So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Sit-HappensDE.
Sit-HappensDE
Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
68939019
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hundetrainer hier ein
Sit-HappensDE ist jetzt online.

Hallo, unsere 13-jährige Dachsbracke wurde wegen einem Bandscheibenvorfall

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
unsere 13-jährige Dachsbracke wurde wegen einem Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich operiert, nachdem sie davor vollständig gelähmt war. Nach der OP kam die Bewegungsfähigkeit langsam zurück. Stimuliert man sie, bewegt sie Vorder- sowie Hinterläufe und den Schwanz. Jedoch steht sie nicht auf, dreht sich nicht selbstständig und wenn wir sie aufrichten, arbeitet sie nicht mit. Regelmäßig machen wir Übungen mit ihren Beinchen und pflegen sie, so gut es geht. Parallel zu dem Bandscheibenvorfall hatte sie einen schleimigen Durchfall, welcher aber mittlerweile abgeklungen ist, der Kot ist völlig normal und nachdem sie 4 Tage fast gar nicht gefressen hatte, kehrte auch hier Normalität ein und sie kam wieder zu Kräften. Problem: Sie steht nach wie vor nicht auf oder versucht es und manchmal jammert und knurrt sie leise, wobei sich das nicht zwingend nach Schmerzen anhört und durch ein Wärmekissen am Bauch und/oder Zuwendung zu regulieren ist. Meine Frage, warum versucht sie nicht, wieder mobil zu werden und woher könnte das Jammern (vornehmlich nachts und wenn es dunkel ist) herrühren? Was versäume ich, was könnte ich tun oder versuchen?
MfG Ackermann
Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Ein Bandscheibenvorfall ist nicht ohne, selbst nach einer OP braucht es noch einige Monate bevor der Hund wieder völlig Schmerzfrei ist. Gerade bei älteren Hunden kann es schon mal bis zu einem Jahr dauern, bis der Hund wieder laufen kann.

Nach Ihren Schilderungen zu urteilen, ist das Knurren mit den Schmerzen verbunden. Zu mal Sie schrieben, dass Ihre Hündin leise knurrt wenn sie versucht aufzustehen.
Ich würde Ihnen empfehlen, sich eine Gehhilfe für Ihren Hund zu besorgen, so das Sie dem Tier beim Austehen behilflich sein können und auch die Schmerzen dadurch lindern können. Ihr Hündin würde schon gern aufstehen wollen, wenn die Schmerzen aber zu groß sind, lässt sie es lieber bleiben.

Versuchen Sie mehrmals täglich, 4-5x, mit einer anderen Person zusammen, Ihre Hündin vorsichtig auf die Füße zu stellen, gut gesichert mit einem Brustgeschirr am besten oder aber mit einem grossen Tuch/Laken unter dem Bauch. Erkundigen Sie sich nochmal bei TA, falls es Ihnen nicht bekannt ist, welche Bandscheiben betroffen sind, denn auf den operierten Bereich sollte kein Druck erfolgen.

Über den nachfolgenden Link finden Sie eine Auswahl an Hilfs-Geschirren:
http://www.hundeversand.de/geschirr/hilfsgeschirre/index.php

Bei HD Problemen wäre es auch unterstützend, wenn Sie einen Physiotherapeuten aufsuchen, der Wassertherapie anbietet. Sie sollten auch noch eine Zeit lang auf entzündungshemmende Schmerzmittel (auf Cortisonsbasis) zurückgreifen.

Das Jammern kann einfach davon kommen, dass sie sich unwohl fühlt, sie spürt ja den Eingriff und oft zwickt, und zwackt es noch. Sie sollten es beim ersten, zweiten Mal ignorieren und hält es an, sollten Sie schauen ob Ihre Hündin vielleicht den Platz wechseln möchte. Am Besten stellen Sie ihr auch direkt ans Körbchen/Platz ihren Wassernapf so das sie es nicht weit hat, falls sie in der Nacht saufen möchte.

