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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 286
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
105603447
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Hallo Herr Dr. Metzger, da es heute bei unserem Kinderarzt

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Herr Dr. Metzger,
da es heute bei unserem Kinderarzt nicht die Gelegenheit gab zu fragen, benötige ich eine Auskunft zu folgendem Befund (siehe Foto im Anhang) der Schädel-Sono meines Sohnes (8,5 Mon.).Zur Vorgeschichte:
bei der U5 wurde ein etwas überproportionales Wachstum des Kopfumfangs festgestellt (also die Kurve des KU verläuft etwas steiler als der Rest). Ich finde allerdings nicht, dass es optisch irgendwie auffällt.
Das und die Tatsache, dass ich in der Schwangerschaft eine leichte CO-Vergiftung hatte, nahm unser Kinderarzt zum Anlass für die Schädel-Sono, um gewisse Dinge auszuschließen.
Motorisch und geistig entwickelt sich mein Sohn völlig normal - ich würde ganz objektiv sogar sagen, er kann schon mehr als manch anderer in seinem Alter, aber vergleichen kann man Kinder ja ohnehin nicht.Nun ist ja der Befund soweit unauffällig, aber bei der Kontrolle vor drei Tagen ging die KU-Kurve weiterhin steil nach oben... Unser Kinderarzt meinte, er geht davon aus, dass es sich bis zu U6 normalisiert und falls nicht, sehen wir weiter...Hier nun meine konkreten Fragen:
1.)
Wäre der letzte, nicht messbare Wert im Befund (mein Sohn war sehr unruhig während der Sono) relevant für irgendeine mögliche Diagnose gewesen oder kann man den vernachlässigen?2.)
Wie beurteilen Sie die gesamte Situation?Danke ***** ***** Grüße!

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihr Vertrauen. Ich sehe mir die Untersuchung gerne mal an. Hätten Sie auch die Messwerte zum Kopfumfang für mich?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Na klar.
Hier der bisherige Verlauf:
KU bei der Geburt Ende Januar: 34 cm
U2: 34 cm
U3 (Ende März): 38,1 cm
U4 (10. Mai): 41,5 cm
U5 (8. August): 44,5
Kontrolle am 8.10.: 46,5 (da bin ich nicht mehr ganz sicher, da nirgends aufgeschrieben)

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich habe mir mal die Kopfumfänge im Vergleich zur Altersnorm angesehen; die Perzentile gibt jeweils an, wieviele Prozent der Vergleichsgruppe einen kleineren Kopfumfang haben.

  • KU bei Geburt 34 cm (P18)
  • U3 38,1 cm (P15)
  • U4 41,5 cm (P57)
  • U5 44,5 cm (P66)
  • 8.10 46,5 (P84)

In den letzten Monaten ist der Kopf also etwas schneller gewachsen als erwartet. Vor diesem Hintergrund hätte ich auch eine Schädelsonographie empfohlen. Die Sonographie zeigt glücklicherweise keine Auffälligkeiten, insbesondere spricht nichts für eine Abflussproblem beim Hirnwasser (Ausschluss Hydrocephalus).

Der Wert der am Ende der Untersuchung nicht mehr erhoben werden konnte, ist das Flussprofil der Hirnarterien. Das schmälert den Wert der Untersuchung aber kaum, eine schlechte Hirndurchblutung ist bei einer guten Entwicklung nicht zu erwarten. Das entscheidende Ergebnis ist hier, dass keine vergrößerten Flüssigkeitsräume im Schädel gefunden wurden, was für eine eher harmlose Ursache des Kopfwachstums spricht.

Sehr häufig ist die Ursache einfach eine familiäre Veranlagung. Wurde schon bei Ihnen und dem Vater der Kopfumfang gemessen?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Und der nicht messbare Wert sagt auch nichts aus über mögliche Folgen der CO-Vergiftung in der Schwangerschaft?
Ich persönlich finde, dass sein Vater sowie dessen Geschwister relativ große Köpfe haben. Genaue Maße kann ich Ihnen morgen nennen.

Nein, darüber kann das Flussprofil keine Aussagen geben. Wie schwer war die CO-Vergiftung? Musste eine Hyperbare Sauerstofftherapie durchgeführt werden?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Nein, ich hatte „nur“ starke Kopfschmerzen. Es ist eine etwas längere Geschichte - Kurzfassung: Als klar war, dass CO in unsere Wohnung geströmt war, waren bereits fast 36 Std. vergangen, so dass eine Blutgasanalyse unauffällig war. Wie der COHb-Wert wirklich zum Zeitpunkt der Exposition war, kann niemand sagen.
Wir hatten dann noch eine zweite Feundiagnostik in der 32. SSW und in der Geburtsklinik hielt man eine Schädel-Sono für nicht notwendig. Daher kam das Thema erst jetzt durch das Kopfwachstum wieder auf.

Gut, ich denke auch nicht, dass Ihr Kleiner dadurch Schäden erlitten hat. Wenn das Gehirn schlecht mit Sauerstoff versorgt gewesen wäre, würde man als erstes Symptom eine Entwicklungsverzögerung bemerken. Aber auf diesem Gebiet ist Ihr Kleiner ja überhaupt nicht auffällig. Die spätere Hirndurchblutung wird durch eine CO-Exposition nicht beeinflusst, daher wäre auch das Flussprofil der Hirnarterien hier diagnostisch nicht interessant. Ich denke, Sie können diesbezüglich ganz beruhigt sein. Das starke Kopfwachstum scheint auch eher familiär bedingt zu sein und keine krankhafte Ursache zu haben. Einen Hinweis können hier wie gesagt die Kopfumfänge der beiden Eltern geben.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,

jetzt habe ich gar nichts mehr von Ihnen gehört. War die Frage für Sie zufriedenstellend beantwortet?

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja, haben Sie. Wir hatten viel zu tun, aber hier noch mal die KU von mir und dem Kindsvater sind 56 und 59 cm.

Das freut mich sehr! Ich habe mir die Kopfumfänge mal angesehen, Sie haben beide überdurchschnittlich große Köpfe; gerade der Kindsvater. Der Kopfumfang Ihres Sohnes entspricht also ganz dem, was man bei diesen familiären Voraussetzungen erwarten würde, es wäre sogar noch etwas Luft nach oben (also ein größeres Köpfchen möglich), ohne dass man sich Sorgen machen müsste. Ich hoffe, diese Informationen helfen Ihnen etwas weiter. Bei weiteren Fragen diesbezüglich können Sie mir natürlich gerne hier schreiben.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Das war mir gar nicht klar, aber beruhigt mich sehr :-) Danke!

Sehr gern geschehen, vielen Dank auch für die gute Bewertung!