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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Kardiologie
Zufriedene Kunden: 3431
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, 22 Jahre in eigener Praxis mit Tätigkeitsschwerpunkt Kardiologie
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

Hallo, ich leide seit 2 Jahren an VES (1500/Tag/ monomorph)

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich leide seit 2 Jahren an VES (1500/Tag/ monomorph) welche laut Kardiologen vor Ort harmlos sind. Leider habe ich seit 8 Monaten durch eine Baby enormen psychischen Stress durch permanentes Schreien und keinen durchgängigen Schlaf mehr. Jedes Mal wenn das Kind schreit wird mir schlecht und meine VES nehmen zu. Heute war es besonders schlimm. Ich bitte um Beurteilung meiner aktuellen EKGs und Beantwortung meiner Fragen.
1.) Bild 1-7 zeigt aktuelles EKG mit negativer T-Welle in III. Zuvor hatte ich eine negativtät nur bei Beantspruchung. Was bedeutet dies?
2.) Bild 8-14 zeigt aktuelle EKG mit Extrasystole. Was auffällt dass die R-Zacke keine Spitze ist sondern eine eingefallene Zacke hat und auch in den Ableitungen anders aussieht. Zum Vergleich eine ES von früher mit spitzer R-Zacke in Bild 15. Was bedeutet dies?Ich habe etwas Angst dass die Dauerbelastung mein Herz schädigen kann.Vielen dank.

Vielen Dank für Ihre Frage.

Ich bin Dr.Schürmann und werde Ihnen helfen.
Bitte haben Sie etwas Geduld, bis ich Ihre Frage überprüft habe.

Bitte haben Sie Verständnis für einige Vorbemerkungen.

Ein vom Laien angelegtes EKG birgt immer die grundsätzliche Gefahr von Fehlableitungen, weshalb die Fernbeurteilung immer unter Vorbehalt erfolgen muss.

Ausserdem kann ein EKG nie losgelöst vom Patienten beurteilt werden.

Daher: Wie alt sind Sie? Vorerkrankungen ? bisherige Diagnostik? Ihre Beschwerden in Ruhe und unter Belastung?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Hallo,Ja das ist verständlich. Der Kardiologe hatte mir gezeigt wie man das 12-Kanal EKG richtig anlegt.Alter: 35
Vorerkrankungen keine bekanntHintergrund:
In Peru hatte ich einen Ileus durch zuviel Salat und zu wenig Trinken. Nach Einlauf im Krankenhaus starke Erkältung mit Fieber und Husten. Danach Erstmaliges Auftreten der VES im Dez 2017 nach Aufenthalt in Peru mit Leistungsabfall, Schlappheit, Müdigkeit.
Im Februar 2018 dann erneute Grippe mit Fieber. Skiurlaub mit hoher Belastung direkt im Anschluss. Danach Rückfall der Grippe mit Husten und stärkeres Auftreten der VES. Eine Woche später im März dann Aufwachen in der Nacht mit Tachychardie ca 110er Puls.Beschwerden:
-Oberbauchschmerzen direkt unterhalb des Sternumendes seit starkem Husten/ Grippe
- VES dauerhaft vor allem bei Belastung oder psychischen Stress oder bei zu wenig Schlaf oder wenn krank.
Untersuchung seit März:
- MRT mit und ohne KM vom Oberbauch
- Herzecho
- BelastungsEKG
- Ruhe EKG
- 48h EKG
- MR Sellink Oberbauch
- Diverse Blut- und StuhltestsErgebnisse:
- bei ersten MRT vom Oberbauch war nicht zu erkennen außer ein Evtl leichter Erguss Ann herzbeutel. Dieser könnte aber durch den Kardiologen nach der Tachichardie im Herzecho nicht mehr bestätigt werden.
- ansonsten alle Befunde OB
- leicht vergrößerte Milz 14x11,5x11Generell betreibe ich seit 30 Jahren Sport mit Fußball, Radeln, Schwimmen, Berggehen.Seit den VES habe ich den Sport aus Angst dass mein Herz Schafen nimmt oder stehen bleibt (Herztod) beendet. Erst seit Mitte 2019 habe ich wieder mit leichtem Sport angefangen.
Zuerst kamen die VES ja nur in Ruhe oder bei Entlastung, seit ca. 4 Wochen jedoch or Allem während der Belastung.Laut Untersuchung des Kardiologen mit Erneuten Herzecho sei das herz völlig ok. VES sind bei BelastungsEKG sichtbar Aber auch harmlos.Da sie mich aber sehr Belasten und man immer wieder liest dass solche Extrasystolen später ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern oder so bergen weiß ich nicht mehr wirklich weiter. Eine Ablation hat ja auch Risiken.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Eine Idee wäre noch ein herzMRT, allerdings sieht der Kardiologe keinen aground dazu.
Und auf Parasiten direkt zu Untersuchen wollte ich noch wegen den Beschwerden im Darm. Habe gelesen dass diese auch auf Organe gehen können.

