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BJnD8
BJnD8,
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 1409
Erfahrung:  dasdasd
75300426
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BJnD8 ist jetzt online.

Hallo,mein Sohn ist 11 Jahre alt und er ist auf den ersten

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,mein Sohn ist 11 Jahre alt und er ist auf den ersten Blick ein aufgewecktes kommunikatives,bewegungsfreudiges,an allem interessiertes Kind. Doch er hat auch eine zweite Seite.Da wird er von Selbstzweifeln geplagt,ist wütend ohne Grund (was er auch selber merkt),ist dann sehr rücksichtslos zu mir und anderen (entschuldigt sich dann später unter Tränen),er ist sehr unglücklich mit dieser Situation und findet für sich keine Lösung.Er sagt der "Äußere"ist wütend und der "Innere"kann ihn nicht bremsen. Er sieht derzeit nur negativ, egal wie der Tag war....Ich hoffe Sie haben einen Rat für mich...vielen Dank
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Ich denke bei einem Kinderpsychologen wäre das Thema gut platziert.Körperlich ist er fit,nur beim Wachstumsschub hat er Knieprobleme.

Guten Morgen,

Sie machen sich große Sorgen um Ihren 11-jährigen Sohn, weil sich zwei ganz gegensätzliche Seiten in seiner jungen Persönlichkeit zeigen.

Darf ich noch etwas nachfragen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja,fragen Sie..

Seit wann beobachten Sie dieses Verhalten bei Ihrem Sohn?

Hat er Geschwister? Welches Geschlecht und Alter?

Kennen Sie ähnliches Verhalten bei sich selbst oder aus Ihrer Herkunftsfamilie? Oder bei seinem Vater oder dessen Herkunftsfamilie?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Es fing ca.vor 2-3 Jahren an,er war Verhaltensauffällig in der Schule (Verweigerte Mitarbeit,respektloser Umgang mit anderen). Auch damals war er verzweifelt über sein Verhalten, welches er gut reflektieren kann.Wir waren bei einer Psychologin,da die Schule ADHS vermutete.Das hat sich nicht bestätigt,sein IQ ist 138,sein Konzentrationstest war gut.Er baut Lego Technik der Altersgruppe 14-16 ,er hat einen Open Walter Junior diver gemacht,er hat so viel Talente,die er so aber nicht wahr nimmt. Seine Schwester ist schon erwachsen und wohnt in einer eigenen Wohnung,die beiden haben trotzdem ein inniges Verhältniss. Wir haben einen Hund,der oft Seelentröster ist. Mein Bruder war ähnlich im Verhalten,aber er hatte nicht diese extremen Selbstzweifel...

In welche Art von Schule und welche Klasse geht er?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Er ist auch ziemlich perfektionistisch veranlagt und ist dann wütend wenn was nicht so klappt wie er es theoretisch geplant hat...das Verhalten kenne ich bei mir auch,aber meine Frustrationsgrenze ist höher....

Meine Frage zur Schule oben??????

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Er geht jetzt in die 5 Klasse einer Gemeinschaftsschule, er wollte auf Realschule (Durchschnitt 2,3).Die sind aber voll gewesen und hatten keine Aufnahmemöglichkeit für ein Zuzugskind...er war sehr traurig.Aber er probiert es auf der neuen Schule.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Er ist erst den 3. Tag in der Schule,der Einstieg war aus meiner Sicht gut.

Vielen Dank.

Bei seinem IQ von 138 kann man vermuten, dass er ein sog. hochbegabtes Kind ist. Ihre Beschreibung seiner Fähigkeiten passt ebenfalls dazu.

Das ist einerseits ein großes Geschenk für ihn, denn er kann grundsätzlich mit diesen Fähigkeiten sehr viel erreichen. Er ist gegenwärtig geistig seinen Alterskameraden wahrscheinlich weit überlegen. Vielleicht könnte er sich geistig mir 14-15-Jahrigen messen.

Andererseits kann das ein großes Problem für ihn sein. Denn die emotionale Reife hält bei Hochbegabten haufig nicht mit der geistigen Reife mit. Emotional ist er eben noch nicht so reif wie ein 14-15-Jähriger, sondern wie ein Kind in seinem biologischen Alter von 11 Jahren.

Dadurch entsteht sehr leicht eine innere Spannung in dem Kind. Fühlen und Denken passen nicht immer zusammen. Das kann zu einer emotionalen Unausgeglichenheit führen. Diese kann eine wichtige Grundlage für sein wechselndes Verhalten sein.

Dazu kommt noch die Veranlagung, die er aus Ihrer Familie hat und die sich bei Ihrem Bruder zeigt. Und es kommt dazu eine Anlage zum Perfektionismus, die Sie von sich selbst kennen. Und es ist ganz natürlich und normal, dass er noch nicht gleiche Frustrationstoleranz hat wie Sie, schließlich ist er in seiner emotionalen Reife erst 11 Jahre alt.

Er hat also mit Vielem innerlich zu kämpfen. Sein wechselndes Verhalten ist der Ausdruck dieses inneren Kampfes. Das ist wahrscheinlich für ihn selbst häufig kaum auszuhalten. Aber er kann diese inneren Spannungen auch nicht abstellen, er kann sie nicht einmal richtig wahrnehmen, weil sie für ihn unbewusst bleiben.

Fortsetzung folgt, Zwischenfragen beantworte ich gern.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Bis dahin stimme ich Ihnen voll zu...Ich möchte ihm gern helfen,weiß nur nicht wie?

Im Laufe seiner weiteren Entwicklung ist zu erwarten, dass diese inneren Spannungen nachlassen und sein Verhalten ausgewogener wird. Das liegt daran, dass im Laufe der Jahre seine emotionale Entwickerlung gegenüber der geistigen Entwicklung aufholen wird. Es wird aber immer ein Unterschied bleiben, der eine innere Unausgeglichenheit mit ich bringt.

Sie können ihn auch darin unterstützen, seine inneren Spannungen abzubauen.

Zum Beispiel können Sie darauf achten, dass Ihr eigener Perfektionismus bei ihm nicht so stark zur Wirkung kommt. Eine entspanntere Haltung bei Ihnen wird auch bei ihm manche innere Spannung lösen.

Außerdem ist es wichtig, dass sie in der Familie gelassen mit seinen emotionalen Ausbrüchen umgehen. Sein rücksichtsloses Verhalten sollten Sie ruhig aber auch mit Bestimmtheit zurück weisen, im Übrigen sollten Sie versuchen, verständnisvoll mit seinen Selbstzweifeln umzugehen. Das heißt, die Selbstzweifel ihm nicht ausreden, sie nicht bestätigen, sie vor allem nicht kritisieren, sondern eine verständnisvolle und akzeptierende Haltung einnehmen. Sie haben da sicher Erfahrung aus dem Umgang mit Ihrem Bruder.

Auf längere Sicht gesehen kann es auch sinnvoll sein, dass er eine Therapie bei einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten wahrnimmt. Das würde ihm helfen, mit sich selbst entspannter und selbstbewusster umzugehen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich werde die Ratschläge versuchen umzusetzen und beobachte bis zu den Herbstferien seine Stimmung und dann schauen wir gemeinsam ob er einen Termin beim Psychologen braucht...vielen Dank für Ihre Antwort

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn alles Gute.

BJnD8 und weitere Experten für Kindermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.