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Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
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Hallo, meine Mutter musste überraschend ins Krankenhaus -

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
meine Mutter musste überraschend ins Krankenhaus - wahrscheinlich 2-3 Wochen. Sorry, wenn ich etwas weiter aushole, aber es ist eine etwas verzwickte Situation......
Mit ihr zusammen leben auf dem ehemaligen Bauernhof ihr Border Collie und unser "Erst"-Hund (aus Indonesien - wir haben dort gelebt/gearbeitet). Wir haben hier im Dorf ein Häuschen gebaut und nach Rückkehr aus Indonesien und während der Bauphase (2011/2012) bei ihr auf dem Hof gewohnt. Da wir die beiden Hunde (2 Rüden - chemisch kastriert) nicht trennen wollten und sie dort jederzeit tagsüber aus dem Haus in den Hof können wie sie wollen (der Hof ist abgegrenzt - sie können nicht fortlaufen), haben wir unseren Hund bei ihr belassen. Ich bin jeden Tag 2-3 mal bei unserem "Großen" (5 Jahre alt) ...und selbstverständlich bei meiner Mutter, deshalb war das für uns die ganze Zeit ok. Nun wollten wir auch einen Hund in unserem Häuschen und da meine Mutter den "Großen" ins Herz geschlossen hatte und sie die 2 Hunde sehr gut managen kann (meine Mutter ist 79 Jahre alt...), haben wir uns eine "Kleine" (2 Jahre) - eine Hündin aus Thailand mitgebracht. Wir lieben die local dogs aus Asien...
Nun ist meine Mutter, wie gesagt, ins Krankenhaus gekommen und ich handle das im Moment so, dass ich morgens zunächst mit unserer Hündin Gassi gehe, dann zu den beiden auf den Hof gehe, mich 1-2 Stunden mit ihnen beschäftige - danach wieder zu uns nach Hause - mittags ins Krankenhaus - danach mit der Kleinen wieder Gassi gehen - dann wieder zu den beiden Rüden - danach wieder nach Hause und abends gegen 19.00h nochmal zu den Rüden für 1 Stunde und dann sage ich ihnen Gute Nacht....bis am anderen Tag das Spiel von vorne losgeht. Entweder am Vormittag oder am Nachmittag nehme ich unsere Hündin mit auf den Hof - die 2 Asiaten spielen gerne miteinander - der Colli schaut sich das nur an...mit seinen 9 Jahren mag er nicht mehr so gerne spielen.
Frage 1: Ist das für die Hunde ok oder kann sich ein Trauma entwickeln?

Alternativ hatte ich mir gedacht, die beiden Rüden zu uns zu holen, im Haus ist Platz, allerdings ist unser Grundstück noch nicht eingezäunt und ich kann nicht mit 3 Hunden gleichzeitig Gassi gehen, denn akut habe ich mir den Arm gebrochen - ist erst 4 Wochen her und ich darf den linken Arm (Oberarm glatt durchgebrochen - Nagel drin) nur mit max 2 kg belasten - also nix mit Hundeleine halten, denn wenn eine Katze kommt, dann ziehen alle 3.....

Außerdem gibt es mitunter zwischen den beiden Asiaten kleine Kämpfereien...nehme an Rangfolge....??....Unsere thailändische Hündin giftet unseren indonesischen Rüden an, fletscht die Zähne und es ist mehr als nur Spielen......

In unserem Haus legt sich der indon. Rüde meist im Wohnzimmer unter den Tisch und geht ihr aus dem Weg......weiß nicht, was ich da machen soll.
Frage 2: Kann ich die 3 Hunde nachmittags für ein paar Stunden in unser Haus holen - ohne ständige Möglichkeit des Rein- und Rausgehens.....und
Frage 3: Wie kann ich diese Keiferei mit Zähnefletschen unterbinden?

Ich bin im Moment stark gestresst......und danke XXXXX XXXXX für eine erfahrene Hilfe & Antwort.

Freundlicher Gruß
Elke Lengowski
Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Hunde sind Rudeltiere und nicht dafür geschaffen, dass Sie Stunden- & Tagelang allein bleiben. Natürlich kann man das im Notfall mal tun, aber das sollten Sie auf gar keinen Fall die nächsten Wochen so weiter tun.

Besser wäre es, wenn Sie solange zu den Rüden auf den Hof ziehen oder zu mindestens dafür sorgen, dass sich jemand Vollzeit um die Tiere kümmert, so dass sie mehr Kontakt haben also die 3 Stunden am Tag.

Das kann ansonsten zu Verhaltensproblemen führen, je nach dem wie die Hunde erzogen worden sind und das Allein-sein gelernt haben bzw. im Wesen gefestigt sind.

Spazieren gehen sollten Sie ebenfalls mit jedem Hund allein, wenn Sie nicht in der Lage sind, diese zu halten und auch keine weitere Person mit Ihnen mitgehen kann.
Hier wäre ggf. der Hof Ihrer Mutter, der eingezäunt ist besser.

Kleine Machtkämpfe gibt es immer in einer Meute, wenn die Rangordnung nicht ganz klar ist.
Hier sollten Sie alle Hunde, wenn diese zusammen sind, auf ihre Plätze schicken und klare Regeln aufstellen, denn nicht Hunde entscheiden was sie tun dürfen oder wann sie von Ihren Plätzen aufstehen sondern nur SIE. Sie als Rudelchef.

Daher sollten Sie das Rangordnungstraining mit allen Hunden trainieren. Dazu müssen Sie einfach nur konsequent getrennt werden im Raum.

Wichtig ist, dass Sie für den Hund als Ressource gelten und sich damit auch als Rudelführer aufstellen.
Ein Hund sollte den Menschen als "Ressource" sehen, denn von ihn bekommt er sein Futter, Wasser, Zuneigung. Einfach alles war er zum überleben braucht. Hat der Hund aber ständig und zu jeder Tages- & Nachtzeit Zugang zu Futter (zu Wasser sollte er immer Zugang haben) oder zu Spielzeug, warum sollte er dann noch auf Sie hören?

Ich möchte hier einmal ein Beispiel geben:
Jemand gibt Ihnen monatlich 3000 Euro fürs Nichtstun. Einfach so. Wie groß wäre Ihre Bereitschaft nach einiger Zeit, weiterhin jeden Tag zu Ihrer Arbeit zu gehen?

Was sollten Sie also daher beachten?



  1. Nichts gibt es mehr "umsonst". Erst tut Ihr Hund etwas für Sie (z. B. bevor er sein Futter bekommt ein Sitz machen).
  2. Keine Zerrspiele
  3. Spielzeug liegt ab sofort zu keiner Zeit mehr nur so frei in der Wohnung rum. Spielzeug ist für den Hund Beute.
  4. Egal durch welche Türen Sie gehen, bei denen Ihr Hund Ihnen folgt, SIE gehen zuerst durch.
  5. Fordert Ihr Hund Sie zum spielen auf oder fordert er etwas anderes ein, wird er von Ihnen konsequent ignoriert.
  6. Jede Spielaufforderung (dabei dürfen Sie dann auch das weg geräumte Spielzeug rausholen) geht nur noch von Ihnen aus. Nach dem Sie gespielt haben, wird das Spielzeug wieder weg geräumt.
  7. Sofa, Bett oder andere erhöhten Liegeplätze sind vorerst, während des Trainings, tabu.
  8. Fressen bekommt Ihr Hund vorerst nur aus seinem Napf, den Sie ihm festhalten oder Sie füttern Ihren Hund direkt aus der Hand. Richten Sie auch feste Fressenszeiten ein zu denen es dann auch immer das Fressen gibt, ansonsten stellen Sie den Futternapf weg.

 

So unterbinden Sie dann auch das Zähnefletchen. Jeder bleibt auf seinen Platz und wenn sind Sie da um ihn wieder weg zu schicken bzw. sich dazwischen zu stellen, wenn einer der Hunde streit sucht. Hier gilt es immer die Hunde und Ihre Körperhaltung zu beobachten.

 

WEnn möglich, sollten Sie das Haus der Mutter beziehen, dass würde Ihnen ja auch beim Spaziergang helfen. Denken Sie aber bitte daran, dass das Haus das Territorium der Rüden ist, also trennen Sie zunächst Ihre Hündin von den beiden und lassen Sie sie nur unter Aufsicht zusammen.

 

Wenn Sie dabei das Rangordnungstraining mit allen trainieren, werden die drei Ihnen mehr folgen und ruhiger im Haus werden.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bewerten Sie bitte meine Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Ich stehe Ihnen gern bei Rückfragen zur Verfügung.


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