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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 402
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Unser Sohn (fast 11 Monate) hat seit ein paar Wochen sehr

Diese Antwort wurde bewertet:

Unser Sohn (fast 11 Monate) hat seit ein paar Wochen sehr weichen Stuhl! Es passiert öfter, dass er gebadet und komplett umgezogen werden muss! Er trinkt derzeit Hipp Bio 1 (235ml am Morgen), isst Obst-Getreidebrei am Vormittag, einen Gemüse-Fleisch-Brei auch vegetarisch zu Mittag, am Nachmittag eine Milch-Getreidebrei (mit Säuglingsmilch) und abends trinkt er ein Gute-Nacht-Fläschchen von Hipp ab 10 Monaten - 200 ml) oft trinkt er auch zu den Mahlzeiten noch 100 ml Hipp Bio 1! Er isst leider nur Gläschen, die Familienkost spuckt er meist aus) extrem stückiges mag er auch nicht! Manchmal isst er abends ein bisschen Butterbrot! In der Nacht hat er oft Blähungen! Er wiegt derzeit 9.100g, ist ca. 75 cm groß! Was können wir machen, müssen wir zum Arzt? Lg

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihr Vertrauen. Ich bin gerade noch am Arbeiten, melde mich aber so schnell es geht mit einer ausführlicheren Antwort.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Ich kann verstehen, dass Sie wegen des weichen Stuhlgangs etwas besorgt sind. Gerade wenn er komplett gebadet und umgezogen werden muss, klingt das auch recht anstrengend. Grundsätzlich gibt es für Stuhlmenge und Konsistenz einen breiten Bereich des Normalen, es muss also nicht unbedingt etwas Krankhaftes hinter den weichen Stuhlmengen stehen.

Größe und Gewicht sind auf jeden Fall für sein Alter sehr gut. Sie haben schon sehr gut die Beikost etabliert, lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn er die Familienkost öfter mal ausspuckt, es kann viele Versuche erfordern, bevor Nahrungsmittel von Kindern zuverlässig angenommen werden.

Jetzt habe ich noch einige Fragen, um die Situation etwas besser einschätzen zu können:

  • Wieviel Milch und Flüssignahrung trinkt er durchschnittlich pro Tag?
  • Bieten Sie auch Wasser oder andere Flüssigkeiten an? Wieviel trinkt er davon?
  • Wie häufig hat er Stuhlgang pro Tag?
  • Haben Sie Blut oder Schleim im Stuhl bemerkt?
  • Welche Konsistenz hat der Stuhl: wässrig, breiig, cremig oder teigig?
  • Ist der Stuhl sehr klebrig oder übelriechend?
  • Welche Beschwerden hat er nachts wegen der Blähungen?

Ihre Antworten helfen mir, Sie besser zu beraten.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Er trinkt ca 900ml Säuglingsnahrung und Wasser (er trinkt nur diese 2 Flüssigkeiten)Meistens hat er 1-2 mal Stuhlgang am TagKein Blut oder SchleimDie Konsistenz ist wässrig bis breiig! Er ist auch oft klebrig und ist schwer mit Feuchtüchern zu entfernen! Es sind auch Flöckchen des Getreides zu erkennen, welche sehr am Hintern kleben! Wir waschen ihn daher meist am Bidet oder nehmen Mandelöl dazu!Er wacht oft auf und rollt durchs ganze Bett! Wälzt sich hin und her und er pupst viel!Lg

Liebe Fragestellerin,

vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Die Häufigkeit von 1-2 Mal Stuhlgang pro Tag klingt ganz normal. Es ist auch sehr gut, dass Sie kein Blut oder schleimige Beimengungen bemerkt haben. Die Konsistenz und Menge sehe ich aber auch als ungewöhnlich an. Er trinkt ingesamt recht viel Flüssigkeit, was vielleicht zu den dünnen Stühlen beitragen könnte. Kinder im Alter Ihre Sohnes haben einen Flüssigkeitsbedarf von ca. 1000 ml Wasser pro Tag. Da allerdings auch in den Breien ein großer Wasseranteil "versteckt" ist, sind es nur ca. 400-500 ml Flüssigkeit, die die Kinder brauchen, um Ihren Bedarf zu stillen. Vielleicht können Sie hier die angebotenen Mengen gerade nach dem Essen etwas reduzieren.

Wann sollten Sie sich beim Arzt vorstellen?

  • Bei Gewichtsabnahme oder ausbleibender Zunahme (er sollte pro Monat ca. 300-400 g zulegen)
  • Bei Verschlechterung der Beschwerden, z.B. Zunahme der Häufigkeit der wässrig, breiigen Stühle
  • Bei Auftreten von Erbrechen
  • Er schlapp oder lethargisch wirkt oder ingesamt einen blassen, kranken Eindruck macht
  • Bei ausbleibender Besserung der Beschwerden. Die klebrige Konsistenz könnte für eine Verdauungsstörung sprechen, die durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen werden sollte. Konkret sollte an das Vorliegen einer Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit) gedacht werden und eine entsprechende Blutuntersuchung durchgeführt werden.

In jedem Fall dürfte ja bald wieder eine Vorsorge-Untersuchung anstehen. Falls sich die Beschwerden bis dahin nicht gebessert haben, sollten Sie spätestens dort das Thema dort unbedingt ansprechen. Erwähnen Sie auch, dass er vor einigen Monaten bei Einführung der Beikost ein Problem mit Verstopfung hatte und aktuell viele Blähungen, das sind wichtige Informationen.

Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen etwas weiter. Wenn noch Fragen zu diesem Thema bestehen, können Sie mir wie immer gerne hier schreiben.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ok, ich werde es versuchen, jedoch deutet er immer deutlich auf seinen Wasserbecher oder das Fläschchen und ich dachte eigentlich, dass Flüssigkeit nie schaden kann! Ich hoffe es liegt keine Zölliakie vor - das wäre für ein Kind wirklich blöd! Die nächste Untersuchung steht erst am 12.03. an kann ich bis dahin warten? Er ist sonst gut drauf und sehr aktiv! Lg

Ja, Flüssigkeit an sich schadet ja auch nicht. Manche Kinder trinken aber so gerne, dass sie sehr viel Urin ausscheiden und manchmal auch etwas dünnere Stühle haben. Das ist oft eine Gewohnheitsfrage und vielleicht können Sie dabei etwas regulierend eingreifen. Natürlich soll er weiter etwas zu trinken angeboten bekommen, wenn er Durst hat. Vielleicht können Sie gerade zu den Mahlzeiten bevorzugt Wasser anbieten. Viele Kinder trinken auch besonders gerne ihre Milch, einfach weil sie Ihnen so gut schmeckt. Da kann es auch mal sein, dass sie tendenziell zu viel trinken.

Wenn die Beschwerden sich mit diesen Maßnahmen tendenziell verbessern, wäre die Vorstellung im März ausreichend, gerade wenn er insgesamt gut drauf und aktiv ist. Falls die Beschwerden sich nicht bessern, sie vielleicht sogar zunehmen oder andere Beschwerden auftreten, empfehle ich Ihnen, sich schon früher beim Kinderarzt vorzustellen.

Für eine Zöliakie spricht ja im Moment recht wenig, er wächst gut und macht nach Ihrer Beschreibung einen guten Gesamteindruck. Es sollte nur der Sicherheit halber daran gedacht und diese Erkrankung ausgeschlossen werden, falls die Beschwerden anhalten und Sie sich beim Arzt vorstellen.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ich weiß, dass Sie eigentlich von der Umstellung der Milch von Pre auf 1 abraten, jedoch braucht er seitdem nachts kein Fläschchen mehr! Meinen Sie, dass er vielleicht zuviel Getreide bekommt? Auch das Gute-Nacht-Fläschchen ist ein Milch-Getreide-Brei! Soll ich wieder zur Pre wechseln? Bei der 2er-Nahrung steht ohne Stärke drauf (Ideal in der Beikostzeit)! Lg

Dazu kann ich Ihnen gerne noch etwas sagen: abraten ist vielleicht ein zu hartes Wort, ernährungstechnisch ist die 1er Nahrung einfach nicht notwendig. In vielen Ländern der Welt ist sie auch gar nicht zu erhalten (da heißt dann die Pre-Nahrung einfach 1er-Nahrung). Allerdings kann die enthaltene Stärke ein Vorteil sein, da viele die Kinder damit ein längeres Sättigungsgefühl verspüren. Das scheint ja auch bei Ihrem Kleinen der Fall zu sein. Der Energiegehalt unterscheidet sich nicht wesentlich, Kinder werden also mit 1er-Milch nicht dicker.

Das Gute-Nacht-Fläschchen ist im Prinzip ein flüssiger Milch-Getreide-Brei und entspricht damit auch den Ernährungsempfehlungen für sein Alter.

2er oder 3er Nahrung sind nicht nötig. Bis zum Alter von einem Jahr kann noch Pre-Milch gegeben werden, aber dem Alter von einem Jahr kann auch die energieärmere Kuhmilch verwendet werden, da braucht es dann keine Säuglingsmilch mehr.

Getreide ist ein hochwertiger Ernährungsbestandteil und sollte ihm keine Probleme bereiten. Grundsätzlich ist Getreide nur bei Allergien oder einer Gluten-Unverträglichkeit ein Problem (Zöliakie).

Ich hoffe, das hilft Ihnen erst mal etwas weiter.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ah ok, witzig das die Hersteller jedoch eine sogenannte Folgemilch anbieten - wird dann wahrscheinlich eher eine Geldmacherei sein! Man meint, dass man was Gutes tut, da ja oben steht (auf das Alter abgestimmt)! Kuhmilch habe ich schon probiert - bisher nur im Kartoffelpüree - jedoch bekam er da Durchfall! Ich hoffe, dies deutet nicht auf eine Lactose-Intoleranz hin!? Eigentlich könnte er jetzt doch scho alles essen oder? Lg

Ja, das ist tatsächlich vor allem Geldmacherei. Der Durchfall vom Kartoffelpüree deutet nicht auf eine Lactoseintoleranz hin; Säuglingsmilch enthält ja ebenfalls Lactose und die verträgt er gut. Ab dem Alter von 12 Monaten können die Kinder im wesentlichen alles essen, was die Erwachsenen essen. Natürlich muss die Beschaffenheit noch an die vorhandenen Zähne und die Kaufähigkeiten der Kinder angepasst werden. Bieten Sie ihm Neues immer wieder an und seien Sie nicht enttäuscht, wenn er viel einfach wieder ausspuckt. Es dauert seine Zeit, bis die Kinder auf den Geschmack neuer Nahrungsmittel kommen.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ok, meinen Sie ich soll wieder die Pre-Nahrung geben? Eigentlich fing der flüssige Stuhl erst mit Wechsel der Marke (Löwenzahn Organics auf Hipp) und von Pre auf 1er an! Aber seit der Umstellung ist kein nächtliches Fläschchen mehr nötig! Lg
Einen Versuch können Sie auf jeden Fall in diese Richtung starten. Durch den Milch-Getreide-Brei abends dürfte er auch länger satt bleiben und gut durchschlafen. Liebe Grüße, Ihr Dr. med. M. Metzger
Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Danke für die tolle Beratung! Lg

Wie immer sehr gern geschehen und vielen Dank auch für die gute Bewertung! Herzliche Grüße, Ihr Dr. med. M. Metzger