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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 677
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Ich habe eine Frage bezüglich dem Stuhl meiner bald 4 Wochen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe eine Frage bezüglich dem Stuhl meiner bald 4 Wochen alten Tochter. Ich Stille voll und es ist mein 4.Kind. Jedoch hat sie seit Anfang an nur alle 4-5 Tage Stuhlgang, welcher von Geruch, Konsistenz und Farbe nicht nach Stillstuhl ausschaut. Eine Stillberaterin meinte, dass das damit zusammen hängt, da es mein 4. Stillkind ist und dass die Milch „anders“ ist, versuche daher ihr mehr Vormilch zu geben, jedoch hat sich nichts verändert. Der Stuhl ist hell bräunlich, breiig und riecht nicht gut (also nicht besonders stark aber nicht nach „Joghurt“ wie bei meinen anderen Kindern). Und sie quengelt Stundenlang vor dem Stuhlgang und bei der Stuhlentleerung selber muss sie stark pressen und gelegentlich weint sie auch. Können Sie mir einen Tipp geben was ich tun kann bzw. ob das wirklich „normal“ ist. Vielleicht hilft ein Omni Biotic Produkt? Vielen Dank!

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Sehr geehrte Fragestellerin,
es tut mir leid, dass Ihre Tochter solche Probleme mit dem Stuhlgang hat. Als erfahrene Mutter sind Ihre Beobachtungen in dieser Hinsicht sehr wertvoll. Wenn Sie Geruch und Aussehen als anders und nicht normal einschätzen, würde ich diese Beobachtung auf jeden Fall ernst nehmen. Auch das starke Pressen und Quengeln beim Stuhlgang sollte in Betracht gezogen werden. Jetzt habe ich einige Fragen, die mir helfen die Situation besser einzuschätzen:

  • wie groß und schwer ist Ihre Kleine aktuell? Wann wurde sie geboren?
  • könnten Sie mir Größe und Gewicht von der U2 schicken?
  • gab es Probleme beim ersten Stuhlgang, wurde das "Kindspech" z.B. erst verzögert abgesetzt?
  • hat sich der Stuhlgang in den letzten Wochen verändert oder bestehen die Probleme quasi schon seit Geburt?
  • haben Sie wegen dieser Beobachtungen schon mit Ihrem Kinderarzt gesprochen?
  • wann ist der Termin zur U3?
  • gibt es Probleme beim Stillen?
  • bekommt sie außer Muttermilch noch andere Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel?
  • was haben Sie alles schon versucht, um die Beschwerden zu verbessern?

