So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Manuel Metzger.
Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kardiologie
Zufriedene Kunden: 221
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
105603447
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Kardiologie hier ein
Manuel Metzger ist jetzt online.

Was ist das Leitsymptom bei einer Aortenklappeninsuffienz?

Diese Antwort wurde bewertet:

Was ist das Leitsymptom bei einer Aortenklappeninsuffienz?
Was bedeutet ganz genau Leistungsminderung und wann ist sie relevant? ( was sind die Anzeichen )
Bedeutet Leistungsminderung immer eine Indikation für eine Op?
Bei welcher Symptomatik sollte man in jedem Fall an eine Op. denken, oder sind die Parameter beim Echo entscheidend?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ich bin fast 71 Jahre alt, selbstverständlich hat meine Leistungsfähigkeit in den letzten 2 Jahren abgenommen, aber ich kann immer noch 50 Min. täglich ohne Atemnot joggen.Natürlich bin ich die Ansteigungen vor ein bis zwei Jahren noch schneller hoch, auch die Erholungsphasen sind länger geworden.Ich bin sehr verunsichert bei dem Thema Leistungsminderung bei einer mittelgradigen Aorteninsuffienz.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Noch eine kurze Info.
LVEDD 59mm, LVESD 41mm, EF 60%.
Kann es bei solchen Werten überhaupt zu Symptomen kommen?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Ich freue mich, dass ich Sie wieder beraten kann. Wir hatten ja vor kurzem über genau dieses Thema im Zusammenhang mit Ihrem NT-proBNP-Wert geschrieben. Es tut mir sehr leid, dass Sie hier solche Sorgen um Ihre Herzgesundheit haben.

Ich versuche mal zusammenzufassen:

  • Sie haben eine bekannte mittelgradige Aorteninsuffizienz
  • Kürzlich wurde ein mäßig erhöhter NT-proBNP-Wert gemessen (498 pg/ml)
  • Die Herzechos sind unauffällig und zeigen eine gute Ejektionsfraktion
  • Sie haben subjektiv keine Beschwerden und fühlen sich körperlich gut belastbar (täglich ca. 50 min. joggen)

Habe ich alle wesentlichen Daten zusammen? Gibt es sonst noch einen Faktor, der Ihnen Sorgen macht?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Mir wurde sehr ans Herz gelegt auf eine Leistungsminderung zu achten. Natürlich hat siie den letzten 1-2 Jahren nachgelassen, aber wann ist es releva?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sorry für meine Fehler, aber ich habe hier kein Licht.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ich dachte immer die Werte im Rch seien entscheidend.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Solange ich doch keine Atemnot habe müsste doch alles ok sein?

Sehr geehrter Fragesteller,

es ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen, dass Sie noch so belastbar sind. Ihre guten Lebensgewohnheiten haben sicher dazu beigetragen, dass Sie auch jetzt noch fit und verhältnismäßig gesund sind.

Um den Grad der Aorteninsuffizienz einzuschätzen reichen die Symptome (oder die Symptomlosigkeit bei Ihnen) alleine nicht aus. Hier ist in der Tat die Echokardiographie ausschlaggebend. Könnten Sie mir eine Kopie des letzten echokardiographischen Befundes hochladen? Achten Sie beim Hochladen darauf, dass keine persönlichen Details zu erkennen sind (z.B. Name etc.). JustAnswer ist ein öffentliches Forum und die Beiträge können auch von Dritten eingesehen werden.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Guten Morgen, vielen Dank für Ihre bisherigen Bemühungen!
Sorry, aber der Status meiner AI ist mir hinreichend bekannt, die Prognose für eine längere Stabilität ist nicht schlecht. Mein Problem ist, dass ich die Größenordnung einer Leistungsminderung nicht einschätzen kann, was mich verunsichert.
Besteht eine deutliche Einschränkung wenn ich für eine Steigung eine Minute länger brauche und ich mich ein wenig mehr anstrengen muss als noch vor ein bis zwei Jahren, und die Erholungsphase länger dauert.
Oder sollte ich mich mit meinem Kardiologen erst in Verbindung setzen, wenn ich nach 20 - 30 Minuten abbrechen muss, wo ist da die Grenze?
Ist denn Leistungsminderung ohne Atemnot alleine eine Indikation für eine Intervention?
Wichtig ist es auch für mich zu wissen, ob dann der Zeitpunkt einer Intervention immer noch früh genug ist.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ich dachte es entstehen überhaupt erst Symptome, wenn sich eine eine Herzschwäche entwickelt hat.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich kann Ihre Sorgen gut verstehen. Es wird Ihnen zwar immer geraten, auf Anzeichen einer Leistungsminderung zu achten, aber es fällt Ihnen schwer zu definieren, welche Leistungsminderung einfach mit dem Alter zu erwarten ist.

