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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
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Falvina ist jetzt online.

Hallo! Ich habe einen 5 jährigen Boxerrüden (nicht kastriert).

Beantwortete Frage:

Hallo!
Ich habe einen 5 jährigen Boxerrüden (nicht kastriert). Seit ein paar Monaten geht er nicht mehr mit mir spazieren, wenn mein Freund zu Hause ist; er muss dann mit. Umgekehrt ist es aber genau so: wenn ich da bin geht er noch nicht einmal mit ihm vor die Tür. Morgens manifestiert sich dieses Problem komischerweise nicht.
An unserer Wohnsituation, Partnerschaft oä hat sich nichts geändert. Bruno, so heißt der Boxer, befolgt alle Befehle sehr gut; Dominanzprobleme sind meiner Meinung nach auch nicht vorhanden.
Zeitgleich mit dem "Gassiproblem" ist mir aufgefallen, dass er immer wieder Körperkontakt sucht und schmusen möchte, was er vorher nie gemacht hat. Natürlich fanden wir das ganz toll und haben ihn manchmal mit aufs Sofa genommen oder ihm erlaubt im Bett bei den Füßen zu schlafen. Meiner Meinung hat es etwas damit zu tun...

Hätten Sie vielleicht einen Tipp wie wir ihm das alleinige Gassigehen wieder stressfrei beibringen können?

MFG,

Myriam
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Myriam

Ich hab da noch eine Frage:
Wie äußert sich das? Ihr nehmt die Leine und was macht Bruno.
Macht ihr etwas anders in der Früh?
Wie geht ihr dann trotzdem raus, oder geht ihr jetzt immer zu dritt?
wenn ich mehr Infos habe, wie der Hund reagiert, kann ich besser Tipps geben.

Danke XXXXX XXXXX
Paula Ciolacu

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
In der Früh läuft alles wie gehabt; ich stehe auf, zieh mich an und gehe raus, während mein Freund noch schläft. Der Weg ist der gleiche, der Ablauf auch...

Abends dann weigert er sich mit einem von uns alleine zu gehen - egal ob mit Leine oder mit Locken eines Balles oder Leckerlis. Wenn einer von uns rausgehen möchte geht er in den meisten Fälle noch nicht einmal bis vielleicht vor die Eingangstür unseres Wohnhauses mit. Dann zieht er nach hinten, sodass ihm, wenn er ein locker sitzendes Halsband trägt, dieses abrutscht. Er hat dann eine ängstliche Körperhaltung (eingezogener Kopf, schnaufen)
Gestern Abend konnten wir wieder alles so beobachten: Wir gingen gemeinsam raus: kein Problem. Nach ein paar Metern drehte mein Freund um, Bruno merkte das und zog wieder in seine Richtung nach Hause. Dann ging mein Freund wieder mit und alles war in Ordnung.

Wie gesagt: es manifestiert sich, wenn die Familie "komplett" (mein Freund und ich) zu Hause sind - dann möchte er nur raus, wenn wir alle mitgehen.

lG
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Morgen

Für einen Hund ist es erstmal nicht normal, das sein Rudel sich trennt, es wird auch im Rudel nicht immer geduldet, dass sich einer entfernt. Trotzdem müssen sich auch Hunderudel trennen, da ja manche zu jagen gehen müssen und nicht immer alle mit gehen.

So ein Angstverhalten bei Hunden ist teilweise "angelernt", denn wenn der Hund sich bei ersten mal fürchtet und nicht mehr weiter will, sich hinsetzt oder in irgendeine Richtig zieht, haben wir Menschen die Angewohnheit dem Willen unserer Hunde nachzugeben.

Wir reden, wir locken, wir versuchen zu beruhigen und wissen dabei nicht, dass wir die Angst und Unsicherheit des Hunden nähren und diese immer weiter wächst.

Genau so wie sie es beschrieben haben, Ihr Freund dreht um, Hund will mit, blockiert, Freund dreht wieder rum.
Ich denke in der früh ist es für ihn OK, weil er ihn nicht sieht.

Der einzige "Trick" bei so einem Verhalten ist, dem Hund nicht seinen Willen zu lassen.
Natürlich kann es passieren dass sich ihr Hund auflehnt, sich weigert und und und, aber Sie dürfen nicht nachgeben, sonst wird es immer schlimmer mit der Zeit.
Versuchen Sie selbst ruhig aber bestimmt aufzutreten, Hund anleinen und raus, draußen schön zügig an der Leine laufen, nicht stocken wenn der Hund zögert, laufen Sie einen schnellen Schritt, so dass Ihr Hund gar nicht die Chance bekommt sich hinzusetzen.
Falls er sich doch hinsetzt, Leine nehmen, kurz den Hund berühren in Höhe der Schulter, wie ein kleiner Stubser, das reißt sie auch der Trance, falls er sehr nervös ist, ruhig etwas markanter stoßen, aber nicht schubsen. Und dann gleich weiter laufen.

Vermeiden Sie in Stress Situationen seinen Namen zu sagen, am besten gar nicht reden, bitte auch nicht streicheln oder Leckerli geben, damit belohnen Sie das falsche Verhalten. Nur Loben wenn er einigermaßen "normal" mitläuft. Tun Sie so als wäre das alles normal.

Achten Sie gut darauf, dass das Halsband gut sitzt und nicht vom Kopf Rutschen kann, versuchen sie es weiter oben festzumachen, ca auf höhe unterhalb der Ohren, an diesem Punkt hat der Hund nicht gar so viel Muskeln und Kraft und sie reagieren dann besser, auch wenn sie selbst ziehen.
Lassen sie ihm keine Gelegenheit nach hinten zurück zu gehen, er muss lernen da nach vorne zu denken und Sie müssen ihm den "Schubser" geben.

Es ist keine Sachen von Körperkraft, sondern von der Art und Weise wie man selbst auftritt. Wenn Sie unsicher sind oder zögern wird es nicht funktionieren und Ihr Hund wird wieder in seinem Tun bestätigt. Seien Sie ruhig aber bestimmt, Laufen sie gerade und den Blick nach Vorne, nicht zum Hund

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken.

Vielen Dank einstweilen
Gruß
Paula Ciolacu
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 7 Jahren.


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Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank XXXXX XXXXX
Paula Ciolacu
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Erst einmal danke XXXXX XXXXX Tipps. Ich habe ihm ein Halsband gekauft (Cesar Milan Illusion Collar), das sehr nah am Hals sitzt - das Problem ist nur, dass er, wenn ich laufe, um ihm keine Gelegenheit zu geben sitzenzubleiben, abrupt abbremst uns sich dennoch sträubt, bzw. nach hinten zieht. Da er 35 kg wiegt muss ich dann auch zwangsläufig stehen bleiben. Ich drücke ihn dann sozusagen mit meinem Körper nach vorne, versuche ihm den Weg zurückzulaufen zu versperren, was aber nur bedingt Erfolg hat. Soll ich dann besser abwarten, nach einer halben Minute nochmals probieren?

Was mir jedoch aufgefallen ist, ist dass wenn er auf dem Spazierweg etwas Interessantes sieht, er ohne Probleme nach vorne geht. Wenn dann nichts mehr in der Ferne passiert, möchte er zurückgehen ...

Experte:  Falvina hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja, sie gewöhnen sich diverse Marotten an und wenn nichts los ist, dann will er Heim. Irgendwann haben Sie dem wohl nachgegeben, oder jemand anderes, und nun hat er sich das angewöhnt :-)

Das Illusion Collar ist Prima.
Also wenn er so stehen bleibt, dass Sie zwangsläufig stehen müssen, dann warten Sie. Ist er ruhig und schaut Sie auch mal an, sehen sie ihn kurz an, und schauen dann wieder in die Laufrichtung. Ich Ihr Hund noch nicht bereit, dann warten, sonst wird er nach ein paar Meter wieder stehen bleiben.
Sie müssen ihn jetzt wieder "umpolen" und zum Vorwärtslaufen bewegen, zumindest wenn Sie wollen und nicht wenn er entschieden hat, dass der Spaziergang rum ist. Nur wenn er ruhig und devot ist, kann er richtig entspannt weiter laufen.
Falls er ruhig ist und trotzdem nicht laufen will, stellen Sie sich neben ihn, laufen kurz an und berühren ihn an der Seite, ob mit Hand oder Fuß ist egal, nicht weh tun, kann aber schon so gemacht werden, dass er es merkt. Diese Korrektur soll ihm zeigen, dass wir damit nicht einverstanden sind.
Natürlich kann es schon dauern, bis er diese Korrekturen annimmt, da müssen Sie Geduld haben und in der Situation sehr konsequent sein. Lassen Sie ihm auf gar keinen Fall seinen Willen.
Falls er sich noch nicht gesetzt hat, einfach mit der Leinen eine ganz kurzen Ruck, aber mehr ein Impuls ein ein Rucken. Aber bitte zur Seite, nicht den Hund mitziehen, denn dann bremst der Hund automatisch, Druck erzeugt immer Gegendruck.

Hier gilt auch, wenn er nicht weiter will, kurz durchatmen und dann wieder berühren.
Denken Sie beim Blockieren oder Berühren immer dran, wenn Sie genervt, angespannt, ungeduldig usw. sind, wird es nicht funktionieren, im besten Fall ignoriert sie der Hund. Sie müssen unbedingt zusehe, dass sie ruhig und enspannt sind und auch hierbei wird ein Hund, der sich diverse Eigenarten zugelegt hat auch einige Zeit brauchen, bis er sich umstellt, denn aus Erfahrung hat er gelernt, dass seinem Willen doch irgendwie nachgegeben wurde und das versucht er natürlich mit allen Mitteln beizubehalten.

Gerne können sie auch noch einmal nachfragen.
Vielen Dank XXXXX XXXXX
Paula
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.