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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 6990
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

2013 hatte mein Mann geschäftlich finanzielle

Kundenfrage

2013 hatte mein Mann geschäftlich finanzielle Schwierigkeiten. Darauf hin haben wir mein Haus verkauft. Die Bank verhandelte mit meinem Mann, dass ein Teil des Kreditvertrag auf mein schuldenfreies Haus umgeschrieben wird, der Dispo für die Firma gekürzt wird und für 30 T€ eine Rentenversicherung für mein Mann abgeschlossen werden muss. Die Versicherung lief auf den Namen meines Mannes als Versicherer und Versicherter.
Die Rentenversicherung wurde zur Sicherung meines neuen Darlehen an die Bank abgetreten.
2014 musste mein Mann dann mit seiner Firma in die Insolvenz und 2015 dann auch in die private Insolvenz. Der Insolvenzverwalter hat die Versicherung gekündigt und den Rückkaufbetrag ca 29.000 € von der Versicherung erhalten. Der Insolvenzverwalter schrieb der Bank, dass ihr ein Absonderungsrecht am Rückkaufswert zusteht und hat an die Bank überwiesen.
Nun 1 1/2 Jahre später bekomme ich vom Insolvenzverwalter Post in dem er von mir den Rückkaufbetrag von oben genannter Summe zurück verlangt, da ich von der Befreiung der Verbindlichkeit keinen Anspruch hatte und zu unrecht bereichert bin.

Ich habe mittlerweile mein zweites Haus verkauft. Die Darlehenssumme war mittlerweile durch die og. Rentenversicherung, einen Bausparvertrag und einer Zahlung von mir ausgeglichen. Die Kaufsumme hat die Bank dann auch sofort einbehalten und die Schulden meines Mannes aus der Firma ca.60 T€ und den Schulden aus gekündigten Kreditverträgen ca. 50 T€ verrechnet. Ich hatte leider vor Jahren mit einer Zweckerklärung gebürgt. Mit den Restbetrag konnte ich dem Insolvenzverwalter unser jetziges Haus abkaufen. Es ist Schuldenfrei und ich bin alleiniger Eigentümer.

Ich verstehe nicht warum ich nun ca. 29 T€ an den Insolvenzverwalter zahlen soll!?
110 T€ hab ich bereits an die Bank abtreten müssen, so dass von mir ein Gläubigern befriedigt wurde. Wie muss ich mich jetzt verhalten, denn den genannten Betrag hab ich nicht.

Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Insolvenzrecht
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Einen Zusatz:Ich hatte seid der Insolvenz keinen Einfluss und keine Möglichkeit der Mitsprache. Entschieden hat die Bank und der Insolvenzverwalter. Nach der Insolvenz meines Mannes wurde, von Seiten der Bank, auch mein Kreditvertrag gekündigt. Ich hatte dann eine Zahlungsvereinbarung mit der Bank die ich eingehalten hatte.
Mir ist noch bekannt, dass die Bank auf die Summe von der Versicherung bestanden hat.MFG KG
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Besteht die Möglichkeit, dass Sie mir das Schreiben des Insolvenzverwalters als pdf-Datei oder jpg-Datei über die Fragebox hochladen?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Guten Morgen,Die erste Seite befindet sich im Anhang. Die zweite habe ich nicht mit anhängen können.Inhalt Seite zwei: "Die Abtretung der Rentenversicherung an die KSK SDL stellt sich im Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Ehemann als unentgeltlich dar, da Sie für die Abtretung keine Gegenleistung an Ihren Ehemann zu erbringen hatten. Daher zahlen Sie....."Ich werde erst spät ihre Antwort lesen können, da ich bis 21 Uhr im Spätdienst sein werde.
Mfg
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Allein aufgrund der gegebenen Angaben (auch bzgl. den knappen Ausführungen in dem übermittelten Schreiben) kann ich noch keine abschließende Beurteilung treffen.

Allerdings kann dieser Anspruch der Insolvenzmasse durchaus bestehen.

Anspruchsgrundlage wäre § 134 InsO. Hiernach ist das zur Masse zurück zu gewähren (bis zu 4 Jahren vor Antragstellung), was einem gewährt wurde, ohne hierauf einen Anspruch zu haben ("Unentgeltlichkeit").

Allerdings können sich hier im Rahmen eines ehelichen Verhältnisses Verschiebungen ergeben, so dass das Merkmal der Unentgeltlichkeit nicht erfüllt ist. Dies wäre noch näher zu prüfen.

Nach gegenwärtiger Einschätzung wäre daher eine Zahlung abzulehnen (beispielsweise wegen keiner Unentgeltlichkeit, da eheliche Zuwendung).

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-