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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 222
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Es geht um meinen 4 Jährigen Sohn und seine Auffälligkeiten

Diese Antwort wurde bewertet:

es geht um meinen 4 Jährigen Sohn und seine Auffälligkeiten -> Zwangsgedanken
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: er ist 4 Jahre, keine Medikamente
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Kinderarzt wissen sollte?
Customer: nein

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Zunächst hätte ich ein paar Fragen, damit ich Ihre Situation besser verstehen kann:

  • Wie äußern sich die Zwangsgedanken bei Ihrem Sohn?
  • Welche Verhaltensweisen sind Ihnen aufgefallen?
  • Gibt es Situationen oder Umstände, die die Zwangsgedanken verstärken oder verbessern?
  • Wie weit stört sein Verhalten die normalen Abläufe in der Familie?
  • Gibt es andere Familienmitglieder mit Angst- oder Zwangsstörungen?
  • Haben Sie schon mit Ihrem Kinderarzt über die Probleme gesprochen? Wurde schon eine Diagnose gestellt?
  • Welche Fragen haben Sie konkret zu den Zwangsgedanken? Geht es Ihnen um eine Einschätzung zur Diagnose? Interessiert Sie, was unternommen werden kann, um die Beschwerden zu verbessern? Oder haben Sie eine andere Frage dazu?

Ihre Antworten helfen mir, Sie besser zu beraten.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Meine Fragen beziehen sich auf den Bereich Kinderpsychologie.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
schriftlich wäre mir lieber.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Hallo,
mein Sohn (4 Jahre) ist seit der Rückkehr aus dem Urlaub (1,5 Wochen her) sehr verhaltensauffällig.
Es hat mit mehreren dieser Marotten angefangen:
- Wenn ihm Essen auf dem Boden gefallen ist, musste er sich sofort bücken und es auflecken (Eis, Marmelade auf dem Brot) so ein Verhalten hab ich bei ihm nie beobachtet
- Er denkt mittlerweile im voraus. „ich esse das noch schnell zu Hause auf, damit mir das draußen nicht auf den Boden fallen kann“
- Wenn er Veränderungen sieht (Teppich, Sand auf dem Spielplatz) reagiert er mit weinen und sagt, dass er den anderen Zustand vermisst es soll zurückkehren
Mittlerweile glaube ich, dass er Zwangsgedanken entwickelt
- Gestern der Satz:“ ich denke immer daran, dass ich einen Marienkäfer getötet hab, das macht mich traurig, ich möchte, dass der Gedanke weggeht.“
 Ich weiss auch nicht was ich darauf antworten soll. Wenn ich sage denke an was anderes, verstärkt sich ja der Gedanke daran- Er wiederholt ständig Sätze ein Tick??
„es wird wieder hergestellt, so wie es hingehört“
- Er fragt mich ständig, ob er Speichel verloren hat und ob dieser wiederhergestellt wird
 Er bezieht sich quasi mittlerweile mit in seine Zwangsgedanken ein
Bedeutet ich muss „nein“ das beruhigt ihn dann
- heute morgen fragte er mich, ob ich ihn im Kindergarten sehen würde,
meine Antwort: Nein
Er: aber du musst doch sehen, ob ich Speichel verloren habe
Siehst du mich im KindergartenIch erkläre natürlich, dass ich nur das sehen kann wo ich meine Augen habe, etc..
Er ist bisher sehr gut in der Entwicklung, alle Untersuchungen wurden gemacht, alles gut.
Beim Elternsprechtag vor 5 Wochen meinte die Erzieherin noch, dass er ihr den Eindruck macht, dass er ein sehr glückliches Kind ist. Er hat gerne getobt, viele Freunde, hatte Spaß.
Leider hindern ihn die Zwangsgedanken gerade an allem. Auch mir fällt es sehr schwer ständig auf seine Fragen zu antworten.
Kann das auch nur eine Phase sein? Dafür sind mir das zu viele Veränderungen in seinem Wesen?? Andererseits ist das Ganze auch erst 1,5 Wochen her? Er ist auch erst 4 Jahre, kann man da schon von psychsichen Problemen sprechen?
Ich bin sehr besorgt und weiss nicht wie ich mit den Veränderungen umgehen soll.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Beim Arzt war ich noch nicht. In der Familie sind mir keine Zwangsstörungen bekannt.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Ich muss jetzt leider los, werde Ihnen aber bis morgen früh eine ausführliche Antwort schreiben. Falls Ihnen noch zusätzliche Beobachtungen einfallen, können Sie mir gerne schreiben.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Geduld. Ich kann gut verstehen, dass Sie die aktuelle Entwicklung etwas ratlos macht. Die Gedankengänge sind in der Tat etwas merkwürdig und nicht ganz mit Erwachsenen-Logik nachzuvollziehen. Allerdings kann ich Sie auch beruhigen, im Alter Ihres Sohnes gehören vorübergehende Rituale oder "magische" Gedanken zur ganz normalen Entwicklung. Ihr Sohn beginnt die Welt zu begreifen und entwickelt Theorien, wie Dinge zusammenhängen. Diese "magische Phase" ist für Eltern nicht immer ganz leicht zu durchschauen. Gedanken wie zum Beispiel zum Speichel ("muss wiederhergestellt werden", "du musst doch nachsehen, ob ich Speichel verloren habe") passen sehr gut in diese Phase.

