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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 634
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Huhu Herr Doktor, nochmal kurz zur Erinnerung, meine Tochter

Diese Antwort wurde bewertet:

Huhu Herr Doktor,
nochmal kurz zur Erinnerung,
meine Tochter hat mit 2.5 Jahren plötzlich sich von jetzt auf gleich gegen das zähne putzen gewährt, nicht nur mit weinen, sondern, arme, Kopf, Beine etc alles hin und herreissen, sodass die zahnbürste überall landet aber nicht im. Mund und sie weint bis zum wurgreiz.
davor konnte ich Problemlos alles putzen.
ich hoffe ich habe sie da nicht verunsichert, weil ich ab und zu fotos in ihren Flecken am Zahnhals machen wollte.
aber sie muss das ja auch üben und ausserdem habe ich das auch 2 Tage probiert.Nun habe ich wirklixh alles spielerisch probiert, die einzige Möglichkeit ist nur noch, dass ich eine elektrische zahnbürste für mich hole und wir das dann nochmal damit probieren.
auf jeden Fall muss ja nun das Zähne putzen sein, und es geht nicht anders, mein Mann muss die Arme und den Körper fixieren, ich den Kopf und mit der anderen Hand putze ich. Dieses schreien und weinen tut mir dann so I'm Herzen weh.
kann man sie durch fixieren des kopfes sie ernsthaft verletzen? Manchmal kann sie sich ja lösen und reisst ihren Kopf dann wie wild hin und her. Also irgendwie die Halsschlagader oder was anderesAlleine putzen geht gar nicht, icb müsste mich über sie hocken, mit meinen Beinen ihre Arme fixieren, mmit einer Hand der Kopf und mit der anderendie Zähne putzen, aber da konnte sie sich immer wieder befreien.
IIch weiss nicht mehr Weiter, ich hab echtalles probier, und inzwischen sind wir echt schon bei Tag 10, wenn mein Mann und ich zusammen putzen, ddann sind es maximal 60 Sekunden,iich hhab ttotal sorge, dass die Gesundheit ihrer Zähne drunterlleidet , ebenso die psyche, weil man ja leider zwingt und festhält und ich frag mich halt ob man ihr ausversehen entshaft körperlich weh tun könnte:(Es ist zum weinen:(Herzliche Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für die neue Anfrage, ich helfe Ihnen gerne. Ich melde mich bis heute Abend mit einer ausführlichen Antwort.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,
es tut mir sehr leid, dass Sie gerade eine so schwere Phase mit Ihrer Tochter durchmachen. Im Alter zwischen 2 und 3 Jahren machen viele Kinder eine Trotzphase durch, die die Eltern vor große Herausforderungen stellt. Dinge die bisher problemlos möglich waren, wie z.B. Zähneputzen, werden dann plötzlich energisch verweigert.

Sie haben bisher Ihren Willen mit Gewalt und Zwang durchgesetzt. Diese Möglichkeit haben Sie natürlich solange die Kinder noch klein sind, da Sie als Eltern über deutlich mehr Körperkraft verfügen. Ich möchte hier aber auf die negativen Konsequenzen hinweisen:

  • Verletzungsrisiko: durch die große Kraft, die beim Festhalten aufgewendet wird, können Quetschmarken entstehen, die noch längere Zeit sichtbar sind. Die Halsgefäße sehe ich zwar nicht direkt gefährdet, aber es sind durchaus auch schwerere Verletzungen möglich, z.B. durch die Zahnbürste im Mund oder falls Ihnen Ihre Tochter auskommt und sich den Kopf stößt.
  • Emotionale Wunden: die tägliche Anwendung von körperlicher Gewalt und Zwang stört das Verhältnis Ihrer Tochter zu Ihnen
  • langfristige Probleme: Ihre Tochter lernt gerade, dass das Zähneputzen eine fürchterliche Angelegenheit ist, bei der ihre persönlichen Grenzen und ihre eigene körperliche Unversehrtheit nichts gelten. Das kann langfristige Folgen haben und das Zähneputzen auf Jahre zu einer schwierigen Angelegenheit werden lassen.

Aus obigen Gründen rate ich dringend davon ab, das Zähneputzen mit Gewalt durchzusetzen. Besser ist der von mir beschriebene spielerische Ansatz. Zähneputzen ist zwar wichtig, aber nicht lebensnotwendig. Bevor sich Karies entwickelt, vergehen Wochen und Monate. Diese Zeitspanne können Sie noch verlängern, indem Sie den Zucker in der Ernährung verringern (dazu gehört auch Fruchtzucker, wie z.B. in Fruchtsäften oder Fruchtquetschies).
Es kann durchaus sein, dass es einige Wochen dauert, bis das Zähneputzen wieder einigermaßen gut funktioniert. Bleiben Sie geduldig und versuchen Sie das Zähneputzen zu einer positiven Situation umzugestalten, damit Ihre Tochter langfristig weiter dazu motiviert ist. Vielleicht hilft auch die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste.

