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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin Innere- und Allgemeinmedizin
Kategorie: Kardiologie
Zufriedene Kunden: 36380
Erfahrung:  Langjährige Notarzterfahrung
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag, bei einem Freund wurde ein Aneurysma der Aorta

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
bei einem Freund wurde ein Aneurysma der Aorta ascendens festgestellt (Durchmesser 48-51mm). Außerdem eine mittelgradige Aortenklappeninsuffizienz und Vorhofflimmern. Das Herz ist links leicht vergrößert, leicht eingeschränkte Pumpkeistung, der PAP liegt bei 32. Er leidet bei kleinsten Anstrengungem (1 Stockwerk Treppen) unter Atemnot sowie nächtlichen Hustenanfällen. Untersuchungen waren Ultraschall, CT, Katheder und TEE. Mit dieser Diagnose und der Atemnot wurde ee dann mehr oder weniger alleingelassen (Betablocker, Lixiana, weiteres Prozedere unklar). Da Atemnot und leichte Linksherz-Vergrößerung bestehen, meine Frage: was sollte getan werden, um weitere Schäden am Herz zu verhindern?
Vielen Dank für eine Einschätzung
Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
es besteht (Blutbild) desweiteren eine deutliche Anämie. Der Blutdruck des Freundes war immer normal, 130 oder 120: 80. seit den Betablockern ist er sehr niedrig....

Guten Tag,

Ich bin Dr. Gehring, Ärztin für Innere- und Allgemeinmedizin und Notärztin mit 38 Jahren medizinischer Erfahrung. Gern berate ich Sie heute. Wie alt ist Ihr Freund? Welche Begleiterkrankungen hat er?

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Vielen Dank! Er ist 66, hat keine Begleiterkrankungen. Er war bisher nie ernsthaft krank. Er ist leicht übergewichtig (1,85 / 100 kg), sehr niedriger Gesamtcholesterinwert (97) aufgrund eines Gendefekts. Kaum Plaques in den Arterien.

Danke. Eine mittlere Aorteninsuffizienz operiert man noch nicht, weil das Risiko für den zu erwartenden gewinn hoch ist. Allerdings sollte sie, ebenso wie das Aneurysma, regelmäßig echokardiografisch kontrolliert werden. Das Aneurysma würde ich nach 3 Monaten nochmal ansehen wollen, ab 5 cm denkt man über eine OP nach, die hier allerdings auch nicht ungefährlich wäre.

Die wichtigste Therapie ist der Betablocker, der das Herz stärkt und die Herzarbeit ökonomisierte (kräftigere, aber langsamere Schläge). Natürlich müssen Cholesterinwert und Gewicht optimiert werden, und falls Beinödeme bestehen (oder Wasser in der Lunge) harntreibende Medikamente gegeben werden. Mehr kann man derzeit nicht machen.

Das Wichtigste sind neben der richtigen Therapie die Frequenzkontrolle (der Ruhepuls darf nicht zu hoch steigen) und die Kontrollen, um ein Fortschreiten der Veränderungen rechtzeitig zu sehen.

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Vielen Dank! Das bedeutet, eine mögliche bzw. (Vergrößerung Herz) beginnende Herzinsuffizienz wird in der Abwägung gegenüber einer OP in Kauf genommen?

Genau das. Die Insuffizienz kann das Herz noch ein wenig mehr "ausleiern", aber die perioperative Komplikationsrate ist so hoch, dass man derzeit lieber nicht interveniert.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich abschließend noch einmal über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Dr. Gehring und weitere Experten für Kardiologie sind bereit, Ihnen zu helfen.