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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Sonstiges
Kategorie: Kapitalertragsteuer
Zufriedene Kunden: 5922
Erfahrung:  Steuerberater HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Ein Freund hat eine Firma, die auf Erträge am Kapitalmarkt aus ist

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo!
Ein Freund hat eine Firma, die auf Erträge am Kapitalmarkt aus ist. Eine GBR. Ich möchte als Stiller Gesellschafter quasi mitmachen. Gewinne werden dann geteilt. Wie ist meine Steuerlast als a. typischer stiller Gesellschafter, bzw. b. atypischer stiller Gesellschafter.
Er muss ja seine Erträge schon mit 25 % versteuern. Ich als stiller Teilhaber, muss ich dann diese Erträge auch nochmals wie versteuern ?
Angenommen er macht am Kapitalmarkt 50.000 k Gewinn, die er mir ausschütten will; dann 25 % weg sind 37500 Euro. Diese schüttet wir mir quasi als Gewinn aus. Muss ich diese dann auch nochmals versteuern? (als Österreicher) als typischer oder atypischer stiller Gesellschafter.
Wenn ja, würde ich ja auf eine Steuerlast von knapp 50 % auf die 50.000 Gewinn am Kapitalmarkt kommen.
Vielen Dank!
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage sind ergänzende Angaben erforderlich:

1. Sie geben an, dass Ihr Freund ene Firma hat. Ist diese - was Voraussetzung für eine Firma ist - im Handelsregister eingetragen?
2. Was ist der ins Handelsregister eingetragene Gegenstand der Firma?
3. Wieviele Gesellschafter bilden die GbR?
4. Wo befindet sich Ihr Lebensmittelpunkt? Auf die Staatsangehörigkeit kommt es nicht an.

Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo!

Grundsätzlich kann er die Firma gestalten, wie er will, aber spielen wir den Fall durch, so wie ers geplant hat(te):

1. ganz normales Einzelunternehmen, nicht im Handelsregister eingetragen.

2. Da nicht in Handelsregister, keiner.

3. Das wäre er (möglicherweise ein 3ter, aber mal nein) und ich als stiller Gesellschafter. (typisch oder atypisch => je nachdem was besser)

4. Seiner ist in Deutschland. Meiner ist Österreich.

danke

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie sich als stiller Gesellschafter an dem Handelsunternehmen des Schuldners beteiligen, unterliegt Ihr Gewinnanteil gem. § 49 EStG ebenfalls der Kapitalertragsteuer von 25 %, die der Schuldner einzubehalten und mit Kapitalertragsteuer bei seinem Finanzamt anmelden und abführen muss.

Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Österreich unterliegen diese Einkünfte aus der stillen Beteiligung ebenfalls der Einkommensteuer. Zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung werden allerdings die in Deutschland einbehaltene Kapitalertragsteuer auf die österreichische Einkommensteuer angerechnet.

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben, und bitte um Bewertung meiner Beantwortung, damit die hinterlegte Vergütung an mich weitergeleitet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für die Antwort.

Also angenommen VOR Steuer hat er 100k Gewinn mit Währungsgeschäften. (Forexhandel) und er schüttet mir 50% aus.

Heißt dann 50.000 wird an mich ausgeschüttet, abzüglich 25 %, was in Deutschland anfällt und bezahlt wird. Also 37.500 landen dann mal bei mir in Österreich. Ich muss dann noch in meiner Einkommenssteuererklärung die Differenz zu meinem persönlichen Einkommenssteuersatz auf die 25 % nachzahlen.

Habe selber etwa 35 % Einkommenssteuersatz.

Pauschal kann man sagen: die dortigen Gewinne werden für mich mit 35 % versteuert - egal ob typischer, oder atypischer stiller Gesellschafter?

richtig?

Sehr geehrter Fragesteller,

die atypische stille Beteiligung kommt für Sie nicht in Betracht. Ausführungen hierzu können hierzu bei Ihrem Einsatz nicht gemacht werden.

Ansonsten ist Ihre Aussage zutreffend: Steuerschuld im Beispielsfall 35 %
Anrechnung auf die österreíchische Éinkommensteuerschuld 25 %
Steuerschuld insoweit auf die stille Beteiligung 10 %

Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

ok.

Gibt es eine Möglichkeit, nur die 25 % zu zahlen?

Gesellschaft in Östereich gründen?

Oder andere Form?

Nicht als Stillhalter, sondern als Mitgründer?

Hätten Sie da Idee?

Sehr geehrter Fragesteller,

es gibt diesbezüglich keine Möglichkeit.

Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Kapitalertragsteuer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo!

Angenommen ich bringe mich in die Gesellschaft ein - somit agieren ich als atypisch stiller Beteiligter. Alle Vorlagen hier sind erfüllt, um als atypisch stille Beteiligung zu gelten. Wie würde es in diesem Fall für mich als Österreicher aussehen? gilt da auch mein Einkommenssteuersatz?

Wenn ja, wäre das kein Unterschied ja.

Die atypisch stille Beteiligung stellt eine Sonderform einer stillen Gesellschaft dar. Möchte sich ein Anleger als stiller Gesellschafter in einem Unternehmen engagieren, muss er nach § 230 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches eine Einlage leisten, die in das Unternehmensvermögen übergeht. Nach § 232 HGB steht dem stillen Gesellschafter ein Anteil am Jahresgewinn zu, für Verluste kann er maximal in Höhe seines eingelegten Vermögens haften. Allerdings kann eine Verlustbeteiligung auch vertraglich ausgeschlossen werden. Typischerweise haben stille Gesellschafter keinen direkten Einfluss auf die Entscheidungen der Geschäftsführung. Gewinne aus einer stillen Beteiligung gehören zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und müssen entsprechend versteuert werden. Die atypisch stille Beteiligung gehört dagegen zu den Einnahmen aus dem Gewerbebetrieb. Dies ist so, weil bei einer atypisch stillen Beteiligung, dem Gesellschafter mehr Rechte, beispielsweise größere Mitsprache- und Kontrollrechte, eingeräumt werden, so dass er als Mitunternehmer angesehen werden kann. Bei der atypisch stillen Beteiligung werden den Gesellschafter neben Anteilen am Gewinn und Verlust des Unternehmens auch Beteiligungen am Vermögen eingeräumt.

Sehr geehrter Fragesteller,

die ergänzenden Fragen zur steuerlichen Behandlung einer atypisch stillen Beteiligung umfasst eine weitergehende Darstellung und Erläuterungen, zumal bei der Ansässigkeit in Österreich, die mit der angebotenen Vergütung nicht behandelt werden können.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie erhalten im Laufe des morgigen Tages Nachricht zur atypisch stillen Gesellschaft.

Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ok. danke!

ich wäre halt als Österreicher "gespannt", ob sie bei einer atypischen stillen Gesellschaft die Besteuerung für mich ändern würde, oder ich auch hier die Einkommenssteuer zahlen muss. Analog typische stille Gesellschaft.

Ich bitte, sich zu gedulden.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Kontaktdaten:***@******.***

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Kontaktdaten

Prof. Nettelmann
Sehr geehrter Fragesteller,

ich heute und derzeit noch in Mandantengesprächen! Es könnte sein, dass ich erst morgen Vormittag mich Ihres ergänzenden Anliegens annehmen kann. Ich bitte also um Geduld.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich habe keinen Stress.

Die Antwort läuft mir ja nicht davon.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die letzte (erweiterte) Frage, geht noch ab, oder? oder habe ich diese überlesen. danke!

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bitte um Entschuldigung! Da ich derzeit Handwerker im Hause habe, bin ich arbeitsmäßig etwas im Rückstand, werde aber mich Ihre ergänzenden Frage heute in jedem Fall annehmen!

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo!

Es reicht irgendwann am Wochenende.

danke!

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung des angenommenen Angebotes übermittele ich Ihnen per Email meine Stellungnahme zu der steuerlichen Behandlung der atypisch stillen Beteiligung unter Berücksichtigung Ihrer Ansässigkeit in Österreich.

Für die Bewertung meiner Ausführungen darf ich abschließend bitten. Für Ihr Zuwarten bedanke ***** *****

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Sehr geehrter Fragesteller,

ich darf Sie nach Übermittlung meiner Bearbeitung Ihrer ergänzenden Frage um Ihre Bewertung bitten, damit die hinterlegte Vergütung an mich weitergeleitet werden kann.

Herzlichen Dank
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo!

zu Punkt 7 hätte ich noch eine Zusatzfrage gestellt. danke

Sehr geehrter Fragesteller,

nein, so ist es nicht. Bei der typischen stillen Beteiligung werden die Einkünfte in Österreich unter Anrechnung der in Deutschland entrichteten Steuer, versteuert (sog. Anrechnungsverfahren), bei der atypischen stillen Beteiligung sind sie hingegen in Österreich steuerfrei, werden allerdings bei der Berechnung des Steuersatzes für die übrigen in Österreich zu versteuernden Einkünfte berücksichtigt (sog. Freistellungsverfahren).

Beispiel: zu versteuerndes Einkommen in Österreich aus österreichischen Einkünften 50 000 €

Sfeuerfreie deutsche Einkünfte 20 000 €

Der Steuersatz für die österreichischen Einkünfte von 50 000 € wird ermittelt von 70 000 €

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ah, ok. Jetzt wirds klarer. Der Steuersatz berechnet sich dann für die österreichsichen Einkünfte quasi "neu".

Gibt es maximale, steuerfreie deutsche Einkünfte?

Einkünfte in Österreich 50.000 Euro

Steuerfreise deutsche Einkünfte bis maximal?

Sehr geehrter Fragesteller,

die steuerfreie Einkünfte werden in voller Höhe bei der Berechnung des Steuersatzes berücksichtigt. Einen Höchstbetrag der Berücksichtigung gibt es nicht.

Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

ok. somit letzte Bestätigung:

Beispiel: zu versteuerndes Einkommen in Österreich aus österreichischen Einkünften 50 000 €

Sfeuerfreie deutsche Einkünfte 20 000 €

=> somit werden die 50.000 Euro öster. Einkommen, mit dem Steuersatz von 70.000 versteuert.

Beispiel: zu versteuerndes Einkommen in Österreich aus österreichischen Einkünften 50 000 €

Sfeuerfreie deutsche Einkünfte 100 000 €

=> somit werden die 50.000 Euro öster. Einkommen, mit dem Steuersatz von 150.000 versteuert.

KEINE Obergrenze.

Wenn das richtig ist, wäre ich fertig. Bitte um noch kurze Bestätigung.

Sehr geehrter Fragesteller,

bewerten Sie die Frage bitte ganz normal zur Freigabe der anteiligen Vergütung aus der hinterlegten Vergütung. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Leider kein Feld mehr da, um Ihre Antwort zu bewerten?!

Die Freischaltung ist zwischenzeitlich erfolgt!

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dann warte ich noch etwas. bei mir noch kein Feld dazu.

Für Sie besteht kein Handlungsbedarf mehr!

Prof .Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ok. sehr gut!

Meine letzten Ausführungen (=> somit werden die 50.000 Euro öster. Einkommen, mit dem Steuersatz von 70.000 versteuert und => somit werden die 50.000 Euro öster. Einkommen, mit dem Steuersatz von 150.000 versteuert) sind auch richtig, somit bedanke ***** ***** und wünsche einen schönen Sonntag!

danke für die Nachricht.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo!

ich hab nun das Konstrukt in Deutschland angemeldet und auch in Österreich. Alles mithilfe Steuerberater. Also Beteiligung als atypischer stiller Gesellschafter an einer Deutschen Einzelpersonenfirma. Ging alles gut. In Deutschland und auch in Österreich. Besteuerung eben wie oben erwähnt. Ich muss in Ö "nur" lt. Progressionsvorbehalt zahlen. Alles perfekt! Als Zusatzinfo: der Gewinn des Einzelunternehmens wird mit Devisenhandel gemacht;

Jetzt kam ein Anruf vom Finanzamt Deutschland zu meinem Kollegen mit folgenden Inhalt:


Es gibt im DBA (doppelbesteuerungsabkommen) zwischen D und AT einen Sonderparagraph, genau darunter fällt der Devisenhandel.

Der besagt, dass als Einkunftsland das zählt, wo der Broker sitzt, bei uns somit nicht in D. Der Broker sitzt in Zypern.

Bedeutet für mich, meine Einkünfte aus der atypisch Stillen Gesellschaft stammen nicht aus D, sondern zählen zum Ausland.

Das Finanzamt in D darf in diesem Fall keine Steuer erheben, dass muss in AT passieren und somit zum vollen Steuersatz.

Boom. Muss ich jetzt (trotz atypischer stiller Beteiligung) voll in die Steuer gehen? also ohne Progressionsvorbehalt und eben mit meinem Einkommens-Steuersatz in Österreich?

Gibt's doch nicht? gibt es einen anderen Weg? Ö- hat ja auch sicher ein Abkommen mit Zypern? (lt. Internet)

vielen Dank

Peter ganglmair

Sehr geehrter Fragesteller,

mir erschließt sich die Mitteilung des deutschen Finanzamtes nicht. Ich kann daher dazu nicht Stellung nehmen. Tragen Sie die
Angelegenheit Ihrem Steuerberater vor, dass der die Angelegenheit mit dem Finanzamt klärt.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

ich kann mit den Angaben, die Sie mir übermittelten, nicht anfangen.

Mir ist die "Sondervorschrift" im DBA nicht bekannt. Bitte geben Sie

mir hierzu den Quellennachweis genauer an! Fragen Sie gegebenenfalls beim Finanzamt nach.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Habe ich bereits gemacht.

kein Problem, wenn sie keine Antwort haben.

schöne Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

geben Sie mir die Antwort des Finanzamtes, damit ich gegebenenfalls dazu Stellung nehmen kann.

Prof. Nettelmann