Vielen Dank für diese ausführlichen weiteren Informationen.

Insgesamt erscheint mir eine nicht auskurierte Herzmuskelentzündung (Myokarditis) eine nicht unwahrscheinliche Ursache Ihrer Beschwerden. Bei den Ursachen kommen neben Viren und Bakterien auch Parasiten bzw. Protozoon in Betracht. Man könnte also die Diagnostik noch um Antikörper gegen Schistosomiasis, Larva migrans und Trypanosomen ergänzen. Ein KardioMRT halte ich für keine schlechte Idee.

Zum EKG: Isolierte leichte T-Negativierungen in III sind in aller Regel unbedenklich. Es sind einzelne -soweit erfasst- monomorphe ventrikuläre Extrasystolen zu erkennen.

Die Aussagen zu den EKG Befunden bitte unter Vorbehalt, da das Anlegen der Elektroden und die Einstellung des EKG ja nicht ärztlich überwacht wurden.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, dürfen Sie diese hier gerne ohne weitere Kosten stellen. Sollte ich mit meiner Antwort Ihre Frage bereits zufriedenstellend beantwortet haben, bitte ich Sie höflichst um eine positive Bewertung (3-5 Sterne ganz oben, rechts auf dieser Seite anklicken), denn nur mit einer positiven Bewertung bekomme ich das Honorar für meine Arbeit und diese Antwort. Unser Dialog kann auch nach der Bewertung fortgeführt werden. Vielen Dank ***** ***** Grüße Dr. Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Vielen dank, ***** ***** ist mit der Veränderung der VES? Also diesem Einknick an der Spitze?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Und Was kann man gegen eine nicht auskurierte Herzmuskelentzundung machen?

Da müsste man erstmal die Diagnose gestellt haben. Im Allgemeinen ist strikte körperliche Schonung vorrangig.

VES ändern in er Regel ihr Aussehen je nach Ihrem Ursprungsort. Also es ist ein leicht unterschiedlicher Ursprungsort der VES anzunehmen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ok ich habe mich nach dem Auftreten der VES ca 6-8 Monate geschont und auch kein Sport getrieben. Vielleicht ist eine Narbe zurückgeblieben. Komisch nur dass die VES nun bei Belastung auftreten auf einmal.Vielen dank

Es könnte sich tatsächlich um eine Vernarbung handeln. Die Tatsache ,dass die VES unter Belastung zu nehmen ist allerdings kein sehr gutes Zeichen, weswegen ich eine Überprüfung des Belastungsekg beim Kardiologen empfehlen.

Bitte denken Sie noch eine positive Bewertung meiner Antworten, da ich sonst keinerlei Honorar erhalte. Unser Dialog wird hierdurch nicht beendet und es kostet dich auch nichts zusätzlich. Vielen Dank ***** ***** Gute ihr Doktor Schürmann

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