Ihre Antworten helfen mir, Sie besser zu beraten.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Metzger!Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ja es gibt seit Anfang an diese Probleme. Meine Tochter wurde am 14.Dezember mit einem Geburtsgewicht von 4315 Gramm geboren, Entlassungsgewicht 4030 Gramm am 16.Dezember. Seit dem wurde sie nicht mehr abgewogen und da der Kinderarzt seine Praxis wegen Corona geschlossen hatte haben wir erst in 1,5 Wochen die erste Untersuchung. Die Untersuchungen im Krankenhaus nach der Geburt waren unauffällig, alles in Ordnung.
Stillprobleme gibt es schon, hatte bis vor kurzem wunde und rissige Brustwarzen, hatte dies jedoch bei den ersten zwei Kindern auch. Während des Milchspendereflex schnalzt sie nach wie vor mit der Zunge, schaue auf eine optimale Stillposition, aber leider schluckt sie etwas zu viel Luft. Soor schließe ich aus, sie hat zwar eine Milchzunge, Gaumen und Backen sind in Ordnung und meine Brüste sind soweit ich das beurteilen kann auch in Ordnung.
Das Kindspech war unauffällig und ging am zweiten Tag nach der Geburt ab, jedoch viel mir auf dass die Menge relativ viel war (2 volle Windeln). Der nächste Stuhlgang war dann erst am 7 Tag zuhause und der war so wie die folgenden Stuhlgänge, sogar noch etwas härter als jetzt. Ich vermutete dass sie im Krankenhaus ev. ein Fläschchen bekam und dies der Grund ist, aber jetzt Zweifle ich an meiner Theorie. Ich Stille voll und mein Baby schläft ziemliche lange zwischen den Stillmahlzeiten. Anfangs schlief sie sogar 4-6 Stunden lang, habe dann begonnen sie alle 3 Stunden zu wecken, jedoch wollte sie dort teilweise nicht recht trinken. Vor dem Stuhlgang ist der Bauch gerne an manchen Stellen hart und der Bauch aufgebläht.
Ich denke das Gewicht ist in Ordnung, Kleidergröße trägt sie schon Gr.62. Bei der Geburt war sie 54 cm groß.
Seit 1 Woche versuche ich öfters und weniger viel zu Stillen, aber noch ohne Änderung des Stuhles. Ich nahm seit Stillbeginn das Produkt Lactaval ein zur Milchsteigerung, das ich jetzt abgesetzt habe. Bei meinen anderen Kindern musste ich alle 2 Stunden Stillen und abends Dauerstillen, darum nahm ich dieses Produkt ein, mit Erfolg habe genügend Milch.
Auf jeden Fall schluckt sie etwas zu viel Luft, aber das erklärt nicht den härteren Stuhl und deren Farbe und Geruch.
SG
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Metzger!Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ja es gibt seit Anfang an diese Probleme. Meine Tochter wurde am 14.Dezember mit einem Geburtsgewicht von 4315 Gramm geboren, Entlassungsgewicht 4030 Gramm am 16.Dezember. Seit dem wurde sie nicht mehr abgewogen und da der Kinderarzt seine Praxis wegen Corona geschlossen hatte haben wir erst in 1,5 Wochen die erste Untersuchung. Die Untersuchungen im Krankenhaus nach der Geburt waren unauffällig, alles in Ordnung.
Stillprobleme gibt es schon, hatte bis vor kurzem wunde und rissige Brustwarzen, hatte dies jedoch bei den ersten zwei Kindern auch. Während des Milchspendereflex schnalzt sie nach wie vor mit der Zunge, schaue auf eine optimale Stillposition, aber leider schluckt sie etwas zu viel Luft. Soor schließe ich aus, sie hat zwar eine Milchzunge, Gaumen und Backen sind in Ordnung und meine Brüste sind soweit ich das beurteilen kann auch in Ordnung.
Das Kindspech war unauffällig und ging am zweiten Tag nach der Geburt ab, jedoch viel mir auf dass die Menge relativ viel war (2 volle Windeln). Der nächste Stuhlgang war dann erst am 7 Tag zuhause und der war so wie die folgenden Stuhlgänge, sogar noch etwas härter als jetzt. Ich vermutete dass sie im Krankenhaus ev. ein Fläschchen bekam und dies der Grund ist, aber jetzt Zweifle ich an meiner Theorie. Ich Stille voll und mein Baby schläft ziemliche lange zwischen den Stillmahlzeiten. Anfangs schlief sie sogar 4-6 Stunden lang, habe dann begonnen sie alle 3 Stunden zu wecken, jedoch wollte sie dort teilweise nicht recht trinken. Vor dem Stuhlgang ist der Bauch gerne an manchen Stellen hart und der Bauch aufgebläht.
Ich denke das Gewicht ist in Ordnung, Kleidergröße trägt sie schon Gr.62. Bei der Geburt war sie 54 cm groß.
Seit 1 Woche versuche ich öfters und weniger viel zu Stillen, aber noch ohne Änderung des Stuhles. Ich nahm seit Stillbeginn das Produkt Lactaval ein zur Milchsteigerung, das ich jetzt abgesetzt habe. Bei meinen anderen Kindern musste ich alle 2 Stunden Stillen und abends Dauerstillen, darum nahm ich dieses Produkt ein, mit Erfolg habe genügend Milch.
