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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 9615
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Pointer-Mix aus dem Tierschutz, seit 3 Wochen bei uns in der

Diese Antwort wurde bewertet:

Pointer-Mix aus dem Tierschutz, seit 3 Wochen bei uns in der Familie, bellt und knurrt Besuch an. Wie verhalte ich mich richtig?
JA: Nennen Sie mir bitte Alter, Geschlecht und Rasse Ihres Haustiers.
Customer: Pointer Mix, Rüde, 18 Wochen alt
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Hundetrainer wissen sollte?
Customer: Der Hund kommt aus dem Tierschutz aus Bulgarien. Da der TA aktuell Giradien festgestellt hat, können wir keine Hundeschule besuchen.

Lieber Nutzer,
Ihr Hund denkt, er müsse jetzt alle Fremden von IHnen fern halten- endlich hat er sien Rudel gefunden und will es nicht in Gefahr bringen und auch keine Konkurrenz dulden.

Das ist aus seiner Sicht verständlich, aber
Sie müssen Ihrem Hund klar machen, dass SIE als Chef des Rudels sein Verhalten nicht dulden- so wäre es auch im Hunderudel.
Hierzu muss eine klare Rangordnung herrschen, damit er Sie und Ihre Anweisungen wirklich ernst nimmt.
Dazu müssen Sie u.a. mit ihm üben, dass er solange auf einem bestimmten Platz bleibt-wie Sie es wünschen. Zuerst bitte ohne Besuch üben, in kleinen Schritten und erwünschtes Verhalten mit Lecker belohnen.
Evtl müssen Sie ihn dazu vorrübergehend anfangs anbinden.
Klappt das, darf mit Besuch geübt werden.
Zuerst ist der Hund nicht mit im Zimmer, denn er darf als rangniedriges Rudelmitglied nicht als erster Kontakt zum Besuch haben. Ist der BEsuch im Zimmer, kommt Ihr Hund dazu und wird auf seinen Platz gebracht.
Belohnung für ruhiges Verhalten aber kein Kontakt zum Besuch-dieser muss ihn komplett ignorieren, dann ist es leicher für Ihren Hund.
Bellt er, kommt er sofort wieder raus.
So lernt er, dass er als untergeordnetes Mitglied NUR dabei sein darf wenn er leise ist, aber vom Rudel getrennt wird, wenn er bellt.
Sicherlich wird es bis zum entgültigen Erfolg einige Wochen dauern, aber mit Geduld und Konsequenz klappt es auch, besonders schnell funktioniert es dann, wenn Sie ihm auch in anderen, täglichen Situationen Ihre Chefposition klarmachen.
Hier dazu noch einige Tipps:
"Nabel der Welt Training" (Das sind SIE):

-es gibt nichts mehr für umsonst (Spiel, Zuwendung, Futter, Anleinen, Rausgehen) zuerst tut der Hund etwas für SIE: z.B. Sitz.

- SIE gehen immer zuerst, auch als erster durch Türen

- Spielzeug ist BEUTE und liegt nicht zur freien Verfügung rum. Sie beginnen und beenden jedes Spiel (wenn es am schönsten ist) und packen das Spielzeug weg.

- Keine Zerrspiele -jede Interaktion, die vom Hund ausgeht wird ignoriert(Kopf auflegen, Pföteln) zum Beispiel durch abwenden

-alles geht von Ihnen aus, sobald der Hund Ruhe gibt.

-Futter nur noch aus einer Schale die SIE in der Hand halten und zwischendurch wegstellen
-evtl die Tagesfutterration aus der Hand füttern als Belohnung. für gute Übungen.

-KEINE erhöhten Liegeplätze (Bett, Sofa)-zumindest aber darf er nur NACH Aufforderung dorthin.
Leider gibt es keine schnelle, einfache Lösung- aber über diese Maßnahmen haben Sie aus meiner ERfahrung sicherlich bald ERfolg!
Beste Grüße

Dr.Wörner-Lange TÄ u. Verhaltenstherapie

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Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Ich habe sein Verhalten nicht als Schutz empfunden, da er nicht bellt oder sich von seinem Platz bewegt wenn es an der Tür klingelt. Erst wenn der Besuch sich ihm nähert fängt er an zu bellen und knurren. Außerhalb des Hauses (auch in unserem Garten) macht er das nicht mehr. Anfangs benahm er sich überall Menschen gegenüber so (Feld, Wald, Straße...). Ich habe die Situation gezielt gesucht und ihn absitzen lassen und belohnt. Nach einer Woche konnten wir uns überall problemlos bewegen und Begegnungen sind kein Problem. Im Haus bellt er meinen Mann immer wieder an und rennt hin, dann riecht er und macht kehrt. Gestern hatten wir einen Besucher den er nur beschnüffelt hat. Der Besucher heute wurde verbellt und auch angeknurrt (beide haben ihn auf unsere Anweisung ignoriert). Keinen der beiden hatte der Hund vorher schon mal gesehen.
Ich habe heute auch deutlich „nein“ gesagt zu seinem Verhalten. Wenn er ruhig war wurde er belohnt. Unser heutiger Besucher hat ihm als er ruhig war auch eine Belohnung gegeben und sich dabei auf den Boden gesetzt. Als er aufgestanden ist wurde er wieder verbellt. Ist mein Verhalten in der Situation so richtig? Wir sind eine 5-köpfige Familie und haben auch immer wieder Kinder zu Besuch. Ich wollte einen Menschenfreund und so wurde er mir leider auch beschrieben. Vielleicht ist er auch einfach unsicher? Er kannte ja vorher kein Haus und war auf einem Gelände mit Hundehütten.

Hallo,

da haben Sie ja schon viel erreicht - und ja, vermutlich steckt auch viel Angst und Unsicherheit hinter seinem Verhalten. Aber gerade dann ist es eben auch sehr wichtig, ihm Sicherheit als Rudelführer zu vermitteln und auch klare Ansagen zu machen (s.o.)- aus unsicherem Bellen wird schnell sicheres Bellen, wenn er glaubt, Erfolg zu haben . Wie gesagt- Fremde sollten sich ihm z.Zt. im Haus keinesfalls nähern- das verschärft die Situation und ggf. Ängste nur. Er muss sich ja auf Sie verlasssen , dass Sie ihn dann schützen. Da man nicht weiss, welcher Reiz bei welchem Menschen das Bellen auslöst, würde ich ihn wie oben beschrieben nicht gleich zu Fremden hinlassen.

Grundsätzlich hat er sicherlich auch schlechte Erfahrung mit Männernn gemacht- deshalb würde ich jetzt dazu raten, dass Ihr Mann ihn füttert, viel mit ihm macht und so langsam immer mehr Vertrauen schafft. Das wird dauern und auch Rückschläge geben, ist aber der beste Weg.

Bei Kinderbesuch sollten Sie ihn zunächst immer an einer Schleppleine haben- kleinere Kinder machen oft besonders Angst- und ihn immer nur kurz zuschauen lassen und dabei füttern. So kann er Kinderbesuch positiv abspeichern. Bellt er, deutliches NEIN und dann kommt er rein/in ein anderes Zimmer

Da ich die Situation ja nur aus der Ferne beurteilen kann, wäre es sicherlich auch eine große Hilfe, einen guten Trainer vor Ort hinzuzuziehen.

Alles Gute

Dr. Wörner-Lange Tierärztin u. Verhaltenstherapie

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