So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr.M.Wörner-Lange.
Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 8503
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hundetrainer hier ein
Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Hallo und guten Abend an die Profis! Unser Hund Hotte (Rüde,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo und guten Abend an die Profis !
Unser Hund Hotte (Rüde, kastriert) ist ein echter Rüpel an der Leine und fremden Menschen gegenüber.
Hotte stammt aus dem Tierheim, wo man uns leider so gut wie nichts über seine Vorgeschichte sagen konnte oder wollte. Er ist ca. 2 Jahre alt (selbst das ist nicht wirklich sicher) und soll ein Australian Shepherd/Beagle-Mix sein....der Bildvergleich legt allerdings die Vermutung nahe, dass er eine Westfälische Dachsbracke ist.
Wenn man Hottes Vertrauen gewonnen hat, entpuppt er sich als echter Traumhund : anhänglich, verschmust, gelehrig, verspiel - verfressen. Sein Vertrauen zu gewinnen ist allerdings echte Knochenarbeit und bedarf vieler Leckerlis. Fremden Menschen gegenüber verhält er sich extrem ängstlich, kompensiert diese Angst aber in einer Flucht nach vorn und springt förmlich in Richtung der vermeintlichen Gefahr.
Unsere Frage : Könnte ein absolut ruhiger (eventuell schon älterer Hund) und gut sozialisierter Zweithund unserem Hotte helfen, etwas an Sicherheit zu gewinnen ?
Sein Leinenverhalten konnten wir inzwischen mit viel Liebe, Konsequenz, Training und Leckerlis etwas verbessern, zumindest will er nicht mehr jeden Passanten auffressen.
Viele Grüße*****
*******************
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
Schweiz: 0800 820064
in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Hallo,

leider wird bei einem schon so gefestigtem gelernten Angstverhalten ein zweiter HUnd eher selten hilfreich sein- eher besteht die Gefahr, dass dieser (als Neuling vermutlich rangniedriger) das Verhalten von Hotte übernimmt um sich im Rudel anzupassen.

Ich würde es eher nicht riskieren, auch meine Praxiserfahrung in ähnlichen Fällen spricht eher dagegen- es klappt nur in seltenen Fällen.

Toll, dass Sie sein Verhalten schon bessern konnten, evtl helfen IHnen noch diese weiteren Tipps:

Das folgendeVerhaltenstraining hilft dauerhaft, sein Verhalten noch besser in den Griff zu bekommen:

-anfangs auf möglichst grosse Entfernung BEVOR Ihr Hund auf der Straße bellt,
steiff wird, fixiert o.ä.
- ihn über Spielzeug oder Lecker auf sich 
konzentrieren. Am besten schon beimverlassen der Wohnung, ein Quitschie und Superlecker (Tubenleberwurst fürHunde)klappt eigentlich immer)
Anfangs muss die Entfernung zu anderen Menschen gross sein, so
dass er sich nicht aufregt und auf SIE und das Spielzeugund Lecker konzentriert bleibt

 (Dazu müssen Sie anfangs evtl zurückgehen, ineinen Eingang, Sichtschutz suchen etc.)

 er bekommt dann die Lecker /dasFutter/ein Spielzeug für ruhiges Verhalten bis die Menschen vorbei sind.
Bitte nie trösten oder beruhigen, das versteht ein Hund als Bestätigung.
Im Laufe von Wochen können Sie dann langsam die Entfernung verringern-solange
 er ruhig auf SIE konzentriert bleibt.


So entsteht im Kopf des Hundes langsam eine andere,positive Verknüpfung:


Was ihn bisher aggressiv gemacht hat, verschafft ihm jetzt beim Anblick von fremden Menschen ein entspanntes angenehmes Gefühl an Ihrer Seite.
Oft hilft es, das Trockenfutter für diese Übungen ausschließlich aus der Handzu füttern, Appetit hilft beim Umlernen.

Bester Gruß

Dr.M.Wörner-Lange TÄ Verhaltenstherapie

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mitmeiner Antwort weiterhelfen und stehe über den Button "dem Expertenantworten" gerne weiterhin zur Verfügung.

Falls keine Fragen mehrbestehen, würde ich mich über einepositive Bewertung, die Sie sehr schnell und einfachüber die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, sehr freuen.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Dann war unsere Skepsis in Bezug auf die Anschaffung eines zweiten Hundes ja offenbar angebracht. Das von Ihnen beschriebene Training, Hottes Aufmerksamkeit mit Leckerlis auf uns zu lenken, praktizieren wir bereits - dies führte zu den ersten kleinen Erfolgen. Wir fühlen uns nun durch Ihre Antwort bestätigt, mit unserem bisherigen Training fortzufahren und freuen uns, dass der von uns eingeschlagene Weg richtig ist, um Hotte UND uns entspannte und schöne Gassigänge zu ermöglichen. Hotte ist ein ganz toller kleiner Kerl, der es verdient, gefördert zu werden. Sie müssten ihn mal sehen, wenn er ohne Leine ausgelassen über die Wiese tobt....absolut gottvoll.
Wie wüssten allerdings zu gern, warum Hotte dieses Verhalten entwickelt hat, also wie er von den Vorbesitzern gehalten und behandelt wurde, dass er solche Angst vor fremden Menschen hat. Der arme Kerl. Leider verweigern die Vorbesitzer auch zum Tierheim, aus dem wir Hotte haben, jeden Kontakt, so dass wir nur spekulieren können. Wir vermuten, dass Hotte extrem isoliert und voller (vermutlich auch körperlicher) Strenge gehalten wurde - was meinen Sie ??

Hallo,

was für eine hüscher Kerl- dazu erscheint er auch sehr selbstbewußt!

Umso eher würde ich von einem 2ten HUnd abraten.

Ja- auch ich vermute, dass er zum Einen nicht gut sozialisiert wurde- und wohl auch körperliche Züchtigung erfahren haben könnte- dies zusammen erklärt natürlich, warum er andere Menschen auf Abstand halten will- aus Angst um Leib und Seele- aber auch als Ressourcenverteidigung.

Sie sind also auf einem sehr guten WEg!! -weiter so, dann wird er sicher noch entspannter!

Alles GUte weiterhin!

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mitmeiner Antwort weiterhelfen und stehe über den Button "dem Expertenantworten" gerne weiterhin zur Verfügung.

Falls keine Fragen mehrbestehen, würde ich mich über einepositive Bewertung, die Sie sehr schnell und einfachüber die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, sehr freuen.

Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 8503
Erfahrung: prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
Dr.M.Wörner-Lange und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.