Mit Schmerzmedikamenten, Physiotherapie und Hilfsgeschirr können Sie Ihrer Hündin in den nächsten Monaten recht gut und schnell helfen und Sie wird nach und nach wieder lernen, den Lauf zu belasten. Sie brauchen nur etwas Geduld.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bewerten Sie bitte meine Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Ich stehe Ihnen gern bei Rückfragen zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo nochmal,


zunächst vielen Dank für die umfassende Antwort. Also sie versucht gar nicht erst aufzustehen, kurrt und jammert (aber nicht kläglich und nicht dauerhaft) im Liegen, wie gesagt hört sie bei Wärmekissen (mit Lavendel) und Zuwendung auf. Gibt es eine Erklärung, warum das Jammern gerade nachts stärker auftritt? Kann man etwas tun, dass das aufhört? Momentan frisst und säuft sie zwar, wenn man sie von Hand füttert, jedoch nicht in ausreichendem Maße. Hinzu kommt ein Nierenschaden (75% außer Funktion), der vom Tierarzt festgestellt wurde. Auch ist sie bzgl. des Essens sehr wählerisch, was ich von früher nicht von ihr kenne. Häufiger kam das Jammern auch nach dem Essen. Gibt es Tricks, wie man sie zu besserem Fressen, Saufen und versuchen aufzustehen mehr motivieren und das nächtliche Jammern eindämmen könnte? Ich werde Sie in jedem Falle positiv bewerten und Ihre Dienste natürlich bezahlen, aber diese Fragen brennen mir noch auf der Seele.


MfG und einen schönen Abend


Ackermann

Gehen Sie mal einige Zeit dazu über, dass Verhalten (Gejammer)zu ignorieren.Es kann gut sein, dass Ihre Hündin gelernt hat,dass wenn sie jedes mal anfängt zu jammern Frauchen/Herrchen angerannt kommt und sich mit ihr beschäftigt.
Schenken Sie ihr in diesen Momenten keine Aufmerksamkeit und kümmern Sie sich erst um sie, wenn sie sich kurzzeitig ruhig verhält.

Nachts schlafen Sie, aber Hunde sind um diese Zeit meist wach. Wenn es dann quasi zu langweilig wird, fängt man halt das Jammern an, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Beobachten Sie in der nächsten Zeit einmal ob sich durch das ignorieren, auch wieder das Verhalten legt.

Nimmt das Jammern überhand nachts, stellen Sie das Körbchen/Decke direkt neben sich ans bett und lassen Sie eine Hand herunter hängen, damit der Hund weiß, dass Sie da sind. Aber ich denke eher, dass dies einfach nur ein Aufmerksamkeits erhaschen ist.

Sie können einmal versuchen das Futter in Tee einzuweichen, oder auch etwas Bratensoße unter das Futter zu mischen. Über Ihren Tierarzt können Sie auch eine Paste namens Nutrical beziehen, die den Appetit fördern soll.

Oder versuchen Sie einmal dies hier:
http://www.futterfreund.de/futterfreund-lunderland-pansenmehl-p-2149-1.html?cPath=32_319&sessID=05lhovumobfqot4qtc9o4i934kcp7guo

Appetitfördert sind auch
- Bananenbrei
- Apfelmuß
- 30Min vor der Fütterung etwas Traubenzucker
- pürierte Leber (roh, gekocht oder sogar leicht angebraten)
- CaloPet / NutriCal und andere hochenergetische Pasten (versorgen nebenbei auch mit Nährstoffen)
- gebratene Speckwürfel

Lassen Sie kein Futter herumstehen. Paradoxerweise ist gerade derjenige Hund, der immer Futter frei zur Verfügung hat, ein schlechter Fresser.
  • Füttern Sie zu festen Zeiten, bzw. im Anschluss an bestimmte Tagesabläufe; das gibt dem Hund Sicherheit.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Hund nicht beim Fressen abgelenkt wird; setzen Sie ihn gegebenenfalls hierfür in eine geräumige Box.
  • Achten Sie darauf, dass der Hund am Napf bleibt; sobald er diesen auch nur wenige Schritte weit verlässt, nehmen Sie den Napf weg.
  • Füttern Sie kleine(re) Portionen; lässt der Hund Reste im Napf, ist die von Ihnen gewählte Menge zu groß.
  • Schauen Sie beim Füttern auf die Uhr. Futter, das nicht innerhalb von 5 Min. vom Hund gefressen wurde, wird entfernt.
  • Füttern Sie in der ersten Zeit der Umstellung (ca. 4 Wochen) keine Leckerchen.
  • Reduzieren Sie anfänglich die Anzahl der Mahlzeiten; erst wenn der Hund zuverlässig frisst, können Sie das Futter auf die gewünschte Anzahl der Mahlzeiten verteilen.
  • Wählen Sie ein Hochleistungsfutter; falls der Hund nur kleine Mengen frisst, dann sollte er mit dieser Portion die größtmögliche Menge an Nährstoffen aufnehmen.
  • Geben Sie dem Hund nach langen Spaziergängen die Gelegenheit, sich erst ein wenig auszuruhen, bevor Sie ihn füttern.

Wenn Ihr verändertes Fütterungsmanagement nicht auf Anhieb klappt, liegt darin kein Grund ungeduldig zu werden oder zu verzweifeln, denn der Hund braucht Zeit, um sich an die veränderte Situation zu gewöhnen. Ein Fressverhalten, das sich über viele Monate eingeprägt hat, lässt sich in der Regel nicht innerhalb weniger Tage ändern.

Ein Hund, der „nachdenkt“, ob er denn die angebotene Speise auch fressen soll, wird immer ein „mäkliger“ Fresser bleiben. Erst wenn sein Instinkt ihn dazu veranlasst, zügig und freudig an den Futternapf zu gehen, werden Sie einen Hund haben, der gut frisst.



Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bewerten Sie bitte meine Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Ich stehe Ihnen gern bei Rückfragen zur Verfügung.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,


zwei Fragen noch: Wie kann ich meinen Hund motivieren, wieder zu laufen oder Bewegungen selbständig auszuführen? Ist es zu verantworten, sie nachts allein in einem Raum schlafen zu lassen und zu versuchen, ihr das Jammern so langsam abzugewöhnen?


LG Ackermann

Hallo,

spielt Ihr Hund gern oder ist sie besonders Neugierig? Dann setzen Sie sich mal etwas entfernt auf den Boden , halb abgewendet damit Ihr Hündin nicht sehen kann, was Sie dort gerade machen. Vielleicht tun Sie auch etwas aufgeregt, machen ein paar komische Geräusche um halt die Neugierde zu wecken.

Wenn Ihre Hündin Leckerchen (DIE SUPER TOLLEN) liebt, legen Sie mal eine Reihe Leckerchen aus. Natürlich in etwas Entfernung, damit sich Madame bewegen muss.
Hier aber dann bitte unterstützend mit Schmerzmitteln und Geschirr helfen, ansonsten hat das alles kein Zweck.

Um Hunde zu motivieren, die grundsätzlich wenig Lust haben, sich etwas sagen zu lassen, muss man sich etwas ausdenken. Machen Sie sich klar: Ihr Hund gehört zu der Sorte Angestellter, der gut für einen Chef mit attraktivem Bonusprogramm arbeitet. Unter angenehmen Arbeitsbedingungen wie kurze Trainingseinheiten, geeignete Ausrüstung und klare Zielsetzungen wird Ihr Hund zu einem zuverlässigen Begleiter werden. Ohne Bonus keine Chance.

Überzeugungsarbeit:
Bestechung. Unabhängige Hunde verlangen Gehaltsschecks in Form von Hurra, Spaß und super Leckerchen. Wenn Ihr Hund schwer bestechlich ist, versuchen Sie es mit Wiener Würstchen und Käse, in winzige Stückchen geschnipselt. Sie soll nicht gefüttert werden, sondern belohnt. Aber denken Sie daran: Erst arbeiten, dann das Leckerchen.

Wow: Spielsachen! Kaufen Sie ein neues Spielzeug und machen Sie sich damit interessant. Bauen Sie ihre Begehrlichkeit auf, ohne dem Hund das Spielzeug zu geben. Steht Ihre Hundin dann auf, gibt es zur Belohnung dann das Spielzeug Selbstverständlich bleibt das Spielzeug auch dann noch Ihres. Beachten Sie dabei, dass Sie Spaß verbreiten. Übereifer, Genörgel und Perfektionismus führt bei unabhängigen Hunden zum Abschalten.

Stellen Sie sich einmal die Frage, was mag mein Hund wirklich?
Manche Hunde interessieren sich nicht für Futterbelohnungen. Variieren Sie mit Leberwurst, Käse, Lachspaste oder Würstchen - es ist noch kein Hund geboren worden, der wirklich bei allem kalt blieb. Wenn Ihr Hund allerdings für sein Spielzeug seine Seele verkauft, machen Sie eben daraus seine Belohnung und räumen Sie es anschließend wieder weg.

Gehen Sie in einen anderen Raum und rufen Sie Ihre Hündin, wenn Sie dann kommt, hilft eine weitere Person unterstützend beim Aufstehen. Freuen Sie sich gaaaanz doll und Celebrieren Sie es quasi.

Natürlich können Sie Ihren Hund auch in einem anderen Zimmer nachts verlegen, Ihr Hund hat dort zu liegen, wo Sie es ihm sagen zu bleiben.
Stellen Sie dem Tier aber Wasser direkt ans Körbchen.

Ich denke aber, sobald Schmerzmittel und Geschirr eingesetzt werden, werden Sie auch Ihre Dame wieder ans Laufen bekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo.


 


bzgl. des nächtlichen Klagens sagte meine Tierärztin heute, es könnte ein sogenannter "Klinikkoller" sein. Vor 2 Wochen musste unsere Kleine ins Krankenhaus und war dort für 3 1/2 Tag, am Dauertropf und mit Bandscheiben - OP. Mglw. ist sie traumatisiert... wie kann man die kleine Hundeseele trösten, damit sie die schlechten Erlebnisse vergisst. Natürlich sind wir sehr liebevoll und verteilen ganz viel Nähe und Streicheleinheiten.


 


LG Ackermann

Das ist das, was ich Ihnen bereits Eingangs schrieb. Das was gerade tun ist völlig falsch. Sie dürfen sich nicht nur noch ausschließlich um Ihren Hund kümmern und Sie mit Ihrer Liebe überschütten und alles mögliche anstellen, um den Hund Zuneigung zu Teil werden lassen.

Desto mehr Sie sie ständig und konstant betüddeln, desto mehr fordert Ihre Hündin das ein. Denn das hat sie schnell raus: "ich jammer mal kurz, schwupps kommen Herrchen/Frauchen angerannt". Unsere Hunde sind die weltbesten Manipulierer, wenn es um deren Erfolge geht.

Ich sag ja nicht, dass Sie Ihren Hund überhaupt keine Aufmerksamkeit mehr schenken sollen, aber lassen Sie das betüddeln. Behandeln Sie Ihren Hund etwas mehr wieder, wie vor der OP. Dann wird sich auch das Verhalten wieder legen.
Ein Hund lebt nicht in der Vergangenheit und wird also auch keine Albträume von der Klinik haben. Sie ist wieder zuhause und jetzt nimmt quasi der gewohnte Alltag seinen lauf.

Sie brauchen einfach etwas mehr Geduld und Ruhe und müssen über das 1, 2. 3. Jammern einfach mal hinweg hören. Ist Ihre Hündin dann mal für eine Zeitlang ruhig, dann bekommt Sie kurz Ihre Aufmerksamkeit.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de

Sit-HappensDE und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.