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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7518
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Hallo aus Heilbronn, ich habe einen Boarder Collie Rüde ca

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo aus Heilbronn, ich habe einen Boarder Collie Rüde ca 2 Jahre. Als der Hund ca. 4 Monate alt war wurde er von einem Zwingerhund angegriffen, der an diesem Tag etwas Freilauf von seinem Halter bekommen hat. Der Zwingerhund war hunderte von Metern von uns entfernt als er seinem Halter ausbrach und direkt in flachem gang auf uns zu gekommen ist und schließlich meinen Hund sofort am Gesäß gepackt hat und geschüttelt. Ich habe die Leine ganz angezogen und mein Hund ist in der Luft geschwebt hätte ich los gelassen hätte sich der Zwingerhund fest gebissen. Bis der Halter endlich angekommen ist dauerter es wegen der weiten Entfernung schon eine ganze Zeit. Wir waren in der Hundeschule und als die Trainerin merkte , das er anderen jungen Hunden gegenüber aggressiv war, hat sie uns weg geschickt sie könne da nichts machen. Was können wir machen damit mein Hund nicht mehr so aggressiv gegenüber anderen Hunden ist. Mit Menschen hat er kein Problem.
Hallo,
auf Grund der schlechten Erfahrung Ihres Rüden in seinem ersten Lebensmonaten, sieht er nun in allen fremden Hunden eine Bedrohung und versucht nun stets durch Aggressionsverhalten diese auf Abstand zu halten.
Damit er dieses Aggressionsverhalten wieder ablegen kann, muss er ganz neu umlernen -in seinem Kopf mus eine ganz neue Verknüpfung zu anderen Hunden entstehen.
Folgende Tipps helfen konsequent angewandt wieder einen friedlichen Hund aus ihm zu machen:
Trainieren Sie in Situationen, in denen Ihr HUnd üblicher
Weise Aggessionsverhalten zeigen könnte wie folgt:
Konzentrieren Sie ihn - solange er noch ruhig ist- am besten schon gleich zu Beginn des Spazierganges in noch ruhiger Umgebung - über Spielzeug oder Lecker auf sich,
 anfangs bei Hundebegnungen auf eine SO große Entfernung, dass Ihr Hund noch keine Aggression zeigt.

So lernt er, andere Hunde (erstmal auf Abstand) mit etwas
 angenehmen (LEcker, Spielzeug) zu verknüpfen, anstatt gleich aggressiv zu reagieren -und ist gleichzeitig abgelenkt.
Wichtig dabei ist anfangs eine grosse Entfernung, so dass 
er wirklich ruhig bleibt.

In vielen kleinen Schritten über viele Wochen geübt, kann die
Entfernung langsam verkleinert werden,denn es kommt zu einer Umkonditionierung
im Kopf- was ihn bisher erregt hat-verschafft ihm jetzt in Ihrer
Gegenwart Entspannung und ein angenehmes Gefühl anstatt Aggression.
Diese "Umerziehung" Klappt eigentlich immer-mit
 viel Ruhe und Geduld.
Hat er sich schon "Hochgefahren", hilft nur weggehen, umdrehen, Ruhe bewähren,
Verhalten ignorieren -und neu trainieren s.o.
Alternativ können Sie ihn in mir Ihrem Körper blockieren (vor ihn stellen) scharf NEIN sagen und warten bis er sich entspannt- dann Lob und weiter.
In vielen Fällen ist ein sog, HALTI (eine Art Kopfhalfter für Hunde) für eine gewisse Übergangszeit sehr hilfreich, damit Sie sich leichter durchzusetzen könne- gerade bei einem großen Hund.
Oft hilft es sehr, wenn er sich seine Tagesration Trockenfutter für diese Übungen und andere Unterodnungsübungen auf dem Spaziergang erarbeiten muss.
Hunger ist ein guter Lehrmeister und es stärkt Ihre Chefposition.

Durch diese Übungen ensteht schnell eine neue Verknüpfung: aus Aggression ensteht entspannte Aufmerksamkeit an Ihrer Seite.
Viel Erfolg!
Dr.m.Wörner-Lange Tierärztin Verhaltenstherapie www.problem-tier.de
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Dr.M.Wörner-Lange