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Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
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Mein Hund ist ein kontroll freak. Soll ich mit ihm in eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Hund ist ein kontroll freak. Soll ich mit ihm in eine Hundeschule, oder kann ich das auch selbst machen.
Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Würden Sie mir bitte ein paar Bespiele geben, warum Sie denken Ihr Hund wäre ein Kontroll-Freak?

Was tut er denn?
Und wie sieht sein Tagesablauf aus?

Sobald ich hier etwas mehr Informationen habe, kann ich Ihnen eine bessere Antwort geben.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Tagesablauf, Morgens eine halbe stunde gassi, keine fessten zeiten, zuhause etwa 15 minuten kopfarbeit aber nicht jeden tag die gleich,abens wieder gassi zwischendrin etwas spielen auch nicht immer. Das Problem wenn ich meine schuhe anziehe ist er schon auf 100,ich mach es schon seit einem jahr das ich mir die schuhe und die jacke anziehe und mich setzte bis er sich etwas beruhigt hat,ohne erfolg.Beim alleine lassen habe ich schon mehr als einmal bei null angefangen, nach 15 minuten allein sind die Gardinen herunten und an der Eingangstür kratzt er wie wild.Hab es mit einer Box versucht in die geht er ohne weiteres er schläft auch drin,doch er hat sie auch schon zerlegt alls ich ihn darin eingesperrt habe.Gehen wir wo hin wo ander Hunde sind bellt er und hört nicht mehr auf egal was ich mache. Wenn wir gassi gehen spielt er mit anderen Hunden ist er an der leine bellt er,kommt ein ander Hund zu mir ist er sofort da.
Der Jack-Russel an sich ist nun mal ein kleines Powerpaket, was man kaum schafft gänzlich auszupowern.

Allerdings, sollte der Hund schon gefordert werden, damit er die Möglichkeit hat seine angestaute Energie los zu werden. Und da sind 2 Gassirunden und ab und an etwas Kopfarbeit leider zu wenig. Hier muss täglich, länger gearbeitet werden.

Um Ihre Frage mit der Hundeschule vorab zu beantworten, so wäre es gar nicht schlecht, wenn Sie z. B. mit Ihrem Powerpaket eine Agilitygruppe besuchen würden. Dies gibt den Hund die Möglichkeit, sich im Hundesport auszupowern und stärkt auch die Bindung zu Ihnen, denn Sie lernen gemeinsam und führen den Hund durch den Parcours.

Zum auslasten würde ich Ihnen empfehlen:
Fahrrad fahren, holt Ihr Hund gerne Stöcke - dann werfen Sie diese. Vielleicht haben Sie eine Böschung, Grube oder ähnliches in der Nähe. Dann werfen Sie die Stöcke dort runter, damit Ihr Hund mit viel Spaß diese wieder hochholen kann. So etwas strengt natürlich sehr an...
Spielen Sie mit Frisbees, großen Tauseilen oder lassen Sie ihn Federbälle jagen...
20-30 Minuten auf jeder Gassirunde sollten zu Anfangs schön gefordert werden.

Ein ausgelasteter Hund, ist ein ruhiger Hund. Bevor Sie ihn also allein lassen, fordern Sie ihn richtig, dann wird er sich - wenn er alleine bleibt - auch ruhig verhalten.
Wenn es mit der Box funktioniert, sollten Sie hier weiter am Ball bleiben und einfach es immer wieder und etwas länger trainieren. Bis er sich immer ruhig in der Box verhält.
Hier können Sie auch das Deckentraining anwenden, welches ich Ihnen am Ende schreiben werden.

Achten Sie darauf, dass Ihr Hund nicht vor Ihnen läuft, sondern immer auf gleicher Höhe mit Ihnen bleibt. Zieht er dennoch voraus, stellen Sie sich vor das Tier und blockieren es wortlos mit einer deutlichen Körperhaltung. Halten Sie die Leine hinter Ihrem Rücken, so dass er keine Möglichkeit hat, voraus zu laufen. Orientiert sich der Hund wieder an Ihnen so belohnen Sie dieses richtige Verhalten sofort. Dies hilft Ihnen auch beim Umgang in den Stresssituationen, wenn Sie andere Hunde sehen.

Dieses konstante Bellen ist Erregung/Stress. Er sieht die anderen Hunde und will mit machen. Bleiben Sie hier am Hund, beziehen Sie seine Aufmerksamkeit auf sich, bestätigen Sie jeden Blickkontakt mit einem gaaaanz tollen Leckerchen, nicht mit den öden, schnöden, trockenen Leckerchen, es muss etwas tolles sein, was seinen Ansporn weckt wie z. B. Fleischwurst oder Käse.

Gern kann ich Ihnen auf Wunsch auch einen Hundetrainer in Ihrer Nähe empfehlen, der zu Ihnen nach Hause kommt, das Verhalten des Hundes begutachtet und zusammen mit Ihnen und Hund arbeitet und Ihnen zeigt, wie Sie gezielt Ihren Hund fordern können, damit künftige unfreiweillige Wohnungsrenovierungen überflüssig werden.
Hierzu bräuchte ich allerdings Ihre PLZ & Wohnort.

Zum Deckentraining

Hierzu richten Sie ihm bitte eine Decke oder ein Körbchen an einem ruhigen Ort ein. Einem Ort wo sich der Hund zurückziehen kann ohne weiter gestresst zu werden. (Dies bezüglich wäre zum Beispiel der Korridor der flasche Platz.)

Haben Sie nun eine Stelle gefunden, bewaffnen Sie sich mit sehr vielen tollen Leckerchen (Fleischwurst oder Käse eignen sich hervorragend). Führen Sie Ihren Hund auf seinen Platz, er kann auf diesem Platz Sitzen, liegen oder stehen. Völlig egal, hauptsache er ist auf seinem Platz. Sobald er darauf ist, loben Sie ihn. Gehen Sie ein Schritt von dem Platz weg und werfen ihn ein paar Leckerchen auf seinen Platz, so machen Sie den Platz ihm schmackhaft.
Legt sich dabei Ihr Hund hin, lassen Sie ganz viele Leckerchen zum Lob zwischen seine Vorderpfoten fallen, dadurch bestätigen Sie nocheinmal das tolle Verhalten Ihres Hundes und das bleiben auf dem tollen Platz.

Weiterhin sollte auf diesem Platz alles super tolle stattfinden. Streicheln, kuscheln, spielen. Einfach alles tolles.

Steht nun Ihr Hund auf und will von dem Platz weggehen, machen Sie wieder einen Schritt auf ihn zu drängen Ihnen mit Ihrer Körpersprache wieder auf seienm Platz. Befinden sich alle 4 Pfoten wieder auf dem Platz wird er überschwenglich gelobt.

Nun entfernen Sie sich immer ein Stückchen weiter weg vom Körbchen, tun etwas anderes im Raum, beachten Ihren Hund nicht, haben ihn aber trotzdem im Auge. Bleibt er auf seinem Platz liegen, belohnen Sie ihn nach gewisser Zeit wieder. Steht er auf, sind Sie ganz schnell wieder bei ihm und sagen ihm körpersprachlich NEIN.

Ihr Hund wird lernen, dass es total toll ist auf seinem Platz zu bleiben und das er sich nicht unnötig stressen und ihnen folgen muss, denn Sie kommen ja zurück und dann passieren gaaanz tolle Dinge.

Stück für Stück verlassen Sie dann allmählich den Raum, tauchen nach wenige Sekunde wieder auf und loben Ihren Hund abermals, wenn er liegen geblieben ist. Die Abwesendheit aus dem Raum, können Sie nach ein wenig Training mal zu mal ein wenig steigern.

Dieses Training können Sie sehr gut auch auf die Box anwenden, erst trainieren mit Tür geöffnet. Nach einigen Tagen, mal mit Tür angelehnt und nach einigen Wochen dann mit Tür geschlossen. Er ist immer nur kurz und dann langsam ausdehnen. Das gepaart mit etwas aktiveren Spaziergängen sollte Sie beim Training bereits gut unterstützen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
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