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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 525
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Mein kleinkind hat fast jeden Tag 37.9 Körpertemperatur, und

Diese Antwort wurde bewertet:

mein kleinkind hat fast jeden Tag 37.9 Körpertemperatur, und bei einer Untersuchung ist festgestellt worden das er zu niedrige immunglobuline igg, iga hat. Laut Arzt sollen wir in einem dreiviertel Jahr wieder Blut abnehmen, und das alles so hin nehmen. Bitte um Antwort. Glg vielen Dank

Das Kind ist 14. Monate, ein Junge und nimmt momentan keine Medikamente

Er hatte mit 9 Wochen eine hwi, ein paar Wochen später noch einmal, und schon 1mal Lungenentzündung, und ganz ganz viele Bronchitis, wir waren bereits 4*stationär, und vor kurzem hatte er einen herpesvirus, und dann hat er auf der rechten Seite vom Hals einen für mich sehr großen lymphknoten.

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
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Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
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Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
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in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Vielen Dank, ***** ***** hoffe ich bekomme noch eine Antwort, die mir auch als Mutter mal ein wenig weiter hilft. Glg

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Sehr geehrte Fragestellerin,

es tut mir sehr leid, dass Sie solche Probleme mit Ihrem Kleinen haben. Ich kann mir vorstellen, dass die häufigen Erkrankungen eine große Belastung für alle Beteiligten sind und bei Ihnen einige Sorge verursachen. Ich habe noch einige Fragen, damit ich die Situation besser einschätzen kann:

  • Wie groß und schwer ist Ihr Sohn aktuell? Wann wurde er geboren (Monat/Jahr)?
  • War zu den U-Untersuchungen irgendetwas aufgefallen?
  • Wie ist seine Entwicklung bisher verlaufen?
  • Wie sieht es mit den Impfungen aus?

Ihre Antworten helfen mir, Sie besser zu beraten.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Guten Morgen, mein Sohn ist in etwa 77 cm und wiegt 1060, und nein bei der Mutter Kind Untersuchung ist ansonsten nichts aufgefallen, und die Impfungen haben wir laut Plan und wie es sein Zustand zugelassen hat alle normal geimpft, da er ja schon das 4mal Antibiotika hatte, und ich kann gar nicht sagen wie oft wir im Winter sultanol inhaliert haben. Und ich hab ihnen den eine labor mitgesendet. Vielen Dank. Glg

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für die zusätzlichen Informationen und Ihre Geduld. Es freut mich zu hören, dass Ihr Sohn sich bisher gut entwickelt hat und Sie auch auf die Impfungen geachtet haben. Ich habe mir mal die Laborwerte genau angesehen. Ihr Kinderarzt hat in den Laboruntersuchungen festgestellt, dass Ihr Kleiner eine leicht verminderte Bildung von einigen Immunglobulinen zeigt (IgG, IgA, IgG2). Die Veränderungen sind nur leicht, es werden durchaus Immunglobuline gebildet und es ist gut möglich, dass sich diese Auffälligkeiten mit der Zeit verlieren. Diese Beobachtung könnte allerdings eine Erklärung für die häufigen Infektionen sein. Es gibt allerdings noch andere Faktoren, die hier einen Einfluss haben können. Dazu noch einige Fragen:

  • Sind in der Familie Allergien, Asthma oder Neurodermitis bekannt?
  • Wurde bei Ihrem Sohn einmal eine Infektion mit RS-Virus oder eine Bronchiolitis festgestellt?
  • In welcher Schwangerschaftswoche wurde er geboren, wie war sein Geburtsgewicht?
  • Gibt es in Ihrer Familie jemand, der Zigaretten raucht?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Hallo vielen Dank ***** *****ür die Antwort, als Mutter eines Kindes das dauernd nur krank ist, da wird man echt verzweifelt und man denkt man macht irgendwas falsch, aber wir achten wirklich auf die Hygiene und auch das wir uns nicht mit Menschen maßen aufhalten, ich bin die einzige mit einer propolis allergie, ansonsten kein asthma oder neurodermitis,
Er hatte den Rs Virus nicht, und ober bronchiolitis hatte, kann ich nicht genau sagen, da er von Oktober bis März Dauer krank war, und entweder anthibothika bekommen hat, oder sultanol.
Er ist 38+3 geboren und sein Gewicht war bei 3330 gramm, und es gibt in unserem Haushalt keine Raucher.
Und das er immer eine Temperatur von 37.8-38 hat kann ja auch nicht normal sein. Oder.
Glg vielen Dank Bettina

Vielen Dank für die weiteren Informationen. Ich kann gut verstehen, dass die vielen Infektionen eine echte Herausforderung sind. Ich melde mich bis zum frühen Nachmittag mit einer ausführlichen Antwort zu diesem Thema. Vielen Dank für Ihre Geduld.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Vielen vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Und gestern waren wir wieder beim Arzt und jetzt hat er einen pilz im Mund, ich wasch und reinige die Fläschchen und zuzis genau, ich versteh es wirklich nicht mehr.

Sehr geehrte Fragestellerin,
zwei Faktoren habe ich gestern noch außer acht gelassen:

  1. der Kontakt zu anderen Kindern. Besonders die ersten Monate in einer Kinderbetreuungseinrichtung führen bei vielen Kindern zu sehr häufigen Infekten.
  2. Im Winterhalbjahr treten häufiger Atemwegsinfekte auf, da viele Viren bei kühlen Außentemperaturen leichter übertragen werden können.

Ich bin mir sicher, dass Sie alles unternehmen, um Ihren Kleinen vor Infektionen zu schützen. Die Laborergebnisse zeigen, dass die häufigen Infektionen nicht daran liegen, dass Sie etwas falsch machen, sondern dass sein Immunsystem (noch) nicht so gut funktioniert, wie es sollte.

Was bedeutet es, wenn zu niedrige Immunglobine festgestellt werden?
Immunglobuline gehören zu den wirksamsten Waffen, die unser Körper gegen Eindringlinge besitzt. Man könnte sie als körpereigene "Medikamente" bezeichnen, die ganz gezielt Krankheitserreger abwehren. Kommt unser Körper zum ersten Mal mit einem neuen Krankheitserreger in Kontakt, springt das Immunsystem an und produziert Antikörper (Immunglobuline) gegen diese Krankheitserreger. Die Antikörper führen dazu, dass die Krankheitserreger vom Körper schnell und effektiv beseitigt werden können. Es gibt verschiedene Klassen und Unterklassen (IgG, IgM, IgA, IgE) mit unterschiedlichen Aufgaben.

  • IgM: sind die Antikörper der ersten Verteidigung. Sie werden sehr schnell produziert, sind aber noch nicht immer so wirksam
  • IgG: sind die hochspezialisierten Antikörper, die auch einen langanhaltenden Schutz gegen bestimmte Krankheitserreger bilden.
  • IgA: sind besondere Antikörper, die besonders auf Schleimhäuten und im Darm vorkommen.
  • IgE: diese Antikörper spielen in der Abwehr von Parasiten und bei Allergien eine Rolle.

Bis zum Alter von 9 Monaten war er noch durch die Antikörper geschützt, die er während der Schwangerschaft von Ihnen erhalten hatte. Die mütterlichen Antikörper gehen über die Plazenta in den Körper des ungeborenen Babys über und vermitteln den sogenannten "Nestschutz". Dieser beginnt ab einem Alter von 3 Monaten nachzulassen und ist bis zum Ende des ersten Lebensjahrs ganz verschwunden.
Wie sollten Sie mit der Information umgehen, dass bei Ihrem Kleinen zu wenig Immunglobuline (Antikörper) festgestellt wurden? Leider gibt es keine spezielle Therapie, die die Immunglobuline im Körper einfach ersetzen könnte. Folgende Maßnahmen sind empfehlenswert:

  • Einhalten einer guten Hygiene. Dazu gehört das Reinigen und abkochen von Fläschchen und Saugern, regelmäßiges Händewaschen von Bezugspersonen (z.B. vor der Essenszubereitung, vor dem Füttern und nach dem Windelwechseln). Allerdings darf das Desinfizieren und Waschen auch nicht übertrieben werden. Eine komplett keimfreie Umgebung ist für den Körper auch schädlich und kann das Risiko für schwere Erkrankungen langfristig erhöhen. Sein Immunsystem ist ja nicht komplett funktionsuntüchtig, sondern zeigt lediglich in Teilbereichen leichte Einschränkungen. Eine Auseinandersetzung mit Krankheitserregern in vernünftigem Rahmen hilft dem Immunsystem zu reifen.
  • Schnelles Reagieren bei Krankheitszeichen. Wenn Ihr Kleiner z.B. Fieber (Körpertemperatur > 38°C) oder Atembeschwerden, Durchfall oder andere Krankheitszeichen zeigt, sollten Sie zügig den Arzt aufsuchen. Da er ein erhöhtes Risiko für bakterielle Infektionen hat, werden öfter als bei anderen Kindern antibiotische Behandlungen notwendig sein.
  • Einige Kinder profitieren von prophylaktischen Gaben von Antibiotika. Da bei Ihrem Sohn in letzter Zeit weniger bakterielle Infektionen aufgetreten sind, denke ich, dass man mit so einer Maßnahme (die ja auch nicht nebenwirkungsfrei ist) noch warten kann. Beachten Sie bitte, dass auch ansonsten gesunde Kinder gerade in den ersten Lebensjahren bis zu 12 Atemwegsinfekte haben können. Eine Herpesviruserkrankung machen auch nahezu alle Kinder einmal in Ihrem Leben durch. Gegen virale Infekte helfen Antibiotika leider nicht.
  • In speziellen Fällen kann auch eine Therapie mit Immunglobulinen begonnen werden. Dabei werden Immunglobuline verwendet, die aus Blutspenden gewonnen wurden. Diese Immunglobuline, die über eine Infusion im Krankenhaus gegeben werden, vermitteln eine allgemeine Immunität ähnlich dem Nestschutz, den Kinder während der Schwangerschaft erhalten. Die Therapie ist nicht nebenwirkungsfrei und muss regelmäßig wiederholt werden. Sie ist daher nur für sehr schwere Fälle empfehlenswert.
  • Wenn sich der Mangel an Immunglobulinen weiter bestätigt, sollte auch überlegt werden, ob die bisherige Impfantwort ausreichend ist. Manche Kinder brauchen zusätzliche Booster-Impfungen, um einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen.

In Ihrem Fall halte ich das von Ihrem Arzt vorgeschlagene Vorgehen durchaus für einen guten Plan. Es ist bekannt, dass die Infekthäufigkeit im Sommer abnimmt. Durch die Quarantäne-Maßnahmen ist ja auch der Kontakt zu anderen Personen auf ein Minimum begrenzt. Vor dem Beginn des Winterhalbjahres kann dann nochmal eine Kontrolle der Blutwerte erfolgen, um zu sehen, wie sich sein Immunsystem entwickelt. Es ist durchaus möglich, dass sich die Werte verbessern und Ihr Sohn mit der Zeit nicht mehr so anfällig für Erkrankungen ist.
Wie sind die Temperaturmessungen zu werten?
Im Allgemeinen wird eine Temperatur von 37°C als "normal" angesehen. Die Temperaturregulation im Körper ist aber um einiges komplexer. Bei sehr kleinen Kindern sind etwas höhere Werte für die Körpertemperatur normal. Auch gibt es individuelle Unterschiede. Körperliche Aktivität, Kleidung und Tageszeit beeinflussen die Körpertemperatur ebenfalls. Abends haben wir zum Beispiel eine Körpertemperatur, die ca. 0,5°C über der Temperatur am Morgen liegt. Wenn Ihr Sohn bei offensichtlichem Wohlbefinden eine Körpertemperatur zwischen 37,5°C und 38,0°C hat, kann also durchaus alles in Ordnung sein. Über 38,0°C sollte allerdings überlegt werden, ob es nicht doch einen Auslöser für die erhöhten Körpertemperaturen gibt.

Abschließend kann ich noch sagen: eine Pilzinfektion im Mund (Mundsoor) ist recht häufig bei Kindern. Es gibt einen Zusammenhang zur Therapie mit Antibiotika (diese erhöhen das Risiko), da die letzte antibiotische Therapie aber mehrere Monate zurück liegt, halte ich einen Zusammenhang hier für nicht wahrscheinlich. Es ist nicht auszuschließen, dass der Mangel an Immunglobulinen bei Ihrem Sohn hier die Infektion begünstigt hat, allerdings treten solche Infektionen auch bei ansonsten gesunden Kindern auf.
Ich hoffe, diese Erklärungen helfen Ihnen etwas weiter. Wenn noch etwas unklar ist, oder Sie spezielle Nachfragen haben, können Sie mir natürlich gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 525
Erfahrung: FA für Kinder- und Jugendmedizin
Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen vielen Dank für Erklärung, ja es ist jetzt ein wenig verständlicher für mich geworden, und wir warten jetzt wirklich mal ab, was noch kommt, und naja das letzte anthibothika hat er beim herpesvirus bekommen, das war ende Mai anfang Juni. Und das mit der Temperatur hat eh mein Kinderarzt auch gemeint, es gibt durchaus Kinder die immer ein wenig höhere Temperatur haben. Vielen Dank ***** *****ür die tolle Erklärung, aber man liest so viel und man denkt einfach es will einem keiner verstehen, aber wir Mütter machen uns halt immer Sorgen. Glg Bettina ich wünsche ihnen ein schönes Wochenende.

Vielen Dank für die gute Bewertung. Es freut mich sehr, dass Ihnen meine Erklärung etwas weitergeholfen hat. Wenn noch Fragen aufkommen, können Sie mir gerne schreiben. Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass Ihr Kleiner bald aus diesen Problemen herauswächst.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger