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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Kardiologie
Zufriedene Kunden: 5925
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, 22 Jahre in eigener Praxis mit Tätigkeitsschwerpunkt Kardiologie. Stetige Fortbildung um eine kompetente Beratung sicherzustellen.
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

Ich leide an verschiedene unangenehme Herz-Beschwerden.

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich leide an verschiedene unangenehme Herz-Beschwerden.
Meine Standard-Beschwerden seit Jahren sind Herzklopfen, also Extrasystolen, die regelmäßig kommen, z.B. eine Woche vor meiner Periode, wenn ich schlecht schlaffe, wenn ich viel Stress habe. Ich weiß dass sie nicht gefährlich sind, trotzdem sehr unangenehm - ich spüre sie sehr deutlich, wie beim Achterbahn und dass verhindert dass ich ein volles Leben führen kann. Dafür hat mit mein Hausarzt Tromkardin verschrieben und MetoHexal zum einnehmen bei Bedarf (eine Hälfte von 23,75mg Tablette da ich ein niedriger Blutdruck habe). Die helfen aber nur manchmal, also meine erste Frage ist was noch ich tun kann um die zu vermeiden?
Zweitens, die zusätzliche Probleme, die mein Leben momentan sehr einschränken. Aufgrund meiner Geschichte (PTBS, Angstzustände, Psychosomatische Beschwerden aufgrund PTBS und die Tatsache dass es erst nach über 10 Jahren diagnostiziert würde) wollte ein Kardiologe mit mir gar nicht reden obwohl mein Hausarzt und Therapeut wollten beide dass ich durchgecheckt wurde. Ich gehe davon aus, dass meine Herzbeschwerden mit meine Psyche in Zusammenhang sind. Dass Problem ist dass die Herz Probleme verhindern dass ich mit der Psychotherapie weiterkomme. Und dass natürlich bedeutet, dass so lange ich meine psychische Gesundheit nicht in Ordnung ist, gehen die Herzbeschwerden nicht weg. Da Antidepressiva nicht in Frage kommen (ich habe schon viele ausprobiert, leider hatte ich immer Herz-Nebenwirkungen - von Herzklopfen und niedriger Blutdruck, zu Tachykardie, zu verlängerter QT Zeit, und die Ärzte wollen nicht mehr "experimentieren"), muss ich nur mit Psychotherapie rechnen. Leider seit Monaten komme ich nicht weiter da jede Unterhaltung über die Vergangenheit oder mittlerweile auch andere Probleme oder Stressige Situationen (auch alltägliche!) endet mit schweren Beschwerden - erst nach der Unterhaltung wird es mir sehr schwindelig, mein Blutdruck und Puls werden sehr niedrig, ich werde blass und kann nicht aufstehen/laufen. Mein Therapeut hat sich auch erschrocken und musste mir helfen. Es fühlt sich an als ob jemand der Stecker rausgezogen hat, die Energie ist weg und mein Herz fühlt sich sehr schwach. Bei alltäglicher Stresssituationen kriege ich extreme Herzklopfen (unregelmäßiger Puls) - mehrere auf einmal, die manchmal Stunden lang dauern können, und letztens habe ich gemerkt dass mit auch kleinster Anstrengung wird es mir sehr schwindelig und schwach, und obwohl mein Puls regelmäßig ist (manchmal auch ziemlich hoch 90-100 BPM; normalerweise 60-70 BPM), hab ich das Gefühl von "flattern" im Brustbereich. Ich gehe davon aus das es alles viel mit Stress zu tun hat. Ich hätte aber gerne dass ein Herz-Spezialist das bestätigt und mir weiter helfen kann. Was kann ich machen, wie kann ich mir helfen?
Und - SEHR WICHTIG - bitte sagen Sie nicht "gehen Sie zum Arzt". Da war ich schon und wie gesagt, wegen meiner Vorgeschichte komme ich nicht weiter. Der letzter EKG beim Hausarzt war in Ordnung. Der Hausarzt weiß auch nicht weiter.

Guten Tag,

Ihre Vorgeschichte und Symptome machen psychisch verursachte Beschwerden wahrscheinlich. Falls noch nicht geschehen müssten aber mindestens ein Belastungs EKG, ein Herzultraschall und ein 24 Stunden EKG durchgeführt werden.

Vorab kann ein nicht selektiver Betablocker wie Dociton (Propranolol) 3x10 mg täglich helfen . Nicht selektiv,weil dieser Typ das Herz besser als selektive betablocker für psychischen Einflüssen abschirmt. Man muss allerdings darauf achten, dass der Blutdruck nicht zu tief abfällt.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank. Belastungs EKG Ultraschall usw. wurden vor 1,5 Jahren gemacht, während die Untersuchungen hatte ich die Beschwerden natürlich nicht und alles war in Ordnung (ein paar Extrasystole waren zu sehen). Propranolol würde mir vor Jahren in England verschreiben, zuerst 40mg, da würde mein Puls und Blutdruck viel zu niedrig. Dann hätte ich auch 10 mg bei Bedarf. In Deutschland würde mir dann stattdessen Metoprolol verschrieben. Aber mit Propranolol kam ich auch klar. Da ich auch bei Bedarf 1mg (halbe Tablette) Diazepam nehmen darf (einmal in 2 Wochen durchschnittlich), können die beiden zusammen eingenommen werden? Und gibt es noch etwas dass ich machen kann? Vasalva kann manchmal helfen, aber ich würde gerne die Beschwerden vermeiden...

Danke für Ihre Rückmeldung.

Gut, dass die organischen Untersuchungen in Ordnung waren. Das braucht man dann nicht zu wiederholen. Die psychische Verursachung ist damit weitestgehend bewiesen.

40mg Propranolol sind schon etwas viel gewesen. Ich würde erstmal über 2 bis 3 Wochen 3x10 mg tgl nehmen und den Effekt beobachten. Die zusätzliche Einnahme von diazepam sehe ich unproblematisch. Ich darf Ihnen jedoch leider keine konkreten therapieempfehlungen geben, weshalb ich Sie bitte Ihren Arzt zu meinen Überlegungen zu befragen.

Wenn Sie meine Antwort auf Ihre Frage gelesen, aber noch nicht bewertet haben, bitte ich Sie mir mitzuteilen, ob Sie weitere Informationen wünschen bzw. noch Unklarheiten bestehen. Prinzip von just answer ist, die Honorierung der Experten durch eine positive Bewertung (Anklicken von 3 bis 5 Sternen)auszulösen, wenn die Antwort zufriedenstellend war. Vielen Dank ***** *****ürmann

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort, ich werde es mit Propranolol versuchen und hoffe es bringt was, da momentan die Beschwerden zugenommen haben. Was mich immer noch "Sorgen" macht ist dieses Gefühl dass mein Herz schwach sich fühlt; es kling wahrscheinlich albern für Sie: ist das nur ein Gefühl, bzw. psychosomatisch, oder ist es tatsächlich möglich dass das Herz von Stress und Angstzustände schwächer wird? In Prinzip verstehe ich Psychosomatik, zweifle ich aber immer wieder am was mein Kopf und mein Körper machen und ich weiß nicht ob oder wann ich mich Sorgen machen soll.
Noch ein paar Kleinigkeiten: die Extrasystolen die ich vor meiner Periode kriege (immer 1 Woche vorher, bzw jede 3 Wochen), kann ich da irgendwas tun? Die sind echt unangenehm und nervig. Ich nehme momentan keine andere Medikamente.
Und zweitens, es steht in Ihren Profil dass Sie sich auch mit Psychosomatik und Psychiatrie beschäftigen - da ich immer wieder Fragen habe, könnte ich in Zukunft direkt Ihnen Fragen stellen?
Noch mal vielen Dank für Ihre Hilfe.

Das Herz kann nicht durch eine psychische Problematik schwächer schlagen. Was allerdings oft vorkommt ist, dass man Extraschläge zu verspüren meint, wo man in einem zeitgleich geschriebenen EKG nichts sehen kann. Für eine organische Herzerkrankung spricht bei Ihnen nichts. Der aus meiner Sicht erfolgsversprechendste Ansatz ist Ihr Herz durch Propanolol von psychischen Einflüssen abzuschirmen.

Sie können sich gerne in Zukunft direkt an mich wenden. An besten sprechen Sie mich hierzu in Ihrer Frage direkt mit meinem Namen an.

Bitte denken Sie noch an eine positive Bewertung meiner Antworten. Vielen Dank ***** ***** Gute!

Dr.Schürmann und weitere Experten für Kardiologie sind bereit, Ihnen zu helfen.