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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7515
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Hallo zusammen, wir haben 2 unkastrierte Deutsch Drahthaar-Rüden.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo zusammen,
wir haben 2 unkastrierte Deutsch Drahthaar-Rüden. Einer 5, der andere 4. Seit 4 Jahren ging alles gut bis auf eine kleine Keilerei. Vor 2 Wochen hat es dann richtig gerappelt, mit versorgungsnötigen Verletzungen. Gestern ist dann der Supergau passiert und die beiden Hunde (bzw. der jügeren den älteren) haben sich fast zerfleischt. Die Prognose der Heilung des Forderlaufs des Älteren ist noch ungewiss. Ich, wir sind nicht zimperlich und auch hunderfahren.
Wer kennt einen guten Hundetrainer im Bereich Kaiserslautern / Pfalz der mit solchen schwierigen Fällen umzugehen weiß. Und wie sieht jemand erfahrenes die Chance, die Hunde nochmals zusammen zu bringen? Antworten gerne ach [email protected]
Danke !

Dr.M.Wörner-Lange :

Hallo, Ich gehe davon aus, dass es sich bei den Vorfällen um ein langsam enstandenes Rangordnungsproblem handelt-der Jüngere versucht die Rangordnung zu kippen und so sind diese erheblichen Beißereien entstanden- Anlass ist oft eine Kleinigkeit. Eine erneute Zusammenführung würde ich nur zusammen mit einem erfahrenen Trainer /Therapeuten wagen, tierärztliche Verhaltenstherapeuten in Ihrer Nähe nennt Ihnen Ihre zuständige Landestierärztekammer und über die Seite des Berufsverbandes des BHV (Bundesverband Hundeerzieher und Verhaltensberater) finden Sie einen zertifizierten Trainer: http://www.bhv-net.de/bhv-hundeschulen.html

Dr.M.Wörner-Lange :

Da zu befürchten steht, dass die Hierarchie unter den Hunden auch durch die letzte, gravierende Beißerei noch nicht ausgestanden ist, würde ich die Beiden absolut trennen, bis ein Fachmann vor Ort die Situation genau eingeschätzt hat- und Ihnen dann auch entsprechend weiterhelfen kann.

Dr.M.Wörner-Lange :

Auf der Seite des BHV finden Sie zertifizierte Trainer nach PLZ.

Customer:

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Mir ist klar, dass sie ohne die Hunde geshen zu haben keine klare Beurteilung abgeben können, aber besteht

Customer:

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Mir ist klar, dass sie ohne die Hunde gesehen zu haben keine klare Beurteilung abgeben können, aber besteht nach einer solchen Auseinandersetzung eine berechtigte Chance hier nochmals ein halbwegs entspanntes Zusammenleben, ohne diesem Gefahrenpotential hinzubekommen.

Customer:

Die Hunde sind der Wepenschue erzogen und so eigentlich gut sozialisiert.

Dr.M.Wörner-Lange und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.

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Haben Sie dazu noch Fragen? Ich antworte gern nochmal.
Dr.M.Wörner-Lange Tierärztin und Verhaltenstherapeutin www.problem-tier.de
Hallo,
haben Sie noch Fragen dazu? Ich bin in ca 1 Stunde wieder online- ein Patient ruft.
Viele Grüße Dr.M.Wörner-Lange
Hallo,
ein Restrisiko wird immer bleiben, wenn einmal eine solche Beißattacke beim 2ten Mal mit so schweren Verletzungen stattgefunden hat.
Das hieße eben auch, dass Sie in der nächsten Zeit- nach den entsprechenden Vorgaben durch einen qualifizierten Trainer- die Hunde immer nur unter genauester Beobachtung und Kontrolle zusammen lassen könnten NIE alleine . Unter welchen Bedingungen eine Umkonditionierung möglich sein könnte, kann wie gesagt nur vor Ort geklärt werden. Leider ist auch denkbar, dass keine große Chance eines friedlichen Zusammenlebens mehr besteht- wenn die Verfeindung zu groß ist.
Nur vor Ort kann hier eine genaue Diagnose gestellt werden- aus der Ferne ist es leider anzuzweifeln, bei den starken Verletzungen, dass auf Dauer langfristig Entspannung herrschen wird.
Aber wie gesagt- man muss die Hunde gesehen haben.
Viele Grüße und alles Gute!! Haben Sie noch Fragen?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Frau Dr. Wörner-Lange,

danke für die offene ehrliche Einschätzung. Ich werde sicher einen Experten aufsuchen und alles versuchen was geht. Aber auch wenn es mich im Herzen trifft geht das Wohl der Hunde vor. Da meine Gattin und ich berfstätig sind, weiß ich nicht, ob das zu realisieren ist .

 

Erlauben sie mir nocht 2 Fragen: 1) Wir haben uns letzte Woche, wohl zu spät, entschlossen die Hunde zu kastrieren und haben zum testen erst mal die Chemie gewählt. War es richtig beide der Prozedur zu unterziehen, oder stelle ich damit wieder ein Gleichgewicht her ? Erhöht die grundsätzlich die Chancen für einen positiven Ausgang?

 

2) Da der ältere, wie beschrieben , eine schwere Verletzung davon getragen hat, wollen wir die Hunde trennen, bis diese in sicher 6 Wochen ausgeheilt ist. D.h. der verletzte Hund bleibt in unserem Haushalt, der andere geht zu meinen Eltern. Ist diese lange Trennung eher förderlich, oder hinderlich?

 

Viele Grüße Thomas Berthold

 

 

Hallo Herr Berthold,
1) Zur Kastration:
ich denke nicht, dass eine Kastration- egal ob chemisch oder operativ -in diesem Alter noch einen entscheidenden Einfluss auf das Aggressionsverhalten der Hunde untereinander hat.In jedem Fall ist es aber gut, Beide chemich kastriert zu haben.
Beide werden evtl. etwas ruhiger, aber die Aggressivität hat sicherlich keinen hormonellen Hintergrund- es sei denn, eine Hündin wäre im Spiel.
2) Die Trennung ist sicher gut, um das Aggressionslevel insgesamt runter zu fahren.
Da ich davon ausgehe, dass der Jüngere- wie gesagt- die Rangordnung kippt/gekippt hat- sollte möglichst schon bei der ersten Begegnung ein Fachmann dabei sein- denn an Hand der Körpersprache der Beiden lassen sich gute Rückschlüsse ziehen. Ist die Hierarchie tatsächlich verändert, hieße das auch für Sie , ihr Verhalten gegenüber den Hunden so zu verändern, dass immer der Ranghöhere-ind diesem Fall also vermutlich der Jüngere- bevorzugt behandelt wird . (Zuerst Fressen, Spiel, Arbeit etc) Das ist gerade in diesem Fall für die Menschen im Rudel sicher besonders schwer- dient aber dem langffristig einem friedlichen Zusammenleben und ist somit eine mögliche Chance.
Alle guten Wünsche. Gerne beantworte ich weitere Fragen.