Ich hoffe, diese Überlegungen bringen Sie etwas weiter. Gerne beantworte ich Ihnen weitere Fragen zu diesem Thema, schreiben Sie mir einfach, wenn noch etwas unklar geblieben ist.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
herzlichen dank für die antwort, die einzige methode die noch bleibt ist dieses playbrush spiel , aber dafür ist sie glaube ich noch zu jung.
eine elektrische zahnbürste durfte sie sich bereits aussuchen, auch das hilft leider nicht. ich habe mir nun noch eine dazu gekauft bzw online bestellt, sodass wir daniut gleichzetig putzen probieren können.
Wenn ich sie schon mit der zahnbürste im mund verletzt hätte, woran wprde ich das merken?denn wenn sie den kopf hin und her reisst verrutscht das natürlich mal, und was ist hier mit ernsthafter verletzung gemeint, nun habe ich angst, dass ich ihr vershentlich zuwas zugefügt habe,
und das funktionbiert alles bis jetzt nicht, trotzdem jeden abend , sie quasi entscheiden lassen, das sie nicht will und dann einfach komplett auf das zähne putzen verzichten?
aber irgendwann muss man doch einfach wiederund leider sind früchte das einzige gute was sie isst gefühlt, ansonsten aktuell wirklich so super komisch, porridge mit blaubeere, mittags nudeln oder kpommes mit fleisch und ketchup und abends einen quetschi und eine milchschnitte, vielleicht noch ein paar teigstangen, das wars, also das ist echt schwer zu reduzierenDANKE für ihre Hilfe

Sehr geehrte Fragestellerin,
das ist wirklich eine schwierige Situation für Sie. Auch unter Kollegen sind solche Fragen nicht unumstritten. Ich denke, eine gewisse Ausgeglichenheit wäre der richtige Weg. Vielleicht helfen folgende Tipps:

  • Geben Sie Ihrer Tochter die Gelegenheit selbst zu „putzen“. Dabei können spielerische Ansätze eine gute Idee sein. Mit Playbrush habe ich persönlich noch keine Erfahrungen, das Konzept klingt aber sehr lustig. Wahrscheinlich ist es aber eher für etwas ältere Kinder geeignet.
  • Gleichzeitig oder gegenseitig zu putzen ist ebenfalls eine gute Idee. Kinder finden es in der Regel spannend und lustig, wenn sie auch mal den Erwachsenen die Zähne putzen dürfen.
  • Arbeiten Sie mit positiver Verstärkung. Versuchen Sie, das Zähneputzen wieder zu einer positiven Situation umzugestalten. Lob, gut-gemacht-Sticker, Bienchen oder andere Belohnungssysteme funktionieren im Alter Ihrer Tochter bereits sehr gut und zeigen langfristige Ergebnisse. Loben und belohnen Sie, was gut funktioniert.

Ich will hier nicht verschweigen, dass es auch Kollegen gibt, die ein etwas rabiateres Vorgehen empfehlen. Auf dieser Seite habe ich einige Empfehlungen von Zahnärzten gefunden, die zumindest verhindern, dass Verletzungen durch das Zähneputzen entstehen:
https://dentista.de/beruf-und-leben/tipps-service/zaehneputzen-bei-kindern-festhalten-grenzen-setzen-und-andere-herausforderungen/

​Im Wesentlichen geben die Kollegen folgende Tipps:

  • Zähne im Liegen auf weicher Unterlage putzen, der Kopf und die Arme werden zwischen den Beinen fixiert. Diese Position beugt Verletzungen vor.
  • Vorsicht in gewissen Bereichen, z.B. beim Oberlippenbändchen
  • das Nachputzen kurz halten und anschließend Lob und Belohnung nicht vergessen

Woran würden Sie Verletzungen bemerken? Hier brauchen Sie keine Sorge zu haben, unwissentlich etwas verletzt zu haben. Schmerzen oder Blutungen nach dem Zähneputzen wären Ihnen sicherlich aufgefallen.

Letztlich bleibt die Hoffnung, dass auch diese Phase (wie alle schwierigen Phasen im Kleinkindalter) irgendwann wieder vorbei geht und dann wieder angenehmere und kooperativere Zeiten einkehren. Ich wünsche Ihnen viel Geduld und liebevolle Konsequenz bei der Umsetzung der Vorschläge.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Tausend Dank

Sehr gern geschehen, ich hoffe, die Situation bessert sich bald. Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.