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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7796
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Unser Boxer hat gestern nach unserer Nachbarin geschnappt.

Diese Antwort wurde bewertet:

Unser Boxer hat gestern nach unserer Nachbarin geschnappt. Die Situation war sehr unglücklich, normalerweise hätte ich den Kontakt nie erlaubt. Wr saßen in der Küche und aßen, einer unserer Kinder hatte die Tür geöffnet und ich dachte es sei ein Freund von ihm (Küchentür war zu). Dann ging die Tür auf, die Nachbarin, die unser Hund (Boxer aus dem Tierschutz, zu uns ein Schaf, argwöhnisch bei Fremden) nur vom Spazieren treffen kennt kommt rein, der Hund näher zu ihr als zu uns, sie beugt sich runter, drückt ihn (!), der Hund wurde starr, nachdem er kurz seine Warnhaltung eingenommen hatte (ohne Warnknurren) sprang er sie an und schnappte. Das ging so schnell, ich wollte schon eingreifen, als die Tür aufging, aber es ging zu schnell.
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Was brauchen Sie denn für Infos?

Hallo,

das war für den HUnd eindeutig eine Bedrohungsituation,- sich von oben über den HUnd beugen und umarmen bedeutet in der HUndekommunikation einen Angriff. Er kann dies zwar innerhalb der Familie lernen als ungefährliche Schmuserei, aber nicht bei relativ fremden Menschen in seinem Revier - hinzu kommt seine sicherlich nicht sehr erfreuliche Vorgeschichte.

Da er natürlich nun selbst auch verschreckt ist , besteht umso mehr die Gefahr, dass es in ähnlichen Situationen eine Wiederholung geben könnte.

Deshalb den HUnd bei Besuch z.Zt.aus dem Zimmer bringen oder ihn immer unter Kontrolle haben, sodass kein Fremder ihm zu nahe kommt.

Bleibt er ruhig, kann der Besuch ihm- ohne ihn anzufassen!!! Lecker zuwerfen für eine positive Konditionierung. Direkten Kontakt würde ich in nächster Zeit im Haus zu Fremden nicht zulassen- dies müsste wie beschrieben trainiert werden.

Bester Gruß

Dr.M.Wörner-Lange Tierärztin und VErhaltensberatung

www.problemtiere.de

Ich hoffe,ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen und stehe über den Button"dem Experten antworten" gerne weiterhin zur Verfügung.

Falls keine Fragen mehr bestehen, würde ich michüber eine positive Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über die Bewertungssterne (3-5 Sterne)abgeben können, sehr freuen.

Bittebeachten Sie, dass eine Online-Beratung keine Untersuchung vor Ort durch IhrenTierarzt ersetzen kann.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Vielen Dank, für mich war die Situation ganz klar, so wie Sie sie beschrieben haben. Wir haben im letzten Jahr sehr positiv mit ihm gearbeitet, da er als Jährling völlig unerfahren , ohne Erziehung und als Atomkraftwerk auf 4 Beinen zu uns kam, und konnten sogar erreichen, dass er relaxt neben der Katze liegt, die er vor einem Jahr noch töten wollte. Für mich war das nur gestern - obwohl mir völlig klar war, dass die Nachbarin das nicht hätte tun dürfen (und sie hat selber seit Jahren Hunde) - ein starker Rückschlag, mit der Sorge verbunden, dass dies nicht mehr zu korrigieren ist. Er ist sehr argwöhnisch Fremden gegenüber (allerdings nur im Haus oder auf dem Grundstück, beim Spazieren nicht) meinen Sie, das kann man mit konsequentem Training abschwächen? Er ist sehr lernwillig (allerdings boxertypisch auch stur).

Ja, unbedingt- aber natürlich ist ganz konsequentes Training über positive Umkonditionierung , klarer Rangordnung und Managementmassnahmen wie Situationen erkennen und entschärfen auch durch Entfernung des Hundes aus speziellen Situationen unbedingt wichtig.

Je stärker er sich in für ihn bedrohlichen Situationen auf Sie verlassen kann und verlässt, um so schneller wird er entspannt reagieren. Geben Sie ihm immer Sicherheit bei Ihnen- über Ansprache und auch über positive Verknüpfungen wie Futter und Lecker.

Das bedeutet natürlich für Sie, in der nächsten Zeit ihn in neuen und stressigen Situtionen immer unter Kontrolle zu haben- aber das sollte so klappen, Sie haben ja schon viel mit ihm erreicht.

Alles Gute!

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Bittebeachten Sie, dass eine Online-Beratung keine Untersuchung vor Ort durch IhrenTierarzt ersetzen kann.

Dr.M.Wörner-Lange und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.