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Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
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Wie bringe ich meinem Labrador bei das er ein Labrador ist

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Wie bringe ich meinem Labrador bei das er ein Labrador ist und ball spielt?
Wo bekomme ich tennisbälle ohne Filz
Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Hunde spielen nicht nur individuell sehr unterschiedlich, es gibt auch einige rassetypische Unterschiede, die auf die ursprünglichen Zuchtziele zurückgehen. So wurden XXXXX XXXXX Terrier auf Selbstständigkeit und Aggressivität hin gezüchtet, denn sie sollten bei der Jagd auf Ratten und Mäuse eigenständig und entschlossen agieren. Ihr Spielverhalten ist daher eher rau und aggressiv. Außerdem behalten sie beim Miteinanderspielen stets mögliche Vorteile im Auge, die sich für sie ergeben.

Labradore sind dagegen auf die Kooperation mit dem Menschen hin gezüchtet, ihr Spielverhalten ist von sozialem Miteinander und gutem Zusammenwirken geprägt. Und während Windhunde einen angeborenen Spaß an der Bewegung haben, und sie daher Rennspiele bevorzugen, wird ein Hütehund, der das "Managen" einer Schafherde im Blut hat, eher körperlich, robust und dynamisch spielen wollen. Zugegeben, das Spiel der nordischen Rassen wie zum Beispiel eines Huskys oder eines Alaskan Malamute oder das der Herdenschutzhunde wie Kangal und Owtscharka fällt eher spärlich aus. Doch eines gibt es meiner Erfahrung nach nie: einen Hund, der überhaupt nicht spielen mag - vorausgesetzt das Tier ist gesund**.

** Können Sie dies mit Ja beantworten? Wenn nicht, lassen Sie einmal Ihren Tierarzt den Hund (samt Blutwerten) untersuchen.

Spielverderber gibt es nicht
Ich treffe immer wieder Leute, die sagen: "Mein Hund spielt nicht." Doch wenn ich mir den vermeintlich spielfaulen Kandidaten genauer angucke und richtig mit ihm loslege, dann spielt selbst ein Zehnjähriger wieder wie ein junger Springinsfeld. Und wenn wir zwei so über den Teppich kullern, machen die Besitzer Augen und sagen: "So hab ich meinen Hund überhaupt noch nicht erlebt."

Daher mein Tipp: Es kommt darauf an, die Sache interessant zu machen. Zunächst bitte das alte Spielzeug komplett wegräumen. Dann besorgen Sie ein neues Teil, ganz egal, was. Legen Sie es an einen Platz, der für den Hund unerreichbar ist, zum Beispiel in ein höher gelegenes Regalfach. Einmal pro Tag gehen Sie nun dorthin, nehmen das Spielzeug und sagen "Oh, fein", zeigen also Begeisterung und wecken Interesse. Sie rücken das Teil aber auf keinen Fall heraus.

Das wiederholen sie ein paar Tage. Sie können das Spielzeug auch mal kurz hochwerfen, wieder auffangen und weglegen oder anderen Familienmitgliedern zeigen. Machen Sie ein Ritual daraus, und Sie werden sehen, binnen einer Woche dreht Ihr Hund durch vor Neugier auf das neue Spielzeug. Anschließend können Sie es dann für Apportier- und Versteckspiele verwenden.

Spielen ohne Spielzeug

Ich erlebe oft, dass Hundebesitzer meinen, Spielen muss mit einem Objekt verbunden sein. Und schon wird nach einem Stöckchen, einer Frisbeescheibe oder einem Ball Ausschau gehalten. Dies stimmt absolut nicht! Man kann einfach nur herumtoben, raufen oder sich verstecken, es gibt viele Möglichkeiten jenseits von Apportierspielen.

Wenn Sie Lust haben zu spielen, dann stichelen Sie Ihren Hund ein bisschen, stupsen Sie hier und dort an oder rennen ihm hinter her. Oder schleichen sich ganz leise an, nehme ihm das Stofftier weg und rennen wie verrückt los. Wenn er eingedöst ist, verstecken Sie sich und machen komische Geräusche. Schon wird er hellhörig und fängt an, Sie zu suchen. Wenn er Sie dann hat, lasseh Sie sich auf den Rücken fallen und er darf auf Ihnen herumkrabbeln. Einzige Regel: Wenn es ausufern sollte, unterbrechen Siedas Spiel. Das ist ja nicht anders als beim Herumtoben mit Kindern. Wollen Sie das Spielen beenden, sagen Sie freundlich und bestimmt: "Schluss!"

Anfang und Ende der Spielphase bestimmen Frauchen oder Herrchen. Ausnahme: Wenn Ihr Hund eindeutige Signale zur Spielaufforderung zeigt, tun Sie ihm ruhig den Gefallen und gehen Sie darauf ein. Spielen ist ein sozial verbindendes Element, und der Impuls dazu kann, genauso wie bei unseren Kindern, selbstverständlich von beiden Seiten kommen.

Hundehalter festigen ihren Sozialstatus, indem sie die Initiative ergreifen. So fällt es dem Tier leichter, sich am Menschen zu orientieren. Hunde benutzen Spielobjekte gern, um Besitz anzuzeigen. Drehen Sie den Spieß ruhig hin und wieder um und beschlagnahmen Sie eines seiner Lieblingsspielzeuge, indem Sie es für eine Weile vor ihm verbergen und den Hund nicht dranlassen. So demonstrieren Sie ihm, dass Sie es als Ihr uneingeschränktes Vorrecht betrachten, Zugriff auf seine "Schätze" zu haben.

Nur nicht verrückt spielen!
Ich bin ein großer Freund von Apportierspielen, doch viele Halter übertreiben es damit und machen ihre Hunde geradezu süchtig nach dem Kick, den die Hatz auf ein Wurfspielzeug auslöst - und das meine ich tatsächlich wörtlich. Diese Tiere entwickeln eine körperliche Abhängigkeit von den Dopamin- und Serotoninschüben, die ihr Körper dabei erlebt. Außerdem betrachte ich es als eine Störung im Sozialverhalten, wenn diese Tiere nichts außer dem Ball oder der Frisbeescheibe im Kopf haben. Die Versessenheit geht oft so weit, dass diese "Junkies" selbst die Anwesenheit spielfreudiger Artgenossen ignorieren, weil sie ganz aufs Apportieren fixiert sind.

Lassen Sie sich nicht von Ihrem Hund zum Spielen drängen. Sie entscheiden, wann es losgeht und wann es aufhört. Nutzen Sie die starke Motivation Ihres Vierbeiners, um ihm zunächst andere Aufgaben zu stellen. Erst danach beginnen Sie mit dem Apportierspiel. Alternativ sollten Sie des Öfteren Fährten- und Versteckspiele anbieten. Denn die Nasenarbeit bringt Ruhe ins Spiel und fördert die Konzentrationsfähigkeit Ihres Hundes.

Körperkontakt herstellen
Schmusen, Streicheln und Kontaktliegen sind wichtig für die Entwicklung einer vertrauensvollen und stabilen Mensch-Hund-Beziehung. Das gilt besonders im Welpenalter. Nutzen Sie jede Gelegenheit, Körperkontakt zum kleinen Schützling herzustellen. Aber Vorsicht, das kumpelhafte "Abklopfen" seiner Schulter gleicht vielleicht dem unter Menschen üblichen Auf-die-Schulter-klopfen, Hunde aber verstehen diese Form der Zuwendung meist falsch: Klopfen hat für sie einen eher aggressiven Charakter, sie reagieren verunsichert. Streicheln und kraulen Sie lieber Bellos Brust, seinen Nacken, den Kopf und die Schlappohren.

Sie können ruhig mit normalen Tennisbällen spielen, Sie müssen nur darauf achten, dass nach dem Ball spielen draußen (wo er sandig wird), der Hund diese "dreckigen" Bälle nicht zum kauen bekommt. Denn nur Filz in Kombination mit Sand/Dreck wirkt wie Schmirgelpapier.

In diversen Mega-Zoo Filialen finden Sie eine große Auswahl an filzfreien Bällen.


Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


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Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
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