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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Kardiologie
Zufriedene Kunden: 922
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
105603447
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Ich leide seit paar Monaten an verschiedenen Beschwerden,

Diese Antwort wurde bewertet:

ich leide seit paar Monaten an verschiedenen Beschwerden, allen voran dauerhaft erhöhter Puls. Deswegen wurde mir auch schon Beta Blocker verschrieben. Ich war ständig in Notaufnahme und öfters stationär im Krankenhaus deswegen wo verschiedene Untersuchungen gemacht wurden weil das Ruhe EKG immer auffällig war aber Lamgzeit EKG, Belastungs EKG und Herzecho waren laut Arzt ganz normal außer dass, das Herz zu schnell schlägt. Warum das so ist wurde mir nie gesagt und auch nicht warum das Ruhe EKG auffällig immer ist. Soll in eine Psychosomatische Klinik weil die meinen das es davon ist. Habe deswegen alles an Unterlagen bekommen die ich da abgeben dann wollen und habe da mal rein geguckt. Da stand bei einem Ruhe EKG folgendes:

Befundungs-Hinweise

Störung 26 V Mittel
Q in : I V2
R Verlust in : V2

flache T-Wellen in V4 V5

QRS-T Bewertung
Vorderwandinfarkt, wahrscheinlich alt

Gesamtbeurteilung
abnormales EKG

Maschinell erstellte Interpretation

Können Sie mir sagen was genau das heißt weil mich Die Ärzte einfach nicht ernst nehmen und als ich das gestern gesehen habe hat mir das natürlich totale Angst gemacht. Weil ich früher als das ja gewesen sein soll laut dem EKG nichts mit bekommen habe und mir ja immer gesagt wurde alles ist gut mit dem Herzen außer das es zu schnell ist. Ich bitte um Antwort da ich echt verzweifelt bin und mir bisher niemand genau was sagen konnte warum mein Puls dauerhaft zu schnell schlägt und ich deswegen ja Beta Blocker benötige und warum es mir ja auch deutlich schlecht geht. Keine Kondition..bei kleinsten Wegen außer Atem aber wie immer laut Arzt sei ich gesund. Was kann dieses EKG bedeuten? Kann das ein Fehler sein? Oder war da wirklich ein Infarkt? Ich bin erst 28 Jahre, keine Vorerkrankungen außer 2014 Hashimoto was seit 2015 ohne Medikamente ist da Werte im Normalbereich. Ich bin schlank, habe seitdem es mir so schlecht geht sogar noch 11 Kilo verloren und wiege jetzt nur noch bei 1,64 m 50 Kilo. Ich bitte wirklich um detaillierte Antwort mit der ich was anfangen kann und was mir vielleicht auch diese Angst nimmt. Immer Beta Blocker und Tavor nehmen damit man über den Tag kommt das kann es doch nicht sein. Und wie soll mir da die Psychosomatik Klinik helfen wenn doch eindeutig zu sehen ist das mein Puls dauerhaft zu schnell ist. Ohne Beta Blocker war mein Puls bei kleinen Weg zur Toilette bei 160..das ist doch alles nicht normal.

LG *****

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und werde Ihnen helfen.

Ich kann Ihre Sorge gut verstehen. In einem EKG-Befund von einem "alten Infarkt" zu lesen klingt erst mal alarmierend. Allerdings kann ich Sie beruhigen: die "maschinell erstellte Interpretation" ist leider sehr fehleranfällig. Daher muss das EKG immer von einem Arzt begutachtet werden. Wenn Sie tatsächlich einen "Vorderwandinfarkt" gehabt hätten, wäre das dem Arzt sicher aufgefallen, gerade weil die Maschine das ja schon vorschlug. Sie können also ganz beruhigt sein, Sie haben mit Sicherheit keinen Herzinfarkt gehabt, sondern die maschinelle Interpretation lag hier einfach schlicht verkehrt (was wie gesagt sehr häufig vorkommt).

Zu Ihren eigentlichen Beschwerden: unser Herz reagiert sehr empfindlich auf verschiedenste Signale des Körpers. Ein erhöhter Ruhepuls bei ansonsten Herzgesunden kann durchaus in der Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper zustande kommen. Hier ist die psychosomatische Klinik gar keine schlechte Idee. Dort wird auch immer genau nachgesehen, ob es irgendwelche organische Zusammenhänge zu Ihren Beschwerden gibt, aber eben auch die Verbindung zur Psyche berücksichtigt. Haben Sie diesbezüglich schon eine Anlaufstelle, wo Sie sich mit diesen Problemen wenden können?