Auf jeden Fall schluckt sie etwas zu viel Luft, aber das erklärt nicht den härteren Stuhl und deren Farbe und Geruch.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Metzger!Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ja es gibt seit Anfang an diese Probleme. Meine Tochter wurde am 14.Dezember mit einem Geburtsgewicht von 4315 Gramm geboren, Entlassungsgewicht 4030 Gramm am 16.Dezember. Seit dem wurde sie nicht mehr abgewogen und da der Kinderarzt seine Praxis wegen Corona geschlossen hatte haben wir erst in 1,5 Wochen die erste Untersuchung. Die Untersuchungen im Krankenhaus nach der Geburt waren unauffällig, alles in Ordnung.
Stillprobleme gibt es schon, hatte bis vor kurzem wunde und rissige Brustwarzen, hatte dies jedoch bei den ersten zwei Kindern auch. Während des Milchspendereflex schnalzt sie nach wie vor mit der Zunge, schaue auf eine optimale Stillposition, aber leider schluckt sie etwas zu viel Luft. Soor schließe ich aus, sie hat zwar eine Milchzunge, Gaumen und Backen sind in Ordnung und meine Brüste sind soweit ich das beurteilen kann auch in Ordnung.
Das Kindspech war unauffällig und ging am zweiten Tag nach der Geburt ab, jedoch viel mir auf dass die Menge relativ viel war (2 volle Windeln). Der nächste Stuhlgang war dann erst am 7 Tag zuhause und der war so wie die folgenden Stuhlgänge, sogar noch etwas härter als jetzt. Ich vermutete dass sie im Krankenhaus ev. ein Fläschchen bekam und dies der Grund ist, aber jetzt Zweifle ich an meiner Theorie. Ich Stille voll und mein Baby schläft ziemliche lange zwischen den Stillmahlzeiten. Anfangs schlief sie sogar 4-6 Stunden lang, habe dann begonnen sie alle 3 Stunden zu wecken, jedoch wollte sie dort teilweise nicht recht trinken. Vor dem Stuhlgang ist der Bauch gerne an manchen Stellen hart und der Bauch aufgebläht.
Ich denke das Gewicht ist in Ordnung, Kleidergröße trägt sie schon Gr.62. Bei der Geburt war sie 54 cm groß.
Seit 1 Woche versuche ich öfters und weniger viel zu Stillen, aber noch ohne Änderung des Stuhles. Ich nahm seit Stillbeginn das Produkt Lactaval ein zur Milchsteigerung, das ich jetzt abgesetzt habe. Bei meinen anderen Kindern musste ich alle 2 Stunden Stillen und abends Dauerstillen, darum nahm ich dieses Produkt ein, mit Erfolg habe genügend Milch.
Auf jeden Fall schluckt sie etwas zu viel Luft, aber das erklärt nicht den härteren Stuhl und deren Farbe und Geruch..
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Metzger!Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ja es gibt seit Anfang an diese Probleme. Meine Tochter wurde am 14.Dezember mit einem Geburtsgewicht von 4315 Gramm geboren, Entlassungsgewicht 4030 Gramm am 16.Dezember. Seit dem wurde sie nicht mehr abgewogen und da der Kinderarzt seine Praxis wegen Corona geschlossen hatte haben wir erst in 1,5 Wochen die erste Untersuchung. Die Untersuchungen im Krankenhaus nach der Geburt waren unauffällig, alles in Ordnung.
Stillprobleme gibt es schon, hatte bis vor kurzem wunde und rissige Brustwarzen, hatte dies jedoch bei den ersten zwei Kindern auch. Während des Milchspendereflex schnalzt sie nach wie vor mit der Zunge, schaue auf eine optimale Stillposition, aber leider schluckt sie etwas zu viel Luft. Soor schließe ich aus, sie hat zwar eine Milchzunge, Gaumen und Backen sind in Ordnung und meine Brüste sind soweit ich das beurteilen kann auch in Ordnung.
Das Kindspech war unauffällig und ging am zweiten Tag nach der Geburt ab, jedoch viel mir auf dass die Menge relativ viel war (2 volle Windeln). Der nächste Stuhlgang war dann erst am 7 Tag zuhause und der war so wie die folgenden Stuhlgänge, sogar noch etwas härter als jetzt. Ich vermutete dass sie im Krankenhaus ev. ein Fläschchen bekam und dies der Grund ist, aber jetzt Zweifle ich an meiner Theorie. Ich Stille voll und mein Baby schläft ziemliche lange zwischen den Stillmahlzeiten. Anfangs schlief sie sogar 4-6 Stunden lang, habe dann begonnen sie alle 3 Stunden zu wecken, jedoch wollte sie dort teilweise nicht recht trinken. Vor dem Stuhlgang ist der Bauch gerne an manchen Stellen hart und der Bauch aufgebläht.
Ich denke das Gewicht ist in Ordnung, Kleidergröße trägt sie schon Gr.62. Bei der Geburt war sie 54 cm groß.
Seit 1 Woche versuche ich öfters und weniger viel zu Stillen, aber noch ohne Änderung des Stuhles. Ich nahm seit Stillbeginn das Produkt Lactaval ein zur Milchsteigerung, das ich jetzt abgesetzt habe. Bei meinen anderen Kindern musste ich alle 2 Stunden Stillen und abends Dauerstillen, darum nahm ich dieses Produkt ein, mit Erfolg habe genügend Milch.
Auf jeden Fall schluckt sie etwas zu viel Luft, aber das erklärt nicht den härteren Stuhl und deren Farbe und Geruch

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Ich sehe mir alles durch und melde mich dann mit einer ausführlicheren Antwort.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Metzger!Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.Ja es gibt seit Anfang an diese Probleme. Meine Tochter wurde am 14.Dezember mit einem Geburtsgewicht von 4315 Gramm geboren (54 cm groß), Entlassungsgewicht 4030 Gramm am 16.Dezember. Seit dem wurde sie nicht mehr abgewogen und da der Kinderarzt seine Praxis wegen Corona geschlossen hatte haben wir erst in 1,5 Wochen die erste Untersuchung. Stillberatung war telefonisch. Die Untersuchungen im Krankenhaus nach der Geburt waren unauffällig, alles in Ordnung.
Stillprobleme gibt es schon, hatte bis vor kurzem wunde und rissige Brustwarzen, hatte dies jedoch bei den ersten zwei Kindern auch. Während des Milchspendereflex schnalzt sie nach wie vor gerne mit der Zunge (das kenne ich so von meinen anderen Kindern nicht), schaue auf eine optimale Stillposition und dass sie viel Brust im Mund hat, aber leider schluckt sie etwas zu viel Luft. Soor schließe ich aus, sie hat zwar eine Milchzunge, Gaumen und Backen sind soweit ich sehe in Ordnung und meine Brüste sind soweit ich das beurteilen kann auch in Ordnung.
Das Kindspech war unauffällig und ging am zweiten Tag nach der Geburt ab, jedoch viel mir auf dass die Menge relativ viel war (2 volle Windeln). Der nächste Stuhlgang war dann erst am 7 Tag zuhause und der war so wie die folgenden Stuhlgänge, sogar noch etwas härter als jetzt. Ich vermutete dass sie im Krankenhaus ev. ein Fläschchen bekam und dies der Grund ist, aber jetzt Zweifle ich an meiner Theorie. Ich Stille voll und mein Baby schläft ziemlich lange zwischen den Stillmahlzeiten. Anfangs schlief sie sogar 4-6 Stunden lang, habe dann begonnen sie alle 3 Stunden zu wecken, jedoch wollte sie dort teilweise nicht recht trinken. Vor dem Stuhlgang ist der Bauch gerne an manchen Stellen hart und der Bauch aufgebläht.
Seit 1 Woche versuche ich öfters und weniger viel zu Stillen, aber noch ohne Änderung des Stuhles, sie quengelt sogar mehr.
Ich nahm seit Stillbeginn das Produkt Lactaval ein zur Milchsteigerung, das ich jetzt abgesetzt habe. Bei meinen anderen Kindern musste ich alle 2 Stunden Stillen und abends Dauerstillen, darum nahm ich dieses Produkt ein, mit Erfolg habe genügend Milch.
Auf jeden Fall schluckt sie etwas zu viel Luft, aber es erklärt nicht warum der Stuhl „anders“ ist. Spucken tut sie normal viel, ist nicht auffällig.
Auf was würden Sie Tippen? Es muss wohl an meiner Milch liegen? Oder was organisches?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen!
SG Melanie
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
entschuldigung für die mehrmaligen gleichen Antworten, aber es gab auf justanswer.de probleme beim Versand der Nachricht.

Kein Problem! Vielen Dank ***** ***** Fall für die ausführlichen Details. Ich denke, ich kann Ihnen einige Tipps zum weiteren Vorgehen geben.

Ich kann nachvollziehen, dass Sie hier die Schuld bei sich selbst suchen, gerade auch, weil die Stillberaterin etwas in dieser Richtung angedeutet hat ("die Milch ist anders"). Ich sehe aber keinen Grund, warum Ihre Milch jetzt anders sein sollte, als bei Ihren anderen drei Kindern. Auch ein möglicherweise gegebenes Fläschchen im Krankenhaus kann die aktuellen Beschwerden nicht erklären (zumal Sie ja gar nicht sicher sind, ob tatsächlich ein Fläschchen gegeben wurde -- normalerweise wird das im Krankenhaus bei gestillten Kindern nicht gemacht). Ich denke nicht, dass Sie die Schuld bei sich selbst suchen sollten. Die Beschwerden sollten auf jeden Fall genauer untersucht werden, folgende Untersuchungen würde ich vorschlagen:

  • Gewicht und Größenkontrolle, um nachzuweisen, dass Ihre Tochter gut zunimmt und wächst
  • Untersuchung einer Stuhlprobe, um Infektionen auszuschließen
  • eine genaue körperliche Untersuchung: gibt es Anzeichen für eine Bewegungsstörung des Darms, also z.B. ein geblähter Bauch oder tastbare Stuhlmassen im Enddarm
  • je nach Befund in der körperlichen Untersuchung können auch noch weitere Untersuchungen nötig sein, z.B. eine Stuhluntersuchung, ob geringe Mengen von Blut im Stuhl nachweisbar sind (Haemoccult) oder auch Blutuntersuchungen (z.B. Blutbild, Entzündungszeichen).

Die häufigste Ursache für die genannten Beschwerden (Quengeln und Pressen vor dem Stuhlgang) sind so genannte "funktionelle Beschwerden", auch kindliche Dyschezie genannt. Dazu kommt es, wenn Babys noch lernen müssen, beim Stuhlgang den Beckenboden zu entspannen, während sie gleichzeitig die Bauchmuskulatur anspannen. Diese Muskelkoordination zu erlernen kann einige Monate dauern. Andere mögliche Ursachen wären z.B. allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel in der mütterlichen Diät (auch bei gestillten Kindern, werden Teile der Nahrungsproteine über die Muttermilch weitergegeben) oder Motilitätsstörungen des Darms, also dass Teilabschnitte des Darms nicht so beweglich sind, wie sie es sein sollten.
Im ersten Fall bessern sich die Beschwerden mit zunehmenden Alter, in den anderen Fällen kann es nötig sein, spezielle Maßnahmen zu ergreifen. Daher sollte aus meiner Sicht zeitnah eine Untersuchung bei Ihrem Kinderarzt organisiert werden. Das ist natürlich in Corona-Zeiten nicht ganz trivial. Gibt es vielleicht einen Vertretungs-Kinderarzt bei Ihnen in der Nähe, bei dem Sie sich vorstellen könnten?

Für die Zeit bis zur Untersuchung können folgende Tipps helfen, den Stuhlgang für Ihre Tochter zu erleichtern:

  • Fliegergriff: in Bauchlage können die Kleinen Darmgase besser los werden
  • Wärme in Form von Kirschkernkissen oder einem Bad kann entspannend wirken
  • eine sanfte Bauchmassage mit Babyöl kann auch helfen, die Darmtätigkeit zu unterstützen. Legen Sie dazu die Hand links neben den Bauchnabel (auf die rechte Körperseite Ihrer Kleinen) und führen Sie sanft kreisende Bewegungen um den Bauchnabel im Uhrzeigersinn aus. Verwenden Sie nur ganz leichten Druck.
  • beim Wickeln können Sie die sanft in Richtung Bauch drücken und wieder ausstrecken.

Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen etwas weiter. Wenn noch etwas unklar geblieben ist, können Sie mir gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Metzger,vielen Dank für die ausführliche Antwort.SG Melanie

Sehr gern geschehen, es freut mich sehr, dass ich Ihnen etwas weiterhelfen konnte. Vielen Dank für die gute Bewertung!
herzliche Grüße und alles Gute für Sie und Ihre Kleine,
Ihr Dr. med. M. Metzger