Hier habe ich einen Artikel dazu für Sie gefunden, der diese Entwicklungsphase erklärt: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/entwicklungsschritte/geistige-entwicklung/magische-phase/

Beruhigend ist auch, dass Ihr Sohn ein glückliches Kind ist, normale soziale Kontakte (viele Freunde) und viel Spaß hat. Echte Zwangsstörungen beginnen typischerweise etwas später (ab ca. 7 Jahren) und gehen mit zusätzlichen Verhaltensstörungen einher. Die betroffenen Kinder machen einen bedrückten Eindruck, ziehen sich zurück und verbringen Stunden mit scheinbar sinnlosen Handlungen. Die Zwänge werden in der Regel auch als "unsinnig" und "störend" erkannt, können aber nicht abgestellt werden. Haben Sie bei Ihrem Sohn irgendwelche Anzeichen in diese Richtung feststellen können?

Hier einige Tipps zum Umgang mit speziellen Situationen:

  • Ignorieren Sie diese Gedanken nicht, sondern helfen Sie Ihrem Sohn zu verstehen, wie die Zusammenhänge in Wirklichkeit sind.
  • Wenn ihn Veränderungen stören, gehen Sie darauf ein, trösten Sie ihn und erklären ihm, dass das Leben aus Veränderungen besteht. Manche gefallen uns nicht, aber andere Veränderungen sind schön.
  • Wenn er traurig wegen getöteter Insekten ist, trösten Sie ihn und loben sein Mitgefühl.

Grundsätzlich sehe ich aber aus Ihrer Beschreibung, dass Sie bereits einen ganz guten Umgang mit diesen Gedanken gefunden haben. Sie erklären ihm die tatsächlichen Zusammenhänge und beruhigen seine (oft irrationalen) Ängste und Befürchtungen.

Zuletzt noch einige Hinweise, wann es empfehlenswert einen Arzt aufzusuchen:

  • Ihr Sohn wirkt sehr bedrückt und zieht sich von Ihnen zurück (nicht mehr zugänglich)
  • Er verbringt sehr viel Zeit mit scheinbar unsinnigen Handlungen (täglich einige Stunden)
  • Sie bemerken Wasch-, Putz- oder Kontrollzwänge. Die Kinder wiederholen dabei ständig die gleichen Handlungen, kontrollieren z.B. Fenster und Türen, zählen bestimmte Gegenstände immer wieder oder stehen sehr lange unter der Dusche.
  • Sie bemerken Ängste oder Sorgen vor Verunreinigungen, Verseuchungen, Ängste vor eigenen oder fremden Verletzungen, die Ihren Sohn stark belasten

Ich hoffe, diese Ausführungen helfen Ihnen etwas, die Beschwerden besser einzuordnen. Für weitere Fragen diesbezüglich stehe ich natürlich gerne hier ohne weitere Kosten für Sie zur Verfügung.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,

jetzt habe ich gar nichts mehr von Ihnen gehört. Wie geht es Ihrem Sohn? Hat Ihnen meine Antwort geholfen, die Symptome besser einzuordnen? War alles gut verständlich? Über eine kurze Rückmeldung freue ich mich sehr!

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Entschuldigung für die verspätete Antwort! Ihre Antwort hat mich beruhigt, sodass ich besser mit der Situation umgehen konnte. Die magische Phase kannte ich bisher nicht. Ich hab viel darüber gelesen, dies wird mir in Zukunft sichelich auch helfen Situationen besser einzuschätzen. Vielen Dank dafür! Hier hat sich die Situation auch wieder entspannt. Viele Grüße!

Das freut mich sehr! Vielen Dank ***** *****ür die gute Bewertung und liebe Grüße, Ihr Dr. med. M. Metzger