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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7518
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Hallo zusammen,mein name ist stephanie barth und ich lebe mit

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo zusammen,mein name ist stephanie barth und ich lebe mit meinem partner enrico schneider zusammen.er hat sich letztes jahr von seiner frau getrennt.die beiden haben 3hunde und 2katzen.jetzt haben wir den einen hund zu uns geholt.vorher haben wir schon eine von den katzen geholt und eine kleine dazu geholt. der hund,taylor ist ein zwergrepincher-mischling und war immer auf enrico fixiert.nach kurzen startanläufen konnte ich schnell sein herz gewinnen.er ist super lieb,versteht
sich mit den katzen.das einzige große problem was wir haben ist,das er bellt sobald wir die wohnung verlassen,solang bis wir wieder da sind.wir haben schon ärger mit den anderen hausbewohnern.habt ihr eine idee was wir mit dem kleinen mann machen können?wir möchten ihn gern behalten,nur wenn wir das problem nicht in den griff bekommen,müssen wir ihn leider abgeben.wir würden uns freuen,wenn ihr uns helfen könntet.
meine e-mail adresse [email protected]

Hallo,

Das Bellen ist einerseits Verlustangst, da er ja nun in einem neuen Rudel wohnt- und Angst hat, dies wieder zu verlieren wenn Sie weggegehen- zum Anderen ist es auch eine Form von Protest und eine Zeichen das er sich ranghoch fühlt- mit dem Bellen wille er auch zeigen, dass es ihm nicht passt, dass Sie ohne ihn gehen. Deshalb gilt es sowohl die Rangordnung neu aufzustellen als auch das Alleinbleiben ganz neu und in kleinen Schritten zu üben.

Seien Sie konsequent und energisch beim durchsetzen folgender Regeln- dann wird er sehr bald nicht mehr heulen und jaulen.

Hier die wichtigstenTipps zur Rangordnungserziehung beim Hund:
"Nabel der Welt Training" (Das sind SIE):


-es gibt nichts mehr für umsonst (Spiel, Zuwendung, Futter, Anleinen,
Rausgehen) 

zuerst tut der Hund etwas für SIE: z.B. Sitz.


- SIE gehen immer zuerst, auch als erster durch Türen


- Spielzeug ist BEUTE und liegt nicht zur freien Verfügung rum.



-Sie beginnen und beenden jedes Spiel (wenn es am schönsten ist) und packen das
Spielzeug weg.

-



-jede Interaktion, die vom Hund ausgeht wird ignoriert(Kopf auflegen, Pföteln)
-zum Beispiel durch abwenden
-alles geht von Ihnen aus, sobald der Hund Ruhe 
gibt. Der Hund darf nichts einfordern.
-

Futter am Besten nur noch aus einer Schale die SIE in der Hand halten und zwischendurch 
wegstellen-evtl die Tagesfutterration aus der Hand füttern als Belohnung für gute Übungen.

-z.ZT. KEINE erhöhten Liegeplätze (Bett, Sofa, Schreibtisch!)-später darf er nur NACH Aufforderung dorthin.


-viel Grunderziehungsübungen im Haus und draußen.
Ein fester Hundeplatz ist wichtig, auf dem er bleibt , wenn Sie es wollen-am besten 
über Leckerlis antrainieren.

Nie auf sein Jaulen eingehen, IMMER ignorieren und ihn damit allein lassen- sonst bestärken Sie ihn erst recht.

Dieses Üben auf dem Platz zu bleiben ist bei ihm jetzt besonders wichtig- immer, wenn er Sie verfolgt, bringen Sie ihn zurück auf seinen Platz- notfalls muss er hier auch mal für kurze Zeit angebunden werden, damit er kapiert, dass Sie es ernst meinen. Anfangs in kurzen Schritten üben-mit viel Belohnung- dann fällt es ihm leichter wenn Sie ihn allein lassen nd vorher auf den Platz schicken.

Gut wäre auch, ihn an eine Hundebox zu gewöhnen-über Futter am einfachsten- so können Sie ihn dort immer wieder zur Ruhe bringen, denn "time-out". Diese Box wird nach langsamer Gewöhnung immer gern als Ruhe und Entspannungshöhle gesehen für eine gewisse Zeit am Tage und gern angenommen- und er wird nicht mehr bellen.

Auf diese Weise lernt er insgesamt schnell, das SIE und ihr Mann das Sagen haben im Rudel und wird aufhören, Theater zu machen wenn er allein bleiben soll -auf seinem Platz/Box, das ist dann ja schon trainiert.

Natürlich gehört auch dazu , dass Sie konsequent bleiben, denn es kann einige Zeitn dauern, bis er sich den neuen Regeln wirklich angepasst hat- aber dann hält es auch.


Zusätzlich sollten Sie folgende


ALLEIN BLEIB ÜBUNGEN starten: - immer nur einen müden Hund allein lassen

-niemals zurückkommen wenn der Hund noch
 bellt-warten bis er leise ist, sonst ist es für ihn eine Verstärkung seines Verhaltens.


- Üben Sie in kleinen Schritten-anfangs Minuten- wenn Sie noch in der Wohnung sind- das er auf seinem Hundeplatz bleibt, wenn Sie es möchten.(notfalls vorübergehend anbinden). Geben Sie ihm dazu einen Kauknochen
und geben Sie ihn wieder frei, solange er noch ruhig ist.
Als Belohnung ein Superlecker und den Knochen wegpacken.
So lernt er, ruhig auf seinem Platz zu bleiben und zu entspannen-erstmal in Ihrer Gegenwart.
Klappt das, können Sie bei der nächsten Übung kurz das Zimmer verlassen und sofort wieder zurückkommen, solange er noch ruhig auf seinem Platz liegt.
So können Sie langsam-über Wochen- die Zeitdauer Ihrer Abwesenheit ausbauen.
Erst in ein anderes Zimmer gehen, dann auf den Flur, in den Keller etc.
Zusätzlich hilft folgende Übung:
- Weggehrituale üben ohne wirklich wegzugehn: also Schlüssel, Tasche, Jacke
 nehmen als wolle man weggehen - und doch dableiben.
 So werden diese Handlungen nicht zu einem Angstsignal der bevorstehenden
Trennung.


Leider gibt es keine schnelle Lösung, je langsamer Sie
 vorgehen und je geringer anfangs die Zeit der Trennung ist, um so schneller
 haben sie langfristig Erfolg.
Rein pflanzlich können Rescuetropfen helfen: 4mal 5 täglich zur Entspannung-
Viel Erfolg!

Dr.M.Wörner-Lange Tierärztin und Verhaltenstherapie
www.problem-tier.de

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