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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 8357
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Ich habe mich vor Jahren als Privatperson an einer GmbH

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe mich vor Jahren als Privatperson an einer GmbH beteiligt, die kurz darauf in die Insolvenz ging wegen betrügerischem Bankrott seitens des Inhabers. Meinen Zivilprozess gegen den Inhaber habe ich vor 10 Jahren gewonnen und im Strafprozess wurde er auch verurteilt. Der Gegner hat dann Privatinsolvenz angemeldet und mein damaliger Anwalt für Insolvenzrecht hat meine Forderung aus unerlaubter Handlung nicht durchbringen können. Der Gegner hatte einige Jahre vorher sein gesamtes Vermögen der Familie überschrieben. Jetzt höre ich von einer Möglichkeit, dass man doch noch gerichtlich die Besitzübertragung bei betrügerischem Vorgehen rückgängig machen könnte, um an sein Geld zu gelangen. Der Gegner hat eine lange Vergangenheit als Straftäter und hat nie etwas dem Zufall überlassen. Gibt es eine realistische Chance, meine sechsstellige Forderung noch durchzubringen? Mit freundlichen Grüßen *****

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Eine rechtswahrende Möglichkeit besteht nur dann, wenn die Vermögensverschiebungen nicht mehr als 10 Jahre zurück liegen. Hier hätten Sie als Gläubiger einer titulierten Forderung ggf. gem. § 3 AnfG die Möglichkeit, die Übertragungen anzufechten.

Allerdings hätte bei Erfolgsaussicht der Insolvenzverwalter ebenfalls eine Anfechtung nach den §§ 129 ff. InsO vorgenommen.

Ansonsten steht Ihnen die möglicherweise zu erteilende Restschuldbefreiung bzgl. einer Befriedigung entgegen.

Können Sie mir ggf. mitteilen, von welcher Möglichkeit Sie gehört haben.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Insolvenzrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ab welchem Datum haben die 10 Jahre Gültigkeit? Meinem Kaufdatum, Insolvenzanmeldung oder Datum des Gerichtsurteils? Es müsste dann geprüft werden, was er zu diesem Datum noch an Besitz hatte.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Vermutlich wurden vom Insolvenzverwalter die Besitzverhältnisse nicht zurückverfolgt.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

bitte entschuldigen Sie die verzögerte Rückmeldung. Ihre Nachfrage wurde mir systembedingt nicht angezeigt.

Die 10-Jahresfrist läuft ab dem Zeitpunkt der gerichtlichen Geltendmachung der Anfechtung. Dies ergibt sich aus § 7 AnfG.

Ab diesem Zeitpunkt sind 10 Jahre zurück zu rechnen und es ist zu betrachten, was in dieser Zeit im Vermögen des Schuldners war.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-