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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 486
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Hallo. Meine Tochter (12 Monate alt) wurde letzten Montag

Kundenfrage

Hallo. Meine Tochter (12 Monate alt) wurde letzten Montag gegen MMR+Varizellen geimpft. Seit Freitag fiebert sie. Heute war ich beim Arzt mit ihr weil mir dieses langanhaltende Fieber komisch vorkommt, man konnte keine Ursache finden, ich sollte morgen früh sicherhaltshalber Urin abgeben. Da sich ihr Zustand nachmittags wieder verschlechterte, das Fieber wieder höher wurde und sie die Nahrungsaufnahme verweigerte, fuhr ich mit ihr zur Notfallpraxis. Diese untersuchte den Urin, welcher o.B. war und konnte ebenso keine Ursache feststellen und entließ mich mit den Worten das ganze noch vor dem Wochenende abklären zu lassen. Was raten Sie mir bzw. haben Sie eine Idee was mit meiner Tochter nicht stimmen könnte? Das Fieber schwankt auch total, an manchen Tagen dachte ich jetzt hat sie es überstanden und dann wird es plötzlich wieder ganz schlimm.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 12 Monate, weiblich, aktuell Paracetamol zum Fieber senken
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Kinderarzt wissen sollte?
Customer: Nein
Gepostet: vor 15 Tagen.
Kategorie: Kindermedizin
Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrte Fragesteller,

es tut mir sehr leid, dass es Ihre Tochter gerade so krank ist. Gerade, wenn das Fieber so lange geht oder immer wieder kommt, ist das eine sehr belastende Situation für die ganze Familie. Natürlich kann ich über das Internet hier keine Diagnose stellen, ich kann aber vielleicht einige Zusammenhänge erläutern und Tipps zum weiteren Vorgehen geben. Dazu hätte ich zunächst einige Fragen an Sie:

  • Wie groß und schwer ist Ihre Tochter aktuell? Wann wurde sie geboren?
  • Welche Beschwerden haben Sie außer dem Fieber bemerkt? Sind Ihnen zum Beispiel eine laufende Nase, Husten oder Durchfall aufgefallen? Haben Sie einen Hautausschlag bemerkt? Weint Ihre Tochter vermehrt, was vielleicht auf Schmerzen hindeuten könnte? Alles, was Sie an Auffälligkeiten bemerken, kann ein wertvoller Hinweis sein.
  • Wie klappt es mit der Flüssigkeitsaufnahme? Trinkt Ihre Tochter gut? Welche Flüssigkeiten trinkt sie?
  • Haben Sie Auffälligkeiten bei der Atmung bemerkt? Zum Beispiel eine sehr schnelle oder angestrengte Atmung?
  • Was für einen Gesamteindruck haben Sie von Ihrer Tochter? Wirkt sie durchgehend schwer krank oder hat sie Phasen, wo es ihr ganz gut geht?
  • Haben Sie außer Paracetamol noch andere Medikamente gegeben? Wie häufig und wie viel Paracetamol haben Sie gegeben?

Ihre Antworten helfen mir, Sie besser zu beraten.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Unsere Tochter ist 74 cm groß und wiegt 9000 g
Sie hatte außer des Fiebers keinerlei Beschwerden, lediglich einen leichten Impfmasern Ausschlag am ersten Tag des Fiebers.
Sie trinkt relativ gut. Ich biete ihr insbesondere seit sie so fiebert ständig ihr Getränk an. Sie trinkt Wasser mit einem Schuss Fruchtsaft.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Der Gesamteindruck wechselt. Ist das Fieber mal wieder sehr niedrig geht es ihr gut, steigt es wieder an ist sie weinerlich
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ich habe einmalig Nurofen verabreicht, an einem Tag wo das Fieber durch Paracetamol kaum zu senken war. Ich hatte aber den Eindruck dass sie Nurofen vom Darm nicht gut verträgt, sie hatte kurz danach mehrfach Stuhlgang.Paracetamol gebe ich mur wenn das Fieber über 39 steigt, was nur die ersten 3 tage der Fall war. Seitdem gebe ich nur eines zur Nacht
Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrte Fragesteller,
vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Ihre Kleine hat ein gutes Gewicht und eine gute Größe für ihr Alter. Es ist sehr gut, dass sie viel trinkt, Wasser ist sehr gut geeignet und darf auch gerne mit einem Schuss Fruchtsaft aufgepeppt werden. In den meisten Fällen ist die Ursache für das Fieber ein viraler Infekt. Im Falle Ihrer Tochter wären auch noch die Impfmasern denkbar, gerade weil sie am ersten Tag einen dazu passenden Ausschlag gezeigt hat. Normalerweise klingt das Fieber bei Impfmasern innerhalb von 1-3 Tagen wieder ab, in seltenen Fällen wäre ein etwas längerer Verlauf aber auch nicht ausgeschlossen.

In jedem Fall wichtig, ist es gefährlichere Ursachen des Fiebers auszuschließen. Dazu gehören:

  • Lungenentzündung
  • Harnwegsinfekt
  • Hirnhautentzündung
  • Mittelohrentzündung
  • Mandelentzündung

Dazu waren Sie gestern zweimal beim Arzt, der Urin wurde untersucht (und damit eine Harnwegsinfektion ausgeschlossen). Die anderen Erkrankungen werden durch eine gründliche körperliche Untersuchung durch einen Arzt ausgeschlossen. Sie dürfen also davon ausgehen, dass die beiden Ärzte keinen Anhalt für eine der obigen Erkrankungen bei Ihrer Tochter gesehen haben.

Fieber an sich gehört zu unserer Körperabwehr und hat durchaus positive Effekte. Krankheitserreger können sich schlechter vermehren und das Immunsystem arbeitet schneller. Im Falle einer Impfung steigt durch Fieber die Immunreaktion und die Wirksamkeit der Impfung. Die leichte Körpertemperaturerhöhung von 1,0-3,5°C bei Fieber wird vom Körper ebenso streng kontrolliert wie unsere normale Körpertemperatur. Es kommt nicht zu einem unkontrollierten "Überhitzen". Die Gabe von Paracetamol oder Ibuprofen ist sinnvoll, weil sie die Beschwerden etwas lindern und die Kinder sich besser fühlen. Das Fieber mit diesen Medikamenten zu "kontrollieren" ist nicht nötig, das regelt der Körper auch ganz alleine sehr gut.

Im Falle Ihrer Tochter sieht also alles nach einem harmlosen Virusinfekt aus, die (übrigens nicht ansteckenden) Impfmasern können auch mit in Betracht gezogen werden. Wichtig ist vor allem darauf zu achten, ob es irgendwelche Warnzeichen für Komplikationen gibt. Dazu gehören:

  • eine plötzliche Verschlechterung des Krankheitszustands, starkes Krankheitsgefühl, Lethargie (normal ist dagegen, dass sie bei Fieber etwas weinerlicher ist)
  • Atembeschwerden: eine schnelle, angestrengte Atmung, das Auftreten von ungewöhnlichen Atemgeräuschen wie Pfeifen oder Brummen
  • Probleme mit dem Trinken, ihre Tochter verweigert die Aufnahme von Flüssigkeit oder ist zu schwach um ausreichend zu trinken

Wie geht es Ihrer Tochter heute? Fiebert sie weiter? Wie hoch war die Körpertemperatur?

Falls Ihre Tochter weiter fiebert würde ich Ihnen raten, Sie spätestens morgen nochmal beim Kinderarzt vorzustellen, damit nochmals eine gründliche Untersuchung erfolgen kann und sichergestellt wird, dass es tatsächlich keine schwerere Ursache für das Fieber gibt. Ich hoffe, diese Erklärungen und Tipps helfen Ihnen schon mal etwas weiter. Wenn Sie noch Fragen zum Thema haben, können Sie mir natürlich gerne hier ohne weitere Kosten schreiben.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Herzlichen Dank für diese ausführliche Erklärung.
Heute hatte sie tatsächlich bisher kein Fieber, nicht einmal erhöhte Temperatur. Der höchste Wert den ich messen konnte lag bei 37,2. Ich hoffe, dass es so bleibt und es endgültig überstanden ist. Leidergab esauch Tage an denen ich dachte jetzt ist es vorbei und dann war nach dem Mittagsschlaf schon wieder Fieber da. Aber ich bin jetzt erstmal guter Dinge, sie war heute wieder lieb, fröhlich und ausgeglichen, so wie ich sie eigentlich auch kenne.
Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 14 Tagen.

Sehr gern geschehen. Das sind ja gute Nachrichten! Ich hoffe auch, dass sie jetzt über den Berg ist. Wenn das Fieber nochmal auftaucht können wir gerne schreiben. Alles Gute für Sie!
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger