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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7522
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Hund heult entsetzlich wenn wir ihn alleine lassen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hund, den wir am 23.12. aus dem Tierheim holten, heult entsetzlich

wenn wir ihn alleine lassen. Sonst keine Probleme

Hallo,

natürlich hat der Kleine jetzt schreckliche Angst, sein neues Menschen-Rudel wieder zu verlieren

Ihr neuer Hund muss ganz langsalernen, allein zu bleiben, denn es ist ja jetzt alles neu für ihn und zusätzlich hat er natürlich große Verlustangst. Ein Antibellhalsband vergrößert eher den Stress.
Eine schnelle Lösung gibt es leider nicht-ja langsamer und konsequenter Sievorgehen um so erfolgreicher werden Sie langfristig sein.
TRENNUNGSANGST

Hier einige wichtige Trainingstipps:
- immer nur einen müden Hund allein lassen
-niemals zurückkommen wenn der Hund noch
 bellt-warten bis er leise ist, sonst ist es für ihn eine Verstärkung seines Verhaltens.


- Üben Sie in kleinen Schritten-anfangs Minuten- wenn Sie noch in der Wohnung sind- das er auf seinem Hundeplatz bleibt, wenn Sie es möchten.(notfallsvorübergehend anbinden). Geben Sie ihm dazu einen Kauknochen
und geben Sie ihn wieder frei, solange er noch ruhig ist.
Als Belohnung ein Superlecker und den Knochen wegpacken.
So lernt er, ruhig auf seinem Platz zu bleiben und zu entspannen-erstmal inIhrer Gegenwart.
Klappt das, können Sie bei der nächsten Übung kurz das Zimmer verlassenund sofort wieder zurückkommen, solange er noch ruhig auf seinem Platz liegt.
So können Sie langsam-über Wochen- die Zeitdauer Ihrer Abwesenheit ausbauen.
Erst in ein anderes Zimmer gehen, dann auf den Flur, in den Keller etc.
Zusätzlich hilft folgende Übung:
- Weggehrituale üben ohne wirklich weg zu gehen: also Schlüssel, Tasche, Jacke
nehmen als wolle man weggehen - und doch dableiben.
 So werden diese Handlungennicht zu einem Angstsignal der bevorstehenden
Trennung.


Leider gibt es keine schnelle Lösung, je langsamer Sie
 vorgehen und jegeringer anfangs die Zeit der Trennung ist, um so schneller
 haben sielangfristig Erfolg.


Für die Übergangszeit würde ich raten den Hund einen Hundesitter zuengagieren
 falls Sie mehrere Stunden weg müssen- oder eine Hundestagesstätte zuversuchen, viele
 Hunde gehen sehr gern dorthin.

Denn erst wenn Ihr Hund durch die Übungen eine Stunde ruhig allein
bleibt (daskann Wochen dauern) können Sie in größeren Zeitabständen (wieder nur langsamsteigern)
wegbleiben.
In vielen Fällen ist es sinnvoll, den Hund an eine große Hundebox über Futterzu gewöhnen. Die meisten Hunde sehen darin schnell "ihre" Höhle undgehen gern hinein- und bleiben dann-natürlich sollten Sie müde sein- auch ruhiger in der Box als in der ganzen Wohnung-natürlich nie läbger als 1-2 Stunden- nach vorherigem erfolgreichen Boxentraining.

Denn bis er sich an die Box als Entspannungsort gewöhnt hat (bitte NUR darin füttern) wird allerdings auch wieder 1- 3Wochen dauern. Die Box muss so großsein, dass er darin stehen und sich umdrehen kann.
Bleibt er einige von allein ruhig in der Box, können Sie auch wieder anfangen dieTür aufzulassen wenn Sie ihn allein lassen.
In jedem Fall wäre es wichtig, ihm nicht die ganze Wohnung zu überlassen, wennSie weg gehen: je mehr er rumlaufen kann, umso erregter wird er.
Unterstützend helfen Bachblüten Rescuetropfen: 5mal täglich 4 Stück - oderimmer 1/2 Stunde vor dem Allein lassen.

Beim Tierarzt gibt ein spezielles Mittel gegen Trennungsangst, dass oft hilfreich ist zusätzlich zum Training: CLOMIPRAMIN.

Viel Erfolg!
Dr.m.Wörner-Lange
Tierärztin und Verhaltenstherapie
www.problemtiere.de

Ich hoffe,ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen und stehe über den Button"dem Experten antworten" gerne weiterhin zur Verfügung.

Falls keine Fragen mehr bestehen, würde ich michüber eine positive Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über die Bewertungssterne (3-5 Sterne)abgeben können, sehr freuen.

Bittebeachten Sie, dass eine Online-Beratung keine Untersuchung vor Ort durch IhrenTierarzt ersetzen kann.

Dr.M.Wörner-Lange und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.