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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 592
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
105603447
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Mein Sohn 13 ist ein Frühchen, hat Epilepsie, hat

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Sohn 13 ist ein Frühchen, hat Epilepsie, hat Lungenprobleme, wie Bronchitis, vermindertes Lungenvolumen, hohes Allergiepotential. Jetzt stellt sich die Frage ist er bei Corona ein Risikopatent? Kann hier eine Befreiung vom Präsenzunterricht gestellt werden?
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 13 Jahr männlich keine Medikamente
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Kinderarzt wissen sollte?
Customer: nein
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
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***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
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in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Sehr geehrte Fragesteller,
ich kann gut nachvollziehen, dass Sie sich um die Gesundheit Ihres Sohnes Gedanken machen. Die Krankheiten und gesundheitlichen Belastungen, die Sie angegeben haben, können einen schweren Verlauf von Covid-19 begünstigen. Die Regelungen zur Befreiung vom Präsenzunterricht sind in Deutschland nicht ganz einheitlich, ich rate zu folgendem Vorgehen:

  • erkundigen Sie sich in der Schule, welche Voraussetzungen für die Befreiung vom Präsenzunterricht gelten
  • oft ist ein ärztliches Attest nötig. Auf dem Attest wird bescheinigt, dass bei dem Patienten ein schwerer Krankheitsverlauf wahrscheinlich ist. Eine Angabe von Vorerkrankungen ist aus Datenschutzgründen nicht nötig. Das Attest sollte von einem Arzt ausgestellt werden, der Ihren Sohn und seine Vorgeschichte persönlich kennt.
  • erkundigen Sie sich nach den Alternativen zum Präsenzunterricht, die von der Schule Ihres Sohnes angeboten werden und organisieren Sie, wie der Unterricht zuhause aussehen soll.

Ich hoffe, diese Überlegungen helfen Ihnen schon etwas weiter. Für ein ärztliches Attest muss der Patient persönlich bekannt sein, online ohne weitere Kenntnis der Umstände ist die Ausstellung eines solchen Dokuments leider nicht möglich.
Falls Sie noch Fragen diesbezüglich haben, können Sie mir gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Hallo, ich für die Schule benötige ich ein ärztliches Attest, mein Sohn kann dann am digitalen Unterricht teilnehmen. Nur der Kinderarzt ist sich nicht sicher ob mein Sohn ein Risikopatient ist. Aber ich denke so einfach lässt sich das nicht definieren. Kann außer dem Kinderarzt noch ein Arzt ein Attest ausstellen? Danke

Sehr geehrte Fragesteller,
vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Ich kann gut verstehen, dass Sie um die Gesundheit Ihres Sohnes besorgt sind. Der beste Ansprechpartner für ein solches Attest ist Ihr Kinderarzt, da er Ihren Sohn am besten kennt. Haben Sie sich mit Ihrem Kinderarzt schon einmal darüber unterhalten, warum er so sicher ist, dass Covid-19 bei Ihrem Sohn keinen schweren Verlauf nehmen würde? Es kann natürlich sein, dass er gute Gründe dafür hat, warum er denkt, Ihr Sohn sei kein Risikopatient. Das RKI listet jedenfalls "chronische Lungenerkrankungen" explizit unter den Risikogruppen (auch bei Kindern) auf (Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html).
Natürlich spielen hier viele Faktoren eine Rolle, so dass die Einschätzung nicht trivial ist und nicht einfach nur anhand eines Schlagwortes getroffen werden kann. Wichtige Überlegungen wären:

  • nach wieviel Schwangerschaftswochen kam er zur Welt?
  • wie lange musste er nach der Geburt im Krankenhaus behandelt werden?
  • wie sieht es mit der Lungenfunktion insgesamt aus?
  • wie groß ist aktuell die funktionale Einschränkung durch das verminderte Lungenvolumen? Kann er sich gut sportlich belasten?
  • muss er aktuell Medikamente wegen der Lungenprobleme nehmen?
  • wie häufig hat er Bronchitis (pro Jahr)? Wann war er zuletzt an einer Bronchitis erkrankt?
  • welche Allergien sind bekannt?
  • wurde ein Asthma bronchiale diagnostiziert?

Zudem gilt abzuwägen, ob das Risiko eines schweren Verlaufes die Nachteile der weiteren sozialen Isolation überwiegt. Alles in allem also eine komplexe Entscheidung bei der viel abgewogen werden muss. Wenn Sie mir etwas zu den obigen Fragen schreiben, kann ich Ihnen vielleicht besser erklären, wie der Kinderarzt zu seiner Entscheidung gekommen ist (oder wie Sie mit ihm argumentieren können, damit er vielleicht doch noch ein Attest ausstellt).
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Hallo, vielen Dank, ***** ***** ich sehr gerne.
Mein Sohn wurde in der Woche 31+3 geboren.wurde zu Beginn in der Atmung unterstützt. Er war 6 Wochen Krankenhaus bis wir ihn mit nach Hause nehmen durften. Sein Lungenfunktionstest ist schlecht ausgefallen (ist ein paar Jahre her), er hat ein vermindertes Lungenvolumen. Bronchitis hat er mehrmals im Jahr, die wir aber mit Paryboy zu Hause behandelt haben ohne hier jedes Mal den Kinderarzt zu kontaktieren. Er ist leider nicht sehr sportlich, braucht aber hier kein Medikament. Der Lungenarzt hat uns mal nahegelegt einen Kortisionspray in Betracht zu ziehen davon haben wir bis jetzt Abstand genommen. Wir wollten erst mal sein Wachstum und Entwicklung abwarten und da er nicht unter akuter Atemnot leidet wollten wir sein „auswachsen“abwarten.
Zusätzlich wurde bei ihm Rolando Epilepsie diagnostiziert, die zum Glück seit mehreren Jahren ohne Anfall ist. Hier nimmt er auch keine Medikamente.
Allergien sind unterschiedlich diagnostiziert. Zum einen Hausstaub und Milben, hier haben wir Schoner usw. für sein Bett, zum anderen Birke und grundsätzlich ein hohes Allergiepotential durch den erhöhten IGE Wert im Blut.
Vielen Dank
VG

Sehr geehrte Fragesteller,
vielen Dank für die zusätzlichen Informationen, das hilft mir die Situation etwas besser zu verstehen. Aus Ihren Angaben sehe ich folgende Gründe, warum Ihr Kinderarzt Ihren Sohn eher nicht in eine Risikogruppe einordnen würde:

  • er benötigt keine Dauermedikamente
  • die Bronchitis tritt zwar mehrmals pro Jahr auf, lässt sich aber mit Heiminhalationen ohne größere Probleme kontrollieren und benötigt keine Notfallversorgung
  • die Epilepsie ist insgesamt gutartig und bereits mehrere Jahre ohne Anfall. Eine Epilepsie wäre kein Risikofaktor für einen schweren Covid-19 Verlauf
  • die Allergien kommen zwar als Auslöser einer Bronchitis in Frage, sind aber insgesamt nicht so schwer ausgeprägt, dass hier ein erhöhtes Risiko vermutet werden müsste

Sehr wahrscheinlich hat Ihr Kinderarzt deshalb eingeschätzt, dass bei Ihrem Sohn ein schwerer Krankheitsverlauf im Falle einer Coronavirus-Infektion nicht anzunehmen ist. Falls Sie anderer Meinung sind können Sie nochmal versuchen mit Ihrem Kinderarzt zu reden. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  • schildern Sie genau, wie häufig und wie schwer die Atemwegsprobleme Ihres Sohnes sind. Beschreiben Sie Symptome wie Kurzatmigkeit, pfeifende Atmung und Erschöpfung (falls solche aufgetreten sind)
  • nehmen Sie den letzten Lungenfunktionstest mit und besprechen Sie die Werte nochmal
  • erzählen Sie, dass Ihnen vom Lungenarzt zu einem Kortisonspray geraten wurde
  • schildern Sie die Sorgen, die Sie sich als Eltern um Ihr Kind machen
  • fragen Sie direkt, was Ihren Kinderarzt so sicher macht, dass eine Covid-19 Erkrankung bei Ihrem Sohn keinen schweren Verlauf nehmen würde

Entweder kann Sie Ihr Kinderarzt dann vielleicht doch überzeugen, dass Ihr Sohn nicht zur Risikogruppe gehört, oder er stellt Ihnen dann ein Attest aus.

Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen etwas weiter. Falls Sie noch Fragen zum Thema haben, können Sie mir gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 592
Erfahrung: FA für Kinder- und Jugendmedizin
Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank für die gute Bewertung!