Hier nochmal die Kriterien für einen Eingriff:

  • Schwere, symptomatische Aorteninsuffizienz (unabhängig von der linksventrikulären Funktionsleistung)
  • Asymptomatische Patienten mit chronischer, schwerer Aorteninsuffizienz und nachlassender linksventrikulärer Funktionsleistung (EF < 50%)
  • Asymptomatische Patienten mit chronischer, schwerer Aorteninsuffizienz, normaler EF (>= 50%) aber mit einer LVESD > 50 mm.
  • Ein Eingriff kann sinnvoll sein: Asymptomatische Patienten mit schwerer Aorteninsuffizienz, normale EF (>= 50%) aber mit fortschreitender linksventrikulärer Dilatation (LVEDD>65 mm), wenn das Risiko für eine OP als gering eingeschätzt wird.
  • Patienten mit schwerer Aorteninsuffizienz, die einen anderen Eingriff am Herzen erhalten, sollten auch einen Klappenaustausch bekommen. Falls eine OP am Herzen sowieso aus anderen Gründen geplant ist, kann ein Klappenaustausch auch bei Patienten mit moderater Aorteninsuffizienz erwogen werden.

Mit Ihren Werten aus dem Herzecho (EF, LVEDD, LVESD) liegen Sie auf jeden Fall noch sehr gut. Die nachlassende Leistungsfähigkeit, die Sie in den letzten Jahren bemerkt haben, wäre für mich jetzt kein Grund Alarm zu schlagen, Sie sollten diese Beobachtung aber bei Ihrer nächsten Kontrolle beim Kardiologen durchaus ansprechen. Da Sie körperlich sehr fit sind, können die Symptome sich bei Ihnen auch nur schleichend bemerkbar machen. Wann hätten Sie denn den nächsten Termin beim Kardiologen?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Mein letzter Termin war im Juli, ohne Veränderung!
Der nächste Termin ist im Januar, ich habe von mir aus um einen 1/2 jährlichen Termin gebeten, dem Kardiologen hätte 1x im Jahr gereicht.
Wenn man 50 Minuten ohne Atembeschwerden joggen kann, ist das kein Indiz, ich glaube nicht viele in meinem Alter schaffen das noch.
Ist nicht Dyspnoe das Leitsymptom? Das Echo ist doch entscheidend oder?
Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass der Leistungsabfall schon deutlich sein muss.
Muss man das älter werden nicht berücksichtigen?
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ist denn bei meinen Werten überhaupt mit Symptomen zu rechnen, ich dachte erst bei Entwicklung einer Herzschwäche treten Beschwerden auf.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich möchte einfach mitdenken, und falls notwendig den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen.
Es gibt Einschätzungen, die eine Wahrscheinlichkeit, dass ich ohne Eingriff auskomme, als gut beurteilen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich möchte mich nochmals für Ihre Ausführungen bedanken, und hoffe ich habe Sie nicht zu sehr genervt.
Für eine nochmalige Antwort in Kürze, wäre ich sehr dankbar.
Noch einen schönen Sonntag.

Sehr geehrter Fragesteller,

es freut mich, dass Ihnen meine Ausführungen schon etwas weitergeholfen haben. Ich sehe es genauso wie Sie, 50 min. ohne Atemnot zu joggen zeugt von einem sehr guten Trainingszustand. Das geht nur, wenn Ihr Herz sehr gute Leistung bringt. Ihre Herzparameter im Echo sind auch exzellent (EF, LVEDD, LVESD). Im Moment denke ich also, können Sie ganz beruhigt sein.

Symptome treten überwiegend auf, wenn die Herzleistung nachlässt und die Situation damit dekompensiert. Auf folgende Symptome sollten Sie besonders achten:

  • Atemnot (Dyspnoe) bei Anstrengung
  • Plötzlicher Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit (z.B. wenn Sie nach 20 min. mit dem Joggen aufhören müssten, weil Sie aus der Puste sind).
  • Angina pectoris, also die typischen Herzschmerzen die bei Belastung auftreten können und sich in Ruhe wieder bessern
  • Atembeschwerden im Liegen (manchmal fällt auf, dass Patienten mehrere Kissen brauchen oder nur noch fast sitzend schlafen können)
  • chronischer Husten
  • Nächtliche Herzschmerzen oder Atembeschwerden von denen Sie aufwachen
  • Häufiges nächtliches Wasserlassen

Wenn Symptome in dieser Richtung bei Ihnen neu auftreten, würde ich Ihnen raten, auch kurzfristig mit Ihrem Kardiologen Kontakt aufzunehmen. So wie Sie es beschreiben, haben Sie aber noch keines dieser Symptome bemerkt.

Der allmähliche Leistungsabfall, den Sie in den letzten 2 Jahren beobachtet haben, hat sehr wahrscheinlich nichts mit der Aorteninsuffizienz zu tun. Ich würde Ihnen aber raten, Ihre körperliche Leistungsfähigkeit weiter im Auge zu behalten und beim nächsten Kontrolltermin (wahrscheinlich dann im Januar) auch mit Ihrem Kardiologen über diese Beobachtungen zu sprechen. Ein akuter Handlungsbedarf besteht dadurch sicher nicht, aber es sollte in der Gesamtbewertung auf jeden Fall berücksichtigt werden.

Ich hoffe, diese Empfehlungen helfen Ihnen ein bisschen weiter! Sie können natürlich gerne noch weitere Nachfragen stellen, das nervt mich nicht, im Gegenteil, dafür bin ich ja da.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Hallo Herr Dr. Metzger,
ich bin auch davon überzeugt, dass ein relevanter Leistungseinbruch mit einem Abbruch des Joggens nach 20 oder 30 Minuten und Atemprobleme bedeuten würde.
Wenn man solange Ausdauersport betreibt, wäre so ein Ereignis ein Anlass den Kardiologen auf zu suchen,
allerdings gibt es diesbezüglich keine Anzeichen.
Ich hoffe, und ich glaube die Chancen sind nicht schlecht, durch meinen guten Trainingszustand und meine täglichen Sportlichen Aktivitäten ( zum Joggen wandere ich oft mit Freunden , und mache auch 3x die Woche leichtes Krafttraining ) den aktuellen Status meiner AI noch lange halten zu können.
So eine optimale Beratung, wie ich sie bei Ihnen erfahren durfte, habe ich bei JustAnswer bisher noch nicht erlebt, und ich habe schon des Öfteren die Dienste in Anspruch genommen.
Nochmals vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für das Kompliment, es freut mich sehr, dass Sie mit meiner Beratung zufrieden waren. Ich denke auch, dass Ihr Trainings und Bewegungskonzept entscheidend für Ihre gute Herzgesundheit und körperliche Fitness ist. Bleiben Sie weiter dabei! Ich wünsche Ihnen das Allerbeste und falls Fragen auftauchen, können Sie mir gerne wieder schreiben.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Kardiologie sind bereit, Ihnen zu helfen.