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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7843
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Hallo liebe Hundetrainer. Wir sind Dani und Sven aus Berlin

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo liebe Hundetrainer.
Wir sind Dani und Sven aus Berlin und unser Lebensmittelpunkt heisst Ella. Sie ist ein sechsmonatiges American Bulldog/ Bordeauxdoggenmädchen und seit vier Wochen bei uns. Wir haben sie vom ersten Besitzer, der das Herrchen ihrer Mutter sowie ihres ein Jahr älteren Bruder ist. Der Wurf bestand aus zehn Welpen, wovon neun regulär verkauft wurden und unsere Ella ging nach Meckpomm, an seine Grossmutter, wo sie ein Haus-und Hofhund werden sollte. Leider hat die Oma nach drei Monaten festgestellt, dass sie völlig überfordert ist und deshalb hat der Enkel, unsere Ella, wieder zurück nach Berlin geholt. Da ihm drei Hunde, einer zuviel war, hat er sie zum Verkauf angeboten. Wir haben dann ein Treffen vereinbart und uns kennengelernt. Ella wirkte ängstlich und hielt vorerst Abstand, doch nach ca 30min. hat sie Interesse an uns gezeigt und kam auf uns zu, ließ sich auch vorsichtig streicheln. Nach weiteren 60min. haben wir uns zum Kauf entschieden und sie mit zu uns genommen. Sie kam bereitwillig mit, sprang ins Auto und entspannte sich sehr in unserer Wohnung. Da ich, die Dani, momentan krankgeschrieben bin, habe ich die vier Wochen intensiv zum Trainieren/Kennenlernen der Umgebung etc. genutzt. Gassi gehen, weckte nie wirklich ihr Interesse, doch von Tag zu Tag, wurde Ella entspannter. Anfänglich hat sie ihre Rute komplett nach innen gezogen, hatte Angst vor allen Geräuschen, Hunden und Menschen. Nach ca zwei Wochen entspannte sie sich etwas und hielt den Schwanz ebenfalls locker. Im Hundeauslauf blühte sie auf, wobei fremde Menschen nach wie vor nicht ihr Ding sind, doch Hunden und Kindern gegenüber war sie neugierig und freudig. Wir konnten sie sogar ohne Leine toben lassen und sie kam ohne Probleme zurück. Auch das Alleinelassen, von max. zwei Stunden, in unserer Wohnung verlief komplikationslos. Wir haben das vorher mit ihr geübt und uns eine Kamera zugelegt, um zu schauen, ob sie unruhig ist, bellt oder weint. Nichts, im Gegenteil, sie hat das klasse gemeistert.
So, jetzt zu unserem Problem: Gestern bin ich mit ihr spazieren gegangen, auf der Wiese ohne Leine und an den Hauptstrassen mit Leine. Alles soweit normal und ohne Vorkommnisse. Dann bin ich mit ihr zum Bäcker, um Brötchen zu kaufen und habe sie an einem massiven Fahrradständer angebunden und ihr den Befehl zum Sitzen gegeben. Bevor ich das erste Mal den Laden betreten habe, hatte ich mich nur ein kleines Stück entfernt, bin zurück, habe sie gelobt und ihr versucht, verstehen zu geben, das alles io ist. Das habe ich mehrfach wiederholt, ebenso mit dem Betreten der Bäckerei. Kurz rein und wieder raus. Sie war nicht wirklich glücklich über die Situation, hat aber kein Fluchtverhalten gezeigt, sondern gesessen und geschaut. Nun wollte ich die Brötchen endlich kaufen, habe nochmal kurz durch die Scheibe geschaut, wo ich sah, dass eine ältere Frau mit Rollator, sie anfassen wollte. Ella hat sofort die Flucht ergriffen, samt Fahrradständer, bevor ich die Chance hatte rauszugehen und rannte um ihr Leben. Quer über die vielbefahrene Hauptstrasse, durch Park und Wiese. Sie hat auf kein Kommando reagiert und war einfach zu schnell weg. Es ist ihr körperlich, Gott sei Dank, nichts passiert und sie ist zum Glück, direkt nach Hause gerannt. Jetzt möchte sie das Haus gar nicht mehr verlassen und hat vor allem und jedem Angst. Wir sind sehr besorgt, dass diese Erfahrung unsere Ella, für den Rest ihres Lebens, prägt und sie nur noch unter Stress setzt. Ja, es ist erst eine kurze Zeit her, als dieses Erlebnis war, doch wollen wir nicht riskieren, aus vermeintlichem Warten, dass es sich manifestiert und sie kein glücklicher Hund mehr sein kann. Wir machen uns wirklich grosse Sorgen, da sie sich komplett verändert hat. Wir sehen zu, die normale Routine walten zu lassen, doch ist das korrekt oder müssen wir jetzt spezielle Verhaltensweisen an den Tag legen?

Hallo Dani,

es ist absolut richtig, dass Sie jetzt wieder normale Routine/gewohnte Rituale walten lassen- das ist für Ella jetzt das Beste um im Alltag wieder Sicherheit zu gewinnen.

Da Sie ja schon vorher viel mit ihr erreicht haben, denke ich, dass auf Grund der Vertrauensbasis auch dieser Schock zu überwinden ist, denn Ella hat ja den Schreck zwar mit dem Umfeld und sicherlich auch mit alten Frauen und dem Rollator verknüpft, aber ja zum Glück nicht mit Ihnen.

Ich würde draußen erstmal in ablenkungsarmer Umgebeung viel über positive Verknüpfung arbeiten (Futter , Spiel) und bis sie wieder stessfrei mitkommt, die Straße mit dem Bäcker meiden- hier würde ich erst wieder arbeiten, wenn der alte Zusatnd wieder erreicht ist.

Und bitte nie wieder vor einem Laden anbinden- fremde Menschen sind eben leider unberechenbar in ihrem Verhalten.

Wenn Ella wieder entspannt im Alltag mitgeht (das kann ein paar Wochen dauern) , würde ich auch anfangen, anfangs auf Größe Entfernung, sie auch wieder mit alten Menschen mit Rollatoren zu konfrontieren- die Entfernung muss so groß sein anfangs, dass sie Futter aus der Hand nimmt.

Es wäre grundsätzlich für einige Wochen gut, sie nur draußen aus der Hand zu füttern, Reste der Tagesration gubt es abends. Auch wenn sie anfangs nicht fressen will, so wird es nach einigen Tagen klappen- Hunger ist immer auch eine gute Unterstützeung beim Umlernen und positivem Neuverknüpfen.

Rein pflanzlich unterstützend würde ich ihr für die Psyche Rescuetropfen geben: 4mal täglich5 und nochmal 5 kurz vor dem rausgehen.

Zusätzlich können Sie Zyklene Tabletten geben- ebenfalls natürliche Stoffe zur Beruhigung und evtl. auch ein DAP Halsband. (Tierarzt, Internet).

Viel Erfolg und alles GUte!

Dr.M.Wörner-Lange

Tierärztin u Verhaltenstherapie

www.problemtiere.de

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Bittebeachten Sie, dass eine Online-Beratung keine Untersuchung vor Ort durch IhrenTierarzt ersetzen kann.

Dr.M.Wörner-Lange und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.