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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin Innere- und Allgemeinmedizin
Kategorie: Kardiologie
Zufriedene Kunden: 27243
Erfahrung:  Langjährige Notarzterfahrung
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo liebes Team, ich bin 33 Jahre, leide unter

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo liebes Team,
ich bin 33 Jahre, leide unter Bluthochdruck, der mit Ramilich und Bisoprolol behandelt wird und bei mir seit 6 Jahren ein Linksschenkelblock bekannt ist.
Damals war dieser nur frequenzabhängig und inkomplett (QRS 110ms) und bei hohem Puls da, jetzt ist dieser auch in Ruhe vorhanden und komplett.
Seitdem dieser diagnostiziert wurde, wurden bei mir sämliche Untersuchungen durchgeführt von B-EKG, Stress-Echo, Myocardszintigraphie bis zuletzt vor 4 Jahren eine Herzkatheteruntersuchung. Gefunden wurde nix, außer, dass dieser halt nunmal da ist, aber keine struktuelle Schädigung am Herzen besteht.
Seitdem gehe ich jährlich zur Kontrolle zu meinem Kardiologen. Die Letzte war vor einer Woche. Herzultraschall ist weiterhin in Ordnung mit einer EF von 50-60% mit einer leichten Einschränkung wegen dem LSB, aber das 12-Kanal EKG haute mich fast aus den Socken.
Da ich nach der Besprechung mit dem Ausdruck zur Anmeldung ging, hab ich beiläufig darauf gelesen, dass die QRS Dauer nun 190ms beträgt. Den Arzt konnte ich daraufhin leider nicht mehr ansprechen, weil ich sozusagen schon am Ausgang stand. Im Nachhinein dachte ich mir, dass er ja sagte es wäre alles in Ordnung, aber dieser breite QRS Komplex geht mir nicht mehr aus den Kopf.
Wie ist das möglich, dass der auf einmal so lange ist, wo doch der Ultraschall ohne Auffälligkeiten wieder in Ordnung war? Ich bin seitdem stark verunsichert.

Guten Abend,

Hier vermischen Sie evtl.zwei Dinge: Ein Linksschenkelblock bedeutet nur eine elektrische Variante: Die elektrische Erregung wird nicht auf direktem Wege durch die Herzkammer geleitet, sondern auf einem Umweg, weil der direkte Weg nicht funktioniert. Dieser Umweg kostet Zeit, und darum werden die Kammerkomplexe sehr breit, und natürlich ist dann auch die QRS- Dauer deutlich verlängert.

Das hat aber nur mit der Erregungsleitung, nichts mit der Pumpfunktion zu tun! Die ist zum Glück sehr zufriedenstellend. Die ganzen Untersuchungen hat man nur gemacht um auszuschließen, dass eine Herzdurchblutungsstörung oder eine Muskelschwäche hinter dem LSB steht. Da auch diese nicht gefunden wurden, kann man diese "elektrische Variante" sorgenfrei hinnehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen und wünsche Ihnen das Allerbeste!

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Vielen lieben Dank für Ihre Antwort. Das beruhigt mich, aber bedeutet das in diesem Fall nicht, dass durch diesen stark verbreiteten QRS Komplex das Herz ineffizient also asynchron schlägt und die Pumpleistung dadurch geringfügig beeinträchtigt wird?

Nein, überhaupt nicht! Die Reizleitung der ganzen Kammer ist verzögert, aber die schlägt dadurch ja nicht ineffizient, nur Millisekunden später als der Vorhof.

Dr. Gehring und weitere Experten für Kardiologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Alles klar vielen Dank.

Gern geschehen!