:
Ihre Tochter hat ein gutes Gewicht und eine gute Größe für ihr Alter. Im Krankenhaus wurden einige Laboruntersuchungen gemacht, die schon einige interessante Rückschlüsse zulassen:

  • Das Blutbild zeigt leichte entzündliche Veränderungen, ist aber ansonsten unauffällig. Das schließt eine Leukämie („Blutkrebs“) weitgehend aus. Die beobachteten Veränderungen ließen sich gut mit einem harmlosen Virusinfekt vereinbaren.
  • Das CRP (ein wichtiger Entzündungsparameter) ist ebenfalls nicht wesentlich erhöht, was gut zu einem Virusinfekt passen könnte
  • Leber und Milz waren nicht zu tasten. Bei vielen Krebserkrankungen sind diese Organe stark vergrößert. Also auch hier keine Anzeichen für eine Krebserkrankung.
  • Die Urinuntersuchung zeigte keine Zeichen einer Harnwegsinfektion, das erhöhte Azeton kommt in der Regel zustande, wenn die Kinder wenig gegessen haben

Bei vielen Virusinfekten tritt zusätzlich ein sogenanntes Virusexanthem auf. Das sind meist harmlose Hautausschläge, die punktförmig aussehen und sich über Teile des Körpers ausbreiten.
Ich gehe also mit der Einschätzung des Krankenhauses und des Kinderarztes einig, dass es sich bei den akuten Beschwerden um einen Virusinfekt gehandelt haben dürfte. Das erklärt alle Beschwerden, die sie seit dem Wochenende hatte (Fieber, Hautausschlag etc.). Bei Virusinfekten wird in der Regel keine genauere Erregerbestimmung unternommen, da sich die Behandlung bei allen Virusinfekten im wesentlichen nicht unterscheidet (rein symptomatische Maßnahmen).
Die anderen Beschwerden, die Sie seit ca. 1,5 Monaten beobachten haben mit dieser akuten Erkrankung nichts zu tun. Sie beschreiben hier Bauchschmerzen, Durchfall, Schmerzen in den Beinen sowie Halsbeschwerden. Außerdem wirkt Ihre Tochter traurig, müde und schwach und zeigt starke Ängste vor Spinnen und Insekten.
Sie haben bereits einen wichtigen Einflussfaktor identifiziert: die Geburt Ihres zweiten Kindes. Ein Geschwisterchen kann Kinder ganz schön aus der Bahn werfen und durchaus für manche körperliche Beschwerden verantwortlich sein. Gerade die extremen Ängste könnten ein Mittel sein, Ihre Aufmerksamkeit zu erhalten und sich exklusive Zuwendung zu erkämpfen. Auch die anderen Beschwerden könnten mit diesem Sachverhalt zu tun haben. Allerdings sehe ich schon auch die Notwendigkeit in vernünftigem Rahmen auszuschließen, dass nicht doch irgendwelche organische Erkrankungen eine Rolle spielen. Der erste Ansprechpartner für eine solche Ausschlussdiagnostik wäre Ihr Kinderarzt. Er kennt Ihre Kleine sehr gut und kann die Beschwerden somit auch gut einordnen ohne die Situation zu dramatisieren. Welche Diagnostik könnte hier Sinn machen?

  • Es sollte eine gründliche körperliche Untersuchung durchgeführt werden. Die Untersuchung im Krankenhaus und zuletzt beim Kinderarzt ist hier nur von eingeschränktem Wert, da Ihre Kleine da gerade akut erkrankt war. Besser wäre eine Phase in der gerade keine akuten Beschwerden im Vordergrund stehen.
  • Mit der körperlichen Untersuchung kann geprüft werden, ob es Auffälligkeiten am Bauch gibt. Sind z.B. Bauchorgane wie Leber oder Milz vergrößert? Gegebenenfalls können dann weiterführende Untersuchungen veranlasst werden, z.B. eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs.
  • Bei den Bein- und Fingerschmerzen sollte auch genauer nachgesehen werden, ob es Auffälligkeiten an den Gelenken oder im Bewegungsapparat gibt. Die Muskelkraft und die Reflexe sollten untersucht werden. Sind alle Gelenke gut beweglich? In manchen Fällen können auch gezielte Laboruntersuchungen notwendig sein. Bei einer deutlichen Muskelschwäche kann es z.B. Sinn machen, gezielt auf Muskelenzyme im Blut zu untersuchen.
  • Beim Abhorchen können Auffälligkeiten an Herz oder Lunge bemerkt werden. Gibt es z.B. Herzgeräusche oder auffällige Atemgeräusche? Gegebenenfalls können auch hier weiterführende Untersuchungen nötig werden.
  • Im Rachen kann man sehen, ob die Mandeln vergrößert sind oder es sonstige organische Gründe für das häufige Räuspern gibt.

Im wesentlichen dürfte bereits nach einer körperlichen Untersuchung klar sein, ob weitere Untersuchungen nötig sind, oder ob Entwarnung gegeben werden kann.
Ich möchte Sie an dieser Stelle für Ihren Umgang mit den Ängsten Ihrer Tochter sehr loben. Sie machen das genau richtig. Sie erklären Ihr viel und sind auch einfach für sie da. Es ist ganz normal, dass etwas Eifersucht bei den Kindern aufkommt. Vorher mussten sie ihre Aufmerksamkeit mit niemanden teilen, jetzt ist plötzlich ein „Störenfried“ da, der ganz viel Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Das ist ein Lernprozess, der Ihre Tochter aber langfristig psychisch wachsen lassen wird, auch wenn es sich im Moment nicht immer angenehm für sie anfühlt.
Ich hoffe, diese Überlegungen helfen Ihnen schon etwas weiter. Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, können Sie mir natürlich gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

Sehr geehrte Fragestellerin,
jetzt habe ich gar nichts mehr von Ihnen gehört. Wie geht es Ihrer Tochter? Hat Ihnen meine Antwort etwas weitergeholfen? War alles gut verständlich? Ich freue mich sehr über eine kurze Nachricht!
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Dr. Metzger,es tut mir sehr leid, dass ich mich erst jetzt melde. Die letzten Tage waren sehr anstrengend und turbulent.Ich wollte mich aber noch unbedingt für Ihre ausführliche Antwort und Erklärung bedanken. Sie haben uns damit schon sehr geholfen und uns ein wenig beruhigt.VIELEN DANK

Vielen Dank für die Rückmeldung und auch den Bonus, es freut mich sehr, dass ich Ihnen etwas weiterhelfen konnte! Ich wünsche Ihnen weiter alles Gute für Sie und Ihre Familie!
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger