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Cityhunde
Cityhunde, Tierpsychologin
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 55
Erfahrung:  Tier-Ernährungsberaterin
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Aussie Hündin „Ida“18 Monate alt 2xläufig gewesen, als Welpe

Diese Antwort wurde bewertet:

Aussie Hündin „Ida“18 Monate alt

2xläufig gewesen, als Welpe zu uns gekommen , sehr guter Grundgehorsam, läuft 95% ohne Leine, ist draussen völlig unauffällig und bisher absolut sozialverträglich. ... im Haus und im eigenen Garten geht sie offensiv und bellend mit aufgestellten Nackenhaaren auf alle zu, die nicht zur Familie gehören. Lässt sich in diesem Moment nicht abrufen, springt umher. Wenn ich die Situation rechtzeitig bemerke ( zB bevor es an der Tür klingelt ) schicke ich sie auf ihren Platz oder lasse sie neben mir absitzen- das mache ich mit Hilfe des Clickers und so funktioniert es sehr gut. Sobald die Menschen (wir haben 4 Kinder 6-14Jahre und die bekommen viel Besuch) hereinkommen fängt Ida wieder an aggressiv zu bellen, meist bleibt sie allerdings auf ihrem Platz oder in ihrer Box. Ich bin aber immer!! in der Nähe, wenn Besuch da ist. Es scheint, sie denkt, sie müsste etwas regeln oder Beschützen und traut es mir nicht zu. Grundsätzlich glaube ich, dass sie ein eher unsicherer Hund ist, was diese Situationen für uns noch unberechenbarer macht. Tagesablauf: Morgens große abwechslungsreiche Runde -1,5h, danach Ruhe bis 13:30h ( dann kommen die ersten Kinder nach Hause. Mittags Pipi im großen! Garten und spielen mit den Kindern später Nachmittag Spazieren etwa 1h . Letztes Pipi um 21:00h . Ich brauche Rat bezüglich der Agression gegenüber Besuch, wie kann ich ihr klarmachen, dass es in Ordnung ist, wenn ich die Menschen reinlasse ? Dass sie keinen Job hat? Ganz herzlichen Dank schon mal!!! ****

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
mir ist klar, dass sowohl Territorialverhalten und Beschützerinstinkt rassetypisch sind und Ida mitten in der Pubertät steckt.
Sie reagiert allerdings ziemlich heftig und das ist in einem großen unruhigen Haushalt wirklich schwierig.
Was die geistige Auslastung betrifft, mache ich immer zwischendurch mit ihr eine Kleinigkeit ( Clicker oder Suchspiel o.ä.).Sie hat bei uns eine ganze Menge Stress mit den, mitunter, heftig pubertierenden Kindern und der damit verbundenen Unruhe im Haus. Einen Rückzugsort hat sie, den sucht sie auch auf, aber sobald etwas passiert steht sie parat und mischt sich ein...
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Hallo liebe Hundefreunde,

Dankefür Ihr Vertrauen, Ihre Offenheit und Ihre Bereitschaft, Ihrem Hund helfen zu wollen. Wir werden dieses tiefe Problem hier nur mit einer "Antwort" nicht lösen können.

Aber ich werde versuchen, Ihnen aufzuzeigen, wie Sie weiter vorgehen sollten, damit Sie harmonisch und stressfrei miteinander leben können. Meine Diagnose als Tierpsychologin:
Ziemliche Überforderung eines unsicheren Hundes, weil zu viel menschliche Disziplin verlangt und viiieeel zuuu wenig typisches Hundeverhalten gewährt wird.
Ich kann das hier leider nicht alles erklären, das sprengt den Rahmen. Sie können sich aber gerne direkt an mich wenden, unten über die Webseite, wenn Sie Fragen dazu haben.

z.B. Müßte das "zum Platz gehen" so aufgebaut werden, dass es die Entscheidung des Hundes ist, beim Klingeln auf seinen Platz zu gehen - NICHT Ihr Auftrag.
Auch ist ein großer Garten nicht förderlich für Hunde. (Ausser Sie hätten 5 Schafe, das wäre dann fein für Ida...)

Schauen Sie mal mein Video bei Youtube zu dem Thema:
https://youtu.be/wo7riKmZ5wo

Eine Ferndiagnose ist natürlich immer heikel. Darum gäbe es zunächst einige Fragen zu klären, die die Ursache des Problems aufdecken können. Denn das ist ein emotionales Problem und sollte auch so angegangen werden. Mit Disziplin und Hundeschul-Übungen kommen Sie hier leider nicht weiter.

  1. Wie lasten Sie den Hund artgerecht aus? (Spaziergänge,Clicker, Ball zählen nicht dazu)
  2. Was darf der Hund, was darf er nicht?
  3. Verlangen Sie viel Disziplin (Sitz, Platz, Nein...) ?
  4. Welche Angst-Momente, oder andere "Nichtentspannte" Situationen hat er noch (Lärm, Briefträger, schnelle Autos etc)?
  5. Ist sie viel alleine im Garten, ohne Sie?
  6. Wie reagieren SIE selber, wenn der Hund nicht hört? Was tun SIE daraufhin?
  7. Welche gemeinsamen Aktivitäten haben Sie? (Ausser Spazieren gehen)

Bitte beantworten Sie jede Frage stichpunktartig, damit ich Ihnen gezielte Tipps geben kann.

Viele Grüße

Ihre

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Liebe Frau Hebel,
herzlichen Dank für Ihre Einschätzung von Ida und der Situation.Wie Sie bin ich auch der Ansicht, dass es sich um ein emotionales Problem handelt.Was meinen Sie mit viel zu wenig hundetypisches Verhalten?zu 1. + 7.in der Tat haben wir keine Schafe ��, aber Ida hat großen Spaß an Suchspielen ( sie sucht erfolgreich zB die Kinder im Wald oder Gegestände, die ihr vorher gezeigt wurden. Hat sie sie gefunden legt sie sich dafür und zeigt so an. Auf unseren Spaziergängen balanciert sie, klettert, wir spielen fangen, entdecken gemeinsam viele besondere Dinge... Wir haben den Wald und wunderschöne Wege mit Bächen und Wiesen vor der Haustür. Sie hat ausreichend Hundekontakt!
Zu Hause clicker ich mit ihr, was sie mit Begeisterung macht.
Bewegung hat sie sicher genug.
…da ich unsicher bin, was zuviel ist, habe ich mit ihr bisher noch kein anderes Hobby begonnen. Ich bin der Meinung, dass sie eher zu wenig echte Entspannung hat.
Zeit für eine Aktivität hätte ich!zu 2. Der Hund darf sich im Haus frei bewegen, sie darf mit uns gemeinsam aufs Sofa, sie darf natürlich Menschen begrüßen ( Hundefreunde und sichere Menschen begrüßt sie sehr freundlich mit viel“Grinsen“ und einer sehr unterwürfigen Körperhaltung). Sie darf Unregelmäßigkeiten melden, wir gehen dann und schauen nach, loben sie und sagen, das alles in Ordnung ist.Sie darf nicht anspringen.
Meinten
Sie das mit Ihrer Frage?zu 3. Sie setzt sich auf die Signale „Halt“ und „Fahrrad“, sie sitzt vor dem Gartentor bis ich geschaut habe ob der Weg frei ist. Platz macht sie wenn sie wartet bis etwas versteckt ist zB.
Nein gibt es selten.zu 4. Streit der Kinder, auch wenn Menschen / Familie rumalbern , der Briefträger wird angebellt, der DHL Mann nichtzu 5. im Garten ist beinahe immer mit einem von uns, sie spielt mit den Kindern im Sandkasten oder liegt auf der Wiese. Allerdings dreht sie dann auch mal eine Runde - sie hat sicher einige Kauutensilien vergraben. Vielleicht stresst sie da, und sie meint, sie müsste darauf aufpassen.Rennende, schreiende Kinder im Garten sind für Sie Stress.zu 6. die einzige Situation, in der sie nicht hört, ist, wenn sie sich schon in die Bellerei reingesteigert hat. Dann hilft nur Ruhe bewahren und den Moment abzupassen wenn sie zu mir kommt - dann sage ich ihr, alles ist gut und bringe sie ins Haus oder nehme sie an die Leine oder schicke sie auf ihren Platz.
… wir haben es auch schon mit Schimpfen probiert, das hat natürlich nur das Gegenteil bewirkt. In so einer Situation kommt ja einiges zusammen,
der Mensch der angegangen wird, im Zweifel sich fürchterlich erschreckt, der Hund, der nicht hört und ich selber, auch im Stress, da ich die Situation nicht unter Kontrolle habe.Vielen Dank für Ihre Unterstützung!!!Nina Busch...

Danke ***** ***** machen das alles schon sehr gut.... Aber es fehlt noch der gewisse Kick für Ida.

Das meiste von den Sachen ist zu statisch, zu untypisch für Hunde, zu menschlich.

Zwecks Stress mit Kinder machen Sie bitte folgende Übung:

Ida liegt am Boden, Sie streicheln ihren Bauch und sitzen am Kopfbereich. Halten Sie vorsichtshalber auch das Halsband fest...

Am unteren Bauchbereich streichelt eines Ihrer Kinder und im Wechsel dann auch 1-2 der "fremden" Kinder, während Ihr eigenes sich zurückzieht.

Somit kann sie allmählich die fremden Kinder mit etwas schönem verknüpfen, statt mit Lärm und Hektik. Sie muss aber wirklich dabei liegen, also entspannt sein.

Und hier nochwas, um Stress abzubauen:

Bitte befolgen Sie es, auch wenn es Ihnen komisch vorkommt.

Spielen Sie Zerrspiele im Garten und auf dem Spaziergang!

Binden Sie ein Dummy oder einen Lappen an eine 2m lange Schnur. Lassen Sie den Hund das Dummy jagen.

Sobald er es erwischt "streiten" Sie um die Beute, sie zerren also beide daran. Wenn Ihr Hund gut festhält, lassen Sie los, damit sie immer gewinnt.
Dann schieben Sie sofort Futter (Fleisch, Käse ) ins Maul. Das ist wichtig, da das Schlucken den Hund beruhigt...
Und beginnen Sie von neuem... sie muss das Dummy jagen...
Spielen Sie das 4-6 mal täglich für 10 Minuten.

Nein, Zerrspiele machen NICHT aggressiv!

Ausserdem, etablieren Sie folgende Strukturen:

  • Reagieren Sie NICHT auf Aktionen des Hundes, egal was er macht (Ausser, sie verursacht eine wirkliche Katastrophe).
  • Vermeiden Sie ALLE Kommandos (Sitz, Bleib, Aus, Fahrrad...) und beginnen Sie in der Sprache des Hundes zu kommunizieren, nämlich wortlos! Damit dieser Disziplin-Druck rausgenommen werden kann. Das ist zu viel menschliches Vernunft-Denken!
    „Na, komm mit“ oder sowas „lockeres“ können Sie natürlich anwenden.
  • Vermeiden Sie Augenkontakt, Schimpfen und unnötiges Tätscheln (Speziell die Kinder).
  • Spielen Sie NUR draussen. Drinnen ist Ruhe und Entspannung angesagt.

Wenn Sie das beherzigen,sollten sich sehr bald Änderungen zeigen. Für mehr Details können Sie mich gerne über meine Homepage, unten, kontaktieren. Dort finden Sie auch noch gratis downloads wie: "3 goldene Regeln, damit dein Hund dir vertraut..."
Ich hoffe, dass Ihnen diese Grundübungen erst mal weiterhelfen und wünsche Ihnen Viel Erfolg.

Ihre

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de

Hallo Nina,

ich gehe davon aus, dass Sie nun erst einmal alles ausprobieren und fleißig mit Ida üben.
Der "Erfolg" hängt aber individuell davon ab, wie Sie die Sache umsetzen, und wie gerne ihr Hund mitmacht, oder ob tiefere Probleme bestehen. Das liegt leider nicht in meiner Macht.

In der Zwischenzeit würdeich mich über ein Dankeschön, in Form einer positiven Bewertung mit 5 Sternen, sehr freuen. Es wäre eine kleine Anerkennung für meine Bemühungen und Tipps Ihnen zu helfen.

Vielen Dank ***** ***** und alles Gute für Sie und Ihren Hund.

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de

Cityhunde, Tierpsychologin
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 55
Erfahrung: Tier-Ernährungsberaterin
Cityhunde und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.