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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Sonstiges
Kategorie: Kapitalertragsteuer
Zufriedene Kunden: 5922
Erfahrung:  Steuerberater HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage zu meiner

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,ich habe eine Frage zu meiner Einkommenssteuererklärung für das Jahr 2018. Das Finanzamt ist von meiner Steuererklärung abgewichen und ich überlege nun, Einspruch einzulegen oder mir professionelle Hilfe zu holen. Ich bin Verwaltungsbeamter und in Bayern steuerpflichtig.Konkret geht es mir um die Anlage KAP bzw. folgenden Sachverhalt:
Seit einigen Jahren handle ich Aktien und Differenzkontrakte (CFD) auf der Handelsplattform etoro. Bei etoro handelt es sich um eine Investment-Plattform. Das Unternehmen hat u. a. Hauptniederlassungen in Limassol (Zypern) und London (Vereinigtes Königreich).Da das Unternehmen keinen deutschen Sitz hat, führt es keine Steuern ab und erteilt auch keine Steuerbescheinigungen nach amtlichem deutschen Muster. Hierzu ist diese Handelsplattform weder verpflichtet, noch berechtigt.Im Jahr 2017 hatte ich Gewinn durch Aktienveräußerungen bei etoro gemacht und diesen Gewinn in meiner Steuererklärung für das Jahr 2017 ordnungsgemäß angegeben. Hier wurden die von mir eingereichten Belege von etoro (das sogenannte „Account statement“) akzeptiert.Im Jahr 2018 hatte ich leider bei etoro nur Verluste mit Aktien- und CFD-Investments erzielt. Dagegen wurden bei deutschen Banken Gewinne mit Aktieninvestments erlangt. Für das Steuerjahr 2018 habe ich daraufhin meine Steuererklärung erstellt und die jeweiligen Daten nach besten Wissen und Gewissen in der Anlage KAP, Zeile 15 bis 18 erklärt, um die Aktiengewinne mit den Aktienverlusten zu verrechnen.
Zeile 15: negativer Wert
Zeile 17 und Zeile 18: entsprechend aufgeteilte positive WerteDies hatte ich ich anhand der Dokumente von etoro und meiner eigenen Berechnungen umfangreich belegt.Im Steuerbescheid wurden die Verluste nicht berücksichtigt. Es wurde folgende Erläuterung zu der Steuerfestsetzung gemacht: „Die geltend gemachten Kapitalerträge, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben, werden ohne entsprechender Steuerbescheinigung nicht berücksichtigt“Auf telefonische Anfrage hat man mir im Ergebnis dasselbe mitgeteilt und keine Lösung angeboten, wie ich denn dann belegen sollte, dass ich Verluste gemacht habe.Ich hätte hierzu gerne eine Bewertung - gerne mit Zitat der rechtlichen Fundstellen, damit ich nachlesen kann bzw. dies in einem Einspruch verwenden könnte. Sollte ich Einspruch einlegen? Wenn ja, kann ich das guten Gewissens selbst machen oder raten Sie mir unbedingt zu professioneller Hilfe?Vielen Dank vorab!Freundliche Grüße
Johannes G.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrem Anliegen an justanswer gewandt haben. Ich bin StB Prof. Nettelmann, Mir ist Ihre Anfrage zugeleitet worden.

Ich werde mich morgen um Ihre Angelegenheit kümmern und Ihnen Bescheid zukommen lassen. Ich hoffe, dass das so in Ordnung ist.

Einen schönen Abend Ihnen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Sehr geehrter Prof. Nettelmann,ja, das ist in Ordnung. Vielen Dank.Ihnen ebenfalls einen schönen Abend.
Johannes G.

Danke für Ihre Mitteilung

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihr Problem ist ein ständiges Problem für Anleger, die Kapital bei ausländischen Banken anlegen! Die sog. förmliche Steuerbescheinigung nach dem deutschen Einkommensteuergesetz bezieht sich nur auf die Verpflichtung für deutsche Banken, weil der Gesetzgeber kein Gesetzgebungshoheit für ausländische Banken hat.

Nun gilt der allgemeine gefestigtigte steuerliche Grundsatz, dass für steuermindernde Vorgänge der Steuerpflichtige die Nachweispflicht hat, um die Steuerminderung zu erreichen. Die Nachweispflicht ist umso umfassender, wenn die deutschen Finanzämter keine Ermittlungsmöglichkeit (Ermittlungspflicht) für einen steuerlichen Sachverhalt haben.

Wenn also die Finanzbehörden eine "Steuerbescheinigung" fordern, handelt es sich um die nicht deutsche förmliche (inländische) Steuerbescheinigung.

Gemeint ist letztlich, bei Verlusten aus Kapitalanlagen den lückenlosen Nachweis des Verlustes als Differenz zwischen dem Anschaffungsvorgang (Abrechnung der Bank) und dem Verkaufsvorgang (ebenfalls Abrechnung der Bank).

Hierfür muss also der Steuerbürger Vorsorge treffen! Nur mit einen solchen Nachweis durch eine belegbare Aufstellung besteht die Möglichkeit der steuerlichen Berücksichtigung.

Leider wird dies immer wieder bei derartigen Handlungen im Ausland nicht berücksichtigt, weil es nicht bekannt allgemein bekannt ist.

Versuchen Sie also, anhand der Ihnen vorliegenden Unterlagen einen solchen Nachweis zu erstellen, und treffen Sie Vorsorge für die Zukunft, dass die Nachweiserbringung lückenlos auf Grund von Belegen erbracht werden kann.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg. Darf ich Sie abschließend um Ihre Bewertung bitten, damit meine Bearbeitung mit dem 50 %igen Honorareinsatz von justanswer vergütet werden kann.

Mit besten Grüßen und für ein Gelingen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Kapitalertragsteuer sind bereit, Ihnen zu helfen.