So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Manuel Metzger.
Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 456
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
105603447
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Kindermedizin hier ein
Manuel Metzger ist jetzt online.

Hallo Herr Doktor wir hatten das Thema hier ja nun leider

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Herr Doktor
wir hatten das Thema hier ja nun leider schonmal, aber da sich die Lage nun zuspitzt, noch eine andere Frage.
Ende April hätte meine Tochter ihre U7 und die 2 mmr Impfung, kurz vor ihrem 2 Geburtstag, somit beides noch im Rahmen für die gesetzliche Frist für die U7, sowie die Empfehlung für die 2 mmr.Wir wohnen bei Hamburg und hier wird es aktuell halt schlimm, habe nun nochmal mit der Praxis telefoniert. Es wird versucht kranke von gesunden zu trennen, aber die kranken sind von 8- 10 immer in der Praxis, um 10 haben wir den Termin, sind es viele Kranke, überschneidet es sich also und die Hygiene ist halt so schon arg doof da und diese Regelung ( wer den Verdacht hat infiziert zu sein soll vorher anrufen, bzw nicht in die Praxis kommen)gibt es dort auch weiterhin nicht .Ich habe dann noch beim Landesamt angerufen, bezüglich der U7.
Ich kann das verschieben, bzw die Frist verlängern und das tun auch tatsächlich viele sagt er.
Nun aber zu der Impfung. Da wäre die letzte mmr dran gewesen. im 24 Monat. Im Mai ist sie 2. Ich denke der Termin wäre dann im Juni/Juli, also knapp 2 Monate später.
Man machte mir nun Angst, dass die Nebenwirkungen schlimmer werden und die Impfungen schlechter vertragen werden, je später man impft.Die Meningokokken wollen wir dann nochmal 3 bis 4 Wochen nach der MMR machen.Stimmt diese These.Zudem hatten wir doch Probleme mit der Atmung meiner Tochter nach der letzten 6fach und Pneumokokken Impfung, atmefrequent von 40 bis 60 über die ganze Nacht ohne Fieber.Ist sowas auch bei der letzten MMR zu befürchten.Ich glaube die erste hatte sie mit 11 Monaten, aber das kann ich nochmal nachgucken, wäre also etwas über 1 Jahr abstand zur 1 Impfung.Herzliche Grüße

Liebe Fragestellerin,

vielen Dank für Ihr Vertrauen, ich denke in der nächsten Stunde kann ich Ihnen dazu etwas schreiben.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. med. M. Metzger

Vielen Dank für Ihre Geduld. Ich kann gut verstehen, dass Sie in der aktuellen Situation Ihre Routine-Arzt-Termine überdenken.

Die Überlegung der Kinderarztpraxis die Vorsorge-Sprechstunde direkt im Anschluss an die Akutsprechstunde anzuschließen gefällt mir auch nicht. So kann keine Reinigung des Wartezimmers stattfinden und es besteht tatsächlich die Gefahr sich mit während der Wartezeit eine Infektion einzufangen. Die U-Untersuchung zu verschieben und die Frist zu verlängern ist da tatsächlich eine gute Option.

Jetzt zur Frage mit den Impfungen:

Die Information zu weniger Nebenwirkungen bezog sich auf die erste Impfung. Hier gab es vor einigen Jahren eine Kohortenstudie in den USA (wo übrigens die zweite Impfung erst im Alter von 4-6 Jahren gegeben wird). Kinder, die früher geimpft wurden (um das erste Lebensjahr) hatten im Vergleich leicht weniger Nebenwirkungen (Fieber, Fieberkrämpfe) als Kinder die um das zweite Lebensjahr zum ersten Mal geimpft wurden. Der Effekt ist absolut gesehen aber sehr klein (4 von 10.000 bei früher Impfung, 9 von 10.000 bei später Impfung). Hier ein Link zur Studie https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24126936.

Die zweite MMR wird in der Regel besser und nebenwirkungsärmer vertragen als die erste MMR. Der Körper hat ja bereits Kontakt mit den Impfviren gehabt und kann so schneller und effizienter reagieren. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass sie ca. einer Woche nochmal etwas Fieber entwickelt oder eine Rötung an der Einstichstelle auftritt. Es ist aber ingesamt weniger wahrscheinlich als bei der ersten Impfung.

Die Meningokokken-Impfung kann dann entweder zeitgleich mit der MMR-Impfung oder ab 4 Wochen nach der zweiten MMR-Impfung gegeben werden. Da es sich um einen Tot-Impfstoff handelt, treten nur selten Nebenwirkungen auf.

Ich hoffe, diese Informationen helfen Ihnen etwas weiter. Sie können natürlich wie immer gerne themenbezogene Nachfragen stellen, falls noch etwas unklar ist.

Herzliche Grüße und alles Gute für Ihre Familie,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Besser erklärt geht es nicht :) dann kann ich nun guten Gewissens versuchen den Termin zu verschieben.
Herzlichen Dank und bleiben Sie gesund

Das freut mich sehr, vielen Dank für die gute Bewertung!