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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 372
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
105603447
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Unser Sohn (7 Jahre) hat starke unkontrollierte Wutanfälle.

Diese Antwort wurde bewertet:

Unser Sohn (7 Jahre) hat starke unkontrollierte Wutanfälle. Dabei fängt er an mich und meinen zu treten und zu schlagen und zu schreien. Wir wissen nicht wie wir damit umgehen sollen. Ich habe nach dem letzen Vorfall versucht mit meinen Sohn zu sprechen und im zu erklären das er seine Wut kontrollieren muss, aber er sieht nicht ein das er sich falsch verhalten hat. Wir würden gerne Rat bekommen wie wir damit umgehen können und ihm helfen können.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich bin 43 Jahre und nehme keine Medikamente.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Kinderarzt wissen sollte?
Customer: Mir fällt weiter nichts ein würde dann weitere Fragen mit dem Arzt besprechen.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen. Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung über:
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter: 0800(###) ###-####
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Sehr geehrte Fragesteller,

das klingt nach einer wirklich herausfordernden Situation für Sie als Eltern. Es ist tatsächlich gar nicht so leicht den Kindern einen angemessenen Umgang mit starken Emotionen wie Wut beizubringen. Ich habe noch einige Fragen, um Ihre Situation besser einschätzen zu können:

  • Wie groß und schwer ist Ihr Sohn? Wann wurde er geboren (Monat/Jahr)
  • Wie verlief die körperliche und geistige Entwicklung?
  • Wie sieht es mit seinen schulischen Leistungen aus? Gibt es Probleme in der Schule wegen seinem Temperament?
  • Wie häufig kommt es zu den Wutanfällen?
  • Gibt es konkrete Auslöser? In welchen Situationen kam es zu Wutanfällen (z.B. zu Hause, in der Schule, bei Freunden etc.)?
  • Gibt es Faktoren, die dazu beitragen, z.B. Müdigkeit, Hunger oder bestimmte Tageszeiten?
  • Welche Strategien haben Sie bisher eingesetzt, um mit den Wutanfällen umzugehen? Ich habe in Ihrer Beschreibung von einem Gesprächsversuch gelesen (sehr gut!). Haben Sie noch anderes versucht?
  • Wie ist die Familiensituation? Schafft es Ihr Sohn, Sie oder Ihren Partner aus der Fassung zu bringen?

Ihre Antworten helfen mir, Sie besser zu beraten.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.

Hallo Herr dr. Metzger,

Vielen Dank für ihre Antwort.
Felix ist 7 Jahre, geboren am 31.03.2012 in Zürich. Er ist etwa 130cm, Gewicht weiß ich gerade gar nicht aber ist normal. Er hat eine normale Entwicklung, hat allerdings erst spät angefangen zu sprechen und laufen( mit 18 Monaten gelaufen) mit 2 Jahren angefangen zu sprechen. Felix wächst 3 sprachig auf ( ich bin deutsch und spreche Hochdeutsch mit ihm, mein Mann ist neuseeländer und spricht nur englisch mit ihm, wir leben in der Schweiz) Felix ist per Notfallmässigem Kaiserschnitt mit Komplikationen zur Welt gekommen und lag noch ein paar Tage in der neo. Mein Eindruck war das dies eventuell zu seiner zögerlichen motorischen Entwicklung beigetragen hat. Seine schulischen Leistungen sind gut. Schlimme Anfälle hat er etwa alle 2 Monate. Ich habe seid dem letzen Wutanfall angefangen Tagebuch zu führen. Es hat meistens damit zu tun das er seinen Willen nicht bekommt. Im Oktober war der Auslöser das sein Vater nicht mehr mit ihm Rugby spielen wollte weil wir zu spät nach Hause gekommen sind. Eifersucht auf seinen 2 Jahre jüngeren Bruder spielt auch eine Rolle. Der Anfall gestern war ausgelöst weil wir seinem Bruder ein wenig beim Minigolf spielen geholfen haben. Felix hat sich geweigert weiter zu spielen und hat behauptet wir schummeln alle. Er hat dann angefangen mit dem Minigolf Schläger auf dem Platz einzuschlagen wir haben versucht ihn zu beruhigen aber vergeblich. Normalerweise ist unsere Strategie zu deeskalieren und später mit ihm zu reden. Ja er schafft es uns damit aus der Fassung zu bringen. Mein Mann und ich leben gemeinsam mit Felix und seinem jüngeren Bruder in Zürich. Ich schreibe dies vom Handy aus dem Urlaub ohne Internetzugang daher sehr stakkato :) viele Grüße *****
Ps: er hat solche Wutanfälle nur mit seinen Eltern bisher nicht in der Schule oder im Hort ( da geht er 3 mal die Woche hin)

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Wir sind im Augenblick in Neuseeland in etwa 10 Tagen zurück. Ich war gestern einfach verzweifelt. Vielleicht können wir danach telefonieren wäre wahrscheinlich einfacher.

Ja, das kann ich gut verstehen. Vielen Dank für die weiteren Details. Es ist gut zu hören, dass er jetzt körperlich und geistig gut entwickelt ist. 130 ist eine sehr gute Größe für sein Alter. Es ist toll, dass er dreisprachig aufwächst, Kinder haben die Fähigkeit mehrere Sprachen gleichzeitig und ohne Verzögerung gegenüber Altersgenossen zu lernen. Starke Emotionen wie Wutausbrüche stellt die Geduld der Eltern wirklich auf die Probe und ist für alle Beteiligten sehr stressig. Auf der anderen Seite kann ich Sie aber auch beruhigen, das geschilderte Verhalten liegt durchaus noch im normalen Bereich. Je nach Veranlagung sind Kinder unterschiedlich emotional, nehmen also auch Ihre Gefühle unterschiedlich stark wahr. Wie können Sie reagieren?

  • Zeigen Sie Mitgefühl und versuchen Sie nicht ihm seine Gefühle auszureden. Das mag der erste Instinkt sein ("hab dich nicht so, ist doch nicht so schlimm"), aber kann genau das Gegenteil auslösen. Je stärker Sie ihm die Emotion ausreden möchten, die er fühlt, desto stärker klammert er sich daran. Zeigen Sie Verständnis, z.B. "Ich kann verstehen, dass Du wütend bist" oder "Ich weiß, das ist echt schade, dass wir jetzt nicht mehr Rugby spielen können". Vermeiden Sie aber auch, Ihrem Sohn zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.
  • Versuchen Sie, das was er fühlt in Worte zu kleiden. Vielen Kindern hilft es sehr, wenn Sie hören, was Sie fühlen. Auch wenn es vielleicht im Moment nicht so scheint, können Kinder mit der Zeit dann oft besser über Ihre Gefühle nachdenken und darüber sprechen. In ruhigen Momenten können Sie ihm auch zeigen, wie er mit intensiven Emotionen umgehen kann, z.B. eine kurze Auszeit nehmen oder ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen. Manchmal hilft es auch ein Kissen zu boxen.
  • Kinder sind wütend, wenn Sie sich ohnmächtig fühlen und das Gefühl haben, nichts an ihrer Situation ändern zu können. Lenken Sie seine Aufmerksamkeit auf Lösungen: z.B. "Ok, du bekommst jetzt noch einen Freischlag beim Minigolf" oder "morgen nehme ich mir Zeit zum Rugby spielen", etc. Wenn er mit einem Problem nicht weiterkommt, helfen Sie ihm sich zu beruhigen und dann nach Lösungen zu suchen. Sie könnten etwas in dieser Richtung sagen: "Wenn du den Platz kaputt schlägst ist keinem geholfen. Lass uns reden, damit ich dir helfen kann".
  • Ein Situationswechsel hilft den Kindern oft, sich zu beruhigen. Wenn Sie bemerken, dass das Umfeld zum Stress beiträgt (z.B. wenn auf dem Minigolfplatz alle anderen schon dumm gucken) hilft es die Umgebung zu wechseln. Einer von Ihnen kann ihn z.B. zur Seite nehmen und sich mit ihm zusammen an einen ruhigen Ort setzen.
  • Wissen hilft: Kinder im Alter Ihres Sohnes sind gerne informiert. Sprechen Sie mit ihm über realistische Erwartungen, Gefühle und wie man sie kontrolliert und rüsten Sie ihn mit Fakten aus, die ihm helfen Eifersucht und Wut abzubauen. Sie können z.B. erklären, warum sein kleiner Bruder noch mehr Hilfe braucht und dass Sie ihn damit nicht benachteiligen wollen, sondern einfach um seine besseren Fähigkeiten wissen. Dieses Wissen kann ihm Sicherheit geben und ihm helfen, die Kontrolle zu behalten.

Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen schon etwas weiter. Wenn Sie noch Fragen diesbezüglich haben, können Sie mir gerne schreiben oder einen Telefontermin ausmachen.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Liebe Fragestellerin,

jetzt habe ich gar nichts mehr von Ihnen gehört. Ich hoffe Sie haben weiter einen guten Urlaub und die Situation hat sich wieder beruhigt. War meine Beratung hilfreich? War alles gut verständlich? Über eine kurze Nachricht freue ich mich sehr.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 372
Erfahrung: FA für Kinder- und Jugendmedizin
Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.

Hallo Herr Metzger, vielen Dank für Ihre Antwort. Entschuldigen Sie meine verspätete Rückmeldung. ihre Antwort hat uns sehr geholfen, es sind gute praktische Ratschläge. Es war für mich auch irgendwie beruhigend zu hören das Sie sagen es liegt noch im Bereich des normalen. Seit diesem Vorfall ist alles ruhig und friedlich verlaufen. Eventuell würde ich mich noch mal melden wenn wir aus dem Urlaub zurück sind, denn ein weiteres Telefonat würde mir eventuell auch noch helfen. Freundliche Grüße *****

Das freut mich sehr! Sie können mich gerne wegen eines Telefontermins kontaktieren, hier der Link zu meiner Profilseite: https://www.justanswer.de/medizin/expert-dr-paed/?rpt=3800

Vielen Dank für die gute Bewertung und noch einen schönen Urlaub!

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger