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Cityhunde
Cityhunde, Tierpsychologin
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 56
Erfahrung:  Tier-Ernährungsberaterin
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Cityhunde ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine 10 Monate alte Hündin, Mischling,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe eine 10 Monate alte Hündin, Mischling, klein, evtl. Terrier/Dackel mit dabei.
Ich nehme sie 3 x in der Woche mit ins Büro. Wir haben eine Kindergarten im Haus und manchmal kommen Mitarbeiter oder Besucher mit Kindern ins Büro. Diese Kinder attackiert sie sehr aggressiv, würde sie auch anspringen und evtl. beissen.
Auch bei anderen Hunden ist sie anfangs aggressiv, ebenso bei Joggern und Radfahrern. Aber vor allem, dass sie Kinder attackiert, das geht gar nicht. Was kann ich tun, um ihr das abzugewöhnen?

Hallo liebe Hundefreunde,

das sind schon recht tiefe Probleme für einen so jungen HUnd. Hier müßten wir erstmal schauen, woher das evtl kommt.

Eine Ferndiagnose ist natürlich immer schwierig. Aber zunächst gäbe es einige Fragen zu klären, die evtl. die Ursache des Problems aufdecken helfen, denn das ist ein emotionales Problem und sollte auch so angegangen werden.

  1. Wie lasten Sie den Hund aus?
  2. Ist er trainiert, oder war er in einer Welpenschule?
  3. Was darf der Hund, was darf er nicht?
  4. Verlangen Sie viel Disziplin (Sitz, Platz, Nein...) ?
  5. Welche Angst-Momente, oder andere "Nichtentspannte" Situationen hat er noch (Lärm, Besuch, schnelle Autos etc)?
  6. Ist er viel alleine, ohne Sie?
  7. Welche gemeinsamen Aktivitäten haben Sie? (Ausser Spazieren gehen)

Bitte beantworten Sie jede Frage, damit wir den Grund des Verhaltens finden können.

Mein Rat zu beginn:

Lassen Sie das schimpfen sein! Es nützt nix! Einen kleinen Einblick zum Thema Welpenerziehung finden Sie in meinem Ratgeber auf Youtube:

https://youtu.be/Hvfu_CBJXQo

Ich freue mich auf Ihre Antworten.

Viele Grüße

Ihre

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo,
1. Spazierengehen und spielen
2. Wir wohnen sehr ländlich und ich hatte vorher schon einen Hund, daher habe ich ihr alles selber beigebracht.
3. Sie darf aufs Sofa und auch ins Bett. Im Auto muss sie unten beim Beifahrersitz bleiben.
4. Nein, viel Disziplin verlange ich nicht von ihr, nur was nötig ist.
5. Sie kommt von einer Pflegestelle aus dem Tierschutz (Ungarn). Ihre Mutter und zwei Brüder waren gestorben, sie wurde ganz klein mit 2 Schwestern gefunden und aufgezogen. Sie ist schon eher ängstlich bei Lärm oder lauten Autos oder Motorrädern, manchmal auch bei fremden Hunden oder generell bei allem, was sie nicht kennt.
6. Sie ist so gut wie nie alleine, da ich sie in die Arbeit mitnehme. Höchstens mal kurz im Auto wenn ich einkaufe oder kurz zu Hause, wenn ich draussen was machen muss.
7. Wir spielen und schmusen sehr viel. Sie bleibt auch nicht bei jemand anderem und geht auch mit niemand anderem ausser mir spazieren. In der Wohnung läuft sie mir auch meistens hinterher.Vielen Dank ***** *****

Hallo liebe Hundefreunde,

diese Vorgeschichte ist wohl ausschlaggebend.

Ich selber habe 15 Jahre auf Bali aktiv im Tierschutz mit Strassenhunden gearbeitet. Und werde Ihnen meine Erfahrungen und mein Wissen gerne weitergeben.

Viele Auslandshunde sind aufgrund ihrer negativen Erfahrungen total anders als unsere Haushunde. Wir müssen oft komplett anders vorgehen, um ihr Vertrauen zu bekommen.

Es gibt dazu einen kostenlosen download auf meiner Webseite. Da bekommen Sie sehr viel Basisinfos zu dem Thema:

https://www.cityhunde.de/strassenhunde

Bitte kopieren Sie den Link in Ihr Browserfenster. Ansonsten müssen Sie bei 0 beginnen und langsam die Angst des HUndes bekämpfen und ihr Selbstbewußtsein aufbauen.

Gehen Sie bitte wie folgt vor (auch wenn es Ihnen komisch vorkommt):

Ganz Wichtig:

Spielen Sie Zerrspiele im Freien und auf dem Spaziergang!

Binden Sie ein Dummy oder einen Lappen an eine 2m lange Schnur. Lassen Sie den Hund das Dummy jagen.

Sobald er es erwischt "streiten" Sie um die Beute, sie zerren also beide daran. Wenn Ihr Hund gut festhält, lassen Sie los, damit die Kleine immer gewinnt.
Dann schieben Sie sofort Futter (Fleisch, Käse ) ins Maul. Das ist wichtig, da das Schlucken den Hund beruhigt...
Und beginnen Sie von neuem... sie muss das Dummy jagen...

Je weniger sie mitspielen will, desto tiefer sitzt ihr Stress und desto wichtiger ist es, dass SIE sie zum Zerr-Spielen animieren können!

Spielen Sie das 4-6 mal täglich für 10 Minuten.

Ausserdem, etablieren Sie bitte Strukturen:

  • Reagieren Sie NICHT auf Aktionen des Hundes, egal was er macht (Ausser, er verursacht eine wirkliche Katastrophe).

  • Vermeiden Sie Augenkontakt, Schimpfen, harte Kommandos und Streicheln.

  • Spielen Sie NUR draussen. Drinnen ist Ruhe und Entspannung angesagt.


Wenn Sie das und die Tipps im download beherzigen, sollten sich sehr bald Änderungen zeigen. Für mehr Details und eine endgültige Lösung des Problems, können Sie mich gerne über meine Homepage, unten, kontaktieren. Ich hoffe, dass Ihnen diese Grundübungen erst mal weiterhelfen.

Viel Erfolg

Ihre

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank für Ihren Rat.
Zerrspiele machen wir schon, auch auf der Terrasse aber meistens drinnen in der Wohnung. Ich versuche immer, sie zu bestärken und ihr Sicherheit und Selbstbewusstsein zu geben, aber wie gesagt, im Büro oder beim Spaziergang ist sie sehr aggressiv gegen Kinder, Jogger und andere Hunde, obwohl sie seit sie bei mir ist noch keine schlechten Erfahrungen diesbezüglich gemacht hat.
Wie kann sie stressfrei lernen, mal alleine ohne mich mit jemandem spazieren zu gehen? Das ist zwar kein grosses Problem, wäre aber schön, wenn das klappen könnte.

Hallo ????,

Ich sagte ja, Sie müssen bei level 0 anfangen, nicht bei Stufe 10, das funktioniert nicht.

Zerrspiele müssen Sie exakt so spielen, wie beschrieben, dann wird sich bereits vieles ändern. Ansonsten bringt es nichts.
Und langsam können Sie dann andere Punkte abareiten.

Das ist eine Therapie und nicht mit zwei Sätzen zu beheben. Ich helfe Ihnen da gerne weiter, aber hier ist das eben bei so tiefen emotionalen Problemen nicht möglich.
Dafür gibt es kein Standard-Rezept. Und Bestrafung und Disziplin oder Bachblüten helfen nunmal nicht.

Ich habe Ihnen 2 zusätzliche Hilfen bereits angeboten, das Video und den Download. Beides wird Ihnen weiterhelfen. Ich arbeite seit 30 Jahren mit Problemhunden, glauben Sie es mir einfach.

Ihr Hund und Sie haben einen langen Weg vor sich. Angst ist am langsamsten zu therapieren, da der Hund seine "Hürden" selber überwinden muss. Kontaktieren Sie mich gerne im Web, wenn Sie weitere Hilfe benötigen.

Viel Erfolg

Ihre

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de

Cityhunde und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo Frau Hebel,
ich habe Ihren Rat in den letzten Tagen befolgt. Wir waren am Sonntag auf einem Ausflug, beim Essen usw. Es ist ganz gut gelaufen, sie hat nur einmal ein paar Radfahrer sowie einen Hund, die uns zu nahe kamen, angebellt und angeknurrt. Kinder waren so weit okay, nur ein Kind, das immer auf einen Stein hinauf und wieder heruntergehüpft ist, hat sie angebellt.Jetzt sitze ich im Büro und der Juniorchef kommt herein, den "mochte" sie noch nie, obwohl ihr der noch nie was getan hat, und bellt und knurrt ihn an und flippt fast aus dabei. Ich wollte sie mit Spielzeug oder Leckerli ablenken, hat aber erst funktioniert, als er wieder weg war. Was kann ich in solch einer Situation tun, wie reagiere ich richtig?

Hallo,

bis sich das Nervensystem beruhigt hat, kann es mehrere Monate dauern! Sie müssen so viel wie möglich zerren spielen. Dann können Sie sie später damit ablenken.
Aber, wie schon gesagt, das alles muss systematisch aufgebaut werden, bis das Zerrspielzeug "magisch" für den Hund wird, dann können Sie es perfekt im Stress nutzen.

Dazu müßten dann auch andere stressreduzierende Übungen kommen. Das kann ich aber hier leider nicht tun. Dazu müßten Sie mich kontaktieren. Die Webseite finden Sie unten.

Zwecks Juniorchef: Entweder spürt sie, dass mit ihm was nicht stimmt (innere Unruhe, Unsicherheit, Angst vor Hunden, Instabile Persönlichkeit) oder er weckt Erinnerungen in ihr.
Auch dafür gibt es in einer Therapie direkte, beruhigende Übungen.

Viel Erfolg

Ihre

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de