Herzliche Grüße,

Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Metzger, ich danke ***** ***** für Ihre Antwort und die Zeit die Sie sich dafür genommen haben.
Ja ich habe einen Termin für ein Vorgespräch in der Psychosomatischen Abteilung der Medizinischen Hochschule in Hannover. Ich hoffe sehr das die mir da Helfen können. Denn ich Mai war ich erst in eine Akut Psychosomatik Klinik in Bad Münder gekommen, die mich aber wegen eines wiedermal auffälligen EKGs ins nahegelegene Krankenhaus geschickt hatten. Da wurde Langzeit Blutdruck Messung durchgeführt was gezeigt hat das mein Blutdruck zu niedrig ist. Daraufhin sollte ich den Beta Blocker (Metohexal) wieder absetzen. Hatte den in einer sehr niedrigen Dosis und zwar 23,75 mg jeweils morgens und abends eine halbe. Dann war ich für eine Nacht wieder in der Psychosomatischen Akut Station in Bad Münder und die haben mich da entlassen weil es mir immer noch so extrem schlecht ging da ich auch schon einen starken Gewichtsverlust hatte durch keinen Appetit mehr und ständiger Übelkeit. Ich sollte erstmal in ein Krankenhaus und mich aufpeppen lassen. Bin dann am nächsten Tag in die MHH gefahren zur Notaufnahme da habe ich alles soweit wie es ging geschildert und die haben mich dann auch stationär aufgenommen weil wieder EKG auffällig war und halt mein Puls weil ich ja den Beta Blocker absetzen musste wieder extrem hoch war..in Ruhe war der Puls bei um die 130. Das ist einfach nur sehr, sehr schrecklich und unangenehm. Da wurde dann wieder alles kontrolliert. Schilddrüse, Enzyme und Tumormarker und halt normale Blutwerte und war für zwei Tage an einem Monitor angeschlossen wo Puls überwacht wurde und das war ein Monitor den man zu Toiletten gänge und so mit nehmen konnte da er auf Rollen war. Jedesmal wurde mein Puls nur für kleinste Wege so extrem hoch das es bei 170 schon war und im stehen bei 154 meistens. Ich habe Die Ärzte angebettelt doch was zu machen aber die waren da sehr unfreundlich und meinten nur ich soll mehr Rum laufen und mich bewegen, was aber gar nicht mehr möglich war weil ich ständig umgekippt bin. Nach zwei Tagen und einer Nacht wo ich mich so gequält hatte habe ich erstmal mit einer Pflegerin gesprochen die hat nochmal mit den Ärzten geredet wie sehr ich leide und da wurde mir erstmal Tavor gegeben damit ich zur Ruhe komme. Das hat ein wenig geholfen aber der Puls ist ja trotzdem hoch geblieben. Am nächsten Tag wurde mir dann endlich wieder der Beta Blocker gegeben den ich ja schon mal paar Wochen genommen habe und dann ging der Puls auch wieder etwas runter. Das war echt eine Erleichterung. Trotzdem ging es mir weiterhin sehr schlecht. Keine kraft zum gehen dadurch das ich immer so außer Atem bin. Dann so ein ekliges schreckliches Gefühl dauerhaft im Oberkörper also Brustkorb, Hals und so. Das macht mich wahnsinnig. Seit zwei Wochen bin ich jetzt wieder zu Hause und nehme täglich den Beta Blocker und leider auch täglich einen bis 1,5 mg Tavor also verteile das über den Tag mit 0,5 mg. Das ist ja meine nächste Sorge weil man davon ja süchtig wird und ich weiß nicht wie ich davon dann weg kommen soll weil ich meine jetzigen Symptome gar nicht ertrage und dann noch sowas dazu ist zu viel. Durch was könnte man das denn ersetzen das Tavor? Brauche das bisher leider dadurch das diese Atemprobleme sehr stark sind und ich sonst in Panik gerate und wieder ständig Notaufnahme fahren würde worauf ich einfach keine Lust mehr habe und mein Arzt auch gesagt hat ich soll das nicht machen. Seitdem ich zu Hause bin esse ich täglich immer irgendwas und bewege mich innerhalb der Wohnung auch viel mehr als vorher. Schaffe somit an die 4000 Schritte, manchmal mehr manchmal weniger. Habe dabei immer einen Schrittzähler in der Hand. Hatte jetzt auch letzte Woche zwei mal Physiotherapie wo mir gezeigt wurde was ich wegen der Atmung machen kann da ich eine sehr krumme Haltung habe und dadurch das ich mich durchgehend am anspannen und verkrampfen bin ist das alles schon echt schrecklich geworden. Weiß ja nicht ob diese Atemprobleme durch verkrampfte Muskeln kommen kann?! Das hatte ich den Ärzten auch immer gesagt das ich gar nicht mehr gerade stehen kann weil das so anstrengend ist und sitzen ist auch total schrecklich. Im liegen da hebe ich den Oberkörper immer an und bleibe dann so was natürlich überall dann drückt und auch nicht gesund ist. Ich weiß einfach nicht mehr weiter und wie ich aus dem ganzen wieder raus komme das es mir einfach gut geht wie vorher. Das fing alles letztes Jahr im Dezember an und von daher stetig schlechter geworden. Vorher ging es mir super und habe Sport gemacht und ein Gewicht von 62 Kilo und fühlte mich wohl und dann auf einmal immer wieder keine kraft konnte nur liegen und nichts ging mehr. Das ist doch alles komisch. Bin so verzweifelt das es niemals besser wird und es irgendwann das gewesen ist mit mir. Ich weiß das die psyche da jetzt sehr mit spielt aber das ist ja normal wenn man sich nur noch so schrecklich fühlt. Tut mir leid für soviel Text.Liebe Grüße Jessica Meyer

Sehr geehrte Fragestellerin,

das ist ja wirklich eine schwierige Situation für Sie. Für mich ist auch überraschend, dass alles so plötzlich vor einem halben Jahr begonnen hat. Ich hätte einige Fragen an Sie, um Ihr Problem besser einschätzen zu können:

  • Könnten Sie mir ein EKG von Ihnen schicken, ich würde mir das gerne mal ansehen (bitte achten Sie beim Senden darauf, dass Ihr Name nicht zu sehen ist. JustAnswer ist ein öffentliches Forum und die Beiträge sind auch von dritten lesbar).
  • Welche Diagnostik wurde genau bei Ihnen durchgeführt, welche Erkrankungen konnten ausgeschlossen werden? Ich habe von Langzeit-EKG, Herzecho, Belastungs-EKG und TSH gelesen. Vielleicht können Sie mir dazu auch anonymisiert die Ergebnisse zukommen lassen?
  • Wurde bei dem Langzeit-EKG nachts eine niedrigere Herzfrequenz festgestellt? Wie stark fiel die Herzfrequenz nachts ab?
  • Rauchen Sie, trinken Sie Kaffee oder nehmen Sie irgendwelche Medikamente außer Lorazepam (Tavor) und Metoprolol (MetoHexal)?
  • Wie war Ihr Blutdruck bisher? Wurde eine Langzeitblutdruckuntersuchung gemacht?
  • Haben Sie selbst irgendeinen Auslöser im Verdacht?

Für mich klingen die Beschwerden sehr nach einer sogenannten "unangemessenen Sinus-Tachykardie". Das ist eine Erkrankung, die vor allem bei jungen Frauen auftritt und die sich durch anhaltend unangemessen hohe Herzfrequenzen auszeichnet.

Hier zwei Fachartikel dazu, die Sie vielleicht im Krankenhaus vorzeigen können (Inhalt auf Englisch):

Um diese Diagnose zu stellen müssen folgende Erkrankungen vorher definitiv ausgeschlossen werden:

  • Schilddrüsen-Überfunktion (Über eine TSH-Bestimmung im Blut)
  • Andere supraventrikuläre Rhythmusstörungen wie z.B. AV-Reentry-Tachykardie, Vorhofflattern, Störungen oder Besonderheiten in des Herzerregungssystems, die zu einer Tachykardie führen können.
  • Lageabhängiges Tachykardiesyndrom (über eine Kipptisch-Untersuchung)
  • Anämie (hier reicht ein einfaches Blutbild)
  • Erhöhte Spiegel von Stresshormonen. Hier sollte eine 24-Stunden-Urinuntersuchung angedacht werden. Eventuell kann man auf diese Untersuchung verzichten, wenn Ihr Blutdruck immer in Ordnung war.

Die Behandlung ist oft gar nicht so einfach und sollte von einem erfahrenen Kardiologen geleitet werden:

  • Betablocker helfen oft leider nicht so viel, man kann einen Therapieversuch damit starten. Empfehlenswert wäre ein Beginn mit 50 mg Retard-Tabletten, die Dosis wird dann nach oben angepasst, bis die gewünschte Wirkung eintritt.
  • Calcium-Kanal-Blocker wie Verapamil können eine Alternative sein.
  • Ivabradin. Ein Natriumkanalblocker. Das Medikament wird eigentlich für die Behandlung von Herzversagen eingesetzt. Es hat gute Ergebnisse in der Reduktion der Herzfrequenz bei betroffenen Patienten gezeigt und kann auch mit einem Beta-Blocker kombiniert werden.
  • In besonders hartnäckigen Fällen kann eine Katheter-Ablation erwogen werden. Diese Behandlung muss als experimentell angesehen werden und ist mit einigen Risiken verbunden.
  • Das Lorazepam (Tavor) sollte unter ärztlicher Aufsicht wieder ausgeschlichen werden. Das Medikament ist nicht für eine Dauerbehandlung geeignet. Es lindert zwar Ihre Ängste, die mit der Erkrankung verbunden sind, macht aber abhängig je länger es genommen wird.

Das wären erst mal meine Gedanken zu Ihren Beschwerden. Die Behandlung sollte nach meinem Empfinden zuallererst in der Kardiologie stattfinden, zusätzlich kann man aber überlegen, ob Ängste und Sorgen eine Behandlung in der Psychosomatik notwendig machen. Die Psychosomatische Klinik alleine wird aber an Ihren Beschwerden recht wenig verbessern können. Ich hoffe, diese Übersicht hilft Ihnen erst mal ein bisschen weiter. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Metzger,
Nochmals danke für Ihre Antwort.
Wie findet man denn heraus ob Andere supraventrikuläre Rhythmusstörungen wie z.B. AV-Reentry-Tachykardie, Vorhofflattern, Störungen oder Besonderheiten in des Herzerregungssystems, die zu einer Tachykardie führen das es daran liegt?
Und was genau ist eine unangemessene Sinus-Tachykardie? Da die Artikel ja auf Englisch sind kann ich das leider nicht lesen. Ist denn sowas gefährlich?
Ich werde Ihnen erstmal alles was ich hier an Anlagen einführen kann zusenden das Sie sich das mal angucken können. Heute ist es wieder sehr schlimm..habe aus den nichts Schweißausbrüche bekommen und so ein Gänsehaut schauer der über den Kopf den Nacken und hinteren Oberkörper lief. Daraufhin musste ich Tavor nehmen weil ich extreme Angst bekam weil ich das so nicht kenne oder schon mal hatte. Danach habe ein wenig geschlafen und bin mit totaler übelkeit wach geworden. Alles einfach nur schrecklich. Im Dezember musste ich 10 Tage Antibiotika nehmen aufgrund einer Unterleibs Entzündung wo ich danach schon erste Symptome bemerkt hatte wie unterzuckert gefühl obwohl man es nicht war und totale schwäche und eklige Müdigkeit und habe direkt danach also nach der Antibiotika einnahme begonnen Isotretinoin zu nehmen weil ich da starke Akne hatte. Da die Entzündung nicht weg war musste ich nach einer Woche weitere sieben Tage ein anderes Antibiotikum nehmen und in der Zeit habe ich das Isotretinoin abgesetzt aber gleich danach wieder begonnen. Im Februar dann weil die Symptome immer schlimmer wurden habe ich das Isotretinoin dann ganz abgesetzt weil ich dachte es würde daher kommen. Leider hat sich nichts gebessert und es wurde so schlimm das irgendwann nur noch liegen ging. Ich werde Ihnen jetzt erstmal soweit es geht die Befunde zusenden. Das ist erstmal der letze Krankenhaus bericht und ein befund vom Langzeit ekg was im April gemacht wurde.
Mehr ging nicht einzufügen.
Liebe Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Füge hier noch einzeln die anderen Befunde hinzu. Das sind jetzt noch ein Krankenhaus Bericht vom April aus einem anderen Krankenhaus in dem auch diese Kipptisch Untersuchung vorgenommen wurde und dann noch den Befund vom Belastungs EKG beim Hausarzt und ein Ruhe EKG vom Hausarzt. Blutergebnisse sind ja immer bei den Krankenhaus berichten mit dabei.LG

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die zahlreichen Befunde. Ich werde mir alles genau ansehen und melde mich morgen dann nochmal.
Herzliche Grüße,

Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Metzger,
das ist sehr freundlich von Ihnen vielen Dank. Werde dann Heute auf Ihre Rückmeldung warten.Liebe Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich habe mir mal alle Befunde durchgesehen und stelle im Folgenden mal zusammen, was bisher an Diagnostik erfolgte.

  • 20.03.2019: Röntgen-Thorax: unauffällig
  • 20.03.2019: Bodyplethysmographie, Oxymetrie: unauffällig, gute Vitalkapazität, gute Sauerstoffsättigung
  • 23.04.2019: Belastungs-EKG: gute Belastbarkeit bis 125 Watt, keine Auffälligkeiten im EKG
  • 23.04.2019: Blutbild unauffällig (Ausschluss Anämie), TSH im Normbereich, keine Entzündungszeichen oder Organauffälligkeiten (Leber, Herz, Nieren)
  • 23.04.2019: Kipptischuntersuchung unauffällig (Ausschluss orthostatische Dysregulation/Lageabhängige Tachykardie)
  • 23.04.2019: Langzeit-EKG: Durchgehender Sinusrhythmus, Herzfrequenz 58-128/min, mittlere Herzfrequenz 74/min, keine VTs, keine Asystolien über 3 sec. (Hier wäre noch interessant zu wissen, welche Unterschiede es zwischen Tag und Nacht gegeben hat).
  • 27.05.2019: CT-Lunge: unauffällig (Ausschluss Lungenembolie)
  • 27.05.2019: EKG: Sinustachykardie (125/min), sonst unauffällig
  • 27.05.2019: orientierendes Herz-Echo: unauffällig
  • 27.05.2019: eher niedriger Blutdruck, daher Ausschluss Phäochromozytom/erhöhte Stresshormone als Ursache
  • Transthorakales Herzecho: unauffällig
  • Abdomen-Sono: unauffällig

Verwunderlich oder besonders interessant ist der Langzeit-EKG Befund vom 23.4. Der ist nämlich unauffällig, Sie hatten während dieser Untersuchung ganz normale Herzfrequenzen. Wie lange wurde die Untersuchung durchgeführt und hatten Sie während des Langzeit-EKGs irgendwelche Beschwerden? Diese Untersuchung wäre für mich ein entscheidendes Kriterium, ob Ihnen eher eine psychosomatische oder kardiologische Klinik helfen kann.

Andere supraventrikuläre Rhythmusstörungen (z.B. AV-Reentry-Tachykardie, Vorhofflattern, Störungen oder Besonderheiten in des Herzerregungssystems, die zu einer Tachykardie führen) lassen sich mit einem EKG und gegebenenfalls einem Langzeit-EKG gut ausschließen. Da sowohl mehrfach durchgeführte EKGs und das Langzeit-EKG einen durchgehenden (normalen) Sinusrhythmus zeigen, sind diese Rhythmusstörungen ausgeschlossen.

Eine inadäquate (unangemessene) Sinustachykardie ist eine seltene Herzrhythmusstörung bei der das Herz dauerhaft zu schnell schlägt ohne andere Rhythmusstörungen. Es ist eine Ausschlussdiagnose, es müssen also erst andere Erkrankungen oder Auslöser ausgeschlossen werden. Ein Herzschaden entsteht dadurch in der Regel nicht (und wurde bei Ihnen ja auch ausgeschlossen). Die Symptome sind aber sehr belastend und einschränkend für die Betroffenen und müssen deswegen behandelt werden. Der Wikipedia-Artikel darüber gibt eine ganz gute Übersicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Inad%C3%A4quate_Sinustachykardie

An sich ist bei Ihnen schon alle nötige Diagnostik gemacht worden. Aus meiner Sicht entscheidend wäre der genaue Befund des Langzeit-EKGs. Bei einer inadäquaten Sinustachykardie würde sich tagsüber eine dauerhaft erhöhte Herzfrequenz zeigen, nachts sinkt die Herzfrequenz üblicherweise auf normale Werte ab. Im reinen Durchschnitt kann die Herzfrequenz damit "normal" wirken. Da in der Zusammenfassung im Arztbrief nur der Durchschnittswert genannt wird, fehlen mir noch nötige Informationen.

Ich würde Ihnen empfehlen im Krankenhaus nach dem ausführlichen Langzeit-EKG Befund zu fragen. Besonders interessant wären die Unterschiede zwischen Tag und Nacht und zu sehen, ob Ihre Beschwerden tagsüber mit den Herzfrequenzen übereinstimmen. Das kann richtungsweisend für die weitere Behandlung sein.

Liebe Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Metzger,
erstmal vielen Dank für Ihre Zeit die Sie sich genommen haben um alle Berichte durch zu gehen.
Nachts ist mein Puls im normalen Bereich seitdem ich das Metohexal nehme.
Wenn es also das vielleicht ist diese unangemessene Sinus-Tachykardie kann das Herz dadurch auf Dauer schaden nehmen da es ja sobald ich mich nur bisschen bewege der Puls so hoch ist? Ist sowas heilbar? Also wird das wieder weg gehen? Leider gibt mir mein Hausarzt keine Überweisung mehr zum Kardiologen weil die alle meinen das es von der Psyche ist. Dabei ist ja mein Puls ohne das Medikament extrem hoch und da geht dann nichts mehr. Mit dem Medikament kann ich wenigsten kleine Wege machen wo ich aber auch schon danach außer Atem bin. Das ist alles echt nicht schön. Klar kam die Psyche dazu und sicher auch Depressionen dadurch das es mir durchgehend schlecht geht aber das war sicher nicht vorher da. Ich war fit und mir ging es super es gab keinen Auslöser. In diese Klinik werde ich trotzdem auf jedenfall gehen da ich halt alles versuche um zu gucken was mir hilft nur weiß ich nicht wie ich da was mit machen kann weil ich bei kleinsten Dingen außer Atem bin und keine Kraft habe. Es ist wirklich schlimm die letzten Monate gewesen. Man hat an nichts mehr Freude und will nur noch das man sich wieder gesund fühlt und sich nicht jeden Tag solange quälen bis der Tag rum ist.Liebe Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

sehr gern geschehen, dafür bin ich ja da.

Ein Schaden durch den schnellen Herzrhythmus sieht man extrem selten. In der Regel nimmt das Herz dadurch keinen Schaden, das zeichnet diese Erkrankung auch ein bisschen aus.

Um bei der Diagnostik und damit auch bei der Therapie weiterzukommen brauchen Sie zuerst den genauen Langzeit-EKG Befund. Wichtig wäre auch zu wissen, ob der Befund mit oder ohne Metoprolol erhoben wurde. Nahmen Sie die Tabletten damals schon? So, wie ich es verstanden habe, haben Sie das Metoprolol erst später verschrieben bekommen.

Mit dem Langzeit-EKG und Ihren anderen Vorbefunden können Sie sich dann nochmal mit den Fachartikeln, die ich Ihnen geschickt habe, beim Arzt vorstellen und einfach mal nachfragen, ob es nicht diese Erkrankung bei Ihnen sein könnte. Das hilft oft dem Arzt auf die Sprünge.

Liebe Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Metzger,
das Medikament habe ich erst nach dem Langzeit EKG vom 23.04.2019 bekommen. Das wurde mir da in dem Krankenhaus daraufhin verschrieben. Bloß danach wurden meine Beschwerden diesbezüglich leider nicht besser was den hohen Puls betrifft und das immer außer Atem sein. Das es keine andere Art von Rhytmusstörung ist das ist ja schon sehr erfreulich. Trotzdem leidet man ja sehr unter den Symptomen sowieso immer total außer Atem sein. Da bekomme ich sehr leicht Panik wenn das manchmal ganz schrecklich wird. Bloß da meine Lunge ja erst untersucht wurde kann da ja nichts sein aber trotzdem bin ich immer so schnell außer Atem. Ob ich den genauen Langzeit EKG Befund bekomme frage ich da mal in dem Krankenhaus an. Den müssten die mir ja normalerweise zukommen lassen.LG
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich hatte auch den Befund eines Langzeit EKG's geschickt vom 03.04.2019 ist das kein genauer Langzeit EKG Befund? Da sind ja auch diese Wellen Aufzeichnungen zu sehen. Weiß leider nicht wie man das genau nennt..es ist zwar etwas älter als das von Ende April aber vielleicht hilft das ja weiter.. ich kann das ja nochmal im Anhang beifügen welchen Befund ich meine.LG

Sehr geehrte Fragestellerin,

das waren genau die Befunde, die ich vorher vermisst habe. Da Sie den ausführlichen Befund des Langzeit-EKGs bereits haben, ist es nicht mehr nötig, im Krankenhaus danach zu fragen.

Das Langzeit-EKG ist sehr interessant. Dort kann man sehen, dass es anscheinend nur kurze Phasen sind, in denen Ihr Puls so in die Höhe schnellt. Dann beruhigt sich Ihr Körper wieder und Sie haben über weite Teile des Tages ganz normale Herzfrequenzen (so um die 80-90/min.). Nachts sinkt Ihre Herzfrequenz sogar bis auf 56/min. ab, was einer normalen Nachtabsenkung entspricht.

Merken Sie tagsüber, dass Ihre Herzfrequenz nur phasenweise ansteigt? Oder haben Sie den Eindruck, sie ist dauerhaft zu hoch?

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Metzger,
als ich das Langzeit EKG um hatte war ich viel am liegen da kaum kraft zum gehen. Da wo es so hoch gegangen ist der Puls war dann wenn ich aufgestanden bin. Zu der Zeit waren die Beschwerden schon schlimm wurden aber im Verlauf immer schlimmer sodass ich ja immer wieder ins Krankenhaus bin. Bei meinen letzten Krankenhaus Aufenthalt in der MHH da war das nach drei Tageb absetzen des Beta Blocker ganz schlimm. Da ging mein Puls so extrem hoch das ich ständig umgekippt bin. Jetzt ist mein Puls im liegen immer so um die 78-90 und wenn ich mich bewege oder sitze halt über 100. In Bewegung so Schätzungsweise 130-140 aber durch das Medikament geht der Puls sobald mich hinlege schnell wieder runter was ohne das Medikament nicht der Fall war. Ja also in Bewegung habe ich halt diese Probleme auch mit der starken Atmung das ich halt total außer Atem bin, da ist auch reden dann ohne extrem zu Atmen nicht möglich. Schon schrecklich das ganze. Will einfach nur das es aufhört.Liebe Grüße

Gut, mit dieser Erklärung passen die Symptome dann doch auf die inadäquate Sinustachykardie. Ich würde Ihnen empfehlen, sich mit den Vorbefunden und den Fachartikeln nochmal bei Ihrem Hausarzt vorzustellen. Fragen Sie einfach mal nach, ob es nicht diese Arzt von Rhythmusstörung bei Ihnen sein könnte, auch wenn sie selten ist. Erklären Sie ihm, dass Sie für den psychosomatischen Ansatz durchaus aufgeschlossen sind, aber Ihnen dort bisher nicht wirklich geholfen wurde. Bitten Sie anschließend um eine Überweisung zum Kardiologen. Ich denke, das müsste klappen. Über die Langzeitprognose dieser Erkrankung weiß ich leider auch zu wenig. Ich denke aber, dass Sie in der nächsten Zeit Medikamente nehmen werden müssen, um den Puls in einem erträglichen Maß zu halten und Ihnen wieder ein normales Leben zu ermöglichen. Die möglichen Optionen diesbezüglich habe ich ja oben schon umrissen. Ich hoffe, dass Sie die Hilfe finden, die Sie benötigen! Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Liebe Grüße und vor allem gute Besserung!

Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,

jetzt habe ich gar nichts mehr von Ihnen gehört. Hat Ihnen meine Beratung geholfen? Dann freue ich mich über eine freundliche Bewertung. Nur in diesem Fall wird mir ein Teil Ihres angezahlten Betrags als Honorar ausgezahlt. Für Sie entstehen keine weiteren Kosten. Sind noch Fragen zum Thema offen? Dann können Sie hier gerne auch nach Bewertung der Antwort ohne zusätzliche Kosten weiterfragen. Lassen Sie mich wissen, wie ich Ihnen am besten helfen kann!

Liebe Grüße,

Dr. med. M. Metzger

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Manuel Metzger und weitere Experten für Kardiologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Dr. Metzger,tut mir leid das ich nicht mehr geantwortet hatte. Gestern war ich beim Hausarzt und von da aus ins Krankenhaus geschickt. Hatte wieder schlimme Atemprobleme seit Dienstag aber verstärkt und da haben die in der Praxis einen schnell Test von den D Dimere gemacht und das war positiv also bin ich ins Krankenhaus gekommen wo dann aber da per richtigen Bluttest die D Dimere unauffällig waren. Normal ist ja unter 0,5 und bei mir waren die 0.41.
Deswegen wurde ich wieder nach Hause geschickt. Aber in den Arzt Brief den ich mit bekommen habe stand bei Verschlimmerung der Beschwerden oder wiederauftreten soll ich sofort fachärztliche Hilfe in Anpruch nehmen. Das stand als letztes als Komentar darunter. Jetzt habe ich wieder Angst das die doch nicht so sicher sind das da nichts ist wenn sowas drunter steht. Und vor letzte Woche wurden auch D Dimere abgenommen und da war der wert bei mir 0.33 wieso ist der jetzt bei 0.41?
Ist das normal das der ansteigt?
Habe vor sowas tierische Angst gerade weil ich ja diese Atemprobleme habe. Ich kann mich leider auch nicht soviel bewegen da es mir ja immer so schlecht geht und ich so immer außer Atem bin und halt nicht so die Kraft habe. Mache aber auf jedenfall um die 4000 bis 6000 Schritte am Tag. Zwar nicht über den Tag verteilt sondern meistens vormittags aber reicht das aus um sowas nicht zu bekommen? Also Thrombose? Ich nehme auch nicht die Pille und rauche auch nicht und sowieso habe ich kein Übergewicht. Kann das dann sein das man sowas bekommt? Habe das die ganze Zeit im Kopf und das macht mich wahnsinnig. Wenn ich liege mache ich öfters sowas wie fahhrad fahren im liegen damit die beine im Bewegung bleiben. Aber sobald ein Schmerz im Arm oder bein habe oder halt diese schlimme Atemprobleme bekomme totale Angst. Das ist echt nicht schön. Ich war so oft beim Arzt und wegen der Atemprobleme sagt mir keiner was ich machen kann um diese weg zu bekommen. Auch im Krankenhaus gestern hat das keinen interessiert das diese Probleme ja trotzdem da sind auch wenn der Wert da unauffällig war.
Tut mir leid wieder für soviel Text aber meine Ärztin hört gar nicht wirklich hin und nimmt meine Sorgen und Ängste nicht ernst.Liebe Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die gute Bewertung!

Es tut mir sehr leid, dass Ihnen im Krankenhaus nicht wirklich geholfen werden konnte. Es ist leider ein Problem in unserem Gesundheitswesen, dass oft nicht mehr der gesamte Patient gesehen wird, sondern sich Ärzte nur für eine bestimmte Detailfrage zuständig fühlen. In Ihrem Fall ging es um Ausschluss einer Lungenembolie. Da die D-Dimere im Krankenhaus im Normalbereich lagen, konnte diese Erkrankung effektiv ausgeschlossen werden und Sie wurden wieder nach Hause geschickt.

D-Dimere entstehen bei Abbau von Blutgerinnseln im Körper. Erhöht haben sie wenig Aussagekraft, weil es auch viele harmlose Ursachen gibt. Wenn Sie im Normalbereich liegen, ist aber ausgeschlossen, dass eine thrombotisches Ereignis wie eine Lungenembolie vorliegt. Sie haben also definitiv keine Thrombose, das kann man aus der D-Dimer Untersuchung sehr sicher schließen. Wie Sie richtig feststellen haben Sie ja auch gar keine Risikofaktoren für eine Thrombose. Ihr Bewegungsumfang klingt ganz vernünftig, um einer Thrombose vorzubeugen.

Warum haben sich die Ärzte auf die Frage: "Lungenembolie" konzentriert? Es ging einfach darum, eine lebensbedrohliche Situation für Sie auszuschließen. Jetzt, wo klar ist, dass hier keine bedrohliche Erkrankung vorliegt, ist die Arbeit für die Ärzte erst mal erledigt. Die Floskel "bei Verschlimmerung der Beschwerden ist sofort ärztliche Hilfe aufzusuchen" wird regelmäßig unter Arztbriefe geschrieben, einfach um sich abzusichern. Das heißt nicht, dass die Ärzte unsicher in Ihrer Diagnose sind.

Ich finde es klasse, dass Sie trotz Ihrer Einschränkungen versuchen, in Bewegung zu bleiben. Machen Sie weiter so!

Haben Sie schon mal Ihren Hausarzt auf die inadäquate Sinustachykardie angesprochen? Nehmen Sie die Fachartikel mit, das kann wirklich helfen. Es ist gut möglich, dass die Atemprobleme mit Ihrer erhöhten Herzfrequenz zusammenhängen. Ein weiterer Faktor könnte eine Panikattacke sein, die natürlich indirekt auch mit der erhöhten Herzfrequenz und den damit auftretenden Beschwerden zusammenhängen könnte.

Ich hoffe, Sie finden bald Hilfe und eine Besserung Ihrer Beschwerden.

Liebe Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Metzger,
erstmal vielen Dank ***** ***** trotzdem noch Zeit finden um so ausführlich zu Antworten.
Ja ich habe meinen Hausarzt darauf angesprochen und wollte dazu ihr die Artikel geben aber sie war dafür gar nicht offen. Das ist echt deprimierend da ich ja weiterhin mit diesen Einschränkungen klar kommen muss. Sie sagt immer nur das ich weiter versuchen muss das auszuhalten und nicht ins Krankenhaus einfach soll. Das ist echt unverschämt weil ich sehr darunter leide. Ich kann nicht länger als fünf Minuten stehen ohne das ich atemnot bekomme. Das kann doch nicht sein. Im sitzen ist es genauso. Im gehen kann ich das länger aushalten aber es ist sehr anstrengend. Mein körper müsste sich schon längst an die Bewegung gewöhnt haben weil sie immer noch meint ich lag ja sehr lange und da dauert sowas. Dabei ist das im April gewesen und seit Mai und Juni bin ich wieder in Bewegung und das kann man nicht immer noch darauf schieben. Ich habe dann selber versucht Termin bei einem Kardiologen zu machen. Habe bei 12 in Hannover angerufen wo immer gesagt wurde das die kleinen neuen Patienten aufnehmen oder mir wurde gesagt erst nächstes Jahr sind wieder Termine frei und dafür müsste ich Ende des Jahres nochmal anrufen. Dann habe ich bei welchen in der Nähe angerufen und da war das gleiche Spiel. Das kann doch nicht sein. Habe durch die ganze Sache das Vertrauen in Die Ärzte verloren und fühle mich total allein gelassen mit meinem Problem. In Ruhe einen normalen Puls zu haben ist ja gut und schön durch den Beta Blocker aber sobald ich mich bewege geht das so in die Höhe und das sollte nicht so sein. Zur meiner Periode hin wird das alles noch schlimmer da kommt dann noch so extreme müdigkeit dazu das ich kaum aufstehen kann und da ist mein puls immer noch höher und bin da noch mehr außer Atem. Ich möchte einfach nur das es wieder weg geht. Weiß aber nicht woran ich mich noch wenden soll damit.Liebe Grüße

Es sieht so aus, als ob Ihre Hausärztin das Problem bereits fest als "Psycho" abgestempelt hat. Natürlich spielt eine psychosomatische Komponente bei Ihnen eine Rolle, aber ich denke man kann das Problem nicht allein darauf reduzieren. Wenn das Vertrauensverhältnis zu Ihrer Hausärztin so gestört ist, kann es helfen über einen Hausarztwechsel nachzudenken. Ein neuer Hausarzt geht das Problem vielleicht unvoreingenommen an und kann Ihnen besser helfen. Bei einem Hausarzt dürfte auch ein Termin deutlich schneller zu bekommen sein, als bei einem Kardiologen. Alternativ können Sie auch in einem offenen Gespräch mit Ihrer Ärztin sagen, dass Sie sich nicht ernst genommen fühlen. Vielleicht hört Sie Ihnen dann besser zu.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Metzger,
ja das werde ich so noch einmal versuchen und hoffen das sie mich dann ernst nimmt.
Ich habe noch eine Frage wegen des D Dimere Wert. Als der ja vor zwei Wochen abgenommen wurde war er ja bei 0,33 und gestern bei 0,41 wieso steigt das denn? Der Wert vor zwei Wochen musste kontrolliert werden da ich als ich in der MHH war einen erhöhten Wert von über 2 hatte. Die meinten das hätte daran liegen können das ich ja ne Wunde am Kopf hatte oder wegen meiner Periode. Danach wurde der ja durch meinen Hausarzt kontrolliert und da war er dann ja wieder auf 0,33. Aber jetzt ist er ja wieder auf 0,41. Ist sowas denn normal?Liebe Grüße
Sehr geehrte Fragestellerin,
solche kleinen Schwankungen sind ganz normal und haben nichts auszusagen.
Liebe Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger